Frage von Edmundbauer, 319

Wo ist laut den abrahamitischen Religionen eigentlich die Arche geblieben?

Hallo, ich frage mich Folgendes:

Wenn Noah ein Schiff gebaut hat, das so groß war, dass er, seine Familie, Tausende von Tieren und deren Futter darin Platz fand, wo ist dieses Riesenschiff eigentlich geblieben?

In Bibel/Koran/Thora wird dies überhaupt nicht weiter erwähnt. Die Arche war nach der Sintflut einfach kein Thema mehr.

Wie kann das sein?

Antwort
von Eselspur, 71

Nach der Sinflut hat die Arche ihren Zweck erfüllt und ist halt dort geblieben, wo sie gewesen ist und niemand hat sie beachtet.

Auch in der christlichen Überlieferung wird nach dem Kommen Jesu die Kirche nicht mehr besonders beachtet werden.

Kommentar von helmutwk ,

Auch in der christlichen Überlieferung wird nach dem Kommen Jesu die Kirche nicht mehr besonders beachtet werden.

Äh, beim "Kommen Jesu" ist meist sein Aufenthalt in Judäa, insbesondere sein Wirken 28-31 (/?) gemeint. Du meinst seine Rückkehr ("Wiederkunft" bei Luther), auch als "zweites Kommen Jesu bezeichnet.

Kommentar von Eselspur ,

Du hast Recht, danke!

Antwort
von tinimini, 40

Im Christentum hat man die Bibel ja 2000 Jahre sehr wörtlich genommen. Jeder, der auch nur ein bisschen davon abgewichen ist, der auch nur einbisschen daran gezweifelt hat, ist mehr oder weniger verdammt worden. Das heißt, die Arche musste es gemäß dieser Auffassung wirklich gegebenhaben, obwohl doch eigentlich jeder Mensch sagen könnte, dass nicht alle Tiere der Welt in diese Arche hineingepasst haben können. Wie hätte er außerdem die wilden Tiere füttern können, wenn er nur Getreide mitgenommen hat? Wie hätte er da die Löwen usw. füttern können?
Dazu muss gesagt werden, dass die Menschen selbst vor der Sintflut noch vegetarisch gelebt haben aber doch nicht die wilden Tiere???
Wer weiß! Ich weiß das jedenfalls nicht.

Wer ein Glaubensbuch wörtlich nimmt wird immer Schwierigkeiten haben es zu beweisen,wer ein Glaubensbuch nimmt,um den tieferen Sinn darin zu erfahren , kommt ein großes Stück weiter,und dann stellen sich die Fragen mit den Dinosauriern gar nicht,weil er weiß ,das diese Geschichten Lehrgeschichten sind und keine Wissenschaftlich Fundierten Geschichten darstellen.

