Frage von Lemonhead 29.08.2011

Wo willst Du beerdigt sein?

  • Hilfreichste Antwort von didis 29.08.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich finde das ist eine gute Idee. Weil der Verlust eines geliebten Menschen dauert ja sehr lange, und eine letzte Ruhestätte wie man so schön sagt kann sehr hilfreich sein.

  • Antwort von xxxKASIxxx 29.08.2011
    30 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Lemonhead,

    wenn deine Mama Friedhöfe nie mochte, dann habt ihr doch eigentlich in ihrem Sinne gehandelt. Meine Mutter starb ebenfalls vor einem Jahr mit 55. Das ging auch sehr schnell, so das wir im Verlaufe ihrer Krankheit nie dieses Thema besprochen haben, da immer der Gedanke oder Wunsch vorhanden war, das sich alles zum Guten neigt.

    Was wir aber wussten, sie mochte Friedhöfe nicht und Zeremonien für den letzten Abschied. So haben wir uns für eine ruhige Beisetzung entschieden, im ganz engen Kreis, ohne Abschiedsrede und auf einer Wiese ohne Grabstein. Einen Friedwald o.ä. gibt es bei uns leider nicht.

    So leben wir jeden Tag mit dem Gedanken das wir in ihrem Sinne gehandelt haben. Ich bin sowieso nicht der Mensch, der einen bestimmten Platz braucht um meiner Mama zu gedenken, oder um Zwiesprache zu halten. Es gibt so viele Orte und Gegenstände die wir mit unsere Mama verbinden. Es sind die Blumen im Garten meines Vaters, die sie immer pflegte und hegte. Es ist ihr Lieblingsplatz auf der Terrasse, ihr Lieblingsweg durch den Wald wo sie immer mit dem Hund spazieren ging...

    Ich kann dir wirklich schlecht raten, ob es richtig wäre eine Gedenktafel auf dem Friedhof aufzustellen. Aber das deine Mutter Friedhöfe nie mochte, das würde ich vielleicht respektieren. Die Beschreibung dieses Ortes an dem sie beigesetzt wurde, von Tieny, die ist wirklich sehr ergreifend. Und der Gedanke das deine Mutter immer bei euch sein wird, in eurem Herzen... Das alles spricht eigenlich dafür, das ihr alle richtig gemacht habt.

    Ich wünsche euch alles Gute auf einem langen Weg...

  • Antwort von schulle2 29.08.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich möchte anonym beigestzt werden. Am besten auf der grünen Wiese, Friedwald würde auch noch gehen, aber ohne Namensschild. Und wenn das mein Wunsch ist sollte der auch respektiert werden. Eventuell hat Deine Mutter ähnlich gedacht.

  • Antwort von Tieny 29.08.2011
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also zunächst einmal solltes du den Ort nicht als blöde und kalt ansehen. Seid ihr mal im Sommer durch den Wald gegangen, und habt festgestellt, wie herrlich es ist, die Vögel zwitschern zu hören, das Laub rascheln zu hören, den Wind in den Blättern und Gräsern, und die Sonne kommt durch die Äste und wärmt den Boden, in den eure Mama gebettet ist? Oder im Herbst, wenndie Blätter herrlich bunt werden, im Winter, wenn die Eiskristalle im Gras blinken und im Frühling, wenn das helle Grün wieder kommt und alles neu wird . Setzt euch mal in dieser friedlichen Stille einfach mit dem Rücken an den Baum und sprecht mit eurer Mama und fühlt sie. Ob man ohne Grab einfach einen Stein auf einem Friedhof aufstellen darf, weiß ich nicht. Aber wo ist den z.B. der LIeblingsplatz von eurer Mama in eurer Wohnung gewesen? Stellt doch dort ein Bild hin, eine schöne Kerze und ihre Lieblingsblumen, und schon habt ihr einen Platz, um an sie zu denken. Und wenn es euch stört, keine Zeremonie unter dem Baum gehabt zu haben, dann macht doch noch selbst eine kleine Trauerfeier. Alles Gute, Tieny

  • Antwort von varsinbirsin 30.08.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Lemonhead,

    es ist schon sehr traurig, wenn die Mutter die immer da war, plötzlich weg ist. Man braucht erstmal viel Zeit um sich das beizubringen. Immer wieder muss man sich das klar machen, dass sie nicht mehr lebt.

