Woher kommen die Namen für die Intervalle in der Musik?

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4 Antworten

Ich vermute, du bringst da etwas durcheinander. Intervalle haben eigentlich nicht direkt etwas mit Tonleitern zu tun. Die Dreiklänge einer Dur- oder Molltonleiter haben natürlich feste Intervalle. Bei Dur ist z. B. der Dreiklang auf der ersten Stufe immer aus großer + kleiner Terz zusammengesetzt. Du siehst bereits, klein und groß sind nicht spezifisch für Dur oder Moll gedacht. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Experte bin, deshalb kann es sein, dass das Folgende nicht ganz korrekt ist. Jedenfalls: In der Musik gibt es grob zwei Arten von Intervallen. Die reinen (Prime, Quart, Quinte und Oktave) und die anderen (haben bestimmt auch einen Namen, ich nenne sie mal "unrein", sind auf jeden Fall die restlichen, Sekunde, Terz, Sext und Septime). Die reinen Intervalle können nicht groß oder klein sein, sie haben einen definierten Abstand an Halbtönen. Die unreinen Intervalle hingegen, wie z. B. die Terz, können entweder groß oder klein sein, da sie immer noch die Charakteristiken des Intervalls haben. Eine kleine und eine große Terz klingen zwar sehr verschieden, aber immer noch wie eine Terz. Ich bin mir sicher, es gibt eine andere (richtige) Erklärung, warum es reine und unreige Intervalle gibt, aber mir fällt gerade nicht ein, wie das ging. Könnte auch etwas mit Obertönen zu tun haben...

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Ich weiß es auch nicht ganz , aber ich habe extra für dich mal im Internet ein paar Seiten gelesen :)

Vielleicht hilft dir diese Seite weiter : http://blaeserklasse.gymnasium-stein.de/Inhalt/PDFElementareMusiklehre/Intervalle.pdf

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Kommentar von schrauberking
23.04.2016, 22:28

Danke erstmal xD

Ich kenne mich da ja soweit aus. Aber !!!
Wenn ich davon ausgehe, dass man die Intervalle nach der Tonleiter in Dur Moll definiert hat, macht das für mich mehr Sinn, als wenn ich sage dass ich zuerst die Intervalle definiere mit denen ich dann eine Tonleiter aufbaue.

Und sowohl bei Dur, als auch bei Moll habe ich auf jeden Fall gleiche Töne 1,4,5,8 Stufe also Prime, Quarte,...
Nur die Sekunde wird da irgendwie nicht mitgezählt! Warum?

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Es gibt 2 intervall-kategorien: reine (1, 4, 5, 8) und gross/kleine (2, 3, 6, 7). Die reinen komnen sehr früh in der obertonreihe und haben einen hohen konsonanz- bzw. Verschmelzungsgrad. Alle intervalle aber können auch vermindert oder übermässig werden.

Die namen der intervalle (prim, sekunde ...) kommen aus dem latein und bezeichnen den stammtonabstand: bei c-d etwa ist d der 2. stammton über c, das intervall daher eine sekunde. "Stammtonprinzip" heisst dass auch z.b. c-des, c-dis oder auch cis-d sekunden sind da bei allen die töne auf denselben stammtönen (c und d) basieren.

C-es wäre zwar den keyboardtasten nach dasselbe wie c-dis, ist aber eine terz da der 2. Ton von e abgeleitet ist!

Diese basics sollte man wissen. Lg max

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Erstens finden die Intervalle nicht nur bei Tonleitern Verwendung, sondern auch bei simpler Notationslehre oder Analysen, und zweitens gibt es neben Moll und Dur noch weitere Tonleitern wie die Kirchentonleitern.

Dur ist bekannt als die ionische Tonleiter, Moll als die äolische Tonleiter.

Weiterhin gibt es noch die dorische, die phrygische, die lydische, die mixolydische und die lokrische Tonleiter. Wo diese die Halbtonschritte haben, lässt sich recht leicht an den "weißen Klaviertasten" erklären:

Ionisch = C

Dorisch = D

Phrygisch = E

Lydisch = F

Mixolydisch = G

Äolisch = A

Lokrisch = H

Wenn du bei besagten Tonleitern bei dem jeweiligen Ton hinauf alle "weisen Tasten" auf dem Klavier drückst, bekommst du die Tonleitern mit ihren Ganz- und Halbtonschritten heraus.

Es gibt auch noch einige mehr, wie die hypodorische oder hypophrygische Tonleiter, das sind aber die Haupt-Tonleitern.

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