Frage von MarkusKapunkt, 252

Wo sollte die Religionsfreiheit enden?

Kurz zu meiner eigenen Person: Ich bin evangelisch-lutherisch und habe Geschichte, evangelische Theologie und Latein studiert, bin aber auch sehr an Paläontologie und der Evolution interessiert.

Während meines Studiums der Religionswissenschaften bin ich in Diskussionen häufig mit meinen Kommilitonen aneinandergeraten, die eine sehr fundamentalistische Einstellung hatten. Sie lehnten unter anderem ab, dass es die Evolution gibt, und griffen mich scharf an, dass ich als Theologiestudent an so einen "Unsinn" glaube. Ich habe mich persönlich sehr intensiv mit der Urzeit beschäftigt und fand dieses Thema seit meiner Kindheit schon ungeheuer spannend. Mir sind deshalb auch die Fachgebiete der Biologie und Geologie nicht fremd, in die ich während meiner Studienzeit auch hineingeschnuppert habe. Ich war diesen Fundamentalisten in der Diskussion also durchaus gewachsen und habe ihnen viele Argumente vorgetragen, die sie dann irgendwann auch nicht mehr widerlegen wollten (oder konnten), so dass das Gespräch meist mit den Worten "Darüber diskutiere ich nicht mehr!" endete - und das waren noch die nettesten. Oft genug wurde ich wegen meines Vertrauens auf die Wissenschaft deswegen angefeindet (sogar von einem ebenfalls fundamentalistischen Dozenten, der eine Hausarbeit von mir nicht annehmen wollte).

Wenn Religion wissenschaftliche Erkenntnisse negiert und sie als Unsinn deklariert, und das sogar an einer renommierten deutschen Universität, sollten die Menschen, die eine solche Einstellung haben, unseren Schülern eine auf Fundamentalismus und Extrememismus begründete Lehre nahbringen dürfen? Viele dieser Extremisten studierten nämlich gemeinsam mit mir auf Lehramt und machen gerade ihr Referendariat. Sollte ein Professor, der Studenten bevorzugt, die in seiner eigenen Gemeinde mitglied sind und der andere Studenten offen diskriminiert, nicht aus seiner Position entfernt und ihm der Lehrauftrag entzogen werden?

P.S. Ich möchte hier jetzt keine Diskussion darüber lostreten, ob es die Evolution gibt oder nicht. Dieses Thema ist durchgelutscht und es würde mich sehr ärgern, wenn jemand etwas dazu schreibt. Mich interessiert hier nur die oben genannte Frage.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dadita, 56

Was den Professor angeht: Ganz klar. Wer Studenten aus persönlichen Gründen bevorzugt und andere diskriminiert hat in diesem Beruf nichts zu suchen. Ob es dabei um die Mitglieder seines Kegelvereins oder seiner Kirchengemeinde geht, ist dabei unerheblich, ein Professor hat seinen Studenten gegenüber neutral zu sein.

Im Bezug auf die angehenden extremistischn Lehrer ist die Sache schwieriger. Dem sei vorrausgeschickt, dass ich nichts davon halte, dass Religionen als Fach an der Schule gelehrt werden. Ihre gesellschaftliche und historische Bedeutung sollte im Geschichtsunterricht thematisiert werden, eigene Fächer für Märchen werden nicht benötigt. 

Unabhängig davon hat natürlich jeder ein Recht auf seinen Glauben, auch ein Religionslehrer und auch wenn dieser Glaube absoluter Unfug ist, wie beispielsweise der Kreationismus. Solange er diesen für sich behält, nun sei es drum. Sobald er aber versucht diese Wahnvorstellungen seinen Schülern aufzudrängen und sich z.B. in den Biologieunterricht einmischt, hat dieser Lehrer sofort entfernt zu werden. Kreationistisches Gedankengut an einer öffentlichen Bildungseinrichtung zu verbreiten ist inakzeptabel. 

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Es geht ja noch weiter, als es bloß zu verbreiten. Es werden Noten dafür gegeben und auch schlechte Noten, wenn die Meinung des Lehrers nicht vertreten wird. Einer meiner Kommilitonen hat das sogar ganz unverblümt gesagt, dass ein Schüler, der so etwas wie ich behaupten würde (also auf die Vereinbarkeit von Glauben und Wissenschaft bezogen) bei ihm eine 6 bekommen würde. Ich habe schon ein Problem mit seinem Gedankengut, aber noch viel mehr damit, dass dieser Mensch seinen Schülern und ihrer Zukunft mit seiner auf Fundamentalismus basierter Notengebung Steine in den Weg legen wird und darauf sogar stolz ist.