Er nimmt mit, wie das heute noch im Orient der Fall ist: seine eigeneFamilie. Wenn man all diese Menschen aufzählt und zusammenzählt, dann kommen wir auf 70 Personen. Mehr geht einfach nicht, aber die Hoffnung von Lamech ist nicht in Erfüllung gegangen,dass ihm der Sohn die Rettung bringen wird. Das Zitat des Lamech bedeutet , dass das nicht auf ihn selbst bezogen ist:damit ist diese Chance für die Menschheit gemeint. Das ist ein Trost für die Menschheit: Sie geht nicht insgesamt unter. Der Sinn ist also: Ein Neubeginn ist möglich, wenn du ein anständiger Mensch bist, wenn du umkehrst. Wenn du Metanoia machst, dann wirst du nicht untergehen! Das ist der Aufruf an uns, umzukehren. Dies hat auch Jesus genau so übernommen. Jesus wird nicht ohne Grund mit Noach verglichen.
Es ist davon die Rede, dass Noach umgekehrt sei: Er wird als Gerechter bezeichnet, als derjenige, den Jahwe anspricht.denn sonst hätte er diesen Auftrag nicht bekommen. Er war kein Sünder oder er ist umgekehrt. Er ist derjenige, dem der Auftrag anvertraut wird. Er hat etwas Bestimmtes aus der Zeit davor übernommen. Nach der Sintflut bringt er ein Opferlamm dar. Hier haben wir so eine interessante Stelle wie seinerzeit bei Kain und Abel. Noach fängt an zuopfern aus Dankbarkeit Gott gegenüber. Er anerkennt Gott. Aber es steht nirgends geschrieben, und das ist immer wieder wichtig, dass Gott gesagthätte: "So, nun fange an, die Tiere, die überlebt haben, mir zu opfern!" Das steht keineswegs in der Bibel. Nein, das ist wieder einmal das Bedürfnis der Menschen, auch der neuen Menschheit! Er fängt an, aus Dankbarkeit zuopfern: diejenigen Tiere, die er gerade gerettet hat! Das ist ja absurd. . Ja, er muss die Arche bauen: und zwar aus reiner Fürsorge allem Leben gegenüber. Heute ist das anders. Der Maler Hundertwasser z. B. hatte sich doch vor vielen Jahren ins allerfernste Australien zurückgezogen, weil er sich vorNuklearexplosionen fürchtete. Die Bibel sagt hier aber, dass das gar nicht geht. Und das ist ja doch eine großartige Metapher. Selbst ich als gläubiger Mensch glaube doch nicht daran, dass in so einem Schifflein alle Tiere der Welt Platz gehabt hätten. Die Botschaft jedoch ist mir völlig klar: Wenn du dich retten willst, dann kannst du nicht ganz elitär zusammen mit deinerFrau und deinen Kindern in ein Boot steigen und auf Rettung hoffen. Nein, du musst auch die Umwelt retten! Das ist die großartige Botschaft an dieser Stelle, wenn gesagt wird, dass er alle Tiere der Erde mitnimmt. Was wird unser einem damit gesagt? Man kann dann ja auch nicht in Saus und Brausund vollkommen gemütlich auf so einem Schiff sitzen und drauflosschlachten und essen. Nein, man muss diese Tiere ja auch füttern und reinigen usw. Das ist der Grund, warum meiner Meinung nach Noach der erste Umweltschützer ist. Er nimmt die Tiere mit und sie werden gerettet: genau wie er und seine Familie. 

Die biblische Arche soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Ein Holzschiff dieser Länge, welches nur durch Holzdübel zusammengehalten wird, hält die Biegemomente bei Fahrt durch ein größeres Wellental oder über einen Wellenberg nicht stand, selbst Stahlschiffe dieser Größe erfahren dabei Durchbiegungen bis zu 25 cm. Um die Arche in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks. Damit schwere Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von ca. 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich in schwerer See panisch zu einer Seite, dann kentert die Arche.

 Die Schiffdecks benötigen für Tiere bis 5 Tonnen Planken von 16 x 5 cm auf Trägern von 25 x 30 cm in 60 cm Abstand, insgesamt etwa 300 m³ Holz je Deck bei Stückgewichten bis 200 kg. Um ein Schiff dieser Größe nur mit Steinäxten und Holzkeilen ohne Säge zu bauen, benötigt man etwa 6.000 m³ bis 8.000 m³ an Holz bzw. mindestens 10.000 große Bäumen für behauene Balken und 32.000 Planken. Die Befestigung der Planken am tragenden Gerippe erfordert etwa 250.000 Holznägel und Löcher. Wie diese Mengen und Berechnungen`ohne Schrift und Dezimalsystem sowie ohne Rad zum Transport abgewickelt werden konnten ist mysteriös. In einem Schiffskörper treten in schwerer See nicht nur vertikale Kräfte durch die Nutzlast und Eigengewicht auf, in den filigranen Verstrebungen entstehen auch hohe Zugkräfte, für die es damals noch keine Technik einer Verbindung gab. Die Untersuchung in [url][/url] enthält weder Aussage über die Festigkeit der tragenden Struktur noch deren Gewichtsverteilung, sie ist vollkommen unwesentlich für ein Holzschiff.

Für Tiere mit 20 Tonnen Gewicht je Bein und 40 Tonnen beim Laufen wäre es heute noch schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für Decks von 23 m Breite zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne. Leimholzbinder haben bei 23 m Spannweiten eine Bauhöhe um 1,80 m, 3 Decks sind damit unmöglich. Noahs Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre instabil wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 n.C. noch im Hafen gekentert. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 m Tiefgang gehabt und dabei geleckt wie ein Sieb.

