Hallo! Ich werde zunehmend weitsichtiger und wollte ich mal wissen, ob es ausreicht zum Optiker zu gehen oder doch lieber zum Augenarzt. Was meint ihr? Und...wo liegt der Unterschied bei der Augenuntersuchung?

augenarzt ist ein arzt und ein optiker ist ein handwerker.
gehe am besten zum arzt, wenn du eine brille brauchst, musst du danach sowieso zum optiker :)
Der Augenarzt kann und darf tiefgreifendere medizinische Untersuchungen am Auge durchführen (zB Augeninnendruck messen) während ein Optiker zB für die Korrektur der Sehkraft mittels Sehhilfe zuständig ist. Optiker bieten aber im Großteil die gleichen Dienstleistungen an wie Augenärzte (zB Sehtest).
der Arzt kann auch sofort eingreifen, wenn was gravierendes am Auge nicht ok ist, oder dich sofort zu weitern Spezialisten schicken.
Du kannst auch einfach nur zum Optiker gehen. Das habe ich auch gemacht.
Die messen genau nach, was für eine Brille Du brauchst. Sie werden auch mit einer Bescheinigung vom Arzt noch mal nachmessen. Und Du kannst dann dort direkt die Brille bestellen, wenn Du eine brauchst.
Der Arzt hat oft lange Wartezeiten (wollte ich damals auch nicht in Kauf nehmen). Das ist dann schon mal ein echter Nachteil.
Ein Arzt ist aber dann sinnvoll, wenn Du noch andere Beschwerden hast. Oder wenn Deine Weitsichtigkeit nicht einfach nur altersbedingt ist. Der Optiker wird Dich aber auch darauf hinweisen, wenn er Anzeichen sieht. Ein Optiker ist eben nicht nur einfach ein Verkäufer. (Deshalb würde ich auch immer in ein kleineres Fachgeschäft gehen, nicht unbedingt zu einer Kette.)
Ich kann Dir nur zustimmen. Bei meinem Optiker werde ich wesentlich gründlicher untersucht als in der Arztpraxis (Massenabfertigung).

ein gewaltiger.Haben nichts miteinander zu tun.Ärzte sind Ärzte und Optiker Handwerker,sie haben nicht 6 Jahre studiert und können nicht operieren.
Bei (Alters-)Weitsichtigkeit ist im Allgemeinen auch keine OP erforderlich.

Augenarzt:
Es geht um das Organ Auge,alles mögliche Drum und Dran,nerven etc.
Optiker:
Sehprobleme
Übertrieben gesagt ist das ähnlich wie Architekt und Maurer

Du solltest zu erst bei einem Augenarzt anrufen und nachfragen was bei einer Erstuntersuchung in deinem Alter gemacht wird und für was du extra zahlst. Dann kannst du entscheiden, ob es sinnvoll ist zum Arzt zu gehen. Die Altersweitischtigkeit ist ein lästiger, aber natürlicher Vorgang, nichts schlimmes. Und, wenn es um den reinen Sehtest geht, bitte immer zum Optiker. Ein Optiker ist immer ausführlich, weil seine Brille schließlich richtig sein muss, sonst bleibt er auf den Kosten der falschen Gläser sitzen. Den Arzt juckt das nicht, ihn kann man nicht wegen einer falschen Refraktion belangen. Viele Ärzte schicken dich gleich wieder weg, weil sie keine Zeit für einen Sehtest haben und zu wenig Geld abrechnen können. Schilderst du einem Optiker spezielle Sehprobleme, kann er dir sagen was es evtl. sein könnte und wird dich zum Arzt schicken. Bei Komplikationen mit Kontaktlinsen, untersucht er dein Auge unter einer Spaltlampe mit mehrfach Vergrößerung und kann dort Schäden, Probleme etc. feststellen, entdeckt er dort etwas seltsames, wird er dich wiederum zum Arzt schicken. Ein Optiker ist Handwerker ja, er ist aber auch Verkäufer, Berater und Ansprechpartner in Gesundheitsfragen rund ums Auge.
Monokel am 20. Oktober 2009 20:04 Danke für das "Geraderücken" des anscheinend etwas schiefen Weltbildes einiger "Beantworter" über den Beruf des Augenoptikers.

