Wölfe in Deutschland, dafür oder dagegen?

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Das Ergebnis besteht aus 7 Abstimmungen

Ja zum Wolf in Deutschland 85%
Nein zum Wolf in Deutschland 14%
Interessiert mich nicht, ist mir egal 0%

8 Antworten

Ja zum Wolf in Deutschland

Der Wolf gehört nach Deutschland denn es ist seine Heimat. Durch die menschliche Jagd müssen Hirsche bei uns vollkommen unnatürlich leben. Ihr eigentlicher Lebensraum sind offene Flächen. Aber wer hat schon mal einen Hirsch in freier Wildbahn auf einer offenen Fläche gesehen? Durch die ständige Knallerei der Jäger sind die Hirsche gezwungen sich den ganzen Tag im Wald zu verstecken. Dort verbeißen sie die jungen Bäume und die Waldbesitzer sind die Dummen. Sie verlieren dadurch eine Menge Geld. In Russland verbeißen die Hirsche kaum Bäume. Dort werden sie vom Wolf in ständiger Bewegung gehalten. Dort braucht niemand einen Zaun um die neu angepflanzten Bäume ziehen. Man braucht die Bäume nach einer Rodung noch nicht einmal anpflanzen. Sie streuen einfach ihre Samen aus und verbreiten sich auch ohne das Zutun des Menschen erneut. Das haben die Russen dem Wolf zu verdanken. Dort gibt es ein Sprichwort: "Wo der Wolf geht, wächst der Wald." 

Hier würden Waldbesitzer jedes Jahr Millionen Euro sparen, wenn sie den Wolf gewähren lassen würden. Die Hirsche hätten auch etwas davon. Denn der Wolf sorgt dafür dass ihre Art stark und gesund bleibt. Wölfe vergreifen sich nämlich nicht an ausgewachsenen, starken Hirschen. Sie nehmen sich die ganz jungen Kälber, die Alten, Schwachen und die Kranken. Ein Hirsch in den besten Jahren hat von den Wölfen nichts zu befürchten. Jäger hingegen schießen sehr gern auf die Hirsche mit dem schönen großen Geweih. Dadurch können diese Tiere ihre Gene nicht mehr weiter geben und die zweite Garde kann sich fortpflanzen. Wenn man also immer die Hirsche mit dem größten Geweih abschießt, wie es hier in Deutschland passiert, dann züchtet man mit der Zeit Kümmerlinge. Der Wolf dagegen sorgt mit seiner Auswahl dafür, dass die Hirsche prächtig gedeihen. In Westeuropa haben die Hirsche ein sehr viel kleineres Geweih als in Russland. Der Effekt der Jagd ist bei uns also schon deutlich messbar.

In Yellowstone hat man die Wölfe erst ausgerottet und dann wieder angesiedelt. Als es keine Wölfe mehr in dem Park gab, haben sich die Hirsche sehr vermehrt und sich an den Ufern der Flüsse aufgehalten. Dort haben sie die Bäume so weit verbissen, dass die Biber kein Holz mehr fanden um ihre Dämme zu bauen. Dadurch konnte das Wasser sehr viel schneller fließen. Es kam zu Erosion und dadurch hat sich die Qualität des Wassers so sehr verschlechtert, dass es kaum noch Forellen gab. Ohne Forellen gab es kaum noch Fischadler und sogar die Bären wurden immer weniger. Es gab weniger Insekten und weniger Vögel. Dafür breiteten sich die Kojoten aus und machten Jagd auf die letzten Bodenbrüter. Kurz, es war eine Katastrophe ohne den Wolf. Als dann Biologen Wölfe aus Kanada holten, war das Geschrei groß. Manche Leute behaupteten, dass die Wölfe den Park nun endgültig zerstören würden. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Wölfe hielten die Hirsche von nun an in Bewegung, die Bäume an den Ufern erholten sich, die Biber kehrten zurück und bauten ihre Dämme. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers wurde drastisch gesenkt, es gab mehr Insekten, die Erosion wurde gestoppt und die Forellen kehrten zurück. Mit ihnen kamen die Fischadler zurück und es gab wieder mehr Bären. Sie waren regelrecht begeistert von den Wölfen, denn oft genug nehmen die Bären den Wölfen ihre Beute einfach weg. Nur die Kojoten hatten jetzt ganz schlechte Karten. Sie wurden von den Wölfen vertrieben und so erholten sich auch die Bodenbrüter im Park. 

So könnte es auch bei uns laufen, wenn wir den Wolf gewähren lassen. Er ist ein Teil unserer Umwelt und Polemik hilft werde ihm noch uns selbst.


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Kommentar von Nogli
21.09.2016, 20:01

Mach mal einen Jagdschein, soviel Ungereimtheiten wie in deinem Text ist bald nicht auszuhalten.

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Ja zum Wolf in Deutschland

Das Dilemma ist allerdings: 

Heutige Landwirte brauchen nun mal erst die alten Kenntnisse bezüglich eines Zusammenlebens. Und da hat Politik mit voller Absicht massiv geschlampt 

Denn sind die Bauern mit den Wölfen als Thema beschäftigt, sind sie von politischen Themen abgelenkt. Sie merken nicht, dass aktuell die Polizeidienststellen und das Personal drastisch reduziert werden. Als Beispiel. Und reiben sich verwundert die Augen, wenn entsprechende Folgen ans Tageslicht kommen. 

Schon sind sie wieder von den Tätern abgelenkt, denn nun sehen sie nur die bösen Verbrecher. .....

