HawkeyePierce am 21.06.2009 um 18:07 Uhr
Hab mir im Internet einige Artikel durchgelesen, werde aber nicht wirklich schlau daraus. Kennt sich da jemand aus?

Ich hab das Buch von Hubbard mal gelesen und habe dazu noch folgendes im Gedächtnis:
Zum Leseerlebnis: Ich hatte am Anfang den Eindruck, dass es ganz vernünftig ist, doch je weiter ich kam, desto grauenvoller wurde es, bis ich es am Schluss einfach weg gelegt habe.
Die zu Grunde liegende Theorie der Scientology ist die Dianetik. Demnach funktioniert das menschliche Unterbewusstsein wie ein automatischer RAM-Speicher. Im bewussten Zustand werden die Daten, die deine Sinne produzieren dort hinein geladen und für die Dauer der Anwendung gespeichert. Bist du aber nicht bei Bewusstsein, wirst also operiert, schläfst oder stehst unter Schock, dann verbleiben diese Daten in diesem Speicher und bilden dort ein sogenanntes Engramm. Dieses Engramm kannst du wie eine Subroutine verstehen, die in bestimmten Situationen bestimmte Verhaltensweisen erzwingt, die nach Hubbarts Theorie weder zum menschlichen Wesen gehören noch gut sind. Engramme sind also sämtlich negativ. Wenn also dein RAM-Speicher voll ist mit diesem Datenmüll, jenen Subroutinen, dann leidet dadurch natürlich deine Verarbeitungskapazität. Wie sehr sie darunter leidet, d.h. wie eingeschränkt du durch deine Engramme bist, "messen" die Angehörigen der Scientology mit diesen Geräten, ich habe vergessen, wie sie heißen. Im Grunde bist du nach der Lehre der Scientology vom Grunde des Aufbaus ein Computer, wäre da nicht die Verbindung zu Außerirdischen und irgendwelchen kosmischen Wesen, die darauf verweisen, dass du eine Seele hast. Aber davon findet sich noch nichts bei Hubbard, das haben die sich später ausgedacht.
Geheilt werden kannst du nur, indem du die Situation, in der du das Engramm gebildet hast, immer und immer wieder durchlebst, solange, bis das Engramm verschwunden ist. Du wirst also de facto im Verlauf der "Therapie" dazu gezwungen, traumatische Situationen immer und immer wieder zu erleben, teilweise gegen deinen Willen, denn wenn man nach der "Theorie" einmal in der Behandlung ist und abbricht, wird es beim nächsten Mal umso schwerer. Gewissermaßen je schmerzvoller es für dich ist, desto besser ist es nach der Theorie von Hubbard. Dies stellt natürlich besonders für labile Personen einen nicht einzuschätzenden Risikofaktor da, genauso wie die Möglichkeit, seelische Abhängigkeiten zwischen Therapeut und zu Therapierendem zu schaffen.
Diese "Behandlungen" sind ziemlich teuer. Indem du laut Scientology nur über diese Behandlungen ein "Clear" wirst, eine geheilte Person, bist du quasi gezwungen, dich weiter behandeln zu lassen, wenn du nicht unter deinen Möglichkeiten verbleiben willst.
Du zahlst also für Behandlungen, die dich aller Wahrscheinlichkeit nach selbst wieder traumatisieren mit dem Unterschied, dass dir dabei ein Scientologe die Hand hält und dich ermutigt, weiter zu machen. Im Grunde funktioniert es also sehr einfach. Sie zwingen dich, zu leiden, damit sie dich bei diesem Leiden begleiten können, was auf dich erleichternd wirkt. Zudem gibt es tatsächlich seelische Spannungen, die sich durch solch eine Entladung lösen oder zumindest entspannen können, weswegen zwischendurch vielleicht sogar ein reales Erfolgserlebnis steht. Alles das ist dazu geeignet, jemandem mit einem Grundvertrauen dazu zu bringen, seine Zeit, seine Ziele und sein Geld in Scientology zu investieren.
Im Laufe ihrer Existenz hat sich die Scientology Hubbards entledigt und weitaus abstrusere Theorien in ihre Reihen aufgenommen, auch wenn das kaum noch möglich erschien. Mit diesen bin ich allerdings nicht vertraut.
Die wurden von einem Science-Fiction-Autor gegründet, und das merkt man:
http://de.wikipedia.org/wiki/Xenu

Sie wollen die Welt verbessern und dein Geld! Es geht nur ums Geld, Geld, Geld! Nix anderes. Da leben die Faulpelze von in ihrer Seeligkeit der Sekte!

Ja, die feiern L.Ron Hubbard, weil er eine tolle Science-Fiction Geschichte geschrieben hat
und verkaufen das an Menschen ohne Selbstbewusstsein als Religion.
Somit lassen sie die dann für ihr Unternehmen arbeiten und das mit einem Lohn,
der noch weniger ist, als von einem 1-Euro-Jobber.
für was wo man am besten die finger von lassen sollte
HawkeyePierce am 21. Juni 2009 18:09 Sowieso
Mir ist nur bekannt das sie weitverbreitet sind,hauptsächlich in Amerika.Sie sind,wie alle Sekten,mit Vorsicht zu genießen.Denn sie machen abhängig und knöpfen das Geld aus der Tasche.
HawkeyePierce am 21. Juni 2009 18:13 In allen bisherigen Antworten hier spiegelt sich das wider, was ich mir insgeheim auch schon immer dachte. Vielen Dank für Eure Antworten! (Und die, die da vlt noch kommen)

Geldgeile schei.ßkerle sind das. Jeh mehr geld du denen in den Rachen steckst deesto höher steigst du in deren Hirachi aus. Was meisnte warum Tom Cruse ganz oben ist??? DIe sollte nendlich verboten werden
gehirnwäsche, geld wegnehmen, "religion", druck machen bis sich jmd selbst umbringt, betrug und vor allem eine große lüge
gottesanbeterin am 22. Juni 2009 10:19 Du meinst wohl "Gehirnverschmutzung"!

Für Geld und für Macht. "Mit Science Fiction kann man kein Geld verdienen. Wenn Du Geld machen willst, gründe eine Religion" ist das Leitmotto von Hubbard.
Ihr Ziel ist "clear planet", d.h. eine von Nicht-Scientologen gereinigte Welt. Andere Meinungen werden nicht geduldet.
Gib niemals Daten in ihre Hände!
Was den Punkt "Die wollen Dein Geld" angeht: Man möge doch mal darauf hinweisen, daß in Deutschland Kirche und Staat getrennt sind und deshalb der evangelischen und katholischen Kirche vorschlagen, daß deren Steuern nicht mehr automatisch vom Finanzamt einbehalten, sondern wie bei anderen ("geldgeilen") Religionsgemeinschaften von den Gläubigen freiwillig abgeführt werden.
Ich wäre gespannt auf die Reaktion der Kirchen. Aber bestimmt würden wir dann merken, daß es denen überhaupt nicht ums Geld geht...
Noebian am 22. Juni 2009 11:24 Der Einzug der Kirchensteuern durch den Staat ist eine Dienstleistung, die dieser sich von den Kirchen bezahlen lässt. Ist aber für die Kirchen einfacher und billiger, als eigene Finanzverwaltungen aufzubauen. Warum sollte man Geld verschwenden, dass an anderer Stelle besser eingesetzt werden kann?
Razon am 22. Juni 2009 22:23 >Aber bestimmt würden wir dann merken, daß es denen überhaupt nicht ums Geld geht...<
:-D