Wo kommt die Aussage her. Wenn ich ein Mal Steuern mache, dann bin ich verpflichtet es immer zu machen. Also lasse ich das gleich sein?

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3 Antworten

Frueher hatten sie die Leute, die noch nie Steuern gemacht haben, nicht auf dem Schirm/Radar, das Finanzamt wusste sozusagen nichts von ihnen und haben auch nichts angemahnt dadurch. Hat jemand aber einmal Steuern gemacht und man hat gemerkt, dass derjenige eigentlich zu einer Abgabe verpflichtet gewesen waere oder moeglicherweise bald in diesen Bereich kommen koennte, dann wurde er zukuenftig angemahnt.

So lange man keine gemacht hatte, flog man sozusagen lange unterm Radar durch.

Heute ist das anders, viele Angaben werden elektronisch uebermittelt und so kann das Finanzamt von alleine erkennen, dass eine Erklaerung vorgelegt werden muesste.

Ehegatten muessen immer eine Veranlagung machen, wenn sie die Kombination 3/5 waehlen. Das waere der Fall, wenn die Frau nicht arbeitet oder wenn sie weniger verdient. Denn mit der Steuerklasse 3 zahlt man weniger Steuern und da muss ueberprueft werden, ob das so auch okay war. Ebenso Leute mit Nebenjob auf Steuerklasse 6. Heute werden diese Daten gemeldet und es faellt auf, wenn keine Erklaerung eingeht, ebenso bei Rentnern, deren Renten auch ggf. versteuert werden muessen. Nach und nach wird jeder Rentner dazu aufgefordert, auch wenn er noch nie Steuer gemacht hat vorher.

Meine Eltern haben die dann vor einigen Jahre aus Angst davor gemacht fuer die letzten Jahre beim Steuerberater. Sie mussten nichts nachzahlen, mussten dann die Steuer einmalig nochmal nach 3 Jahrennoch mal machen und seither sind sie befreit (laut Bescheid des Finanzamtes), weil bei ihnen nichts zu erwarten ist.

 

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Hallo,

es stimmt, dass es Personenkreise gibt, die eine Steuererklärung abgeben müssen und andere dies freiwillig machen können.

Eine freiwillige Abgabe hat zur Folge, dass der Steuerzahler jedes Jahr seine Steuererklärung abgeben muss.

Das ist meine Erfahrung zu diesem Thema.

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Kommentar von PatrickLassan
07.12.2015, 14:39

Eine freiwillige Abgabe hat zur Folge, dass der Steuerzahler jedes Jahr seine Steuererklärung abgeben muss.

Das ist genau das, was oft behauptet wird, was aber so nicht stimmt. Arbeitnehmer z.B. sind nur dann zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn einer der in § 46 Einkommensteuergesetz genannten Sachverhalte vorliegt. Fällt dieser weg, entfällt auch die Pflicht zur Abgabe einer Erklärung.

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Kommentar von BenLam
07.12.2015, 17:17

Vielen Dank für die Aufklärung.

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ist da was dran?

Nein.

Oder ist das mal so gewesen?

Keine Ahnung.

Ist das beim Fiskus dann so dass die davon ausgehen dass der Steuerzahler nun auch in Zukunft nachzahlen muss und man deswegen in eine "Blacklist" kommt?

Es gibt Steuertatbestände die eigentlich immer zu einer Nachzahlung führen, das wären z.B. nebenberufliche Einkünfte in entsprechender Höhe oder eben bei Ehegatten die Kombination aus Lohnsteuerklassen III/V. Daher sind diese Leute eben verpflichtet eine Erklärung abzugeben.

Jemand hat ein normales einkommen so 30.000 oder so. Kaum was abzusetzen. Frau arbeitet nicht. Also gute Bedingungen um eher eine Erstattung zu erhalten.

Ne. Bei Steuerklasse III werden die Freibeträge beider Ehegatten beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Da dürfte sich kaum noch was absetzen lassen, bei 30k Brutto (kann mal jemand nachrechnen)?

Ich kann die Aussage nicht verstehen.

Ich auch nicht.

§§ 149 AO, 25, 46 EStG, 56 EStDV.

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