Eveline am 29.01.2008 um 13:52 Uhr
Ich kenne einige junge Leute , die schmeißen gern mal alles hin (fast fertige Lehre, junge Familie, Job)und fangen ohne groß nachzudenken was Neues an. Wird schon werden. Auf meine Frage, ob das nicht ein bisschen leichtsinnig ist, kam als Antwort nur "Euch Alten fehlt einfach der Mut." Mag ja sein, aber wo ist denn die Grenze zwischen Mut und Leichtsinn?

Mut bedeutet, Risiken und Konsequenzen einzuschätzen, sie abzuwägen und sich bewusst für einen Weg zu entscheiden.

Mut ist die Überwindung von Angst und Leichtsinn ist das Fehlen von Angst!

Das ist weder Mut noch Leichtsinn sondern Verantwortungslosigkeit und auch in bestimmten Maße Dummheit.
CrazyDaisy am 29. Januar 2008 14:00 Ich habe auch in jungen Jahren mein Studium abgebrochen und bin nach Spanien gegangen. 15 Jahre, die ich nie bereute! Wer Angst vor Neuem hat, der wird nie seinen Horizont erweitern.
Edgar Niklaus am 29. Januar 2008 14:03 Das hat doch nicht mit Angst zu tun. Man kann auch nach dem Studium ins Ausland reisen. Aber alles hinschmeißen ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.
Wolpertinger am 29. Januar 2008 14:12 Denke, das es Dummheit ist etwas sein Leben lang zu machen, mit dem man unglücklich ist. Es ist Mutig, der wahrheit ins Gesicht zu sehen und sich für etwas neues zu entscheiden. Statt sich immer nur über sein schlechtes Leben zu beschweren.
Edgar Niklaus am 29. Januar 2008 14:35 Wenn man etwas das ganze Leben macht dass einem unglücklich macht, geb ich dir recht. Aber ein Studium ist zeitlich begrenzt.

die grenze ist fließend und meist erst nach der tat erkennbar. jedenfalls wird im anschluss gerne davon gefaselt, dass das eh ein leichtsinniges unternehmen war.

Mut erfordert Überlegung, Leichtsinn ist unüberlegt. Beiden geht eine Risikobereitschaft vorraus. Spontanität oder wohlüberlegtes Handeln, beides kann eine gute oder schlechte Entscheidung sein.

Mut wird oft durch Erfahrung Grenzen gesetzt. Leichtsinn ist oft die Folge von mangelnder Erfahrung.
Oft ist der Beginn eines Lebensabschnitt aber das Fatale, nicht die Beendigung.
Oft aber muss man - wenn ein Ende abzusehen ist - durch einen Lebensabschnitt durch, denn die dort gewonnenen Einsichten bereichern wiederum die Erfahrung und lehren uns sowohl Mut als auch manchmal die nötige Demut.