Frage von maximusdecimus, 63

Wo kann ich in Zürich Samen spenden?

Ich würde es gerne mal zum guten Zweck ausprobieren ,hat jemand Erfahrung und wo macht man sowas in Zürich?

Antwort
von newcomer, 34

ich weiß ja nicht wie es in Schweiz mit der Gesetzeslage ist aber es könnte in Deutschland bald passieren dass sogenannte Samenspendeväter für ihre Kinder finanziell aufkommen müssen. Plötzlich hast du dann 25 Kinder und mußt 28 Stunden am Tag arbeiten um alle bezahlen zu können

Kommentar von maximusdecimus ,

was echt jetzt.... ich will Helfen und nicht Arm sein.... :)

Kommentar von newcomer ,

Ist der Spender gegenüber dem Kind unterhaltsverpflichtet?

Rein theoretisch schon, denn Verwandte gerade Linie sind einander zu Unterhalt verpflichtet36.
Dafür muss die Verwandtschaft aber rechtlich feststehen. Das bedeutet:
das Kind darf keinen rechtlichen Vater (mehr) haben, und die Vaterschaft
muss auf Antrag des Kindes gerichtlich festgestellt werden. Denn eine
Vaterschaftsfeststellung ist nur möglich, wenn kein anderer Mann mehr
rechtlich als Vater gilt37.
Wenn der Spender gerichtlich als Vater festgestellt wird (und auch erst
dann!), hat das Kind Unterhalts- und Erbansprüche gegen ihn.

In diesem Fall hätte der Spender aber grundsätzlich die gleichen
Ansprüche auch gegen das Kind, da sie ja als direkt verwandt gelten.
Wenn das Kind also irgendwann einmal einen gut bezahlten Job hat und der
Spender notleidend wird, könnte er bei einer gerichtlich festgestellten
Vaterschaft auch Unterhaltsansprüche gegen das Kind stellen.

Hat das Kind einen rechtlichen Vater und ist die Anfechtungsfrist für
das Kind abgelaufen, muss der Spender also nichts befürchten. Genauso
wenig muss ein Kind in diesem Fall Unterhaltsansprüche des Spenders
befürchten, da diese erst dann gestellt werden können, wenn die
Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Spender zu Unterhalt verpflichtet wird?

Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein Spender zu Unterhalt
verpflichtet wird, weil das Kind dafür keinen rechtlichen Vater haben
darf. Das bedeutet meistens, dass es die Vaterschaft des rechtlichen
Vaters angefochten haben muss (es sei denn, es hat keinen rechtlichen
Vater). Eine Anfechtung ist aber nur innerhalb einer Frist von zwei
Jahren ab Kenntnis von der Samenspende möglich. Bisher ist in
Deutschland deshalb noch nie ein Spender gerichtlich als Vater des mit
seinem Samen gezeugten Kindes festgestellt und deswegen zu
Unterhaltszahlungen verurteilt worden. Außerdem wird der Spender auch
anderweitig durch Verpflichtungen der Wunscheltern vor
Unterhaltszahlungen geschützt (s.u.).

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