Kommentar von dadita ,

Diese Menschen haben in der Lehre natürlich absolut nichts zu suchen. Fanatismus ist (manchmal leider) per se nicht strafbar, seine fanatischen Wahnvorstellungen aber Schutzbefohlenen aufzuzwängen und eine Vertrauensposition für deren Verbreitung zu missbrauchen ist absolut inakzeptabel. 

Ich hoffe sehr, dass dieser Kommilitone nie eine Anstellung gefunden bzw. diese sehr schnell wieder verloren hat. 

Antwort
von rosepetals, 93

Ich kann nur daran denken, dass es der Religion überhaupt nicht gut tut, wenn sie Selbstverständliches verneint.

Im katholischen Religionsunterricht nahmen wir einmal einen Text über "zwei verschiedene Wahrheiten" durch, die eine Wahrheit war die eines Gläubigen, und die andere Wahrheit war die des Galilei des kopernikanischen Weltbilds. Es ging darum, dass Galilei ohne Sorge seine Thesen widerlegen konnte, da seine Wahrheit davon nicht berührt ist. Die Physik und Biologie wird immer, noch in Millionen Jahren, noch so bleiben. Die Wahrheit des Gläubigen jedoch ist auf den Gläubigen angewiesen. Eine Widerrufung hat die Macht die Wahrheit zu schwächen.

Wenn du also vergleichst, kann es egal sein, ob diese Theologiestudenten an die Evolution "glauben", denn die Evolution ist nicht auf sie angewiesen. Da es die absolute Wahrheit ist, schadet sich jeder eigentlich nur selbst, wenn er ihr den Rücken zukehrt.

Ich hab Vertrauen in den Menschen, dass er von solchen Extremisten nicht beeinflusst wird, auch wenn sie ohne Leine in die Welt gelassen werden.

Extremisten gibt es doch schon immer und in jeder Kategorie. Für mich gehört das zu einer Gesellschaft dazu, auch wenn es kein schöner Teil davon ist.

Ihnen deshalb die Rechte weggnehmen? Da wäre ich dagegen, so lange sie auch keine rechtlichen Verstöße eingehen. Wenn man nämlich bei solchen Leuten beginnt, dann breitet sich das gleich auf viel mehr Aspekten aus, beispielsweise den Medien.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Interessante Ansicht, über die ich nachdenken werde.

Ich bezog meine Frage aber vor allem auf die, die an der Schule und der Universität Schüler und Studenten durch Noten bewerten und so über ihre Zukunft mit entscheiden. Da sie sich selbst Akademiker und Wissenschaftler nennen, spottet dies doch allen anderen, die ernsthafte Wissenschaft lehren.

Kommentar von rosepetals ,

Dafür habe ich keine Toleranz und das wird vielen bestimmt selbst so gehen. Die biologische Theorie reduziert nicht die evangelische Religion und es sollte wohl im 21. Jahrhundert möglich sein, hinter beidem zu stehen.

Antwort
von flaglich, 67

Ich finde Du hast mehr als eine Frage angeschnitten. Wg dem Prof: Wenn es ein echter Professor mit Lehrstuhl ist kann er kaum entfernt werden wegen der Freiheit von Forschung und Lehre und Beamtenstatus. Ich kann mich aus meiner Studienzeit an schlimmere Hirngespinste erinnern (Hexenmeister und Freimaurer).  Anders sieht es bei Gastprofessoren und Dozenten mit Zeitverträgen aus. Viel Glück.

Welche Landeskirche deckt denn Kreationisten und klerikale Fundamentalisten? Hier in der Gegend gab es mal den Aufstand wegen ein kreationistischen Grundschullehrerin in einer Dorfschule. Bevor deine Komilitonen oder du das Lehramt erhalten brauchen alle noch die Lehrerlaubnis der Kirche.

Dass solche Leute an öffentlichen Schulen Kindern Unsinn erzählen schmeckt mir überhaupt nicht (vor allem wenn sie dafür auch noch bezahlt werden), aber was dagegen zu tun oder zu fordern, dass jemand anders sie nicht ins Lehramt lässt schmeckt mir noch viel weniger. Dafür ist mir die Freiheit zu wichtig und Freiheit ist zuerst immer die des Andersdenkenden.

