Frage von Jersey11, 51

Wo ist der Vorteil, wenn ein Land keine Ureinwohner mehr hat?

Bitte nicht an die Bezeichnung "Ureinwohner" stören. Ich wusste nicht, wie ich das sonst nennen sollte.

Meine Frage beruht auf die Aussagen des Vizepräsidenten der EU.

"Während seiner Rede im Kolloquium über die Grundrechte der EU 2015 rief Frans Timmermans, niederländischer Diplomat und Vizepräsident der Europäischen Kommission, alle Mitglieder des EU-Parlaments auf, die Bemühungen zu erhöhen, um einzelne, monokulturelle Nationalstaaten zu löschen und den Prozess zu beschleunigen, in dem “jede einzelne Nation auf der Erde schließlich vielfältig werden muss. Die Zukunft der Menschheit, so sagt er, gehöre nicht mehr den einzelnen Nationen und Kulturen, sondern eher einer gemischten super-Kultur. Moderne Konservative, die ihre eigenen Traditionen schätzen und eine friedliche Zukunft für ihre eigenen Gemeinden wollen, legen Wert auf eine “Vergangenheit, die nie existierte”, und sie können daher die Zukunft nicht diktieren. Timmermans impliziert daher, dass die europäische Kultur und das Erbe nichts anderes als soziale Konstrukte seien, und jeder, der etwas anderes behauptet, sei engstirnig. Er schließt seine Rede mit der Feststellung, dass Europa immer ein Kontinent der Migranten gewesen sei, und dass die europäischen Werte von Natur aus bedeute, Vielfalt zu akzeptieren. Kommentar: Die Europäer haben immer mit Erfolg unerwünschte, nicht-europäische Barbaren ausserhalb des Grossteils des Kontinents gehalten. Timmermans äußerte Bedenken, dass wenn die EU ihre Bemühungen nicht so schnell wie möglich darum steigere, jedem einzelnen Punkt der Erde Vielfalt zu bringen, werde der Frieden in Europa auf dem Spiel stehen."

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=N14U5ZE-N2w"

Wo genau ist der Vorteil?

Antwort
von ollesgemuese, 5

Ich weiss, dein Post ist schon fast uralt, aber ich halte das für interessant genug, um was dazu zu sagen - auch weil ich so mit den anderen Antworten nicht zufrieden bin.

Ich weiss nicht wie gut deine Englischkenntnisse sind, aber entweder ist deine Intention, ihn falsch zu verstehen, beabsichtigt oder sie sind nicht ausreichend.

Zuallererst: Er geht auf "einige in Europa" ein, die Diversität (Vielfalt) als Bedrohung ansehen. Dazu erklärt er daß sie (Diversität) zwar vor Herausforderungen stellt (soll heissen, unterschiedliche Kulturen ergeben natürlich Reibungspunkte die man nicht ignorieren soll). Aber, so seine Sicht, wird es in Zukunft weltweit keinen einzigen Ort geben wo Diversität nicht vorkommen würde. Das ist die reale Zukunft dieser Menschheit.

Und diejenigen (Politiker), die ihren Anhängern eine Gesellschaft versprechen würden, die ausschliesslich eine einheitliche Kultur beeinhaltet, malen ihnen eine Zukunft, die auf einer Vergangenheit basiert, die es nie gegeben hat und auch nie geben wird. Die einzige Frage ist wie gehen wir mit dieser Diversität um? Meine Antwort ist: indem wir sicherstellen dass unsere Werte bestimmen, wie wir damit umgehen, und nicht unsere Wert aufgeben zu dem Zweck Diversität zu vermeiden. Letzteres wäre unser Gesellschaftlichler Niedergang.

Sollten wir das nicht richtig hinkriegen, glaube ich wirklich, daß Europa nicht das Europa bleiben wird, dass wir erbaut haben, Europa wird nicht ein Platz des Friedens bleiben für lange.

Es geht ihm darum, die real vorhandene Diversität als Chance wahrzunehmen anstatt Angstmacherei betreiben, aber eben nicht auf Kosten der Werte, die Europa wichtig sind. Es geht darum, die Vielfalt zu erhalten, und nicht eins für ein anderes zu zerstören, aber so gestalten dass positives neues entstehen kann.

Kurz zu deinem Kommentar:

"Die Europäer haben immer mit Erfolg unerwünschte, nicht-europäische Barbaren ausserhalb des Grossteils des Kontinents gehalten."

Man muss schon Geschichte ignorieren, kulturelle Identität mit biologischer verwechseln und vermischen und grundsätzlich annehmen, dass es ein "einheitliches europäisches Volk vs Barbaren" von außerhalb Konstellation gegeben hat, um diesen Kommentar zu schreiben.

Tatsächlich ist Europa genau dadurch geprägt worden, dass immer wieder fremde Völker und Kulturen ihren Einfluß genommen haben. Das letzte mal, als dieser Kontinent überhaupt nichts von außerhalb mitgenommen hat, war die Eiszeit dran. Und was einem heute gefällt oder nicht an der Diversität, sich einzubilden, daß "früher" alles schön geordnet und unterteilt (und vor allem deswegen friedlich), ist eben nicht die astreine Wahrheit.

Antwort
von LordFantleroy, 21

Du solltest schon so ehrlich sein, auch eine Quelle für den Text aus Deinem Post anzugeben, damit auch jeder weiß, woher der Wind weht.

Antwort
von voayager, 17

Kein Land hat Ureinwohner hier in Europa. Alle Länder und ihre Völker bestehen aus Mischkulturen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community