Ich habe eine ziemlich deftige Beziehung hinter mir. Mit Agressionen(tobende Eifersucht, Macho-Ausbrueche, besitzergreifendes Verhalten), physischer Gewalt, Demuetigung und Machtspielen seitens meines Ex-Partners... Wieso in gottes Namen ist es nur so schwer die Gefuehle loszulassen, auch wenn mein Verstand haargenau weiss, dass dieser Typ einen Vollknall hat? Kann ich es nicht wahrnehmen? Vielleicht weil ich nicht annehmen kann, dass MIR so etwas passiert?

Hier ist ein recht gutes Forum für Deinen Meinungsaustausch: http://www.planet-liebe.de/vbb/index.php

Vielleicht, weil dir deine eigenen Grenzen noch nicht ganz klar sind?
Ja, die Grenzen waren mit Sonnenklar - Bis mir dieser Mann ueber den Weg gelaufen ist... Das ist ja das verrueckte...Das ganze Affentheater passt gar nicht zu mir! Und doch bin ich mittendrinn (gewesen)....

An seinem Schicksal hat man immer etwas zu lernen, kann auch nur eine Banalität sein, solange Du das, was Du zu lernen hast, nicht erkannt hast, wird Dir so etwas immer wieder passieren. Vielleicht nicht genau das Selbe, jedoch auf jeden Fall wieder mit Unannehmlichkeiten verbunden! Also gehe in Dich und versuche zu erkennen, was es ist! Viel Erfolg! lg tippse
Noona am 6. Mai 2008 09:10 Suuuuper Antwort Frl. Kunterbunt :-))))))))))))))

Es gibt einen Spruch der geht ungefähr so: "Man kann Dir nur soviel antun, was Du auch bereit bist zu zulassen". Denke mal darüber nach. Auch wenn es hart für Dich ist, sei froh, den Partner los zu sein. Viel Glück für Deine Zukunft!
Ich empfehle Dir das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood. In dem Buch werden genau diese Beziehungs-Muster beschrieben, von denen Du sprichst. Das Buch liefert auch Gründe für so ein Verhalten. Ich kann Dir jetzt natürlich nicht das ganze Buch wiedergeben, aber in Kurzform ungefähr so: Die Frau sucht sich immer wieder die falschen Männer - Männer, die ihr nicht gut tun - weil sie damit etwas aus der Kindheit verarbeiten will, zum Beispiel die schlechte Behandlung ihres Vaters. Nun will sie den schlechten Mann sozusagen als Stellvertreter für den Vater dazu bekommen, "gut" zu ihr zu sein. Dies versucht sie immer wieder - auch wenn sie keinen Erfolg hat, kann sie es nicht lassen, weil sie ja immer die Hoffnung hat, dass mit dem schlechten Mann auch ihr "damaliger Vater" sich ändert. Ein hoffnungsloses Unterfangen, da man die Vergangenheit nicht ändern kann.
KleineFrage am 18. März 2008 15:54 Manchmal kann sowas ja stimmen aber wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht an sowas... ich habe mir ständig die "flaschen" Männer ausgesucht und wurde teilweise echt übel behandelt. Aber meine Eltern, spezifisch mein Vater hat damit ganz sicher nichts zu tun, denn ich hatte eine sehr schöne Kindheit... Ich verstehe zwar, dass du nur ein Beispiel genannt hast aber dennoch finde ich solche Vermutungen, wie sie der Autor wohl dargibt, sehr gefährlich.
Wolpertinger am 18. März 2008 15:56 Ja das kann ein Grund sein. Gibt aber auch noch sehr viele andere Erklärungsmuster. Unter Umständen einfach mal eine Kurztherapie machen.
Vielen Dank fuer den tollen Hinweis... Vielleicht hat es im "versteckten" mehr mit dem Thema zu tun, als mir effektiv bewusst ist... Ich habe meinen Vater nicht wirklich gekannt, bzw haben wir nie im selben Haushalt gelebt...Ich werde das Buch lesen. Schon bestellt. Bestimmt hat es auch Antworten fuer meine Muster darin...Herzlichen Dank fuer die Antwort.

Liebe darf auf Dauer nicht einseitig sein. Sie ist die höchste Form der gegenseitigen Wertschätzung. Bringt er Dir die entgegen? Ja, dann sollte er sich entsprechend benehmen, nein, dann ist das wohl die Grenze der Liebe, nach der du fragst.
Raimund1 am 19. März 2008 10:07 Chuck Spezzano hat ein schönes Buch dazu geschrieben: Wenn es weh tut, ist es nicht Liebe
Leider (oder zum Glück) ist es so, dass der Mensch, in den wir uns verlieben oft in der Lage ist uns besonders glücklich zu machen - aber ebenso auch besonders unglücklich. Es ist lediglich die Kehrseite ein und derselben Medallie die wir mit der rosa Brille anfangs nur nicht gesehen haben.
Interessant ist daran nur die Frage, warum wir an jemanden geraten, der diese bestimmten Eingeschaften hat(te). Oft sind dafür Erfahrungen aus der Kindheit die Ursache. Dort haben wir normalerweise gelernt, wie Partnerschaft und der Umgang mit Gefühlen funktionierte (oder auch nicht).
Luise am 11. April 2008 03:57 Sehr gute und tiefe Einsichten. Danke Dir. DH
Ich habe eine ähnliche Beziehung hinter mir, wurde 5 Jahre lang nur belogen und betrogen; Liebe macht bekanntlicherweise Blind leider man hat einfach nur Angst vor dem Alleinsein, aber man sollte einen Schlussstrich ziehen, sonst geht man daran zugrunde!
Ich glaub es währe für dich besser was liebe betrifft dich neu zu orientieren. Einfach offen durchs Leben gehen.