Kommentar von tinimini ,

Diese Sintflutgeschichte ist Teil der Genesis, ein Teil jener Teile derBibel, die Moses zugeschrieben werden. Moses scheint sich dabei auf die assyrischen Berichte gestützt zu haben, denn Moses kommt nach den Assyrern. Wobei es in dem biblischen Bericht zwei Versionen gibt. Da gibt es den Priesterbericht und den Jahwitischen Bericht. Dazwischen liegen 400 Jahre. Das heißt, in den Mythendarstellungen gibt es Bewegungen von Land zu Land, von Volk zu Volk, vor allem im Vorderen Orient. Diese Aufteilung gibt es in der hebräischen Tradition nicht. Die hebräische Bibel wird in einem Strang, so wie sie uns geliefert wird, gelehrt, gelesen und gelebt. Und sie ist auch, bevor sie aufgeschrieben wurde,lange mündlich erzählt worden. Wann, zu welchem Zeitpunkt Moses gemäß der hebräischen Tradition auftritt, dann würde ich sagen, dass er in die ägyptische Zeit hineinfällt. So, wie Moses auftritt und so, wie die Kinder Israels in ihrer Einflusssphäre vor uns treten, ist das eher ägyptisch als assyrisch, denn das kommt erst viel später bei den Propheten herein. Da kommen dann erst wieder solche Dinge wie das Gilgamesch- Epos und die anderen "fernöstlichen" Einflüsse hinzu. Denn die Gegenden östlich des gelobten Landes waren damals die fernöstlichen Länder, weil man solche Länder wie China zu diesem Zeitpunkt natürlich noch gar nicht kannte. Diese "fernöstlichen", assyrischen Stränge kommen also im Fall der hebräisch-jüdischen Tradition erst später. Anfangen tut dieGeschichte mit ägyptischen Einflüssen. Auch wenn die assyrischen Tontafeln vor Moses liegen. Übrigens gibt es auch noch diealten Mernepta- Tafeln: Das ist 1600 Jahre vor Jesus. Diese Tafeln sind da, und das sind immerhin ägyptische Stränge. Die Ägypter waren ohnehin sehr sensibel gegenüber den Veränderungen beim Fluss und beim Niederschlag, denn sie lebten und starben ja mit den Bewegungen des Nils. Genau,das Bewusstsein der Leute damals. DerBeginn dieser unserer Geschichte im Heiligen Land stellt eher eine kleinbäuerliche Geschichte dar: mit einem kleinen zentralen Fluss namens Jordan. Das wollte ich einbringen, denn dort gab es keine Erfahrungen mitÜberschwemmungen. Man war sich dort der Gefahr, was Wasser undRegen alles bedeuten können, nicht bewusst. Demgegenüber haben die ägyptischen Völker und dann später auch das Volk Israels aufgrund seiner Zeit im ägyptischen Exil wegen des Zusammenlebens mit dem Nil diese Begriffe von Überschwemmung und Wasserfülle eingeführt. Dazu kommt ,dass die Abrahams-Geschichte – die erst nach Noach kommt, aus dem Zweistromland kommt,
wo wir dann auf Euphrat und Tigris stoßen. Dort gibt es auch ein Bewusstsein von der Kraft des Wassers. Umso stärker eben die Tatsache, dass diese Geschichte mit Noach in der Bibel so groß erzählt wird: in einem Volk, das an sich in einem sehr kleinen trockenen Land sitzt. Hier kommt das Phänomen der Erinnerung aller Völker an dieses Urereignis eines Einbruchs aus dem All zum Tragen: mitsamt derÜberschwemmung der ganzen Erde und mit der Zerstörung allen Lebens.
Wir können hier natürlich nicht alles nachweisen und genau belegen. Wasjedoch wirklich ist, ist die Frage, welche Moral man aus dieser Geschichte folgern kann.
Nachweisen können wir diese Ereignisse mit Hilfe derNaturwissenschaften heute schon. Das scheint schon alles zu stimmen. Dennoch ist die Moral der Geschichte dabei das Wichtige. 

Kommentar von helmutwk ,

Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl.

Ich nehme eher mangelnde Kenntnisse deinerseits wahr.

selbst Stahlschiffe dieser Größe erfahren dabei Durchbiegungen bis zu 25 cm

Genauso wie Stahlschiffe sich etwas durchbiegen können, ohne zu brechen, könne das auch Holzschiffe. Ob die Arche ein Biegemoment aushält oder nicht hängt davon ab, wie stabil ihre Wände gebaut sind, wie elastisch sie sind (weshalb sie ja auch mit Pech abgedichtet werden musste) und wie die Zwischendecken und -wände darin zur Stabilität beitragen. Also von Faktoren, über die wir nichts wissen, und damit könne wir auch nicht sagen, ob das eine realistische Konstruktion war oder nicht.

Um die Arche in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks.