Letztlich halte ich den Einfluß der Religions- oder sonstiger Lehrer für nicht so groß (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Wenn Jemand Unsinn glauben will dann glaubt er Unsinn, egal welchen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Danke für deine Anwort.

Antwort
von BerthaDieBaer, 63

Ich glaube, dass man da leider nichts tun kann bzw. nur hoffen kann, dass diese Lehrkräfte zukünftig objektiv unterrichten und ihre eigene Weltanschauung so wenig wie möglich zum Ausdruck bringen.
Ich bezweifle, dass man in solchen Fällen die Lehrerlaubnis entziehen kann, was ich mir aber in einigen extremen Fällen wünschen würde.
Wir haben auch eine Lehrerin an unserer Schule, die uns im Biologieunterricht zum Thema Evolution jede Stunde gesagt hat, dass religiöse Menschen zurückgeblieben sind, wir Christen an Humbug glauben und genauso gut an eine mystische Schlange glauben können, die die Welt erschaffen hat (wie z.B. in Kulturkreisen der Aborigines).
Ich finde, dass solche Äußerungen auch über die Kompetenzen einer Lehrkraft hinausgehen, aber kann man etwas tun? Wenn man sich hier durchliest, wie viele Schülerinnen und Schüler Probleme mit vor allem rassistischen Lehrkräften haben... Ich weiß ja nicht.
Aber es ist ein sehr gutes Zeichen, dass es dir auffällt und du dir darüber Gedanken/Sorgen machst.

PS: Würdest du mir vielleicht ein bisschen über Theologie und Latein als Studium erzählen, wenn ich dich als Freund hinzufüge? Interessiere mich auch sehr dafür :-)

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Wenn ich dazu Zeit habe, gerne. :-) Deine Antwort gefällt mir übrigens gut.

Antwort
von mychrissie, 17

Jede Religion, die es jemals gab, gibt oder geben wird, ja, ich will noch weiter gehen, auch jede gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische oder zwischenmenschliche Heilsbotschaft wird irgendwann missbraucht, um Menschen zu unterdrücken oder sogar auszurotten. JEDE! Ich glaube sogar, dass der Mensch ein Zerstörungsgen hat, das eng mit irrationalen Denkkonstrukten verwoben ist.

Grundsätzlich gibt es nichts menschenverachtenderes als sogenannte Heilsbotschaften. Deshalb endet für mich die Religionsfreiheit in dem Augenblick, in dem eine Heilsbotschaft von ihren zuweilen gutgemeinten Anfängen zum Unterdrückungsinstrument mutiert. Was unweigerlich irgendwann geschieht. Dass immer ein paar gutwillige und nicht machtversessene Individuen mitmarschieren, ist klar, aber für eine grundsätzliche Exkulpierung mitnichten ausreichend.

Der Sündenfall fand beim Christentum zur Zeit der Kreuzzüge und Hexenverfolgungen statt und heute ist eben der Islam dran.

Deshalb vernichtet heute weder der Islam das Abendland noch der "Westen" die islamische Welt, sondern jeweils zwei Kampfmaschinen vernichten sich gegenseitig. Leider stehen ein paar Unschuldige auf ihrem Weg herum. Shit happens!

Kommentar von anni64 ,

Super beschrieben ,ein grosses Kompliment

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Okay, also zur Beantwortung meiner Frage ist deine Position, dass man alle Religionen und Weltanschauungen von Grund auf bekämpfen und verbieten sollte? Habe ich das richtig verstanden?

Kommentar von mychrissie ,

Wollte der Mensch das Böse bekämpfen, wäre das ein Kampf gegen sich selbst.

Kommentar von mychrissie ,

Ergänzung: Ein zusätzliches Problem ist, dass wir ja gar nicht endgültig definieren können, was gut und was böse ist.

Wir tun heute etwas, was gut erscheint, aber sich morgen als segensreich erweist. Dieser Segen jedoch zieht etwas nach sich, das böse ist. Und so weiter!

Ich hoffe, dass niemand diese Argumentation benutzt, um das Böse das er tut, als möglicherweise künftige Wohltat zu rechtfertigen.

Kommentar von mychrissie ,

Danke!