    Aber wenn man ein gläubiger Mensch ist, dann weiss man, dass nur der Körper in der Erde ist. Die Seele aber schon im Jenseits ist. Sie hat ihr Anzug (Körper) ausgezogen, den sie geliegen bekommen hatte, für die Zeit auf der Erde. Und ist zu ihre eigendlichen Ort. Wenn Du deine tote Mama gesehen hast, weisst Du was ich meine.

    Der Wald ist doch schön, friedlich. Fiedhöfe haben etwas bedrückendes. Wald ist eine herrliches Ort. Und deine Gebete finden sie egal von wo aus Du betest. Daheim oder im Garten bei Euch könnt ihr ja eine Andenken Ecke für sie errichten. Dein Vater kann jetzt vielleich noch zum Freidhof, wenn er auch dies nicht mehr kann, was dann? Aber so hat er daheim seine Ecke.

    Als du auf die Welt kamst, lachten alle und nur du weintest. Du hast dein Leben so gelebt, dass als du starbst, alle weinen und nur du lächelst.

    (Ich mag diesen Spruch, es passt zu meine Mama) Herzlichen Beileid!

  • Antwort von Annemaus85 29.08.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Denkt doch zu Hause an sie, wieso braucht ihr dafür einen bestimmten Ort? Ein Wald ist doch schön, ruhig und die Natur ist ungestört, dort kann eure Mutter sicher in Frieden ruhen, ohne dass am Nachbargrab ständig einer die Blumen erneuert. :P Mir ist es übrigens völlig egal, wo oder wie ich beerdigt werde, meine tote Hülle ist bedeutungslos. Ich hoffe meine Familie macht kein großes Tamtam, wenn ich mal tot bin.

    Trotzdem ist es natürlich eure Entscheidung, tut das, womit ihr gut leben könnt und worin ihr Trost findet.

  • Antwort von lupfi 29.08.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir haben in der gesamten Familie entschieden einen Platz unter einer 100jährigen Eiche im Ruhewald zu kaufen. Dort werden unsere Urnen beigesetzt. Ich finde die Vorstellung schön. Ich mag Bäume und ich möchte dann meine Ruhe haben und möchte, dass niemand Last mit der Grabpflege hat.... P.S. allerdings glaube ich daran, dass da eh nur die " Reste " von mir sind. Meine Seele ist dann woanders. Vielleicht ist es dann anders...

  • Antwort von tachyonbaby 30.08.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Etwas mehr Friede und weniger Streit,

    etwas mehr Glück und weniger Neid,

    etwas mehr Wahrheit immerdar,

    und viel mehr Hilfe in Gefahr.

    Etwas mehr wir und weniger ich,

    etwas mehr Kraft nicht so zimperlich,

    und viel mehr Blumen während des Lebens,

    denn auf den Gräbern blühen sie vergebens.

    Ich habe meinen beiden Töchtern jetzt schon gesagt: Einäscherung und anonymes Grab. Die Blumen, die sie auf das Grab bringen würden, sollen sie mir zu Lebzeiten schenken und am besten noch stehen lassen, denn dann können sich andere auch ihrer Blüten erfreuen. Meine Seele ist nicht auf irgendeinem Friedhof, sondern dort, wo sie eine Kerze für mich entzünden und an mich denken.

