Woher kommen die universellen Gesetze, die als Annahme für die Urknall-Theorie vorausgesetzt werden?

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4 Antworten

Hallo gromio,

Antwort in 2 Teilen, zuerst philosophisch, dann naturwissenschaftlich. Du darfst dann entscheiden, welcher Teil komplizierter war.... =D


1) Jeder Aussage über die Welt liegen immer und unvermeidbar metaphysische Annahmen zugrunde.

Da muss man gar nicht bis zum Urknall gehen. Auch die Frage, ob der PC, der vor Dir steht wirklich real ist - oder nur ein Produkt Deines eigenen Gehirns - das ist nicht mehr letztbeweisbar.

Descartes schrieb "Ich denke, also bin ich". Die Bedeutung dieses Satzes liegt genau in dem, was ich gerade gesagt habe: Ich kann sicher sein, dass ich existiere, denn ich kann von der Welt unabhängige Gedanken formulieren.
Die Welt nehme ich nur über Sinneseindrücke wahr, also "aus zweiter Hand". Und damit kann ich nicht mehr wissen, ob das, was mir meine Sinne melden, die Welt tatsächlich gut beschreibt.

An dieser Stelle macht jeder(!) uns eine metaphysische Annahme: Nämlich die, dass wir durch Beobachtung etwas über die Welt herausfinden können.

Wir leben das jeden Tag - und denken genau deshalb nie darüber nach. Aber tatsächlich sagt uns die Philosophie hier, dass wir diese allen unseren Entscheidungen zugrunde liegende Annahme nicht letztschlüssig beweisen können. So überraschend und frustrierend das auch ist.

Wir wissen aber aus Erfahrung, dass diese metaphysische Annahme recht
brauchbar zu sein scheint. Denn wer den auf sich zu kommenden LKW ignoriert, mit der Begründung, der sei bestimmmt nur eingebildet, der.... naja...eben.

Die Annahme, dass wir durch Beobachtung etwas über die Welt herausfinden ist also zwar nicht letztbeweisbar, sie hat sich aber bewährt. Im Alltag. Und genau deshalb liegt sie tatsächlich auch aller Naturwissenschaft zugrunde. Nicht nur beim Urknall, sondern auch beim Hebelgesetz oder der Knallgasprobe... halt überall.


Falls Du etwas darüber lesen möchtest: Hier ein Text zur Metaphysik: http://www.gkpn.de/Vollmer_Atheismus-Metaphysik.pdf

2) In den Urknallmodellen stecken Aussagen über das Universum als Ganzes.
Diese naturwissenschaftlichen All-Aussagen werden immer wieder
überprüft, ob neuere und bessere Beobachtungsdaten diese Annahmen und Näherungen immer noch zulassen. Bisher haben sie sich gut bewährt.


Schauen wir uns einmal an, was Wiki da so aufzählt:


dass die Naturgesetze universell sind und sich also das Universum mit den Naturgesetzen beschreiben lässt, die heute nahe der Erde gelte

Das erste Mal bewährte sich diese Annahme, als Newton seine Schwerkraftgesetze auf das Sonnensystem anwendete. Wir überprüfen diese Annahme aber bis in die ältesten Objekte hinein, die wir beobachten können. Wir können zum Beispiel im Licht Milliarden von Lichtjahren entfernter Galaxien die sogenannte Feinstrukturkonstante messen und stellen dabei fest, dass diese auf etliche Nachkommastellen den selben Wert hat, wie heute. Damit wissen wir, dass sich die Physik der Atome seit damals und dort nicht sehr geändert hat.


dass das Universum an jedem Ort (aber nicht zu jeder Zeit) in alle Richtungen für große Entfernungen gleich aussieht. Diese Annahme wird als Kopernikanisches Prinzip oder kosmologisches Prinzip bezeichnet

Das kosmologische Prinzip ist eine Näherung, die sich aber recht gut auf den allergrößten Skalen bewährt. Sie besagt, dass es keine "ausgezeichneten" (also besonderen) Orte im Universum gibt, die sich von den anderen ganz grundlegend unterscheiden. Wir haben uns inzwischen doch einigermaßen gut im beobachtbaren Universum umgesehen - und soooo schlecht ist die Annahme nicht.

Wenn man sich den Survey der Galaxienverteilung ansieht: http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/kosmologie/das-kosmologische-prinzip/

... dann sieht man zwar die Cluster und Voids, aber auch diese sind statistisch gleichmäßig in den Raum gestreut. Und genau das ist damit gemeint. Nicht, dass das Universum ein langweiliger Ort ist, der auf kleineren Skalen langweilig wäre.

