Frage von frischling1989,

Wofür gibt es Schwarze Löcher?

ich meine was ist die Wirkungs-und Funktionsweise eines schwarzen Lochs im Universum?

Antwort von azrael1313,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein schwarzes Loch ist ein Objekt, der durch mehrere Faktoren abhängig ist. Nehmen wir mal unsere Sonne. Jede Sekunde werden Millionen von Tonnen Wasserstoff in Helium umgewandelt. In ca.1,5 Milliarden Jahren wird dann der Wasserstoff zur Neige gehen. Um doch noch Wasserstoff in Helium umwandeln zu können, erhört sich der innere Druck der Sonne. Durch diesen Druck expandiert die Sonne und wird langsam zu einem roten Riesen. Sie wird darauf immer mehr "anschwellen" bis sie etwa die Grösse der Venusumlaufbahn erreicht hat. Irgendwann wird dann der letzte Wasserstoff verbraucht sein, wobei die Sonne ihre äusseren Hüllen abstossen wird. Nach einer längeren unruhigen Phase, wird ein so genannter weisser Zwerg übrig bleiben, der etwa die Erdgrösse haben wird. Da die Sonne zuwenig Masse besitzt, wird sie nicht weiter "schrumpfen". Der weisse Zwerg wird dann solange ausglühen, bis er erkaltet ist und in einem braunen Zwerg endet. Hätte die Sonne zwischen 1,4-2,8 Sonnenmassen (auch Chandrasekharmasse genannt) dann würde der weisse Zwerg noch weiter "schrumpfen", da die Schwerkraft noch mehr den Stern "zusammendrückt". Durch verschiedene Phasen entsteht ein so genannter Neutronenstern. Ein Neutronenstern ist ein extremer Zustand, der nur etwa noch 10 km! gross ist. Ein Teelöffel dieser Materie wiegt mehrere Millionen Tonnen, derart dicht gepackt ist Materie. Ein Neutronenstern kann sich bis 40x pro Sekunde um die eigene Achse drehen! Überschreitet ein Stern die 2.8 Sonnenmasse überwiegt die Schwerkraft dermassen, dass der Stern völlig in sich zusammenbricht und zu einem schwarzen Loch wird. Ein schwarzes Loch ist nichts anderes, als ein Gravitationsschlund. Die Anziehung ist so gross, dass das Licht nicht mehr entweichen kann. Obwohl sich das Licht mit 300,000 km/s "fortbewegt", ist es nicht mehr möglich, das schwarze Loch zu verlassen. Ganz banal gesagt, dass Licht ist zu langsam, um die Schwerkraft überwinden zu können. Ein schwarzes Loch ist übrigens eine ziemlich inaktive Sache. Doch sobald ein Stern, oder anderes Objekt in das Schwerekraftfeld kommt, wird dieses Objekt auseinandergerissen, wobei das schwarze Loch anfängt zu "leuchten". Die Materie des Objektes wird spiralförmig in das schwarze Loch hineingesaugt, wobei es auf mehrere Millionen Grad erhitzt wird. Dieses aktive schwarze Loch, wird auch Quasar genannt, es leuchtet heller als eine Galaxie mit hundert Milliarden Sternen! Der entfernteste Quasar wurde übrigens 13 Mia.Lichtjahre entfernt gesichtet. Leider kann niemand sagen, was sich in einem schwarzen Loch befindet, da es sich jeder mathematischen Rechnung entzieht! Es wird vermutet, dass eine Singularität im inneren herrscht. Dass heisst, Materie, Zeit und Raum existieren nicht. Die Stringtheorie geht davon aus, dass im Innern Strings existieren müssen. Strings sind die kleinsten Teilchen die es geben soll, es ist zurzeit jedoch nur eine Theorie. Das schwarze Loch müsste eigentlich den Raum aufreissen, dies wäre jedoch fatal. In diesem Punkt sollen die Strings eingreifen und die Raumzeit „kitten“, so dass keine risse entstehen können. Das ist aber wie bereits geschrieben nur eine Theorie. Der Astro- sowie Stringphysiker Lee Smolin, geht von einer ganz radikalen Theorie aus. Für ihn könnten die schwarzen Löcher die Keime für andere Universen sein. Im Innern eines schwarzen Lochs, sollen die gleichen oder zumindest ähnlichen Bedingungen geherrscht haben, wie unser Big-Bang. Also extrem heiss, dicht und klein. Somit könnte unser Universum, oder deren schwarzen Löcher, die Mutter für neue Universen sein. Das ist zumindest die Theorie! Schwarze Löcher wurden bis heute nur indirekt nachgewiesen. Man kann nur z.b einen Ausbruch sehen, sehr gut im Radio- und Röntgenbereich. So kann man sie „nachweisen“. Ganz kurz am Rande, eigentlich könnte jedes Objekt ein schwarzes Loch werden, wenn es dazu in der Lage wäre, auf extrem kleinste Weise zusammen gepresst zu werden. Wenn etwas diesen Zustand erreicht, dann sprechen die Wissenschaftler von dem Schwarzschildradius. Dieser Radius beziffert den Wert, bevor etwas zum schwarzen Loch wird. Die Sonne müsste man mit ihrer ganzen Masse auf 3 Km. zusammen pressen, dann hätte sie ihren Schwarzschildradius erreicht. Die Erde müsste man auf 9 mm. komprimieren um diesen Radius zu erreichen. Schon gewaltig und nicht vorzustellen!

