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Wo liegt der Unterschied zwischen einem "richtigen Dirndl" und einem "Preußen-Dirndl&quot

gefragt von Schubine am 27.05.2007 um 12:50 Uhr

Ich lebe schon eine ganze Weile in Bayern, aber ich weiß den Unterschied noch immer nicht. Gibt es eine bestimmte Miederform oder sind es die Farben, auch die Rocklänge hat glaube ich einen nicht unwesentlichen Einfluß. Wer kann mir helfen, denn in den meisten Geschäften wollen sie hauptsächlich verkaufen!


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waterlilies
beantwortet von waterlilies am 28. Mai 2007 20:12
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Also puh Respekt, occident, das war ausführlich! Als gelegentliche Trachtenträgerin kann ich nur sagen DAS Dirndl gibt es einfach nicht. Wenn du gerne eines möchtest, welches relativ "richtig" ist müsstest du dich schon an den örtlichen Trachtenverein wenden. Nicht original ist alles was kurz und schrill ist. Ausserdem diese Karoffelsack-Dirndl, aus Rupfen hat man früher keine Kleider gemacht schüttel. Dirndl mit Reißverschluss sind auch bäh! Die Wichtigkeit der Schürze und des Schleiferls wurden schon erwähnt. Such dir ein richtig gutes Geschäft, so ein Dirndl ist nicht ganz billig, aber das hält (wenn die Figur hält!) ewig und kommt nicht aus der Mode. Besonders etwas fülligeren Frauen steht diese "Tracht" ausgezeichnet.


anonym
beantwortet von occident am 27. Mai 2007 17:09
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Ganz so einfach ist es wirklich nicht, weil sich aus der ursprünglichen Bauerntracht vielerlei modische Varianten entwickelt haben. So wie du das selbst auch schon festgestellt hast. Vielleicht kann dir diese Geschichte des Dindls in der Beurteilung helfen. Vorsicht langer Text! ;-)

Das Dirndl als Teil der österreichisch-bayrischen Tracht ist um 1870 entstanden und ging in den 1930er-Jahren als modische Novität um die Welt Das Dirndl(kleid), von mhd. "dierne", "junge Frau", bayrisch-österreichisch "junges Mädchen", ursprünglich Arbeitsgewand des weiblichen Gesindes, bezeichnet ein Trachtenkleid, das aus der bäuerlichen Kleidung in Österreich und Bayern um 1870 herum entstanden ist. Zur Tracht wiederum gehört all das, was getragen wurde (ahd. "drahta", mhd. "trahte", Wortgruppe "tragen"). Kostümgeschichtlich wird zwischen Standestracht als einheitlicher Kleidung einer Gruppe - BäuerInnen, JägerInnen etc. - und Modetracht unterschieden. Im Zuge der Trachtenerneuerung sind dann Volkstrachten aufgekommen, die als nationale bzw. patriotische Bekenntnisse aufzufassen sind und zumeist auf die bäuerliche Tracht zurück gehen. Leib, Rock, Bluse und Schürze Das Dirndl setzt sich zusammen aus Leibl, Rock, Bluse und Schürze, wobei bei ersterem grundsätzlich zwei Varianten bestehen: Entweder hat es im Rücken ein gefaltetes kleines Schößchen oder ein im Vorderteil geschnürtes Mieder. Der Rock wird ebenso wie das Leibchen aus buntgewebten bzw. bedruckten - oftmals Blaudruckware - Baumwollstoffen gefertigt und weist in der Taille sogenannte "Stäbchenfalten" (parallel gereihte Zugfalten) auf. Die Bluse, zumeist aus weißem Batist, ist am Dekolleté gesmokt oder bestickt, beispielsweise mit den Initialen der Trägerin, und hat desöfteren Puffärmel. Die Schürze kann je nach lokaler Tracht beinahe jede Farbe aufweisen, ist aber in den Originalen zumeist einfärbig, selten mit zarten Blumen- oder Rankenmuster versehen. Symbolik der Schleife Angeblich symbolisiert die Schleife, mit der die Schürze gebunden ist, den ehelichen Status der Trägerin: Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der rechten Seite, so signalisiert sie, dass sie verheiratet ist. Eine Schleife auf der linken Seite bedeutet, dass die Trägerin noch ledig ist. Da in der Zeit, aus der die Schleifenvarianten kommen, unverheiratet in aller Regel gleichbedeutend mit Jungfräulichkeit war, gibt es auch nur diese beiden. Andere Ideen - rechts bedeute Freund haben oder mittig bedeute Jungfrau - sind heutige Mode. Modische Varianten Etwa um das Jahr 1900 wurde das bäuerliche Dirndlkleid für den Provinzaufenthalt der Städterin modern. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen neben den Baumwoll-Dirndln aus Wolle gestrickte Dirndlkleider auf. Lokal begrenzt blieb es dennoch. Das änderte sich erst in den 1930er-Jahren, als die Operette "Im weißen Rössl" Weltruhm erreichte und das Dirndl als Modehit entdeckt wurde. Besonders in den USA erfreute es sich höchster Beliebtheit. Daraus folgte, dass auch für das modische Sommerkleid Trachtenelemente übernommen wurden. Sogar die weißen Puffärmel, die Schnürmieder und Schürzen fanden Eingang. Für das Winterdirndl verwendete man nun Flanellstoffe in den Farben Lodengrün und Dunkelblau und stattete es mit Details der bäuerlichen Arbeitstracht aus. Eine reine Modesache und daher relativ neu ist das Abenddirndl, wofür Materialien wie Brokat und Damassé verwendet werden. In den letzten Jahrzehnten erfuhr das Dirndl zahlreiche modische Variationen, was sich auch auf die Länge des Saumes auswirkt, die jener der aktuellen Kleiderlänge angepasst wird. (dabu)

Quelle: standard.at


anonym
beantwortet von cathywedel am 18. Dezember 2007 18:09
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ein richtiges Dirndl is ein Gewand, ein preussisches Dirndl, des is n weibsbild


animantis
beantwortet von animantis am 7. Januar 2008 22:09
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Bin in Bayern groß geworden, mein Bruder lebt in Neuburg an der Donau und ich seit nunmehr 25 Jahren in Berlin. Meine vage Vermutung: Es kommt drauf an, wer drin steckt Anders ausgedrückt: Aus einer "Preißndirn" kann kein echtes Bayerndirndl werden :-)


anonym
beantwortet von gh112 am 1. Februar 2008 09:16
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Das Wichtigste ist sicherlich, wer das "Dirndl" trägt!

Der Inhalt ist wichtig, nicht das Etikett.


anonym
beantwortet von Eddy21 am 5. Januar 2008 11:12
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Bei den bayrischen Dirndl sind die Busen-Körbchen stärker ausgeprägt !


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