Frage von Tom2002,

Wochenendhaus im gleichen Ort. Zweitwohnsteuer.

Hallo wir haben ein Wochenendhaus gekauft, welches sich im Ort befindet wie unserer Wohung. Wird in diesem Fall auch eine Zweitwohnsitzsteuer fällig ?

Vielen Dank Tom

Hilfreichste Antwort von JoeWied,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ob du eine Zweitwohnsitzsteuer bezahlen musst oder nicht ist in D, ortsabhängig, weil nicht alle Gemeinden diese eingeführt haben. Rein rechnerisch dürfte diese aber nicht verrechnet werden, weil du ja in der Steuergemeinde wohnst. Aber es gibt auch die Nebenwohnungssteuer. Und die darf auch verrechnet werden, wenn du in derselben Gemeinde zwei Wohnungen bewohnst. Ob deine Gemeinde die Nebenwohnungssteuer verlangt oder nicht, dass musst du dort anfragen. So oder so, wirst du zukünftig mehr Steuern bezahlen müssen und das ist auch richtig so. zB. Vermögenssteuern, Einkommenssteuern (wenn du vermietest), Anschlusskosten etc etc.

Die Steuer hat verschiedene Namen, in Satzungen werden überwiegend folgende verwendet:

Zweitwohnungsteuer Zweitwohnungssteuer Zweitwohnungsabgabe

Weitere inoffizielle Bezeichnungen:

Zweitwohnsitzsteuer Nebenwohnsitzsteuer Nebenwohnungsteuer

Kommentar von Tom2002,

Vielen Dank für die schnellen Antworten zu so früher Stunde...Das Wochenendhaus befindet sich auf Pachtland und wird von uns selbst genutzt, wir haben im selben Ort eine Wohnung.

Kommentar von JoeWied,

Wenn dir die Antwort gefallen hat, kannst du ja einen DaumenHoch schicken. :-) Eine Frage die ihr euch stellen solltet, warum denn nicht die Wohnung aufgeben und ganz ins FH ziehen. Ist das zu klein oder ist es als Wohnhaus nicht zulässig? Schlussendlich habt ihr doppelte Kosten und vermutlich einen Leerstand. Die Gemeinde wird das ohnehin schnallen, dass ihr eine Wohnung bewohnt und dass ihr ein Haus besitzt. Also kannst du getrost bei der Gemeindeverwaltung nachfragen, was da steuerlich auf euch zukommt, ohne dass ihr mit 'Nachteilen' rechnen müsst. Im Gegenteil, möglicherweise erlassen die euch die Zweitwohnsitzsteuerern (sofern anwendbar), wenn sie wissen, dass ihr die Liegenschaft selber nutzt.

Kommentar von Tom2002,

Das ist nur ein kleines Häuschen mit 40 qm mitten im Wald usw. von daher schließe ich ein Dauerhaftes Wohnen da aus.

Kommentar von JoeWied,

Ach so, dann würde ich es eher als Gartenhäuschen oder Waldhütte deklarieren lassen und nicht als Ferienhäuschen. Das könnte einen grossen Unterschied machen. Auch wegen der Vermögenssteuer.

Kommentar von Tom2002,

Der Unterschied wäre ?

Kommentar von JoeWied,

Die Gartenlaube und das Gartenhaus sind gemäß dem Bundeskleingartengesetz keine Zweitwohnung und daher auch nicht der Zweitwohnungssteuer unterliegen: „Die Rechtslage ist eindeutig – eine Zweitwohnungssteuer kann gemäß dem Kommunalabgabengesetz nur bei einer Zweitwohnung erhoben werden. Eine Gartenlaube bzw. ein Gartenhaus in einer Kleingartenanlage ist gemäß dem Bundeskleingartengesetz keine Zweitwohnung. Daher verbietet es sich auch, hier eine Zweitwohnungssteuer zu erheben. Was nicht als Zweitwohnung genutzt werden darf, darf auch nicht als Zweitwohnung besteuert werden.

Ferner verbietet es sich, dass das kleine Häuschen im Garten mit einem großen Wochenendhaus im Grünen gleichgesetzt wird. Hier ist ganz klar eine Differenzierung vorzunehmen. So ist denn auch die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eigentümer sehr unterschiedlich. Der Kleingartenbesitzer hat nicht die Finanzmittel, dass er locker noch mal so nebenbei noch eine zusätzliche Steuer bezahlen kann. Für ihn ist sein kleiner Garten mit dem Häuschen sein kleiner privater Rückzugsbereich – dort erholt er sich und feiert mit seinen Nachbarn und Freunden.

Kommentar von Tom2002,

Das ist defintiv kein Kleingarten im Sinne des Kleingartengesetztes, sondern ein privates Pachtgrundstück mit 1000 qm und einem Bungalow mit einer Fläche von 40 qm.

Kommentar von JoeWied,

Das stimmt schon, aber 40qm ist ja auch nix für ein Wohnhaus. Trotzdem würd ich mal bei der Gemeinde vorsprechen.

Kommentar von Tom2002,

Na schaun wir mal, noch ist da ja nix gekommen und schlafende Hunde......:-)

Kommentar von JoeWied,

Mag sein, ich denke es ist besser, wenn du weisst, was dich erwartet. Kommt schlecht, wenn der schlafende Hund nach Jahren aufwacht und du vor einer finanziellen Katastrophe stehst.

Antwort von answer777,

Diese Steuer gibt es wie schon erwähnt nicht in allen deutschen Gemeinden. Diese Steuer findest Du sinnigerweise überwiegend in den Gemeinden, in denen viele Ferienhäuser sind. Also deutsche Tourismusgebiete. Hier lohnt sich diese Zweitwohnsitzsteuer für die Gemeinden.

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