Ich glaube, dass man seine Grenzen erst nach und nach kennen lernt... das funktioniert allein durch Erfahrungen. Die Beziehung zwischen mir und meinem Freund war das erste Jahr ziemlich genauso, wie das, was ich deiner Schilderung entnehmen kann. Allerdings haben wir gelernt, bestimmte Sachen gegenüber dem Partner zurückzuschrauben und uns zu vertrauen. Wenn das bei euch nicht funktioniert (hat), dann solltest du dich von ihm distanzieren und dich nach einer ausreichenden Pause neu orientieren. Wie lange wart ihr zusammen?
"Wo liegen die Grenzen in der Liebe?" inn deinem Fall sind die Grenzen schon überschritten!
Vielleicht hattest Du zu der Zeit ein Leben, das Du unterbewußt zu langweilig fandst. Und dort hast Du Leidenschaft, Emotionen pur, allerdings leider auch die negativen Seiten erlebt. Hake es als Lebenserfahrung ab und orientiere Dich neu. Mache Dir Gedanken was Du willst, wo Deine persönlichen Grenzen sind. Solche Machtspielchen sind immer nur möglich wenn zwei mitspielen!
Liebe ist eben etwas ganz Wunderbares; Du hast eben noch nicht den "richtigen Typen" gefunden, der Dir Deine wahren Gefühle weckt und damit richtig umzugehen versteht. Vielleicht ziehst Du aber auch die falschen Typen an, um auf den einen richtigen, romantischen, treuen, vertrauensvollen Liebhaber zu stoßen, ihn festzuhalten, ihn zu verwöhnen und ergibt Dir zurück, was Du an Zuneigung investiert hast. Paß auf, er kommt bestimmt. Bete zu Deinen Liebesengeln und bitte Sie um den einen Richtigen - und Du wirst sehen, wenn Du Deinen Engeln nicht ins Aufgabenfeld fuschst, dann wird er vor Dir stehen oder Dir unverhofft schreiben !

Das ist eine Schwierige Frage, die auch nicht generell Beantwortet werden kann. Das man an solch eine Beziehung festhält und das Gegenüber liebt kann ganz individuelle Gründe haben die Du dir eigentlich nur selber Beantworten kannst. Aber eins ist ganz sicher. Das Dir so etwas passiert ist, hat nichts mit deinem Wert zutun.

Meine Oma hätte gesagt: "Ihr gehört beide in die Klappse"! Und irgendwo hat sie auch recht! Wie kann an etwas "lieben", das einem weh tut (körperlich und seelisch)?
KleineFrage am 18. März 2008 15:56 In dem man die Augen vor der Realität und der möglichen Besserung durch Trennung verschließt! Das passiert insbesondere Mädchen und Frauen mit einem schwachen Selbstbewusstsein (lt. meiner Erfahrung - das ist natürlich nicht Maßgeblich).
RBMannheim am 18. März 2008 17:59 So wird es wohl sein, was nix dran ändert, das ich das noch nie verstanden habe und es wohl auch nie werde! Wenn ich mir den Schädel an die Wand haue, tut das auch weh! Da kann ich auch hoffen, daß sich das mal ändert oder bessert, ich könnte es aber trotzdem nicht lieben!

Hallo. In einer Beziehung zwischen Mann und Frau besteht immer das Problem, daß die wahre Liebe mit der Befriedigung der Sinnesorgane verwechselt wird. Die Befriedigung der Sinnesorgane gibt dem Menschen nur kurzfristiges Glück. Nach einiger Zeit der Gewöhnung flaut das Interesse bezüglich der inneren Werte des Partners ab. Es wird nur noch das Lustobjekt gesehen. Eine solche überwiegend sinnliche Orientierung am Partner führt dazu, daß auch die Fehler des anderen übergroß gesehen werden. Und wenn in einer solchen überwiegend sinnlich orientierten Beziehung keine inneren Werte des Partners erkannt werden, dann ist diese Beziehung allenfalls zu einer gegenseitigen Abhängigkeit, für die Befriedigung der sexuellen Begierde degradiert worden. Wahre Liebe die aus dem Herzen kommt, ist nicht von der körperlichen Berührung der sexuellen Organe abhägig. Sie liebt der Liebe wegen und sie ist unbegrenzt - sie liebt immer. Du solltest in dich gehen und deine wahren Gefühle erkennen und gegebenenfalls konsequent ändern. Andernfalls erlebst du zukünftlich ein ähnliches Schicksal, wie dieses. Jeder ist seines Glückes Schmid! Viel Erfolg in deinem Leben und alles Gute weiterhin, Hermann
oder so :)