Erstens wüsste ich jetzt keine Art, bei der auch Jungtiere 6 m hoch sind, und zweitens kann es auch bei Drei Decks eine Raum geben der sich über zwei oder drei Decks erstreckt.

Damit schwere Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von ca. 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig.

Da du dich ja etwas mit Hebräisch auskennst, weißt du vermutlich, dass das Wort für Arche wörtlich übersetzt "Kasten" bedeutet. Und deshalb frage ich mich, wie du auf die Idee kommst, die Eingangstür zum Kasten wäre in größerer Höhe gewesen und nicht ebenerdig?

Eine meiner privaten Spekulationen über biblische Aussagen ist die Vermutung, dass hinter 1.Ms 7,16b eine Erfahrung steckt: als die Arche schon im Wasser steht, aber eben noch auf Grund, schaffen es einige Menschen, bis zur Arche zu kommen und bitten um Einlass. Noah lässt sich erweichen, muss aber feststellen, dass er die Tür nicht mehr aufbekommt (weil das Wasser von außen sie effektiv zudrückt).

Wie diese Mengen und Berechnungen`ohne Schrift und Dezimalsystem sowie ohne Rad zum Transport abgewickelt werden konnten

Dezimalsystem ist nicht erforderlich, ein oktal-, nonal-, ... oder Sexagesimalsystem tut es auch.

Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne.

Jetzt würde mich interessieren, woher du weißt, wie weit die Technik vor der Sintflut entwickelt war. Laut Bibel gab es da schon Eisenverarbeitung, beispielsweise. Dass bei ner Sintflut manches Kulturwissen verloren geht, sollte klar sein, es hat weniger gebraucht um manches technische Wissen aus dem Altertum oder dem Mittelalter zum Verschwinden zu bringen. Es ist doch reine Spekulation, dass "Noah nicht darüber verfügte"!

Leimholzbinder haben bei 23 m Spannweiten

Du gehst davon aus, dass es in den drei Decks keine tragenden Zwischenwände gab. Warum? Damit der Bau der Arche unmöglich wird?

Deine technischen Bedenken stammen von Annahmen, für die es keinen Beweis gibt und die teilweise der Bibel widersprechen (beispielsweise spricht nichts dagegen, dass Noah auch Metallteile benutzt hat, um Balken zu verbinden o.ä.).

Kommentar von tinimini ,

Metallteile hat es sicherlich damals schon gegeben, aber nicht Eisen, und die anderen Metalle waren zu weich.Sonnst hätte man die Arche bestimmt schon anhand der Eisenreste an irgendeinem Berg gefunden. Denn dort wurde sie dann ja angeschwemmt.Und nach ihr gesucht wurde ja schon seid langem.

Kommentar von helmutwk ,

Metallteile hat es sicherlich damals schon gegeben, aber nicht Eisen

Laut 1.Ms 4,22 gab es aber schon Leute, die Eisen verarbeiteten.

Sonnst hätte man die Arche bestimmt schon anhand der Eisenreste an irgendeinem Berg gefunden

Woran erkennst du, dass ein Nagel, ein Eisenträger oder was sonst bei so einer Holzkonstruktion mit verwendet wurde von der Arche stammt und nicht von woanders? Warum bist du dir sicher, dass das Eisen nicht wiederverwendet wurde?

Und wieso hast du die Maße der Arche nach der babylonische Elle (ca. 0,45 -> 13,5 m Höhe) umgerechnet und nicht nach der älteren Großelle (0,55 -> 16,5)?

Antwort
von kdd1945, 49

Hallo Edundbauer!

Die Arche Noah diente Vorfahren der ganzen Menschheit als Mittel zum Überleben der Sintflut von 2370/2369 v. u. Z. 

Gott gab Noah genaue Anweisungen über ihre Größe und Form, über eine Vorkehrung für Licht und Lüftung und über das Material, das er zum Bau verwenden sollte (1Mo 6:14-16).

Sie war ein rechteckiges, kastenähnliches Wasserfahrzeug. Sie brauchte weder einen gerundeten Boden noch einen spitz zulaufenden Bug, um eine schnelle Fortbewegung durch das Wasser zu ermöglichen. Auch die Steuerung erübrigte sich. Sie mußte lediglich wasserdicht sein und seetüchtig bleiben. Ein Wasserfahrzeug mit einer solchen Form ist sehr stabil, kann nicht so leicht kentern und hat etwa ein Drittel mehr Laderaum als Schiffe von üblicher Bauart. Zum Ein- und Ausladen war an der Seite der Arche eine Tür angebracht.

