Frage von Lavendelauge, 57

Wo liegt der Denkfehler?

Hallo:) Wir haben in Chemie ein Arbeitsblatt bekommen, als ich krank war(Thema Ionenverbindungen). Ich bin grade dabei es nachzuarbeiten, aber bin bei einer Aufgabe hängengeblieben. Bei der Aufgabe ist uns die Verhältnisformel der miteinander reagierenden Atome angegeben und ob die dabei entstehenden Ionen positiv oder negativ geladen sind. Wir sollen lediglich angeben, ob die entstandenen Ionen einfach oder mehrfach positiv/negativ geladen sind(wir dürfen das PSE als Hilfsmittel benutzen). Bisher habe ich die Aufgabe auch gut lösen können, aber an dem Aufgabenteil f bin Ich hängen geblieben.

Wir sollten dort die Ionenladung der Verbindung von Eisenchlorid angeben. Das Eisenion ist hierbei positiv, das Chlorion negativ geladen. Die Verhältnisformel ist Fe1CL3 (Ein Eisenatom reagiert mit drei Chloratomen). Ich verstehe aber nicht ganz wie das funktionieren soll? Das Eisenion ist ja positiv geladen, heisst das Atom gibt Elektronen ab. Es kann acht Elektronen abgeben, soweit ich das verstanden habe(auf die Nebengruppen sind wir bisher kaum eingegengen).Das Chlorion ist negativ geladen, das Atom nimmt also Elektronen auf. Es kann jeweils nur ein Elektron aufnehmen.

Vereinfacht gesagt sollen also acht abgespaltene Elektronen auf drei Chloratome, die aber je nur ein Elektron aufnehmen können.Das funktioniert ja aber nicht.Folglich habe ich irgendwo einen Denkfehler gemacht. Könnte mir evtl jmd weiterhelfen? Wäre sehr dankbar :)

Glg Lavendelauge

Antwort
von ThomasJNewton, 33

Die Nebengruppenmetalle sind schon ein bisschen anders.

Vor allem können sie in verschiedenen OZ vorkommen, und vielfach tun sie das sogar unter recht normalen Bediingungen, also nicht nur im Labor, auch in der Natur.

Was man sich noch merken kann, ist vielleicht das Maximum, denn die höchstmöglich OZ steigt zunächst wie erwartet an, sinkt dann aber wieder, bis sie beim Zink, Cadmium und Quecksilber bei +II ankommt.

Das Maximum liegt je nach Reihe in der

  1. beim Mangan mit +VII
  2. beim Ruthenium mit +VIII
  3. beim Iridium mit +IX

Eisen hat als Maximum +VI, in den Ferraten(VI). Die lassen sich sogar im Haushalt herstellen. Einfach Eisenblech in konz. Natronlauge=Rohrfrei elektrolysieren, wird dann purpur, das ist Na₂FeO₄.
Ansonsten lernt man das halt mit der Zeit. Fe tritt "gerne" als Fe(II) und Fe(III) auf, Chrom als Cr(III) und Cr(VI).

Und für die Mühe entschädigen die Nebengruppenverbindungen mit ihrer Farbenpracht. Schon daran erkannt man als Fachmann, welches Metall in welcher Stufe vorliegt. Ferkelrosa ist Mn(II).

Antwort
von Bevarian, 30

Mit den Nebengruppenelementen ist das nicht mehr ganz so einfach - da funktionieren die von Dir gelernten Regeln nicht mehr so richtig. Geh' einfach von dem vorgegebenen Atomverhältnis aus, sodaß das Eisen den Chlors je ein Elektron spendiert.

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