Frage von MaryZehnle, 48

Wo kann ich mich überall Registrieren lassen (Organ, Stammzellen, etc..)?

Hallo, da ich nun 18 Jahre alt geworden bin, möchte ich Helfen wo es geht und habe nun einen Organspende ausweis, gehe Blut spenden und habe mich als Stammzellen spender registrieren lassen. Was kann ich noch tun? Wo kann ich mich noch registrieren lassen?

Mit freundlichen Grüßen, Marina.

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Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Medizin, 36
  • Bedenke, dass sowohl Knochenmarkspende als auch Stammzellenspende keine risikolosen und schmerzfreien Eingriffe sind und wohl überlegt sein sollen. Natürlich ist es toll, wenn Menschen die Bereitschaft haben, anderen zu helfen und dafür sogar Schmerzen, Operationen und Risiken zu tragen bereit sind. Gleichwohl sollte man sich schon bei der Registrierung überlegen, ob man wirklich im Falle eines Treffers dazu bereit wäre und diese Schmerzen und Risiken in Kauf nehmen würde. Ansonsten könnte sich die DKMS die Kosten für deine Typisierung ersparen und das wäre insgesamt besser als eine spätere Absage.
  • Bei der Knochenmarkspende aus dem Beckenkamm kommt es etwa im Verhältnis 1:20.000 zu ernsthaften Komplikationen. Zudem findet die Operation unter Vollnarkose statt und alle üblichen Narkose-Risiken fallen an. Oftmals wird vorher Eigenblut gespendet und nach der Operation rücktransfundiert. Im besten Falle fällt ein Krankenhausaufenthalt von üblicherweise 3 Tagen und eine Krankschreibung für weitere Tage an mit einer als mehr oder minder schmerzhaft empfundenen Abheilzeit.
  • Bei der Stammzellspende erhält man ein Medikament, das die Stammzellen aus dem Knochenmark in die Blutbahn austreten lässt. Die Langzeiterfahrungen damit sind stark begrenzt und ob es nicht genau durch diese Maßnahme zu späteren Krebsfällen oder andere drastischen Folgekrankheiten kommen kann, ist nicht abschließend geklärt. In 60% der Fälle treten infolge des Mittels so starke Schmerzen auf, dass ein Schmerzmittel verabreicht werden muss, die Milz vergrößert sich auffällig und die Blutwerte sind auf Monate stark verändert. Die Spende selbst ist grob vergleichbar mit einer besonders langwierigen Blutspende mit bis zu 6 Stunden Entnahme an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert. Interessanter Artikel: http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf
  • Organspender sind lebende, schwer verletzte Menschen, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass sie nie wieder ein bewusstes Leben haben werden. Die Medizin hat den Begriff "hirntot" eingeführt, damit dieser Zustand irgendwie das Prädikat "tot" erhalten kann, obwohl der Körper und seine Organe noch leben. In Wirklichkeit ist der Mensch mitten im Sterbeprozess, meistens nur noch durch Maschinen und modernste Medizintechnik künstlich am Leben gehalten. Die Definition von Hirntod ist daher umstritten und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.
Kommentar von Tragosso ,

DH.

Antwort
von lauracon, 48

Plasmaspenden vielleicht noch. Ansonsten sind Geldspenden z.B. für die DKMS wichtig oder du schaust wenn es Registrierungsaktionen in deiner Nähe gibt und bietest deine Hilfe an. 

Engagieren kannst du dich aber auch in anderen Bereichen, wie z.B. bei der Flüchtlingshilfe. Spenden sammeln oder auch direkt in einem Flüchtlingsheim.

Aber übertreib es nicht, du bist jung und solltest dir auch Zeit für dich selbst nehmen.

Antwort
von EmptyCages, 45

Das ist schön, dass du Gutes tun und anderen helfen möchtest - nur zu...! Nur bitte tu es zu Lebzeiten bzw. nicht dann, wenn du hilf- und wehrlos und festgeschnallt auf dem OP- Tisch liegst, um lebend, extrem fühlend und ebenso schmerzempfindend ausgeschlachtet zu werden... Bitte informiere dich - hier bei den bisherigen Fragen bzw. Antworten gibt es User, die Ahnung haben und wissen, wovon sie schreiben... Lass dich bitte nicht blenden und indoktrinieren von der Organlobby - die will nur Geld scheffeln, ohne Rücksicht auf Verluste - sowas hat kein Lebewesen verdient...! Informiere dich mal über Veganismus...

Kommentar von cyracus ,

DH !! - ja, sehr gut - Gutes tun bei Lebzeiten. Und: Solange wir leben, brauchen wir unsere Organe selbst ... und wenn wir sie nicht mehr selbst brauchen, sind wir WIRKLICH tot, und die Organe sind fürs "Verpflanzen" unbrauchbar, weil giftig.

Kommentar von EmptyCages ,

So ist es - danke ! :)

Antwort
von cyracus, 31

Bevor Du Dich überall registrieren lässt, informiere Dich doch erstmal zu den verschiedenen Themen. - Zur sogenannten "Organspende" hier meine Antwort auf die Frage:

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Kommentar von EmptyCages ,

Danke und DH - bist immer wieder ein echter Segen hier...:)

Antwort
von RealGrumpy, 39

Du bist ein richtiges Ersatzteillager... Och da geht noch einiges. Organspende. Echthaar für Perücken...Knochenmark usw.

Kommentar von MaryZehnle ,

Das mach ich ja alles schon, bis aufs Echthaar.. Was kann ich denn noch machen?

Kommentar von cyracus ,

@Mary, Du hast hoffentlich die Ironie in der Antwort von RealGrumpy erkannt .- Er meint es nicht so, dass Du Dich für noch mehr "Ersatzteillager-Sein" entscheiden sollst, sondern dafür, Dein Leben zu leben und möglicherweise auch, anderen zu Deinen Lebzeiten zu helfen, wenn dies Dein Wunsch ist.

Antwort
von TheFlyingHirsch, 41

Frag im nächst gelgenenden Krankenhaus nach. Ich glaube die machen sowas

Kommentar von cyracus ,

hä?? Wie meinst Du das? WAS machen die im Krankenhaus?

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