Antwort
von Baoshan, 39

Die Schule sollte, wie auch jede Uni, Wissen vermitteln. Religion ist aber keine Wissenschaft, sondern ein Glaube und hat somit zunächst mal nichts an einer Schule oder Uni verloren.

Es gab und gibt in der Menscheitsgeschichte natürlich eine Vielzahl von Religion, die auch Einfluss auf die Entwicklung der Menscheit hatte. Insofern wäre es falsch Relgion komplett zu aus Schulen oder der Uni verbannen.

Allerdings wird m.E zu wenig Wert auf die Entstehung und die Evolution von Religionen gelegt.

Auch (und gerade) der christliche Glaube ist ja nichts anderes, als die fortführung und Weiterentwicklung früherer Religionen. Insofern ist die Annahme, dass in der Bibel, dem Koran oder sonstwo irgeneine unerschütterliche Wahrheit steht ad absurdum geführt.

Da aber wohl eher vornehmlich religiöse Menschen "Religionswissenschaften" studieren sind diese nicht Objektiv und voreingenommen. Schlechte Voraussetzungen um sich Wissenschaftlich einem Thema zu nähern.

Wenn ich 100%ig Glaube, dass ein Apfel auf den Boden fällt, weil am anderen Ende der Erde jemand eine Schnur zieht bringt ein Physik Studium auch nichts mehr....

Antwort
von Dysthymiar, 75

Ich bin ebenfalls Lehramtsstudentin und würde mich an deiner Stelle als erstes mal im Lehrplan schlau machen, was dort verankert ist. Kann mir sehr gut vorstellen, dass von deinem oben genannten Problem absolut nichts in den Bildungsempfehlungen zu finden ist. Der Lehrplan sieht mit Sicherheit nicht vor, dass wissenschaftliche Erkenntnisse aufgrund dieser Einstellung negiert werden. 

Daraus könnte man den angesprochenen Kollegen, die Evolution so vehement und aggressiv ablehnen, sozusagen einen Strick drehen. Als Lehrer verpflichtet man sich, den Bildungsstandards zu folgen und seine eigenen Anschauungen nicht in den Unterricht einfließen zu lassen - die SchülerInnen zu beeinflussen ist also zu unterlassen und ein Zuwiderhandeln kann sicherlich auch in Disziplinarverfahren geahndet werden. 

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Da der entsprechende Dozent auch Dekan ist, konnte ich mich persönlich an keine höhere Instanz wenden, um mich zu beschweren. Ich wollte auch nicht einen totalen Konfrontationskurs ansteuern - du kennst es als Studentin sicher ebenfalls, dass man bei gewissen Leuten besser die Füße still hält.

Kommentar von Dysthymiar ,

Das stimmt, mein Kommentar war jetzt auch mehr auf die spätere Laufbahn als Lehrer bezogen. :)
In der Uni bist du weit mehr abhängig von der Gunst der Dozenten, absolut richtig... beim Dekan wäre ich ebenfalls sehr vorsichtig. 

Vielleicht wendest du dich mal an die Studienberatung und sprichst das Problem an? Insbesondere, dass eine Hausarbeit aufgrund persönlicher Einstellungen nicht angenommen wird, ist absolut unwissenschaftlich. Möglicherweise kannst du einen Zweitkorrektor oder sogar einen anderen Erstkorrektor beantragen, falls du bei deinem Dekan Befangenheit vermutest. Der FSR ist vielleicht auch eine geeignete Anlaufstelle, einfach mal um dich über Möglichkeiten bei Diskriminierung zu informieren.

Antwort
von Johannes49, 8

Ich kann dir dazu ein sicherlich sehr interessantes wenn auch sehr provokantes Buch empfehlen, es nennt sich "Keine Macht den Doofen" . Kostet nicht viel und ich würde dir raten es einfach mal blind zu kaufen, es ohne vorherige Info zu lesen und dich hiermit auseinanderzusetzen. LG

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Schule, 56

Ich dachte bisher, dass nur konservative evangelikale Kreise in Amerika diesem Unsinn anhängen.
Nein, solche Lehrer haben weder an der Uni noch an Schulen etwas verloren. Was sie privat glauben, ist ihre Sache.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Oh nein, es gibt sie schon lange auch in Deutschland. Und sie bekommen drastisch viel Zulauf, anders als die Landeskrichen, die mit den Kirchenaustritten zu kämpfen haben. Ein ehemals guter Freund von mir hat sich von dieser Ideologie Ködern lassen und ist jetzt Mitglied einer Freikürche, ich glaube bei den Charismatikern. Weil ich ihm riet, sich das Ganze gut zu überlegen, hat er den Kontakt zu mir abgebrochen.

