Frage von BlumgamTv, 65

Wo kein Friede ist, herrscht nicht gleich Krieg. Wenn Krieg herrscht, kann Frieden helfen. Doch wenn Krieg herrscht, gibt es kein Frieden?

Eine Auszubildene kam mit diesem Text Ausschnitt (Zitat) zu mir. Sie soll etwas darüber erzählen. Es gehe darum, dem Verfasser zu verstehen. Heraus zu finden was er uns mitteilen möchte. Sie bat mich um Hilfe. Der Text soll nicht länger als eine halbe Seite werden. Weitere Angaben hat sie, zu dem Zitat, nicht erhalten. Allerdings bin ich kein guter Schreiber. Könnt ihr helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AkaXain, 31

Ich vermute mit dem ersten Satz ist ein Zustand gemeint, in dem sich zwar verschiedene Parteien gegenseitig provozieren und Konflikte bestreiten aber noch kein direkter Krieg herrscht. Bestes Beispiel wäre hier der kalte Krieg.

Denn zweiten Satz habe ich so aufgefasst es wäre oft schöner/besser es würde Frieden herrschen, ich denke da kann jeder zustimmen, aber doch kann es auch Konflikte geben, die "ausgetragen" /geklärt werden müssen und wo eine "erzwungener" Frieden nicht helfen würde.

Die dritte Teil, die Frage bezieht sich wieder auf die erste Aussage. Der Autor fragt sich bzw. den Leser ob es einen ähnlich "Zwischenzustand", wie im ersten Punkt beschrieben, auch geben könnte, nur umgekehrt. Ich kann mir einen solchen Zustand jedoch nicht vorstellen. Man könnte eventuell einen Krieg anführen, der über lange zeit geführt wird und teilweise wieder Waffenstillstände usw. hat aber ich glaube nicht, dass der Autor dies gemeint hat.

Kommentar von BlumgamTv ,

Wow sehr schön! Es hat irgendwie Spaß gemacht deine Analyse zu lesen. Welche Hintergründe du dort vermutest. Danke schön!!!

Kommentar von BlumgamTv ,

Irgendwie fasziniert mich dieser Satz seit deiner Analyse. Er macht so Nachdenklich.

Kommentar von AkaXain ,

Das freut mich und  genau das Will der Autor glaube ich auch erreichen.

Kommentar von BlumgamTv ,

Vielleicht möchte er auch sagen (zum dritten Satz) das es zum Beispiel zu einen Aufstand kommt. Von einem Volk das Jahrelang unterdrückt worden ist. Sie haben es hingenommen und lang nichts dagegen getan. Doch nun Kämpfen die dagegen an. Somit finden die dafür Gefallen "Krieger" ihren Seelenfrieden? So würde es durch/während des Krieges doch Frieden geben. Den inneren Frieden der einzelnen Personen des Volkes. Er stellt es als Frage da es eigentlich unlogisch ist. Aber so ein Zustand dennoch existieren kann. Ist es dann wirklich Frieden?

Kommentar von BlumgamTv ,

Verstehst du, wie ich es meine?

Kommentar von AkaXain ,

Also sind die Individuen in ihrem Land oder nur für sich zufrieden, da sie den Krieg für legitim halten? Also wenn wirklich ein ganzes Land damit "glücklich" wäre einen Krieg mit einem anderem Land zu führen könnte man einen Frieden in diesem Land erkennen. Das ist durchaus eine möglich Antwort aber so richtig zufrieden stellt mich die Antwort, wie auch meine eigene noch nicht.

Kommentar von BlumgamTv ,

Nein sie halten ihn nicht für Legitim, sondern für Befreiend. Sie finden indirekt ihren Frieden durch den erstmaligen Mut, ihren Volkes wieder STOP zu sagen. Zufriedenstellend ist sie nicht, diese Antwort. Da gebe ich dir Recht. Vielleicht kommt wer auf einen bessere, plausiblere Möglichkeit.

Kommentar von AkaXain ,

Aber wenn sie nicht gegen diese Bewegung sind, sondern sich durch sei befreit fühlen und sie demnach auch als gut bewerten, sehen sie sie als legitim an. Worauf ich hinaus wollte, war das sie den Krieg nicht negativ sehen und daher auch in keinem Konflikt mit ihm stehen.