  • Antwort von Vollkornkeks 03.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde lieber mit dem Schöpfer oben im Himmel sprechen, also beten. Der hört wenigstens zu. "Zwiesprache" mit deiner verstorbenen Mutter kannste zwar halten, aber es wird wohl nur ein Monolog sein. Denn Tote sind nun mal tot und können überhaupt nichts mehr wahrnehmen oder tun. Ein Grabstein kostet ne Menge Geld und ich weiß nicht, ob dir das wirklich helfen würde, besser mit der Trauer und dem Verlust fertig zu werden. Ich würde da lieber mit einem guten Freund oder ner Freundin drüber sprechen oder gar mit and. Verwandten, die auch deine Mutter vermissen....Oder eben zu Gott beten.

  • Antwort von Kristall08 30.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    He, ich will auch in einen Friedwald!

    Erst einmal mein Mitgefühl. Ihr solltet unbedingt einen Platz zum Trauern haben. Was hast Du denn gegen Wälder? Ich finde die schön. Es ist ein tröstlicher Gedanke, unter einem Baum zu liegen. Die meisten Friedwälder haben doch so kleine Kapellen, wo man Kerzen anzünden und Blumen aufstellen kann. Der nicht? Außerdem ist ein Wald an sich doch schön, so voller Leben, mit den tollen alten Bäumen, ein bisschen geheimnisvoll und zauberhaft.

    Natürlich kannst Du/ könnt Ihr euch einen anderen Ort suchen, um an eure Mutter zu denken. Aber vielleicht versöhnt Dich der Gedanke, dass sie nicht auf einem Friedhof sein wollte. Es ist schön, dass Ihr ihrem Wunsch trotzdem gefolgt seid. Das war wirklich großmütig von Euch. Genauso sicher bin ich mir, dass Eure Mutter nichts dagegen habt, wenn Ihr woanders an sie denken wollt.

  • Antwort von hauseltr 29.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der dunkle blöde Wald ist der Ursprung vom Leben, warum soll man nicht auch dort seine sterblichen Ascheüberreste vergraben lassen. Gerade ein Wald ist ein Ort zur Besinnung.

    Warum die Leute so oft einen toten Stein oder ein totes Kreuz zum Gedenken an ihren Toten haben müssen, ist mir schleierhaft. Ebenso wieso man eine riesige Zeremonie abziehen muss.

    Ich würde lieber Zwiesprache in einem Wald als auf einem mit Leichen gepflasterten Gelände halten. Deiner Mutter habt ihr ihren Letzten willen erfüllt, das ehrt euch.

    Auch ich werde sehr wahrscheinlich eingeäschert und gewollt in einem "dunklen kalten" Wald begraben werden. Ich liebe die deutschen Wälder, am Fuße einer großen Buche beerdigt zu werden, ist auch mein Wille.

    Wenn es anders kommt, liegt nur daran, dass ich dann im Ausland sterbe.

  • Antwort von Goson 29.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Tun Sie das, was für Sie und Ihre Familie richtig und wichtig ist: Lassen Sie auf dem Friedhof eine Gedenktafel aufstellen oder kaufen Sie eine kleine Grabstelle - je nach dem, was geht und finanziell für Sie tragbar ist. Denn dieser Ort wird Ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen. Das wünscht Ihnen von Herzen goson.

  • Antwort von mnpsoxd 29.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ihr könnt doch genauso gut ein bild von ihr an eine stelle im garten oder so stellen , und dann sie "dort besuchen " , wozu solltet ihr dann auf einen friedhof gehen wenn sie eh nicht da liegt ?

    achja und das mit deine mutter tut mir leid :o

  • Antwort von ulmery 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo Lemon. Auch mein Vater und mein Onkel wird bzw. wurde im Friedwald beerdigt. Beiden war der Gedanke an eine Kiste in einem kalten Grab mit ´nem Stein obendrauf zuwider. Nach 25Jahren buddeln sie Deine Reste wieder aus und werfen die irgendwo auf einen grossen Haufen, oder es gibt eine "Tieferlegung": Da wird ein Fremder über Dir beerdigt und die Angehörigen trauern an einem fremden Grabstein ! Neeeee. (Mir graust´s auch bei dem Gedanken !) Im Friedwald ist man mitten in der Natur, unter freiem Himmel und jeden Tag zwitschern einem die Vögel was vor. Die Urne zerfällt mit der Zeit und so wird man im Lauf der Zeit ein Bestandteil der Natur, eine wunderschöne Vorstellung. Ich werde in Zukunft IMMER durch einen beliebigen Wald gehen können und dabei meinen Dad bei mir haben können. Kann es eine schönere Stelle geben als Ort der Trauer als eine beliebige Stelle ?

