Frage von Fragenistbesser, 160

Woher bekommen Sicherheitsfirmen ihre waffen?

Hallo liebe Community,

Mich würde mal interessieren wo Sicherheitsfirmen ihre Waffen her bekommen sie sind natürlich legal angemeldet aber woher bekommt sie der Chef der Firma ? und muss er die irgendwo abgeben oder kann er sie nach dienst von seinen Mitarbeitern Einsammeln und sie im Tresor einschließen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pontios94, 45

korrekt in Deutschland muss ein Sicherheitsmitarbeiter folgende Bedingungen erfüllen :

Dem Antragsteller wird ein Waffenschein nach § 35 WaffG erteilt;
zuvor wurde die Sachkunde (§ 31 WaffG) und das Bedürfnis (§ 32
WaffG)geprüft. § 36 WaffG enthält die Versagungsgründe.

Waffensachkundeprüfung (§ 7, WaffG)

Nachweis des Bedürfnisses 

 Nach § 32 Abs. 1 Nr. 3 WaffG liegt
ein Bedürfnis insbesondere vor, wenn der Antragsteller glaubhaft macht,
"wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder
Leben gefährdet zu sein und der Erwerb von Schusswaffen oder Munition
geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern

Gefährdung durch bestimmte Aufgabenbereiche

Erklärend fügt die für die Behörde maßgebliche Verwaltungsvorschrift
(VwV) zum Waffengesetz in den Punkten 32.3.1 - 32.3.3 hinzu: "Bei der
Entscheidung über die Anerkennung eines Bedürfnisses ist stets eine
Abwägung der persönlichen Interessen des Antragstellers an der
Verbesserung seiner Sicherheit und dem öffentlichen Interesse daran,
dass möglichst wenig Waffen unter die Bevölkerung kommen,
erforderlich..."

Daraus kann ein Bedürfnis für z. B. folgende Bereiche des Bewachungsgewerbes resultieren:

Geld- und Werttransporte 

Sicherung von Behörden

Alarmempfangszentralen nach § 23 BGV C 7

Personenschutz

unter Umständen auch die Alarmverfolgungen

Jüdischen Gemeinde

Kernkraftwerke

 Bundeswehrliegenschaften

Die Waffe wird aus der Firmeneigenen Waffenkammer vor Dienst abgeholt und nach Dienst zurückgebracht.

Munition und Waffenerwerb obliegen dem Firmeninhaber

Kommentar von pontios94 ,

waffen und munition können vom firmeninhaber , prokuristen oder berechtigten personen zB bereichsleiter einer holding group im normalen waffenhandel erworben werden

Antwort
von neuerprimat, 106

Die kaufen sie ganz normal. Waffenhandel ist auch in D nicht kompliziert, du musst nur die Befähigungsnachweise haben.

Außerdem trägt privates Sicherheitspersonal i.A. auch keine großen Waffen, also eher das einfache Selbstverteidigungszeug und Kleinkaliber,

Kommentar von Fragenistbesser ,

Objektschutz Geldtransport trägt also keine Waffen ja?

Kommentar von neuerprimat ,

Jedenfalls keine guten.

Oder würde jemand einen Transport überfallen, wenn der auf dem sowas 

https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenkanone

installiert wäre?

Kommentar von Fragenistbesser ,

Hahah eher nicht danke für deine hilfe 

Kommentar von ES1956 ,

Kleinkaliber - aha !

Kommentar von neuerprimat ,

pffff ... eine Magnum ist auch noch fast Kleinkaliber.

Handfeste Feuerkraft fängt ab 10 mm gerade an. Und zeig mir mal einen Wachmann, der so eine Waffe führt.

Kommentar von ES1956 ,

OK, ein echter Fachmann. Hast du schon mal eine Schusswaffe außerhalb eines Bildschirms gesehen?

Kommentar von neuerprimat ,

Mein Vater und mein (bald) Schwager sind Jäger. Und ja ich weiß, dass Kleinkaliber eigentlich offiziell alles bis um ca. 6 mm genannt wird. Und nein, ich habe noch nie mit einer Desert Eagle am Schießstand geballert. Muss ich das um zu sehen, dass Wachleute sowas normal nicht am Gürtel haben? Nein.

Und nein, warum du meinst selber ein Fachmann zu sein interessiert  nicht.