Kommentar von BlumgamTv ,

Ja wenn man es so betrachtet, halten Sie den Krieg für Legitim. Es kommt auf die Auslegungsart an. Sobald du eine neue Interpretation hast, wäre ich sehr erfreut diese hier zu lesen :) Wenn ich etwas über den Autor in Erfahrung gebracht habe, werde ich es dir hier mitteilen.:)

Kommentar von AkaXain ,

Ein Philosophielehrerin die ich fragt dachte auch an eine Situation, wie ein Waffenstillstand oder einem zwischenzeitigen Frieden durch eine Drittpartei

Antwort
von authumbla, 43

Hört sich ziemlich konfus und unlogisch an.

Schon seit Aristoteles gilt in der Philosophie das Prinzip der Logik.

Und das ist hier nicht gegeben:

1. Aussage: Es herrscht Krieg

2. Aussage: Es gibt keinen Frieden.

Wenn Aussage A zutrifft, trifft Aussage B auch zu.

Wenn-dann Verknüpfung.

Wenn es keinen Frieden gibt, kann er auch nicht helfen.

Also: Unlogisch.

Meine Meinung:

Entweder stammen die Aussagen von einem Kind,

oder

die Aussagen stammen von einem Möchtegern-Schriftsteller, der gerne mit Kampfbegriffen wie "Krieg" und "Frieden" punkten will.

Kommentar von BlumgamTv ,

Danke soweit war ich auch schon. :D

Kommentar von authumbla ,

na, dann wird's wohl stimmen.

Diejenigen, die solche Aufgaben verteilen, sind ja auch nicht immer ganz sauber...

Kommentar von BlumgamTv ,

Könnte der Sinn sein, das es unlogisch ist? Es ist unlogisch. Das bezieht sich wieder auf den Krieg? Ich habe wirklich keine Ahnung von Zitaten etc.

Kommentar von authumbla ,

Ich finde Krieg zwar grausam und menschenverachtend, aber nicht unlogisch.

Wäre meines Erachtens zu weit hergeholt, wenn man die vermeintliche Unlogik des Krieges in eine unlogische Aussage verpacken wollte.

Kommentar von BlumgamTv ,

Ich habe mich schon des öfteren wegen deren Lehrern beschwert. Zu meiner Ausbildung lief es dort noch schlimmer ab!

Kommentar von authumbla ,

Noch schlimmer? Ich dachte, der Pfeil zeigt beständig nach unten?

Kommentar von BlumgamTv ,

Stimmt aus der Sichtweise ergibt es auch keinen Sinn..

Kommentar von BlumgamTv ,

Ja noch schlimmer...

Kommentar von authumbla ,

Soll sie doch das schreiben, was ich als erstes schrieb. Dann zeigt sie zumindest, dass sie sich nicht einfach überrumpeln lässt.

Kommentar von BlumgamTv ,

Die Arme. Ja, ich werde es morgen weiter geben. Dankeschön!

Kommentar von AkaXain ,

Machst du es dir nicht etwas einfach gleich zu sagen die Sätze würden schier kein Sinn machen und daher müssten sie auch von einem weniger intellektuellen kommen? Ich meine Sätze wie " When too perfect, lieber Gott böse." (Nam June Paik) wirken zuerst auch unlogisch werden aber trotzdem nicht gleich als solches abgestempelt.

Kommentar von authumbla ,

Ist eben meine Meinung. Um es für Kunst zu halten, ist es sprachlich ein bißchen sehr dürftig.

Warum ich es für unlogisch halte, habe ich abgeleitet.

Und nun mag jeder selbst entscheiden, ob er mit unlogischen und sprachlich nicht sehr erhebenden oder gar von intellektuellem Geist durchdrungenen 3-Satz-Aussagen in dem beschriebenen Stil etwas anfangen kann.

Der ein oder andere kann ja auch mit einer "Fettecke" was anfangen oder mit einem Yves Klein, welcher nur blau ist. 

Dann liegt es aber eher im Interpretierenden als im Ersteller der "Kunst", ob jemand von Bedeutung und Ansehen ausreichend kluge Bemerkungen dazu findet. Und ohne Pierre Restany, der als bekannter Kunstkritiker Kleins Malerei in den Status der Kunst hebt, und ohne den Bruder von Beuys, der Herausgeber der Zeitschrift Capital war, wären beide wahrscheinlich eher unbekannt geblieben.

Aber all das ist ein kleiner unbedeutender Auszug meiner persönlichen Meinung zum Thema Kunst oder was so als Kunst daherkommt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Yves_Klein#/media/File:Untitled_blue_monochrome2.p...

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