Frage von questionfairy, 18

Wo liegt das Problem mit dem Plastikmüll?

Hallo :) Ich benötige ein Meinungsbild zum Brainstormen für ein Projekt bezüglich Plastikmüll. Dabei stoße ich immer wieder auf dieselbe Frage: warum benutzen so viele Menschen Plastik und können oder möchten darauf nicht verzichten, oder vielleicht würdet ihr gerne darauf verzichten aber wisst nicht wie? Was könnte da helfen?

Gerade bei Jugendlichen habe ich oft das Gefühl, dass es ihnen einfach egal ist, dass fast alles aus Plastik besteht.

Egal ob ihr nur aus PET-Flaschen trinkt oder sogar eure Zahnbürste aus Bambus besteht – habt ihr Ideen und Meinungen?

Antwort
von ulrich1919, 8

1) Sehr oft werden die Konsumenten dazu ,,gezwungen" Plastik zu verwenden. (Gibt s für Private noch Colaflaschen aus Glas?)

2) Plastik hat kurzfristig viele Vorteile. Es ist leicht, billig, rostet nicht, einfach zu verarbeiten und gegen allerlei Chemikalien beständig. Jedes andere Konstruktionsmaterial hat -kurzfristig- nicht alle diese Vorteile.

3) Längerfristig hat Plastik viele Nachteile: Es behält die Form nicht; ist brennbar, enthält manchmal schädliche Chemikalien (Chlor; Weichmacher) und verseucht die Umwelt, wenn es nicht sachgerecht entsorgt wird.

4) Das grösste Umweltproblem ist Kunststoff, der mit dem Wasser ins Meer eingeleitet wird; dort langsam in kleine Partikel zerfällt und von Meerestiere gefressen wird, die darauf elendlich umkommen.

5) Die Lösung ist einerseits Vermeidung von Plastik wo es gleichwertige andere Materialien gibt und andererseits ein Pfandgeld auf Wegwerfgegenstände aus Plastik (Flaschen, Säcken, Ballone) damit diese nicht in die Umwelt landen.

6) Technisch gesehen muss es bezahlbare Verfahren geben, um die Kunststoffe stofflich zu wiederverwenden oder zu verwerten.

7) Es braucht ein Verbot von unsinnigen Plastikanwendungen, wie Plastikpartikel in Zahnpasta als Scheuermittel.

Antwort
von kurdischgirl18, 3

Selbst wenn wir kein Plastik benutzen wollen müssen wir es. Uns wird gar keine Alternative geboten, darauf zu verzichten.
In den Geschäften sind 90% der Ware in Plastik verpackt. Außer vielleicht das Gemüse oder an der Frischetheke.

Es gibt so Geschäfte wo man seinen eigenen Behälter mitbringen kann und das gebrauchte in diesen eigenen Behältern transportieren kann.
Ich finde das ist schon ein guter Anfang nur, da der mensch von Natur aus bequem und faul ist ,wird er so weiter machen wie bisher.

Ich arbeite im Verkauf. Wir verkaufen nur noch Baumwolltaschen. Jedes mal wenn ein Kunde nach einer Plastiktüte fragt und ich sage "Wir verkaufen nur noch Baumwolltaschen für 1€" heißt "Och neeee davon habe ich genug zuhause das ist mir dann dich zu teuer".

Solch Leute interessiert es nicht warum wir keine Plastiktüten verkaufen. Die Umwelt interessiert die nicht. Den Geiz und Faulheit regiert die Menschen.
:)

Antwort
von abibremer, 3

Ich habe IMMER das Problem, mich beim Einkaufen NICHT unflätig gegenüber den ganzen Hornochsen-und -kühen aufzuführen, die schon ganz automatisch unter das Kassenband greifen, um sich gleich MEHRERE Plastitiktüten zu greifen und dann zu bezahlen (die Dinger gibt es ja nicht umsonst) Offenbar kommt der Einkaufswunsch GRUNDSÄTZLICH SO überraschend, dass man keinen Korb oder keine Tasche von zu Hause mitbringen konnte.


Antwort
von Seefuchs, 2

Kunststoff ist überlegen. Es gibt keinen Stoff der für diese Anwendungen besser ist als Kunststoff.

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