Die Arche war 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Setzt man die Elle mit nur 44,5 cm an (einige meinen, die alte Elle sei eher 56 cm oder 61 cm gewesen), dann wäre die Arche 133,5 m lang, 22,3 m breit und 13,4 m hoch gewesen. Sie hatte, da sie von innen durch zwei zusätzliche Böden verstärkt war, drei Decks und verfügte dadurch über eine Bodenfläche von ungefähr 8 900 m2.

Aus welchem Material sollte die riesige Arche gebaut werden?

In 1Mo 6,14(EÜ) heißt es:

14 Mach dir eine Arche aus Zypressenholz! Statte sie mit Kammern aus, und dichte sie innen und außen mit Pech ab!

Der heute als Zypresse bezeichnete Baum war in jenem Teil der Welt sehr verbreitet. Die Phönizier und Alexander der Große bevorzugten sein Holz zum Bau von Schiffen, und auch heute verwendet man es noch dazu.

Es ist besonders wasserbeständig und sehr dauerhaft. Türen und Säulen aus Zypressenholz sollen sich 1 100 Jahre gehalten haben.

Noah erhielt ferner den Auftrag, nicht nur die Fugen abzudichten, sondern er sollte die Arche „innen und außen mit Teer bedecken“.

Aber Deine Frage lautete ja:

  • Wo ist eigentlich die Arche geblieben ?
  • Was sagen Thora / Bibel / Koran darüber?

In 1Mose 8,4 (EÜ) wird gesagt: 

4 Am siebzehnten Tag des siebten Monats

setzte die Arche im Gebirge Ararat auf.

Wahrscheinlich geschah das aber nicht auf dem höchsten Gipfel, der 5 165 m über dem Meer liegt, sondern auf einem günstigen Gelände, so dass der Aufenthalt in der Arche während einiger weiterer Monate für alle Insassen angenehm war. Als schließlich ein Jahr und 10 Tage nach dem Beginn der Sintflut vergangen waren, wurde die Tür wieder geöffnet, und alle verließen die Arche (1Mo 7:11; 8:4, 14).

Anschließend beschäftigt sich der Bibelbericht mit Aufzeichnungen darüber, welche Stämme und Volker aus den Überlebenden der Flut entstanden sind.

Behauptungen, daß Überreste der Arche gefunden worden seien, sind bislang unbestätigt.

Für den Fall, dass Du Dich für solche Behauptungen interessierst: youtube

Kommentar von kdd1945 ,

Nach Daten der Wachtturm-Online-Bibliothek

Kommentar von helmutwk ,

Für den Fall, dass Du Dich für solche Behauptungen interessierst: youtube

Die "wissenschaftliche" Erklärung, wie es zur Flut kam (und welche Beweise es dafür gibt), ist Kreationismus in Reinkultur. Nur wenn ich die da gezeigte kreationistische Theorie konsequent durchziehe, müssten die Überreste der Arche per Radiokarbonmethode fälschlich ein Alter von mehreren zigtausend Jahren aufweisen. Was den Autor des Videos aber nicht daran hindert, die Datierung eines Holzstücks auf 3000 v.Chr. als Beleg für die Echtheit anzusehen.

Als die (per DNS-Test posthum als Lügner entlarvte) Anastasia als Kronzeugin erwähnt wurde, musste ich lachen. Aber dem Schluss-Satz war zu entnehmen, dass das Video wohl vor diesem Test stattgefunden hatte.

Kommentar von kdd1945 ,

Wie Du weißt, hängt mein Glaube nicht davon ab, ob man Überreste der Arche Noah findet oder nicht. Mir reichen die Worte Jesu aus z. B. Mt 25 oder Petri laut 2  Pt 3 völlig.

Wie auch Du, bin ich Sensationsmeldungen gegenüber äußerst skeptisch. Dabei verweise ich auf meine begleitenden Kommentare, die doch wohl deutlich genug meine Zurückhaltung ausdrücken.