Kommentar von weckmannu,

Der Schwarzschildradius ist kein Zustand, sondern die Entfernung vom Masseschwerpunkt eines bereits existierenden Scharzen Lochs, ab dem es keine Wiederkehr mehr gibt. - Es wäre besser, nicht so ellenlange Strories zu schreiben - sonst häufen sich die Fehler. Trotzdem danke ich für das Kompliment und antworte hier noch zum Thema Stringtheorie: Wenn sie bewiesen werden könnte, wäre es toll. Leider ist bisher keine Aussicht dafür. Deshalb bleibt sie vorläufig pure Spekulation und gehört eigentlich ins Bereich der Metaphysik - Zitat nach Prof. Lech, München -

Weierhin ist es nicht korrekt, daß "man" annimmt, in der Mitte des Schwarzen Lochs befinde sich eine Singularität. Die Tatsache, daß die der heutigen Physik verfügbaren Formeln auf eine Singularität hinlaufen, heißt nicht, daß sie auch real ist. Meines Wissens geht man davon aus, daß für die Beschreibung des Mittelpunkts der Schwarzen Löcher die Physik erst noch entwickelt werden muß.

Kommentar von azrael1313,

Ok, vielleicht war es ein bisschen ungeschickt ausgedrückt, habe mich jedoch an die Fakten gehalten und nichts dazu gedichtet. Der Fragensteller wollte ja wissen, wie es dazu kommt. Wir wissen beide, dass man es nicht mit 2-3 Zeilen ad acta legen kann? Ergo, muss man ein bisschen weiter ausholen. Das mit der Singularität ist auch so ne Sache die es eigentlich nicht geben darf, da es keine Unendlichkeiten gibt. Das ist das gleiche Problem, wie mit dem Big-Bang. Da lese ich häufiger, dass der Urknall aus einer Singularität entstanden ist. Das geht ja irgendwie auch nicht! Trotzdem habe ich es bei einer Singularität belassen und die Hypothese der Stringtheorie angefügt.

Antwort von losatis,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Schwarzes Loch ist ein Objekt, an dessen Oberfläche die Schwerkraft so stark ist, dass nichts dieses Objekt verlassen kann - noch nicht einmal Licht. Daher kann man Schwarze Löcher auch nicht direkt beobachten, sondern kann nur durch ihre Auswirkungen auf ihre Umgebung auf ihre Existenz schließen, zum Beispiel durch intensive Röntgenstrahlung die von der extrem erhitzten Materie abgestrahlt wird, die gerade in ein Schwarzes Loch hineinspiralt.

Man unterscheidet stellare Schwarze Löcher (stellar black hole) und supermassereiche Schwarze Löcher (supermassive black hole): Stellare Schwarze Löcher sind eine Folge der Sternentwicklung: Während massearme Sterne wie unsere Sonne ihr Leben recht unspektakulär als auskühlender Sternenrest beenden (als so genannter Weißer Zwerg), sieht das bei Sternen, die die vielfache Masse unserer Sonne haben anders aus: Sie explodieren am Ende ihres Lebens als Supernova und der übrig bleibende Sternenrest kann zu einem Schwarzen Loch kollabieren. Diese Schwarzen Löcher haben vielleicht acht bis 15 Mal die Masse unserer Sonne.