Kommentar von adabei ,

Das macht mir Angst.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

... was der Grund für meine Frage war.

Antwort
von wolfram0815, 41

Das ist eine sehr gute Frage. Normal hören die Grundrechte in D dort auf, wo es die Freiheit eines anderen einschränkt. Aber das nutzt dir jetzt wenig.

Die Diskussion zwischen Glauben und Wissen(schaft) kann meiner Meinung meist nur zu Meinungsverschiedenheit führen(gelinde gesagt), denn hier vermischen sich Glauben und Wissen miteinander! Glaube hat ja nichts mit Wissen zu tun, sonder mit Überzeugung! Bei vielen ist diese Überzeugung sehr stark. Da kann man nicht mehr mit Tatsachen kommen.

Beispiel: Jehovas Zeugen waren neulich bei mir. Dabei hat mir einer das Könnigreich Gottes, das da kommen wird, verkündet. Er war so glücklich, ja sogar schon irgendwie euphorisch. Da fragte ich dann, wie lange es die Zeugen Jehovas denn schon gibt. Das haben sie mir auch erklärt. Bekam einen kleinen Vortrag, auf den sie sehr stolz waren. Auf jeden Fall gibt es die ZJ schon, seit es Jehova gibt! Da habe ich folgendermaßen geantwortet: "Also seit abertausenden von Jahren!" Sie nickten dabei sehr eifrig. Ich weiter: "Und seit abertausenden von Jahren warten die Zeugen Jehovas auf das Königreich Gottes, was so viele bisher nicht mehr erlebt haben". Darauf hin war des Gesicht des Euphorischen total versteinert! Er schlicht entsetzt! Dabei habe bin ich eigentlich nur dem Glauben mit Wissen begegnet.

Noch ein Beispiel: Der IS. Warum führt er Krieg gegen Andersgläubige? Weil schlicht die Argumente zur Überzeugung anderer ausgehen! Nichts anders!

Gewalt, ob verbal oder körperlich, wird immer nur dann eingesetzt, wenn die Argumente ausgehen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ist es dann nicht besser, mit aller gesetzlich verfügbaren Gewalt (der Staatsgewalt) gegen die vorzugehen, die andere aufrgund ihrer notwendig falschen Überzeugungen und Ideologien diskriminieren, verurteilen und offfen benachteiligen?

Kommentar von wolfram0815 ,

Ja natürlich! Und das darf allerdings nur vom Staate aus gehen!

Religionsfreiheit bedeutet für mich, dass ich nicht nur meine Religion so leben darf, wie ich das wünsche(ohne andere in ihrer Freiheit einzuschränken), sondern auch jede andere Religion, Glauben, Wissen und Lebenseinstellung komplett tolerieren muß! So zusagen leben und leben lassen. Kürzer: Toleranz!!

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ich finde, Toleranz ist sogar nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen muss auch das Wort Repekt stehen. Wenn ich selbst zwar nichts gegen die sage und tue, die einen anderen Glauben haben oder eben eine andere Geisteshaltung, dann aber sie gegenüber Dritten als bescheuert bezeichne und sie verurteile, und somit eine Front gegen sie aufbaue, ist das auch nicht besser - wie gesagt, leben und leben lassen. Doch denen, welche die Freiheit des anderen weder akzeptieren noch tolerieren noch repektieren wollen, gehört die Freiheit entzogen.

Kommentar von wolfram0815 ,

Stimmt. Respekt und Toeranz. Wer sich da nicht dran hällt, kann auch nicht Respekt und Toleranz von anderen Erwaten. Wie da der Rechtsstaat entscheiden würde, kann ich nicht sagen! 

Das andere in deiner Antwort ist schlicht Mobbing!

Antwort
von Knide, 82

Eigentlich sollte es doch im 21 Jhd möglich sein, dass sich Wissenschaft und Religion ergänzen...
Ich kann dir leider nicht weiterhelfen, habe in diese Richtung noch keine Erfahrung gesammelt.

LG Tobi

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Danke trotzdem für deine Zeit und Mühe, diese Antwort zu verfassen. :D

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