Antwort
von Yamato1001, 128

Hallo Edmundbauer
In der Bibel wurde der Berg Ararat in der Türkei als Landungsort beschrieben. In den 80ern haben einige Forscher gesagt, sie hätten Überreste der Arche gefunden. Aufgrund der politischen Situation kommte das jedoch nicht untersucht werden (Grenze Nato-Türkei und der Sowjetunion)
Die Entdecker haben eigenen Berichten zufolge einen Holzbalken geborgen, der mehrere tausend Jahre alt sein soll. Dies konnte allerdings durch das nicht mehr vorhanden sein des Balkens nie überprüft werden.
In der Bibel wird die Arche nie mehr erwähnt, da sie "ihre Pflicht erfüllt" hatte und desshalb nicht mehr relevant war.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
Lg

Kommentar von Byakugan ,

Tatsächlich kommt auch der Berg Cudi in Betracht, dazu gibt es ein Buch vom Autor Timo Roller.

Kommentar von Dummie42 ,

Die Entdecker haben eigenen Berichten zufolge einen Holzbalken geborgen, der mehrere tausend Jahre alt sein soll.

:)))) Das erinnert aber sehr an die unzähligen Splitter vom Kreuze Christi, die, wie Luther mal sinngemäß sagte, ganze Wälder bilden würden...

Kommentar von Yamato1001 ,

Hallo Dummies42 Ja das kommt so ca. hin ;)

Kommentar von helmutwk ,

In den 80ern haben einige Forscher gesagt, sie hätten Überreste der Arche gefunden.

Die ersten Quellen in diese Richtung waren Piloten (z.B. russische Kampfflieger im 1. WK), die am Ararat ein Schiff aus der Luft gesehen haben wollten. Dabei handelt es sich aber um eine Steinformation, die mit der Arche nichts zu tun hat. U.a. auch deshalb, weil sie wie ein Schiff aussieht und nicht wie ein Kasten, als den die Bibel die Arche beschreibt. Außerdem gibt es sviw längst eine geologische Erklärung für die Formation.

Die Entdecker haben eigenen Berichten zufolge einen Holzbalken geborgen, der mehrere tausend Jahre alt sein soll.

Hab mal irgendwo gelesen, dass es dann eine Datierung gab, die Zahl hab ich vergessen, es war aber ein paar tausend Jahre nach der Sintflut.

Antwort
von dompfeifer, 20

Was hindert Dich daran, das 1. Buch Mose Kap. 8,5 auf unterhaltsame Weise fortzuschreiben? Auch die Ilias und die Odyssee wurden vermutlich nach Homer von verschiedenen Erzählern fortgeschrieben! - Wo ist eigentlich das hölzerne Pferd geblieben?

Antwort
von Whitekliffs, 87

Genesis 8,4 spricht von den 'bergen von Ararat', Urartu, einem ausgestreckten Berggebiet nördlich des alten Assyrien. Dadurch kann es jeder Berg dort gewesen sein.

Flavius Josephus beschreibt in seinem Buch Antiquitates Judaicae in den Bergen Cordyeers (Gordyene) in Armenien.

Er schreibt:

 "Man sagt, dass noch ein Teil des Fahrzeuges besteht, in Armenien, bei dem Berg der Cordyeeers, und dass man Stücke Asfalt davon runterholt und mitnimmt".

"Monobazus (...) gab ihm (seinem Sohn) das Land Ceron, das sehr fruchtbar ist von der duftenden Pflanze Amomum, und wo bis zum heutigen Tage die Überreste der Arche, durch welche Noah die Sindflut überlebte, zu sehen sind."

Der babylonische Schreiber, Historikus und Priester Berossus aus dem dritten Jahrhundert vor Christus schreibt:

"...landete in Armenien, in den Bergen der Gordyaeanen in Armenien, und manche holten das Pech vom Schiff, indem sie es abkratzten und für Amulette benutzten.'

In der assyrischen Sindflutgeschichte und dem Babylonischen Gilgamesje-epos landete die Arche auf dem Berg 'Nisur' oder 'Nisus'.

Der Berg Nisur wird in alten Keilschriften beschrieben als ein Berg zwischen Tigris un dem Fluss 'Kleine Zab', steil und voller Kluften im flachen Ufergebiet des Tigris in Kurdistan. Dieser Berg wurde später 'Judi' genannt.

So gibt es noch viele Hinweise darauf, dass die Arche eben im Gordyenegebirge auf dem Berg Judi gelandet ist und dort auch gefunden wurde.

Heute wird man aber kaum noch was finden, da dort Mönche Klöster gebaut haben. Eines heisst "Kloster der Arche" und ist druch Blitzschlag verbrannt.

Auch soll ein Kalif Umar ibn Al-Khattab Reste in eine Mosche verarbeitet haben, meldet ein jüdischer Untersucher Benjamin van Tudela im 12 Jahrhundert. Die Stadt heisst Cirze, am Fuss des Judi.