Supermassereiche Schwarze Löcher können die Millionen bis Milliardenfache Masse unserer Sonne haben und finden sich vermutlich in den Zentren der meisten Galaxien. Wie sie entstanden sind und wie ihre Entstehung mit der Entwicklung der Galaxien zusammenhängt ist Gegenstand aktueller Forschung. MEHR?

Kommentar von oXyMoXy,

määähr!

Kommentar von losatis,

Trotz zahlreicher Meldungen in den Medien wurden Schwarze Löcher im Sinne der Relativitätstheorie (aber nicht im Sinne Einsteins!) noch nie gefunden, d.h. mit einer "Singularität" im Innern und einem "Ereignishorizont" rundherum. Hier einige Gründe, warum es sie aus rein logischen und physikalischen Gründen nicht geben kann:- Trotz ihrer gigantischen Masse haben Schwarze Löcher keinerlei feste Bestandteile. Die in ihnen vorhandene oder von ihnen verschlungene Materie liegt aber auch nicht als Energie vor. Schwarze Löcher sind also weder Materie noch Energie. Was dann? Und wohin verschwindet die verschluckte Materie?- Die Information der Sternstruktur geht beim Zusammenbruch vollständig verloren. Wo ist die Information (Entropie) geblieben?- Ab einer bestimmten Entfernung vom Zentrum des Schwarzen Lochs treten höchst seltsame Effekte ein. Diese Grenze wird als "Ereignis-Horizont" bezeichnet. Sie existiert aber nicht, weder als Materie, noch als Energie, noch als Überlagerung von Kräften.- Bei Annäherung an ein Schwarzes Loch wird ein Gegenstand unendlich heiß - genau im Horizont. Dafür gibt es aber keinerlei physikalische Ursache.- Innerhalb des Horizonts wirkt die Fliehkraft umgekehrt - kreisende Gegenstände werden nach innen geschleudert.Usw.Nun haben sich die Physiker Emil Mottola vom Los Alamos National Laboratory in New Mexico und Pawel Mazur von der Universität von Südkarolina in Columbia sich etwas Neues ausgedacht: Zusammen brechende Sterne bilden eine Blase überdichter Materie namens Gravastern. Das Innere des Sterns besteht aus reiner Schwerkraftenergie, die eine Art stehende Schockwelle bildet, und zwar bis zu einer Entfernung, die dem "Ereignishorizont" der Schwarzen Löcher entspricht. Einfallende Materie würde durch den Druck dieser stehenden Welle wieder nach außen geschleudert, was im Prinzip beobachtbar wäre. Materie indes, die direkt auf die Schale aus reiner Energie trifft, würde sofort in Schwerkraftenergie explodieren - was immer das auch ist. Ein Gravastern mit 50-facher Sonnenmasse hätte nur einen Durchmesser von 300 km. Seine Temperatur läge nur ein paar Milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt, und der Stern stünde in einem - möglicherweise recht labilen - Gleichgewicht.Zweifellos gibt es supermassive Körper im Zentrum der meisten Milchstraßensysteme. Doch warum muss man ihnen gleich so exotische Eigenschaften andichten? MEHR? Bald tun mir die Finger weh.

Kommentar von Hexer92,

nicht mehr ... alles !! :D lass die finger knacken und ab gehts ;-)

Kommentar von losatis,

mutt du wat fagen

Kommentar von Chraim,
Kommentar von Iamiam,

schön, dass es hier immer wieder Antworten gibt, von denen auch ich als alter Mann noch was lernen kann, und das auf eine so lustig formulierte Frage!