    Schön, dass Du Deiner Mutter ihren Wunsch erfüllt hast und ich hoffe Du konntest Dich inzwischen damit auch anfreunden.

    Viele Grüße.

    „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“ Albert Schweitzer

  • Antwort von Smiley21481 26.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich selber gerne in Südtirol / Klausen begraben werden. Warum? Meine Mama ist Südtirolerin, ihre Familie liegt auf einem Friedhof, hinter einer Kirche.(Aber nicht die ganze Familie) Meine Eltern schleppten mich dorhin, als ich noch sehr klein war, natürlich hielt ich nichts von Friedhöfen...mit vielleicht 3 Jahren ergeht das wohl so jedem...Nun ja, jedenfalls kamen wir da an, wir gingen hinter die Kirche zum Friedhof. Die Sonne schin wunderschön und es war soieso ein toller Tag. Wir gingen also zu den Gräbern meiner Verwandten, sie waren wunderschön mit Blumen geschmückt und hatten schöne, große Kreuze. Dann, als wir gehen wollten hob mich mein Papa auf eine riesige Mauer (ich war ja noch klein, ich konnte nicht darüber schauen) als ich dann auf dieser Mauer stand, sah ich wie unheimlich tief es unter uns runterging & ich sah die wirklich wundervollen Berge und die wunderschöne Aussicht. Ich war sehr begeistert von all dem. Seit diesem Moment wollte ich dort begraben werden, auch weil ich die Zeit in Südtirol jeden Sommer genossen hatte.. Ich wohne zwar in Deutschland, aber in Klausen möchte ich begraben werden.

    Hat dir jetzt bestimmt nicht sehr geholfen, aber das ist meine Geschichte..^^

  • Antwort von TTrecords 30.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also, du hast zwar deine Antwort schon ausgewählt, aber es kann ja nicht schaden: Ich finde die Idee gut eine Gedenktafel zu errichten! Letztlich weiß man nicht was der Tod ist und vielleicht bekommt sie sowas ja auch mit und für euch, die trauern, ist es auch eine gute Möglichkeit.

    Zum Friedwald: Die Idee ist auch nicht schlecht! In der Natur begraben zu werden ist etwas Schönes. Das könnte ich mir für mich sehr gut vorstellen.

    Lustiger-weiße ist der "Erfinder" von FriedWald der Großvater eines Freundes von mir^^

  • Antwort von scoobiesmackies 30.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    iwie irgendwo im meer lg scoobie

  • Antwort von Michellesmilie 30.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Macht das! Sie hätte es sich bestimmt gewünscht

  • Antwort von user901 29.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also ich würde es machen, es ist doch schade wenn ein Mensch so (ist jetzt nicht böse gemeint) würdelos beerdigt wird. Und für einen selbst ist es auch besser denn man kann eben genau wie du sagst Blumen pflanzen und sich "unterhalten". Ich finde es schöner.

  • Antwort von Lemonhead 05.09.2011

    Danke, dass Ihr mir alle so geholfen habt! Jede Antwort hat mich zum Nachdenken gebracht und vielleicht auch das Hauptproblem angetastet. Mir / Uns fehlt unsere Mutter so sehr und das Hauptproblem ist, dass wir nicht wissen, wie wir um sie trauern sollen.

    Eigentlich verdrängen wir nur und sprechen, so richtig sprechen kann ich über meine Mutter bis heute nicht. Es tut ehrlich zu weh.

    Vielleicht lerne ich das ja mal, ich hoffe es sehr.

    Habt Dank

    Lemon

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