Frage von FelixBenz, 51

Wofür brauchen Aktienunternehmen Anleger und Was passiert mit dem Geld, womit die Aktienhändler die Aktien des Unternehmens kaufen?

Antwort
von marcussummer, 37

Die Anleger sind die Eigentümer der Gesellschaft und erwerben mit der Aktie einen (meist winzigen) Bruchteil der Gesellschaft. Das Geld bekommt beim Aktienkauf der bisherige Eigentümer der Aktie als Kaufpreis.

Kommentar von FelixBenz ,

Wer ist denn z.B. bei VW der bisherige Eigentümer ?
Ich dachte AGs bestehen nur aus Aktieninhabern.

Kommentar von marcussummer ,

Da liegst du richtig, wobei die Aktien infolge ihrer Aufsplittung an Millionen von verschiedenen Aktionären verkauft werden können. Bei VW gibt es mehrere Großaktionäre, die große oder auch sehr große Aktienpakete halten (z.B. das Land Niedersachsen) und viele Kleinanleger, die den Rest haben.

Kommentar von kevin1905 ,

Wer ist denn z.B. bei VW der bisherige Eigentümer ?

Das kann man nachlesen.

VW Stammaktien:

  • 12,27 % Streubesitz
  • 50,73% Porsche SE
  • 20% Land Niedersachsen
  • 17% Qatar Holding LLC

Und die Streubesitzer handlen ihre Aktien z.B. über Börsen.

Antwort
von kevin1905, 17

Kapital sammelt die AG beim IPO ein, wenn die Aktie gezeichnet wird bzw. wenn das Unternehmen weitere Aktien in den freien Verkauf gibt (Primärmarkt).

Ansonsten wird der Aktienkurs durch den Sekundärmarkt bestimmt. Also die Streubesitzer, die die Papiere kaufen und verkaufen.

Antwort
von BurgN, 12

Hallo,

bei der Gründung einer Aktiengesellschaft gibt diese Gesellschaft Aktien aus, wofür die Erstaktionäre Geld in das Gesellschaftsvermögen Einzahlen. Davon können dann Gebäude, Anlagen und Maschinen gekauft werden.

Jeder Anleger erwartet früher oder später von dem Unternehmen an dem er beteiligt ist eine Gewinnbeteiligung, diese wird in Form einer Dividende bezahlt.

Wenn ein Aktionär nun die Anteile an der AG nicht mehr möchte, z. B. weil er Geld braucht, dann verkauft er die Aktien an einen Käufer. Dieser zahlt ihm dann den Preis der ausgemacht wurde und ist dann neuer Aktionär bzw. Mitinhaber der Aktiengesellschaft.

Das Geld, welches nach der Ausgabe der Aktien mit dem Handel der Aktien verdient wird geht sozusagen vollkommen ohne die Aktiengesellschaft über die Konten.

Schöne Grüße

Antwort
von Traveller24, 34

Aktienunternehmen ( Aktiengesellschaften ) brauchen Anleger, weil die Anleger die Besitzer des Unternehmens sind. Das Geld der Aktionäre ist das Kapital, mit dem die das Unternehmen arbeitet, also Fabriken baut, Maschinen kauft und so weiter. Deshalb schüttet eine AG auch ihren Gewinn in Form von Dividenden an die Aktionäre aus.

Dies ist so aber nur beim ersten Börsengang, also wenn die Aktien das erste mal an der Börse verkauft werden. Anschliessend handeln die Aktionäre nur untereinander. Wenn Du an der Börse also Aktien von VW kaufst, dann geht dein Geld nicht an VW sondern an die Person, die Deine Aktien vorher hatte.

Kommentar von FelixBenz ,

Aber warum schüttet die AG dann auch nach dem ersten Börsengang Dividenden aus ?
Sie verkauft ja keine Aktien mehr ?
Oder bestimmen die Aktionäre (außer bei Vorzugsaktien) das mit ihrem Stimmrecht, das der Gewinn an sie selber geht ?

Oder hat es damit zu tun, das ein Unternehmen zwischendurch auch neue Aktien auf den Börsenmarkt wirft (tut eine AG normalerweise, bei Expansion, doch, oder ? ) ?

Kommentar von Traveller24 ,

Die Aktionäre bestimmen tatsächlich, wie hoch die Dividende ist. Das wird zusammen mit einigen anderen Dingen jedes jahr auf der Hauptversammlung beschlossen, auf der alle Aktionäre zusammenkommen ( können ). Die Aktionäre können auch über den Aufsichtsrat das komplette Management entlassen oder einsetzen. Denn die Aktionäre haben letzten Endes das sagen.

Die AG gehört den Aktionären. Wenn ich Aktien von Apple habe, dann ist bzw war Steve Jobs mein Angestellter. Und als Inhaber eines Unternehmen steht mir auch der Gewinn zu.

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