Obwohl ich jetzt einiges zu dem Thema gelesen hab, ist mir der Unterschied zwischen transzendentaler und herkömmlicher Meditation immer nicht klar. Kann mir das jemand, der sich damit auskennt, mal so darlegen, dass bei mir der Groschen fällt? Vielen Dank.

"transzendentale meditation", abgekürzt TM, ist sozusagen ein markenzeichen einer sekte. (ihre anhänger würden das anders sehen, na klar!) und diese sekte ist wie die meisten dieser art so, dass es da ziemlich autoritär zugeht. laß die finger davon. gute meditationsübungen findest du überall, zb auch in volkshochschulen. ich bevorzuge da mitteleuropäische konzepte, die nicht so sehr darauf aus sind, das ich des menschen als egoistisch anzusehen und deshalb beiseite zu schieben, sondern die eher darauf zielen, dieses ich als höchste errungenschaft des menschen zu stärken, und das ist zb gut möglich mit den anleitungen in dem taschenbuch "wie erlangt man erkenntnisse" von r. steiner.

„Zu transzendieren” bedeutet über etwas hinauszugehen oder die Grenzen von etwas zu überschreiten; über Beschränkungen zu triumphieren; vor, jenseits und über dem Universum oder der materiellen Existenz zu sein.
Generell sollte jede gute Meditation Dir zur Transzendenz verhelfen, aber die eine Variante nach Maharishi Mahesh Yogi hat das nun mal ausdrücklich in ihren "Namen" mit aufgenommen.

Das Meditationsverständnis ist halt ein sehr unterschiedliches. Mancher versteht darunter nur still zu sitzen und sich Musik oder eine Geschichte anzuhören, andere bemühen sich vor ihrem geistigen Auge Bilder zu sehen und andere streben an, ihre Gedanken zu überwinden.Diejenigen, die versuchen einen Zustand jenseits der Zeit und der Gedanken zu erreichen,begeben sich damit an und über ihre Grenzen,können dafür das Wort Transzendenz verwenden. Es gibt eine bestimmte Meditationstechnik,deren Ausübende dafür den Namen "Transzedentale Meditation"(TM) schützen ließen. Es gibt nach meinem Verständnis keine "normale" oder "nicht(wie immer geartete)normale" Meditation, sondern eine, die das Ziel, die Gedankenfreiheit zu erreichen und den Zustand des "Samadhi" oder der"Gottestille im Menschen(so hat der christliche Mystiker Meister Ekkehardt diesen Zustand bezeichnet)"ausgiebig zu genießen, erreicht, oder nicht. Die "oder nicht"- Meditation ist ja eigentlich nur eine versuchte und nicht gelungene Meditation.