Ich bin gestern durch einen großen Friedhof gelaufen, und da ist mir aufgefallen, dass nirgendwo z. B. türkische Namen auf den Grabsteinen zu sehen sind! Wo werden denn unsere muslimischen Mitbürger bestattet? Gibt es eigene Friedhöfe? Wie werden Muslime bestattet? Werden sie verbrannt, oder auch mit einem Sarg?

Möglichst schnell, nach rituellen Reinigungen und mit dem Kopf Richtung Mekka werden Muslime beerdigt.
Viele Muslimen lassen sich nicht in Deutschland sondern in ihren Heimatländern beerdigen - vielleicht neben den religiösen Regeln ein Grund, warum so wenig auf deutschen Freidhöfen liegen.

sie werden rituell ,wie oben erwähnt,genau wie die Juden bestattet,allerdings gibts keine speziellen Friedhöfe für Moslems und die meisten lassen sich in ihre Herkunftsländer überführen und dort beerdigen.
Es gibt aber mitlerweise in Deutschland einige Friedhöfe die Grabfelder für Muslime haben. Z.b in Hamburg u.a der Friedhof Ohlsdorf.
Die Türkischen Mitbürger lassen sich meist von Islamischen Bestattungsinstituten die hier in Deutschland sitzen bestatten. Davon gibt es viele mitlerweile
hier mal eine Seite mit einen aus Hamburg
Hallo, hier ein Text aus http://islam.de/1641.php zur Frage: "V. Tod und Bestattung im Islam 1. Bestattungsregeln im Islam Auszug aus einer Pressemitteilung des Zentralrats der Muslime in Deutschland zum Gesetzentwurf der Landesregierung NRW über das Friedhofs- und Bestattungswesen: "(...) Die sarglose Erdbestattung ist im Islam die einzige erlaubte Bestattungsart. Jede andere Art ist den Muslimen nur im Notfall als Ausnahme - zum Beispiel bei Seuchen-, Überschwemmungs- oder Erdrutschgefahr - erlaubt. Seit mehr als zwanzig Jahren wird die sarglose Bestattung aufgrund von Vereinbarungen zwischen manchen Kommunen und den islamischen Gemeinden, wie in Aachen, problemlos und umweltbewusst durchgeführt. Das Fehlen dieser Möglichkeit in vielen Gemeinden führte zum verstärkten Überführen Verstorbener in die Ursprungsländer. Dies bringt zur Zeit vermehrte soziale Schwierigkeiten mit sich, da heutzutage der eigentliche Familienverband der meisten Muslime in Deutschland ist, wo die Muslime mittlerweile in der dritten Generation leben. Dazu kommt die zunehmende Zahl der eingebürgerten Muslime und die große Zahl deutschstämmiger Muslime. Die Wiederbenutzung des Grabes ist im Islam im Allgemeinen erlaubt. Prinzipiell sollte man aus islamischer Sicht von der Wiederbenutzung alter Grabstätten absehen, solange kein dringender Bedarf dazu besteht. Nach manchen Lehrmeinungen und Traditionen, denen die türkischstämmigen Muslime folgen, darf die Totenruhe nicht gestört werden. Lösungs- bzw. Kompromissbedarf auf Gemeindeebene besteht weiterhin bezüglich dieser Einzelheit. Der vorliegende Gesetzentwurf lässt diese Möglichkeit in Vereinbarung mit den Friedhofsträgern zu. Die Bestattung soll nach islamischer Tradition zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Im vorliegenden Gesetzentwurf sehen wir Möglichkeiten einer früheren Bestattung unter Beachtung aller medizinischen und forensischen Gesichtspunkte. Wir bemängeln die Beschränkung mancher Rechte auf die "Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts" sind. Diese Rechte sollten unserer Ansicht nach auf die "Religionsgemeinschaften, die die Gewähr für Dauer bieten" ausgeweitet werden. Die islamischen Gemeinden genießen nicht den Status der Körperschaft und werden ihn in absehbarer Zeit nicht erlangen können. Sie müssen aber die Belange der in Deutschland lebenden 3,2 Millionen Muslime in Bezug auf Bestattungsriten wahrnehmen. Durch die Gewährleistung der Dauerhaftigkeit können sowohl ihre Interessen als auch das öffentliche Interesse bezüglich der gesicherten Pflege und Trägerschaft geschützt werden. Feuer- und Wasserbestattung kommen für die Muslime nicht in Betracht. Dennoch betrachten wir das Verstreuen von Asche als diskussionsbedürftig im Hinblick auf Pietät und Menschenwürde." 3. Dürfen Muslime in Deutschland in einem Sarg begraben werden?