Also: Dieser Teil der Annahmen, das wird in der Physik tatsächlich immer wieder getestet.

Und falls Du mehr wissen willst. hänge ich da noch ein Video an, in dem es ein wenig um die Überprüfung der Konstanz unserer Physik geht.

Grüße




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Kommentar von gromio
17.01.2016, 21:21

Servus, UteausMünchen, und vielen Dank für den interessanten Beitrag.

Allerdings wage ich zu behaupten, dass Du meine Frage nicht beantwortet hast, oder doch?

Meine einfach formulierte Frage lautet ja, WOHER die beobachteten Gesetze und Konstanten kommen - setzen wir mal voraus, es gibt diese tatsächlich....diese universellen Gesetze.

Oder wolltest Du mir mit Deinen Ausführungen sagen, dass wir den Ursprung dieser universellen Gesetze nicht oder b.a.w. nicht herausfinden werden?

cheerio

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Das kosmologische Prinzip wurde 1933 von Edward Arthur Milne, einem englischen Mathematiker, aufgestellt. Die Annahme der Universalitaet der Naturgesetze stammt von Isaac Newton.

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Kommentar von gromio
18.01.2016, 07:26

Eine der zwei Annahmen zur Hypothese des kosmologischen Prinzips stammt von Kopernikus, dass sollte ergänzend erwähnt werden.

Doch woher kommen sie, die universellen Gesetze.....?

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Die Informationen ueber die vielen Wissenschaftszweige im Koran wurden nach Jahrhunderten bestaetigt oder sie dienten als Ansatz, um die Wissenschaft besser zu verstehen. Beispiele:

Gott hat uns aus einem Embryo erschaffen (96:2)

,Die Erde ist wie ein Ei kugelförmig (10:24; 39:5; 79:30)

,Das Universum war vorher in einem einzelnen Punkt und explodierte plötzlich (21:30)

,Die Galaxien in unserem Universum expandieren (51:47)

,Die Sterne und die Galaxien wurden aus Rauch erschaffen (41:11)

,Die Zeit ist relativ (70:4; 22:47; 32:5)

,Das Universum wurde in sechs Stadien und die Faktoren, die ein Leben auf dem Planeten Erde ermöglichen, wurden in den letzten vier Stadien erschaffen (50:38; 41:10)

,Die Erde verfolgt eine Umlaufbahn (27:88; 21:33)

,Die Inhalte der Erdatmosphäre besitzen eine schützende Eigenschaft (21:32)

,Die Winde haben eine bestäubende Wirkung (15:22; Blütenstaub)

,Die Erschaffung der Lebewesen unterliegen einem System (15:28-29; 24:45; 32:7-9; 71:14-17)

,Die ersten Ansätze mikrobiologischen Lebens begannen zwischen den Lehmschichten, welche aus molekular-dehnbaren Beschaffenheiten bestehen (15:26)

,Unsere biologische Lebensdauer ist in unseren Genen gespeichert (35:11)

,Die Atome bestehen aus noch kleineren Bestandteilen (10:61)

,Die Photosynthese ist eine durch chemische Prozesse gespeicherte Energie, welche nachher wiederverwertet werden kann (36:77-81)

,Die Ordnungszahl, die Atommasse und die Zahlen der Neutronen der Isotopen des Elementes Eisen werden mitgeteilt (57:25 – siehe auch:

 

Das Eisen im Koran),Die Atome der Elemente, welche den Boden bilden, haben maximal sieben Energiebahnen (65:12)

,Wasser und Dattel (Oxytocin) vermindern die Geburtsschmerzen (19:24-25)

,Die Wasserniederschlagsmenge auf der ganzen Welt bleibt innerhalb eines Jahres stets gleich (43:11; 15:21)

,Es gibt ein Leben jenseits dieser Welt (42:29)

,Der Mond spaltete sich (54:1-2 – siehe auch:

 

Koran und Mondlandung).

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Kommentar von gromio
17.01.2016, 21:27

Vielen Dank, fabian 222, aber Du hast meine Frage nicht beantwortet.

Woher hat Mohammed seine Weisheiten, und wie genau kamen die universellen Gesetze ins Dasein?

1

Die hat sich jemand ausgedacht.

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Kommentar von gromio
17.01.2016, 21:25

Aha.....und wer oder was?

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