Frage von Antje6814, 40

Wo kann ich meine Rechte bei Firmen die Insolvenz gegangen sind einklagen?

Im August habe ich ein Essensvertrag mit Vorauszahlung für die Oberschule unterschrieben und überwiesen, die Firma ist jetzt Insovent und es gab nicht ein einziges Essen, die Schule wollte sich kümmern nun im November kam die Mitteilung das es Zivilrecht ist und ich mich selbst drum kümmern muß...ich soll zur Polizei gehen und eine Anzeige machen, dort wurde ich ausgebremst ich muß zum Amtsgericht, dort haben sie gesagt ich muß erstmal ein Mahnbescheid dorthin schicken.... vielleicht hat jemand Erfahrung in dieser Sache,es geht zwar nur um 70 Euro aber auch das möchte ich nicht so einfach hinnehmen, was kann ich tun, die Firma saß Brandenburg und die Schule ist in Berlin, im Internet finde ich keinen Insolvenzverwalter wo ich vielleicht meine Ansprüche geltend machen könnte... für jede Info wäre ich dankbar.

Antwort
von wfwbinder, 13

Die Forderung muss beim Insolvenzverwalter "zur Tabelle" angemeldet werden. Der registriert alle angemeldeten Forderungen und verteilt das Geld, was eventuell nach Zahlung von Steuern, Sozialbeiträge, Arbeitnehmern usw. und den Kosten des Verfahrens noch übrig bleibt.

Meistens ist das nichts.

Antwort
von DieMoneypenny, 12

Den zuständigen Verwalter findest Du auch hier: https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl
Ist ein bisschen Sucherei, das ist nicht so einfach, aber die Firma ist auf jeden Fall dort verzeichnet. Du musst mit ein bisschen Geduld mit der Suchmaske spielen, dann wirst Du fündig.

Antwort
von ThomasAral, 19

zum Amtsgericht und fragen wer der Insolvenzverwalter ist

allerdings wirst du dann ganz hinten in der Reihe dich anstellen müssen und wenn du nicht bereits die ansprüche schon während der ersten paar tage der insolvenz gestellt hast, wirst sie wohl nicht bekommen

Kommentar von Artus01 ,

Nicht korrekt.

Es geht nicht nach der Reihenfolge der Meldungen zur Tabelle. Das Insolvenzverfahren soll gewähleisten das kein Gläubiger bevorteilt wird. Was nach Abzug der Kosten für vorrangiges übrig bleibt wird auf die gemeldeten Gläubiger anteilsmäßig verteilt.

Kommentar von ThomasAral ,

und wie lange wartet dann der Insolvenzverwalter .... wenn jetzt einer erst nach 5 Monaten den Insolvenzverwalter überhaupt was schreibt ... hat der dann erstmal 5 Monate nichts gemacht weil er ja noch warten muss was kommt .... klingt unlogisch

Kommentar von ThomasAral ,

außerdem hat das einen entscheidenden nachteil:  nehmen wir an jemand hat 1 million gläubiger von denen aber 99,9 % nur beträge von unter 10 Euro fordern ....  allein die Verwaltung dieser 99,9% würden schon das auffressen was diese dann eigentlich bekommen sollten ... und ein millionenbetrag würde für die restlichen großgläubiger dann fehlen.

Kommentar von Ronox ,

Das nennt man persönliches Pech, ist aber Realität und Sinn und Zweck des Insolvenzverfahrens. Würde es nach dem Prioritätsprinzip der regulären Zwangsvollstreckung ablaufen, bräuchte man das Insolvenzverfahren (gemeinschaftliche Befriedigung) nicht.

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