Wo müssen Pferd&Reiter gehen,wenn sie sich nicht auf den Reitweg befinden-Fussweg oder Strasse?

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7 Antworten

http://www.pferd-aktuell.de/breitensport/ausreiten-und--fahren/vorschriften-fuer-das-ausreiten-und--fahren/bundesrecht/bundesrecht

Grundsätzlich sind auch Reiter dazu verpflichtet die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu entfernen. Dies ist sogar gesetzlich geregelt.

guck mal hier (gefunden auf schadenfixblog):

Bundeseinheitlich gilt § 32 StVO (Straßenverkehrsordnung). Dieser
besagt, dass auf öffentlichen Straßen Verschmutzungen verboten und zu
beseitigen (wenn zumutbar) bzw. kenntlich zu machen sind, wenn sie eine
Gefährdung oder Erschwerung des Verkehrs bewirken.

Nach einer Verwaltungsvorschrift hierzu gilt dies insbesondere auch für Viehkot.

Eine solche Gefährdung oder Erschwerung ist bei Tierkot gegeben, denn
insbesondere bei Nässe kann sich ein rutschiger Schmierfilm bilden.

Muss der Kot entfernt werden, geschieht dies grundsätzlich auf Kosten des Verantwortlichen.

Geringfügige Behinderungen bleiben allerdings außer Betracht. Es
kommt also auf die Größe des Haufens (Verschmutzungsausmaß) und seine
Lage (Position, Bedeutung, Nutzung der Straße) an.

Eine konkrete Erschwerung bzw. Gefährdung des Verkehrs ist aber nicht erforderlich.

Das OLG Köln hat beispielsweise Kuhmist als Gegenstände i.S.d. § 32
StVO definiert und so den Weg frei gemacht für die Frage der Gefährdung
oder Erschwerung des Verkehrs.

Ein Verstoß gegen § 32 StVO stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Kommt
es aufgrund der Verschmutzung zu Unfällen kommen zivilrechtliche
Ansprüche der Geschädigten gegen den Verantwortlichen dazu.

Der Reiter kann zwar die Ausscheidung nicht verhindern, seiner
Beseitigungspflicht tut dies allerdings keinen Abbruch. Das Gesetz
verlangt nicht eine sofortige sondern eine unverzügliche Beseitigung, so
dass der Reiter zum Stall zurück reiten kann, um dann mit geeignetem
Werkzeug dem Haufen zu Leibe zu rücken.

Diese Reinigungspflicht entfällt nur bei Feldwegen oder Privatwegen.

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ein pferd gilt als einspuriges kraftfahrzeug. also auf der strasse. dort aber auch nur, wenn es von einem fähigen menschen begleitet wird, und verkehrssicher ist.
auf fusswegen darf ein pferd nur gehen, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt und die gefahr von leib und leben des pferdes sowie der führers grösser ist, als die gefahr der verschmutzung von öffentlichem raum. ps:sport wird nicht versteuert...

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theoretisch und rein rechtlich nauf der Straße rechts, aber im Notfalls, also bei Gefahr, gilt §1 der StVO und man darf den Fuß- oder Radweg nutzen muß aber, vor allem in geschlossenen Ortschaften, den Mist entfernen. Wir haben immer ne große Tüte mit, wenn wir Eis essen reiten.... wogegen wir aber wenn irgend möglich den grünen Seitenstreifen zum Reiten nutzen und damit auch keine duftenden Probleme haben

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Wer wo laufen muss, sollte geregelt sein, wo Kinder mit Pferden zu laufen haben, sollte auch klar sein. Das ist Bürgerwissen.

Grundsätzlich gilt: Ein Reitbetrieb in einer Wohngemeinde, sollte schon aus Gründen des Anstands sein Umfeld sauber halten, dazu gehören alle Straßen und Wege die durch seine Kunden genutzt werden. Beschwerden dann dort platzieren und nicht Bellen, das bringt gar nix.

Das Rechtliche ist ja bereits niedergeschrieben worden, dennoch gilt bei aller Rechtsstaatlichkeit: Jeder der sich in Landwirtschaftlich geprägten Regionen aufhält, hat mit den Hinterlassenschaften von Vieh zu rechnen.

Nochmals zur Pferdesteuer für die nicht Ausgeschlafenen. Diese wurde bereits verabschiedet. Es liegt jetzt an den Gemeinden sie zu erheben. Gibt es also Wünsche seitens der benachteiligten Hundebesitzer, dann diese bitte an den jeweiligen Gemeindevorstand richten und nicht an GF.

Ich habe aber noch eine Bitte, ich hätte ein verwahrlostes Pferd und suche ein Obdach. Kannst Du mir bitte ein Tierheim nennen, wo ich das abgeben kann? Unsere Tierheime nehmen nur Hunde und Katzen. Ich rege mich nämlich tierisch darüber auf.

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Rein rechtlich gesehen müssen Reiter am rechten Rand der Straße reiten, allerdings ist es meist viel sicherer, den Fußweg zu benutzen. Ein Mensch, der ein Pferd führt, aber nicht reitet, muss dagegen den Fußweg benutzen. Übrigens sind Pferdeäpfel ein hervorragender Dünger. Und Reiter müssen in einigen Bundesländern eine Reitplakette haben auf Ausritten, die natürlich etwas kostet, und einige Gemeinden haben auch (leider) schon eine Pferdesteuer erhoben.

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Auf der Fahrbahn.

S. §28 StVO:

(2) Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen. [...]

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