Und so weiter.

Dass die Arche auf dem Berg Ararat gelandet sein soll, dafür gibt es sehr wenig historische Anweisungen.

Kommentar von Whitekliffs ,

Hier noch ein link, der obiges bestätigt:

http://www.noahs-berg.de/

Und weshalb genau der Pfeil nach unten? Nur aus Interesse.

Kommentar von Edmundbauer ,

Die Arche wurde NICHT gefunden. Wenn man allen Verschwörungstheorien von irgendwelchen religiösen Seiten Glauben schenken würde, wo käme man dahin. Die Sache mit den Holzbalken ist bereits entzaubert, wie in einem anderen Kommentar zu lesen. Das hindert natürlich fundamentalischtische religiöse Seiten nicht, dies dennoch weiter zu verbreiten. Schließlich verbreiten sogar noch die Kolageschichte als Warheit. Und irgendwelche Wissenschaftler finden sich auch immer, die mit fragwürdigen Erkenntnissen die Legenden wider aufleben lassen. 

Kommentar von Whitekliffs ,

Edmund, du hast recht. Die Arche wurde noch von niemandem mit Sicherheit gefunden. Und schon gar nicht in der Neuzeit. 

Es existieren jedoch historische Berichte über Stücke Holz, mit Pech überzogen, im Gebiet des Berges Judi (oder Cudi), einem Berg des Arraratgebirgszuges.

Die Quellen, die ich zitierte, stammen nicht aus der Neuzeit.

Antwort
von DottorePsycho, 64

Es wäre doch auch irgendwie dumm gewesen, ein Schiff, das nie wirklich existiert hat, weiterhin zu erwähnen. Es hat seinen symbolischen Zweck erfüllt und damit ausgedient.

Kaum eine Geschichte aus der Bibel ist offensichtlicher keine Erzählung realer Vorkommnisse.

Antwort
von JoJoPiMa, 32

Wahrscheinlich dort, wo die sumerische Erzählung das Teil auf Grund laufen lässt.

Antwort
von FreundGottes, 131

Die ist vergammelt, wie das meiste aus der Zeit. So ist das nun mal mit allem was Lebewesen hervor bringen (Holz, Futter ...): es wird von Pilzen und Bakterien zersetzt und zu neuem Boden, wenn nicht zuvor von Menschen recycelt. Lediglich die Archeteile aus Bronze hätten eine Chance sich bis heute gehalten zu haben. Aber die sind vermutlich schnell recycelt worden. 

Und Utnapischtim hält seine Unsterblichkeit versteckt, weil er Angst hat sonst von den Sterblichen getötet zu werden. 

Antwort
von Screenshot, 26

Du glaubst noch an Märchen? Pfffffffft *Kopf schüttel*

Antwort
von HPBS90, 96

Die Arche war kein Thema mehr, weil sie völlig uninteressant ist. Was um die Arche passiert ist, der Bau der Arche, die Tiere usw. das ist das Wichtige. Du sollst als Mensch daraus etwas lernen. Und Dich nicht mit den materiellen Dingen beschäftigen.

Antwort
von Hamburger02, 72

Die Größe der Arche ist in der Bibel angegeben und danach war sie keinesfalls so groß, dass tausende von Tieren da reingingen.

Und dann bleibt da immer noch die Frage: Wie hat Noah Eisbären, Pinguine oder OrangUtans aus Borneo auf die Arche und anschließend wieder in ihr ursprüngliches Gebiet gebracht?

Antwort
von comhb3mpqy, 51

Du kannst ja mal im Internet nach der Arche Noah googlen, man hat sich nämlich auf die Suche gemacht und auch was gefunden.

Kommentar von earnest ,

Aber WAS? 

;-)

Antwort
von Semno, 75

Wenn jemand hier den Gilgamesh Epos von den Babiloniern erwähnt, dann kannst du sicher sein, dass ihm die Bibel überhaupt nicht interessiert. Soweit meine Erfahrung.

Die Bibel sagt klar und deutlich das die Arche auf den Bergen von Ararat gelandet sei.

1. Moses 8:4

Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, ruhte dann die Arche auf den Bergen von Ạrarat.

Und dort sind die Überreste noch heute. Allerdings ist genau da auch ein stark bewachtes Gebiet vom Türkischen und Russischen Militär. Da wird man kaum eine Expedition machen können ohne sein Leben in Gefahr zu bringen. Die Regierungen lassen auch nicht mit sich reden, die wollen keine Erlaubnis für eine "friedliche" Expedition erteilen.