Moin...Ich als Augenoptikermeister (3 Jahre Ausbildung zum Gesellen, 3 weitere Jahre berufsbegleitend zum Augenoptikermeister) sag mal so:
Der Arzt ist für den medizinischen / diagnostischen Bereich zuständig. Da eine Fehlsichtigkeit keine Krankheit ist, sollte eine Refraktion (Augenglasbestimmung) durch einen Augenoptiker durchgeführt werden. Er wird sich mit Sicherheit mehr Zeit nehmen und, wie @SchwarzeBlume schon sagte, muß er für die von ihm angfertigte Brille geradestehen.
optiker verkauft doch brillen oder? ein arzt eigentlich nicht.. der stellt nur fest.
Geh zumindest bei der ersten Untersuchung zum Augenarzt. Der Augenarzt überprüft nicht nur die Sehstärke, sondern auch, ob sonst Alles in Ordnung ist. Ich lasse meine Augen alle zwei Jahre durch einen Arzt überprüfen.
Der Optiker kann und darf nur die Sehstärke feststellen.
Monokel am 20. Oktober 2009 19:59 Naja, das kann ich als selbständiger Augenoptikermeister so nicht stehen lassen. Wir "dürfen" auch den Augeninnendruck messen und den vorderen Augenabschnitt untersuchen. Sollten wir dann Unregelmäßigkeiten feststellen, werden wir mit Sicherheit den Rat geben, einen Augenarzt aufzusuchen. Was wir nicht "dürfen": Diagnosen stellen.
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Danke Dir dafür.
Meine Worte bezogen sich auf die Aussage eines Optikers. Allerdings ist mir nicht bekannt, ob er Meister war. Kann es denn sein, dass es unterschiedlich gehändelt wird?

Ich würde schon zum Augenarzt, weil der Optiker misst keinen Augendruck, und diese Untersuchtung, wo das Sehfeld getestet wird, mach er auch nicht.

Würde zuerst einmal zum Augenarzt gehen um die Ursache der Weitsichtigkeit feststellen zu lassen und danach zum Optiker um den Grad der Weitsichtigkeit heraus zu finden und dann die passende Brille zu kaufen. Keine Angst, Weitsichtigkeit ist nicht schlimm. Durchsichtigkeit ist da wesentlich tragischer
Ab einem bestimmten Alter braucht man nicht unbedingt einen Augenarzt, um die Ursache der Weitsichtigkeit festzustellen...
Der Unterschied liegt in der Ausbildung. Ein Arzt hat Medizin studiert(ca 6 Jahre) und ein Optiker macht halt eine Ausbildung (3 Jahre). Der eine untersucht einen Patienten kann behandeln und terapieren und der Andere verkauft Brillen.
Der Optiker kann noch eine ganze Menge mehr als "nur" Brillen verkaufen...
Ja ich weiß der kann auch Kontaktlinsen verkaufen.
Monokel am 20. Oktober 2009 20:01 Ausbildung zum Optiker...ok. Wie sieht es dann weiter mit der Meisterausbildung aus? Bitte den Beruf des Augenoptikers nicht so abwerten!

Wenn es nicht nur um nen kurzen "Sehtest" geht, ab zum Augenarzt, der ist bedeutend gründlicher, ist ja nunmal sein Job, hat einige Jahre seines Lebens dafür geopfert, um sich Fachkenntnisse anzugeignen, das kann ein "Brillenmacher" niemals ersetzen.
SchwarzeBlume am 20. Oktober 2009 18:02 Leider ist er nicht gründlicher....das wird mir fast täglich bestätigt.
Daumen hoch! Trifft's sehr gut!
Ich habe vor zwei Jahren einen Termin beim Arzt haben wollen, weil ich auch dachte, daß das die richtige Reihenfolge sei. Daraufhin haben die mir gesagt, ich solle mal direkt zum Optiker gehen.
Der Optiker verkauft Dir keine Brille, wenn Du (noch) keine brauchst.