Frage von asdf1604, 79

Wo muss ich überall meine Arztrechnungen als Privatversicherter einreichen?

Beihilfestelle und Krankenkasse oder wie läuft das?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 11

Hallo asdf1604,

als privat Versicherter mit Beihilfeanspruch sendest du deine Arztrechnungen sowohl an die Beihilfestelle, als auch an deine private Krankenversicherung.

Klär am Besten vorher einmal ab, welche der beiden Stellen das Original benötigt und wer auch mit Kopien arbeiten kann.

Ich kenne Beihilfestellen, die ausdrücklich das Original fordern, anderen wiederum genügt eine Kopie. Das sollte aber das kleinste Problem sein. ;-)

Du bekommst dann einen Teil der Rechnungen von der Beihilfe bezahlt (zu deinem entsprechenden Beihilfesatz, z. B. 50% oder 70%) und den Rest von deiner privaten Krankenversicherung.

Bitte beachte, dass du sowohl von der Beihilfe, als auch von deiner PKV das Geld auf dein Konto erstattet bekommst. Falls du die Rechnungen nicht bereits per Vorkasse beglichen hast, musst du das Geld also noch an die jeweiligen Ärzte überweisen.

Sollte sich die Höhe deines Beihilfeanspruchs im Laufe deines Lebens ändern, teile dies bitte außerdem immer unverzüglich deiner PKV mit. Nur so ist gewährleistet, dass du immer richtig abgesichert bist (also insgesamt zu 100%) und keine Lücken im Versicherungsschutz entstehen.

Viele Grüße

Christina vom Barmenia-Team

Antwort
von thlu1, 20

Wenn du verbeamtet bist (wovon ich ausgehe, weil du von der Beihilfe sprichst) dann muss die Rechnung sowohl an die Krankenkasse, als auch an die Beihilfe, denn deine Krankenkasse deckt bis max 50% deiner Rechnungssumme ab.

Achtung, da du in beiden Fällen zusammen keine 100% erstattet bekommst (es sei denn du hast eine Restkostenversicherung), kannst du am Jahresende den nicht erstatteten Anteil steuerlich geltend machen, sofern die Summe 1% deines Jahresbruttogehalts übersteigt.

Antwort
von schleudermaxe, 43

Privat ist doch nicht Beihilfe und somit bei deiner Kasse, wo denn auch sonst?

Antwort
von rafaelmitoma, 41

du mußt 2 Kopien machen lassen, eine Kopie schickst du an die Beihilfe und eine an die private krankenkasse. dann bekommst du alles gleichzeitig ungefähr zurück.

Kommentar von Omikron6 ,

Die Krankenversicherung nimmt nur ORIGINALE an. Meine Beihilfestelle verlangt ausdrücklich nur Kopien (auch Fotokopien).

Kommentar von schleudermaxe ,

... seit wann ist das so?

Kommentar von Omikron6 ,

Ich bin seit 1975 Beamter und es ist immer so gewesen: Zuesrt Beilhilfestelle, dann Versicherung. Damal musste man noch die Originale bei der Beihilfestelle einreichen und bekam diese dann zurück. Die bei der Versicherung dann einzureichenden Originale verbleiben dort und werden nicht zurückgegeben. Aktuell verlangt die Beihilfestelle nur noch Fotokopien (erspart sich Verwaltungsaufwand für Beleg-Rücksendungen). Die zeitliche Reihenfolge (erst Beihilfe, dann Versicherung) hat sich aber beibehalten. Viele versicherungen bieten auch eine Beitragsrückgewähr an, wenn man keine Rechnungen einreicht  Das ist sinnvoll, wenn die Beitragsrückgewähr höher ist als die geltend zu machenden Arztkosten. Und ob das der fall ist, kann man erst nach Ablauf des Jahres feststellen. Darum beantrage ich weiterhin erst Beihilfe und ggf. später (wenn überhaupt) Versicherungsleistungen. 

Antwort
von peterobm, 57

du reichst die Rechnungen bei deiner privaten KK ein

Kommentar von asdf1604 ,

Dort bekomm ich aber nur 50% zurück.