Kommentar von azrael1313,

Die Informationen werden übrigens nicht vernichtet, denn sobald das schwarze Loch verdampft ist, werden die Informationen wieder "sichtbar". Dies ist eine revidierte Aussage von Hawking. Die Entropie wächst mit dem schwarzen Loch mit, deshalb wächst der Ereignishorizont mit der Aufnahme von Materie mit. Deshalb können schwarze Löcher nicht unendlich gross werden, die obere Masse eines schwarzen Loches kann nicht über ca. 10 Milliarden Sonnenmassen steigen. Sollte dies passieren, dann ist das schwarze Loch "gesättigt, denn die Entropie im Innern verhindert, dass noch mehr aufgenommen werden kann. So zumindest steht es in einem Kapitel über die Stringtheorie.

Antwort von Bolonese,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hi gucksr du hier ------------>http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch

Antwort von Helmut7,

Schwarze Löcher gibt es nur in den Vermutungen der Forscher!

Wenn Dich unser Universum näher interessiert, dann suche bei google unter"vom Universum und von Außerirdischen". Da findest Du die von dem Propheten Jakob Lorber empfangenen Geheimnisse

Kommentar von weckmannu,

Lorber ist ein selbsternannter Prophet der 1920er Jahre, kannte also die umfangreichen späteren Forschungsergebnisse der Kosmologie noch gar nicht.

Kommentar von Helmut7,

Lorber lebte von 1800-1864 und hat von 1840 bis 1864 eine göttliche Offenbarung erhalten, die zu seiner Legitimation viele Ergebnisse der Wissenschaft vorweg genommen hat. Hier Beispiele:

Beispiel 1840: Lorber sagt Elementarteilchen mit einer Lebensdauer von 1 Trillionstel Sekunde voraus. Erst nach 1948 wurden gefunden das ETA-MESON und das SIGMAo BARYON, beide mit ca. 10 hoch -19 Sek. Lebensdauer.

Beispiel 1847: Lorber sagt die angeblich unteilbaren ATOME sind teilbar und enthalten in sich einen Mikrokosmos oder ein Mikroweltall. Erst 1911 kam das Rutherford -Bohrsches-Atommodell.

Beispiel 1850: Lorber sagt: Milliarden Galaxien außer unserer Milchstraße. Erst ab 1948 durch das 5m - MT. PAOLOMAR-TELESKOP gefunden

Beispiel 1850: Lorber sagt: Es gibt Super- Galaxien oder Galaxishaufen. Erst nach 1948 durch das 5 m - MT. PALO-MAR-TELESKOP.

Kommentar von azrael1313,

In der Schweiz würde man sagen, man isch das en Sibäsiäch :o) Nur weil man etwas voraussagen kann, heisst es nicht, dass man auch das Prinzip dahinter verstanden hat. Und schliesslich geht es ja darum, die kausalen Zusammenhänge zu verstehen? Es gibt Theorien und Hypothesen die wurden bereits viel früher entwickelt, die Technik zur Bestätigung kam jedoch erst später. Deshalb beeindruckt mich dieser Lorber in keinster Weise!

Kommentar von Helmut7,

Der einfache Musiker, Jakob Lorber, hat von sich aus nichts vorausgesagt. Von solchen Dingen hat er auch nichts verstanden. Aber seine Offenbarung hat er von Gott erhalten und zwar Wort für Wort diktiert bekommen.

Glaubst Du, das Gott die kausalen Zusammenhänge versteht!

Gott ist der unendlich beste Wissenschaftler und unsere Forscher könnten viel von ihm lernen, wenn sie ihren Gelehrtenhochmut ablegen würden und diese Offenbarung annehmen würden.

Antwort von Tobi120789,

Ich denk mir mal Schwarze Löcher sind einfach nur stark komprimierte Masse, die irgendwo im Weltall rumfliegt. Der begriff Loch ist eig. nicht richtig, da es kein richtiges loch ist. Es kann auch nichts hindurch fliegen. Aber ich persönlich hab leider noch keines gesehen, deswegen kann ich dir auch nicht beantworten wofür es sie gibt.

Antwort von regenwurm75,

Quasi der Staubsauger im großen Raum... muss ja auch mal ab und an aufgeräumt werden...

Kommentar von PaddyCool,

Bräuchte ich jetzt auch für meine Wohnung...

Kommentar von Hexer92,

sicher :D ? danach frage ich dich aber: welche wohnung ;-) ?

Kommentar von Bolonese,

So quasi ein Zyklon-Sauger ohne Beutel :-)

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