Die Toten werden im Islam normalerweise ohne Sarg begraben. Sie werden in einem Tuch gehüllt mit der rechten Seite Richtung Mekka liegend in ihr Grab gelegt. Üblicherweise wird im Grab (durch ein schräg eingelassenes Brett oder ähnliches) eine kleine Kammer eingerichtet, so dass die Erde nicht direkt auf den Leichnahm geschüttet wird.
Es ist allerding erlaubt, die Toten im Sarg zu begraben, wenn es von den Behörden eines Landes so vorgeschrieben wird. Hier in Deutschland gibt es inzwischen sehr viele Orte, an denen man im Einvernehmen mit den Behörden die Toten nach der islamischen Art (also ohne Sarg) begraben darf. Wenn es nicht übermäßig große Umstände macht, soll man die Leiche an einem solchen Ort bestatten.
5. Beerdigung in Deutschland
Wie Muslime in Ihren Ursprungsländern bestattet werden, hängt von den Gegebenheiten und der Gesetzgebung vor Ort ab, die selbstverständlich in den sogenannten islamischen Ländern nicht einheitlich ist. Deswegen möchten wir uns bei der Beantwortung dieser Frage auf Deutschland beziehen. (Deutschland ist unsere Heimat geworden und wird zu 99% auch der Ort sein, an dem wir bestattet werden.)
Hier in Deutschland ist es inzwischen in einigen Bundesländern von der Gesetzgebung her möglich, dass Muslime nach den Bestimmungen des Islam bestattet werden. Es hängt jedoch von der Durchsetzungsfähigkeit der Muslime in den Kommunen ab, inwiefern sich dieses verbriefte Recht auch in die Realität umsetzen läßt. Leider ist es eine Tatsache, dass nicht jede Stadtverwaltung den friedvollen und toleranten Geist ihrer eigenen Verfassung lebt... Aus diesem Grunde sind die islamischen Gräber in Deutschland noch rar gesät. Ein großer Teil der hier verstorbenen Türken wird in der Türkei bestattet. Andererseits gibt es sogar islamische Friedhöfe in Deutschland, z. B. in Aachen/Hüls.
In der Regel wird der sterbende Muslim bis zu seiner letzten Stunde von seiner Familie begleitet. Wie Sie wissen, hat die Familie unter den Muslimen einen anderen (höheren) Stellenwert als dies leider in unserer Gesellschaft üblich geworden ist. Die Familie weicht also nicht nur dem Sterbenden sondern auch schon dem alternden Menschen nicht von der Seite. Es sind jedoch Beobachtungen zu machen, die annehmen lassen, dass dieser Vorzug im Zuge der hier aufwachsenden Generationen nicht aufrecht erhalten werden kann.
Das Waschen des Leichnams ist eine vorgeschriebene islamische Pflicht, die sich aus der Lebensweise des Propheten, Friede sei mit ihm, ableitet. Somit hat jeder Muslim im Sinne der Religionsfreiheit das Recht, gewaschen zu werden, wenn er stirbt. Auch hier gilt jedoch leider, dass die Umsetzung dieses Rechtes nicht überall eingefordert wird. Wenn der Körper des Toten wegen seiner zu großen Versehrtheit keine Waschung zuläßt, wird der Tote selbstverständlich nicht gewaschen.
Hoppla, da ist beim Kopieren des Textes am Ende was schiefgegangen ... bei Interesse bitte auf der angegebenen Internetseite nachsehen - sorry.

Kairofan hat recht! Tolle Antwort: DH! Das ist ein wunderbarer Beitrag als Ratschlag!
verbrennen is verboten des is ein freifahrtsschein zu rhölle die werden auf nem brett mit nem grünen leichentuch beerdigt und da darf niemand zuvor keiner gelegen haben
Okay, vielen Dank, wieder was gelernt!
Gerne - vielleicht kommst du mal in ein muslimisches Land und gehst dort auf einen Friedhof. Die Gräber sind meist völlig verwildert.
Ich war schon in der Türkei, und in Ägypten! Bin da aber entweder an den falschen Orten gewesen, oder hatte mit den falschen Menschen zu tun. Ich habe mich sehr unwohl gefühlt, weil ich blond bin, und ständig die Leute, in diesem Fall Männer, mir in die Haare gefahren sind und mich angemacht haben! Das fand dich sehr abstoßend!