Kommentar von peterobm ,

du hast eine Versicherungspolice, dort sollte alles weitere stehen. 50% erscheinen recht wenig

Kommentar von Omikron6 ,

Man ist nur für 50 % versichert, weil man bereits vorher eine Beihilfe (des Dienstherrn) in Höhe von 50 % der Arztrechnungen erhält.

Kommentar von schleudermaxe ,

... macht meine KV etwas falsch? Ich bekomme keine 50%.

Kommentar von schleudermaxe ,

.... wenn es denn so vereinbart wurde, richtig.

Kommentar von Omikron6 ,

Bei Beamten macht 50 % Sinn, weil die restlichen 50 % der Arztkosten die Beihilfestelle des Dienstherrn übernimmt!

Antwort
von Herpor, 18

Du holst dir von deiner Kasse (Internet) ein Formular und von deinem Arbeitgeber ebenso.

Dann füllst du beide aus und schickst sie ein.

Ich machd das so, dass ich sie abspeichere, nach und nach ausfülle, und wenn dann genug beisammen ist, drucke ich sie aus und schicke sie auf dem Posweg an meinen Arbeitgeber (Freistaat Bayern) und an meine Versicherung.

Antwort
von Omikron6, 54

Ich als Beamter reiche zuerst einen Beihilfeantrag bei meiner Beschäftigungsbehörde ein (Beihilfesatz 50 %). Danach mache ich die Rechnungen bei meiner privaten Krankenversicherung geltend (Versicherungsschutz die restlichen 50 %). Die Originalrechnungen verbleiben bei der Krankenversicherung.

Kommentar von asdf1604 ,

Gibt es irgendeine Frist, bis wann man die Rechnung bei der Krankenkasse eingereicht haben muss?

Kommentar von Omikron6 ,

Für diese Frage habe ich mich nie interessiert; dürfe sich aber aus den AGB der Versicherung ergeben. Bei größeren Beträgen reiche ich Rechnungen sowieso zeitnah ein. Ansonsten bei mir gesammelt einmalig nach Ablauf des Jahres. Da ich ja Geld haben will, warte ich ja nicht bis in alle Ewigkeit.

Kommentar von schleudermaxe ,

... aber danach wird doch gar nicht gefragt.

Kommentar von Omikron6 ,

Die Frage war doch: "Gibt es irgendeine Frist, bis wann man die Rechnung bei der Krankenkasse eingereicht haben muss?"

Kommentar von schleudermaxe ,

... Beamter, Beihilfe,

Laut Frage keine Beihilfe, privatversichert.

Kommentar von peterobm ,

Privatversichert schon aber die 50% geben den Hinweis auf Beamter damit die anderen 50% von der Beihilfe.

Kommentar von asdf1604 ,

Ich bin Beamter auf Widerruf, falls das gewusst werden will. :D

Kommentar von Omikron6 ,

Ob auf Widerruf, Probe oder Lebenszeit... einerlei...  es besteht ein Beihilfeanspruch

Antwort
von Schmackofax, 35

Zuerst an die Kasse und danach an die Beihilfestelle.

Kommentar von Omikron6 ,

Umgekehrt!

Kommentar von schleudermaxe ,

... aber danach wird doch gar nicht gefragt.

Kommentar von Omikron6 ,

Natatürlich nicht!!! Denn mein Kommentar bezieht sich doch auf die Antwort von Schmackofax!

Kommentar von basiswissen ,

Gleichzeitig an BEIDE!

Antwort
von Griesuh, 21

Bist du in der PKV versichert und hast noch eine Beihilfe, so sind die Rechnungen bei beiden Stellen einzureichen.

Wenn alles gut läuft bekommst du 50:50 von beiden.

Antwort
von basiswissen, 13

Les doch mal hier nach: https://info-beihilfe.de/beihilfeantrag/

Da gibt es sogar einen Ratgeber zum beantragen der Beihilfe.
(Einmal Google nutzen....)

Viel Erfolg.

Kommentar von asdf1604 ,

Geld von der Beihilfe habe ich schon bekommen, nur wurde mir nie gesagt wie ich die anderen 50% zurückbekomme.

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