wo liegen die gefahr bei der psychoanalyse zwischen arzt und patienten vor?

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1 Antwort

Vorweg: Ich bin kein Psychologe. Was ich dir schreibe entspringt lediglich aus meiner Erfahrung.

Patienten und Psychologen sind Menschen und jeder Mensch versucht sich, manchmal ohne es zu wissen, vor schmerzhaften Erinnerungen zu schützen. Psychologen durchlaufen meist bei ihrer Ausbildung eine Therapie, damit sie ihren Patienten offen zur Seite stehen können. Das wird nicht immer vollständig gelingen. Daher ist nicht jeder Psychologe für jedes psychlogisches Problem hilfreich. Ein guter Psychologe weiß das und empfielt in dem Fall einen Kollegen.

Patienten haben in ihrem Leben manchmal und auch notwendiger Weise gelernt der emotionalen Aktivierung ihrer Erinnerungen aus dem Weg zu gehen und sie suchen sich dann einen Therapeuten, der ihnen "auf den Leim geht".

Mein Bruder war 30 Jahre bei einem Therapeuten in Behandlung. Über seine Probleme zu sprechen hat ihm sicherlich gut getan. Nur wurde sein Leben langfristig nicht besser.

Langfristig besser wird das eigene Leben meist, wenn es gelingt dem eigenen Erleben die Erlaubnis zu geben, daß es ist wie es ist und einen guten Weg zu finden damit im täglichen Leben umzugehen. Z.B. sich einen zeitlichen Raum im Leben einzurichten, in dem man nicht funktionieren muß. Da kann man dann z.B. trauern, wenn man traurig ist. Ich habe dabei meist lange Spaziergänge in der Natur gemacht, wobei ich wieder zur Ruhe kommen konnte.

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