Selbst wenn man die Arche finden sollte, würde das in dem Glauben der Menschen rein gar nichts ändern, denn wir sehen um uns herum lauter Beweise für die Existenz von Gott und dennoch wird das ignoriert.

Kommentar von Byakugan ,

Vermutlich ist aber nicht der heute als Ararat bezeichnete Berg gemeint.

Kommentar von Kristall08 ,

Wenn jemand hier den Gilgamesh Epos von den Babiloniern erwähnt, dann kannst du sicher sein, dass ihm die Bibel überhaupt nicht interessiert.

Aber warum sollten wir nicht alle zur Verfügung stehenden Schriftquellen hinzuziehen?

Kommentar von Edmundbauer ,

Es sind keine Teile der Arche am Arrarat gefunden worden! Ich habe mich vor dieser Frage bereits informiert!

Kommentar von Whitekliffs ,

Es sind keine Teile der Arche am Arrarat gefunden worden! Ich habe mich vor dieser Frage bereits informiert!

Das stimmt. Man geht sogar davon aus, dass der Berg Arrarat ein relativ junger Vulkan ist. Aber in der Bibel steht ja auch nicht 'der Berg Arrarat', sondern die Berge Arrarats.

Kommentar von dadita ,

Die Arche ist, wie dein lächerlicher Gott auch, ein Märchen. Sie ist unauffindbar, weil sie niemals existiert hat.

Es gibt keinerlei Beweise für die Existenz deines Gottes, wie es auch keine Beweise für die Existenz von Zeus, Thor, Osiris, Mithras oder einen der tausenden anderen Märchengestalten gibt, welche von den einfach gestrickten Mitgliedern dieser Spezies seit Jahrtausenden verehrt werden. 

Kommentar von JoJoPiMa ,

Wenn jemand hier den Gilgamesh Epos von den Babiloniern erwähnt, dann kannst du sicher sein, dass ihm die Bibel überhaupt nicht interessiert.

Oder genau das Gegenteil.

Antwort
von helmutwk, 29

Die Arche war aus Holz gebaut und mit Pech abgedichtet. Also gutes Brennmaterial. Außerdem kann  Holz im Lauf der zeit verfaulen, wenn es nicht im Boden konserviert wird o.ä.

Also spricht alles dafür, dass sie nach einiger Zeit schlicht nicht mehr vorhanden war. Über die ersten Jahrhunderte nach Noah steht in der Thora (also Bibel) fast nichts, also können wir auch nicht erwarten, dass uns erzählt wird, ob die Arche bzw. deren Holz als Brennmaterial, Baustoff oder sonstwie wiederverwendet wurde oder der Kasten verrottete. Oder was sonst geschah, der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt ;)

Antwort
von dadita, 25

Die Arche hat niemals existiert, sie ist wie Noah und die Sinnflut auch, ein Märchen.

Dies erklärt ihre Unauffindbarkeit vortrefflich ;) 

Antwort
von DerMann123123, 62

Im Koran wird gesagt, dass das Schiff auf 'Cudi' ausgesprochen 'Dschudi' Platz fand. Und Cudi ist der Name großen Berges in der Türkei. Wobei kam es auch in den Nachrichten, dass da auf dem Berg Schiffreste/Fossielien gefunden wurden. Wie richtig die Nachrichtig ist, weiß ich nicht. Und ob der Koran diesen Berg mit Cudi meint, weiß ich aucj nicht.

Hier ist ein Foto.

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fd.denizhaber.com.tr%2Fnews%2F...

Kommentar von helmutwk ,

Das ist die "Arche" aus Stein. Sieht zufällig irgendwie schiffsähnlich aus und nicht so, wie es in der Bibel (genauer: Thora) steht.

Antwort
von paulklaus, 13

Wenn man die Erzählungen der Bibel (-zig weitgehend unbekannte (!!) Verfasser aus verschiedenen Kulturkreisen UND verschiedenen Jahrhunderten) ernst nimmt, so bleibt  vieles unbegreiflich.

Interpretiere/betrachte die "Arche" also bitte lediglich metaphorisch, als etwas Symbolhaftes !

pk

Antwort
von jurgensnuppy, 145

Noah hat die Arche nach der Sintflut als Bauholz wieder verwendet, den Rest verwendete er als Brennholz. 

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