Kommentar von Sedlazcek ,

Dann sind also .222 und .223 Remington "Kleinkaliber"?  Interessant, dann könnte Ich ja ab jetzt im Ort beim KK- Verein meine .223 schiessen...

Kommentar von DrCyanide ,

Also die bewaffneten Sicherheitsdienste die bei uns unterwegs sind tragen .357 Mag. Das du meinst normale Großkaliber reichen nicht zur Verteidigung zeugt davon dass Du keinerlei Ahnung von Waffen hast.

Kommentar von neuerprimat ,

Ach ... und eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, das Wachdienste auch nur das nutzen, was jeder andere auch kaufen kann. Lass gut sein.

Antwort
von Benadino, 95

Ja ein Sicherheitsdienst Mitarbeiter darf eine Genehmigungspflichtige Schusswaffe der Kat.B führen. damit er das darf benötigt er einen sogenannten Waffenpass, dieser ist bei der Behörde zu beantragen.

Dafür braucht er ein psychologisches gutachten, einen Waffenführerschein und einen Bedarfsnachweis (der von der Firma ausgestellt wird) diesen bekommt fast jeder der den Chef lieb fragt.
So wenn die Behörde den jenigen auf seine Zuverlässigkeit überprüft hat wir der Wp ausgestellt und der Shd Ma darf ab sofot Privat so wie im Dienst eine Schusswaffe mit sich führen.

Da der Wp jedoch nur mit einer Beschränkung laut Paragraph 21.abs.4 waffg vermerkt ist, wir der Wp mit der Beendigung des Dienstverhältnisses in einem sicherheitsunternehmen zu einer Waffenbesitzkarte und das führen ist nicht mehr erlaubt

Kommentar von Fragenistbesser ,

hat man auch dann einen munitionserwerbsschein ? und nach dienst wo muss der Mitarbeiter seine Waffe lagern in der Firma oder zuhause im Tresor ?

Kommentar von ES1956 ,

Vermute stark das ist die Rechtslage in Ö. Bei uns in D ist das kein Waffenpass oder Waffenführerschein sondern ein Waffenschein. Die MA dürfen die Waffe auch nicht privat führen.

Kommentar von pontios94 ,

korrekt in Deutschland muss ein Sicherheitsmitarbeiter folgende Bedingungen erfüllen :

Dem Antragsteller wird ein Waffenschein nach § 35 WaffG erteilt; zuvor wurde die Sachkunde (§ 31 WaffG) und das Bedürfnis (§ 32 WaffG)geprüft. § 36 WaffG enthält die Versagungsgründe.

Waffensachkundeprüfung (§ 7, WaffG)

Nachweis des Bedürfnisses 

 Nach § 32 Abs. 1 Nr. 3 WaffG liegt ein Bedürfnis insbesondere vor, wenn der Antragsteller glaubhaft macht, "wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet zu sein und der Erwerb von Schusswaffen oder Munition geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern

Gefährdung durch bestimmte Aufgabenbereiche

Erklärend fügt die für die Behörde maßgebliche Verwaltungsvorschrift (VwV) zum Waffengesetz in den Punkten 32.3.1 - 32.3.3 hinzu: "Bei der Entscheidung über die Anerkennung eines Bedürfnisses ist stets eine Abwägung der persönlichen Interessen des Antragstellers an der Verbesserung seiner Sicherheit und dem öffentlichen Interesse daran, dass möglichst wenig Waffen unter die Bevölkerung kommen, erforderlich..."

Daraus kann ein Bedürfnis für z. B. folgende Bereiche des Bewachungsgewerbes resultieren:

Geld- und Werttransporte 

Sicherung von Behörden

Alarmempfangszentralen nach § 23 BGV C 7

Personenschutz

unter Umständen auch die Alarmverfolgungen

Jüdischen Gemeinde

Kernkraftwerke

 Bundeswehrliegenschaften

Die Waffe wird aus der Firmeneigenen Waffenkammer vor Dienst abgeholt und nach Dienst zurückgebracht.

Munition und Waffenerwerb obliegen dem Firmeninhaber

Kommentar von Fragenistbesser ,

Vielen lieben dank dein Kommentar hat mir mehr geholfen als alle antworten zusammen hier lach kopier dies und füge sie als antwort ein damit ich dir den stern geben kann viele grüße !

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community