Es muss politische Absicht unterstellt werden. Es sprechen zu viele Fakten dafür. Und ich habe nur einen Punkt als Ursache genannt. Mir fallen noch manche anderen ein. 

Das scheint jetzt ein anderes Thema zu sein, aber wir beschäftigen uns bedeutend weniger mit dem Wildschweinproblem in mancher stark besiedelten Gegend als mit den wenigen Wölfen, über deren Verhalten wir in der Regel keine Ahnung haben. 

Das macht mir persönlich dann tatsächlich zu schaffen. Denn wenn ich mir vorstelle, ich ziehe nach Berlin und begegne da mitten in der Stadt einer Wildschweinrotte

gute Nacht. Dann lieber einem Wolf begegnen. Der ist menschenscheuer. 

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Na klar dafür! Außerdem können wir das eh nicht entscheiden, die machen eh was die wollen.

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Kommentar von Dudlmoser
11.09.2016, 01:42

Magst du abstimmen?

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Ja zum Wolf in Deutschland

Sehe keinen Grund dagegen zu sein. Der Mensch ist mal wieder das einzige Problem. Das Vieh muss besser geschützt werden, das hätte man aber auch vorher besser bedenken können und man darf die Tiere nicht durch Fütterungen an den Mensch gewöhnen. Wenn der Wolf scheu bleibt und das Wild seine beste Nahrungsquelle, haben wir nur endlich eine Regulierung des Wildbestandes wieder. Die Wölfe machen das Ökosystem wieder etwas ausgeglichener. Was bisher Jäger machen musst, damit die Bestände nicht überhand nahmen, erledigt nun in Teilen der Wolf. Ansonsten ist der Wolf kein Tier das uns zu oft Begegnen wird und wenn eher aus weiter Ferne.

Andere Länder leben ebenso mit Raubtieren in ihren  Wäldern. Man muss sich eben ein wenig entgegen kommen.

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Kommentar von Nogli
21.09.2016, 20:09

....genau und deswegen hat das menschenleere Norwegen eine Bestandsregulierung der Wölfe bei 200 Stk.. Wir in D haben jetzt schon 350 und man peilt 750 Stk an. LOL wenn es nicht so traurig wäre

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Ja zum Wolf in Deutschland

Nun.....: für mich persönlich halte ich die Gefahr durch die Wiederansiedlung von Wölfen für so mikroskopisch gering, daß ich mir wohl kaum Sorgen darüber zu machen brauche, obwohl es inzwischen mehrere Vorfälle in der weiteren Umgebung  (  30 Km ) gab.

Hätte ich Kleintiere, wäre ich Schafzüchter, Jäger oder Landwirt könnte das aber durchaus anders aussehen.

Das konkrete Problem ist......: diejehnigen die am lautesten die " Rechte " des Wolfes einfordern und seine Rückkehr begeistert beklatschen sind meist am allerweitesten von einem tatsächlichen Kontakt mit ihm entfernt, geschweige denn das sie sich jehmals mit den Konsequenzen die eine ansteigende Population der Wölfe in einem dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland  haben wird auseinandersetzen müssen.

Sprich....: der angeblich aufgeklärte, selbstverständlich Tierschutz-begeisterte Stadtbewohner möchte sein moralisches Selbstwertgefühl aufpolieren, indem er sich als Wolfsfreund darstellt und sich lautstark über jede Beschränkung der freien Wiederansiedelung empört........: mit den Folgen dürfen sich dann aber bitte die Menschen auf dem platten Land herumärgern.

Ich mag Wölfe und ich finde die Tatsache, daß sie vermehrt zurückkehren im Prinzip eigentlich positiv.

Ich habe allerdings massive Zweifel daran, ob es eine wirklich so clevere Idee wäre, in unserem dichtbesiedelten Land derartiges ungeregelt zuzulassen.

Deshalb zwar ja zum Wolf, aber mit Sicherheit nicht ungebremst und unreglementiert.

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Kommentar von Kuro48
11.09.2016, 03:38

Das ist ja auch aktuell der Fall. Die Rudel werden kontrolliert, Problemtiere im Auge behalten oder sogar, so traurig es ist, beseitigt um Gefahren zu vermeiden etc.

Im Auge behalten wir eh Reh wie Wildschwein und auch der Wolf kann nicht tun und lassen was er will. Der Bestand sollte sich allerdings (hoffentlich) mit dem Wild regulieren, wie es das in einem gesunden Ökosystem der Fall ist. Da wir derzeit natürlich noch einen großen Überschuss haben und noch längst nicht alles an Vieh geschützt ist, kann der Wolfs aktuell natürlich mehr Nachwuchs erzeugen als wir brauchen können.

Bei dem Schutz von Bauern wurde hier auch einfach geschlampt, das muss man so sagen. Man kann keine positive Stimmung erzeugen, wenn man die Bauern nicht vorher optimal vorbereitet, ohne das sie Nachteile zu befürchten haben.

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Ja zum Wolf in Deutschland

weil so ist nun mal die Natur und ein Eingriff in die Natur bringt für den Menschen mehr Nachteile als Vorteile. Man kann ja das Gebiet etwas einzäunen. 

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Ja zum Wolf in Deutschland

Wie sollen wir das vermeiden. Normal gehört er in unsere Region. 

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Neuer Versuch 

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Kommentar von Sabsi69
11.09.2016, 13:44

Abstimmung klappt bei mir nicht 

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