wieso wird manuelle Therapie von den Kassen übernommen, Osteopathie aber nicht? Taugt das eine mehr als das andere? Ich frage, weil bei mir permanente Schmerzen im Lendenbereich bestehen und mir der eine zu MT, der andre zur Osteopathie rät.
Also, das eine ist von den Kassen anerkannt (Manuelle Therapie) das andere nicht. Die OSteopathie geht sehr weit in die Materie Mensch hineine und man kann die Techniken nicht unbedingt mit der Klassischen Schulmedizin erklären und verstehen. Außerdem ist die Wirksamkeit nicht in Studien bewiesen und die Kassen übernehmen nur noch bewiesene Techniken. Aber: Beide Methoden sind gar nicht so verschieden. Es kommt aber auf den Therapeuten an, der behandelt. Heute ist die Manuelle fast genauso wie die Osteopathie - man versteht den Menschen als gnazes ud kommt immer mehr weg von den kleinen lokalen Problemen, auf denen früher herumbehandelt wurde wie wild. Dennoch sind die Osteopathen wesentlich fitter in der Anatomie und Physiologie und man kann mit der LWS zu ihnen gehen und sie finden die Probleme am Knie, die der Auslöser allen Übels sind. Ich würde Dir auch den Osteopathen empfehlen, wenn es Dir nichts aus macht, die Behandlung, die Dir aber auf jeden Fall helfen wird, selber zu zahlen. Die MAnuelle wird übernommen. Manchmal sind aber die Osteopathen auch so nett, ein Rezept mit anzurechnen, man muß mit ihnen reden. Bitte nichht den einen besser als den anderen sehen, nur vielleicht etwas anders in der Vorgehensweise.
Manuelle Therapie der oberen Halswirbelsäule
Ich weise ganz deutlich daraufhin, dass es sich nicht um das landläufig bekannte "Einrenken" handelt, sondern um eine sogenannte sanfte Impulstechnik. Hierzu können verschiedene Impuls-Techniken angewendet werden je nach Ausbildung des Arztes.
Eine Therapiemöglichkeit ist die Atlastherapie nach Arlen, eine andere die Therapietechnik nach Dr. Gutmann/ Biedermann. Die Techniken variieren und leider auch die Ergebnisse je nach dem, welcher Befund vorliegt.
Die Atlastherapie nach Arlen bezieht nur den Atlas ein und wirkt auch nur in eine Behandlungsrichtung. Sie wird oft mehrmals angewendet.
Die durch Dr. Biedermann modifizierte Behandlung nach Dr. Gutmann (HIO-Technik) bezieht die oberen Kopfgelenke Atlas C1, Axis C2 bis hin zu C3 ein und der Impuls kann in zwei Ebenen gesetzt werden. Somit können alle Abweichungen erreicht werden. HIO kommt aus dem Golfen und bedeutet "hole in one", also mit einem Schlag einlochen oder mit einem Impuls die ganze Geschichte richten.
Zur Technik: Seitlich an den Kopfgelenken wird mit einem ganz geringen Impulsdruck gearbeitet.
Es werden verschiedene auf den Körper wirkende Reflexe ausgelöst und/oder Blockierungen oder Asymmetrien des Gelenkes beseitigt.
Nach Arlen: So wird die Spannung der gesamten Körpermuskulatur gesenkt, die Koordination verbessert sich, ebenfalls die Feinmotorik (Geschicklichkeit) bis hin zur Verbesserung vegetativer Funktionen, wie Herz-Kreislauf- und Atemfunktion. (nach Arlen)
Nach manueller Untersuchung, und Analyse der Stellung der oberen Halswirbel im Röntgenbild werden mehrere exakt definierte, extrem kurzdauernde Impulse in das Nackenrezeptorenfeld (zumeist über den Querfortsatz des 1.Halswirbel-Atlas) gesetzt. (Dr. Biedermann)
Als Reaktion bemerkt man oft eine unmittelbare Verbesserung des Gleichgewichts und eine ebenso schnelle Entspannung der Haltemuskulatur. Man nimmt an, daß durch diesen Impuls, die im Nacken sehr zahlreichen und für die Haltung wichtigen Meßfühlersysteme angeregt werden, und durch Weiterleitung der Impulse zu den Steuerungszentren im Gehirn eine Neueinregelung möglich machen.
Die Behandlung ist weitestgehend schmerzfrei. Es kommt hierbei, im Gegensatz zur Chirotherapie („Einrenken“), nicht zu Bewegungen der behandelten Wirbel gegeneinander und daher auch nicht zu „Knackgeräuschen“. Somit ist die Atlastherapie nach Arlen, bzw. auch die Manualtherapie nach Dr. Gutmann bei korrekter Ausführung praktisch gefahrlos und kann ohne Altersbegrenzung durchgeführt werden. (auch bei Säuglingen)
Bei Säuglingen ist oft nur eine einzige Behandlung nötig. Laut Dr. Heiner Biedermann müssen etwa 15% der Säuglinge im ersten Jahr nochmals behandelt werden. Nach seinen Angaben ist es wichtig drei Wochen nach der Manualtherapie keine krankengymnastische Behandlung durchzuführen, sondern erst wieder nach Ablauf dieser Frist. Eine Kontrolle im Alter von drei Jahren sei ratsam, ebenso nochmals vor der Einschulung. Ansonsten bräuchte man eine Kontrolle nur nach einer einwöchigen dauernden Schiefhaltung des Kopfes oder wieder auftretenden Beschwerden durchzuführen. Bei Babys, in deren Verwandtschaft “Skoliose der Wirbelsäule” als Krankheit o.ä. bekannt ist, sollte man regelmäßiger - d.h. alle drei Monate - kontrollieren.
Insgesamt ersetzt die manuelle Therapie nicht die Ergotherapie, Krankengymnastik und Psychomotorik, wo diese erforderlich sind. Manuelle Therapie optimiert die Biomechanik (Gelenkfunktion, Muskelfunktion) und die zentrale Steuerung. (Dr. Hewera)
nach oben Manuelle Therapie der oberen Halswirbelsäule für Erwachsene
Ältere Kinder und Erwachsene zu therapieren ist zeitaufwendiger, weil die Wirbel in ihrer Fehlstellung meist fixiert sind und sich nicht mehr so einfach lösen lassen. Die Häufigkeit ist hier vom Befund abhängig und kann zu Beginn der Behandlung täglich oder 2-3 mal pro Woche stattfinden (nach Arlen). Später dann, ebenfalls je nach Befund, können die Abstände dann mehrere Wochen bis Monate betragen.
Laut Dr. Reiner Lensch sollten zusätzlich Blockaden im Bereich aller Wirbelsäulenabschnitte und Gelenke chirotherapeutisch gelöst werden. Weiterhin haben sich zusätzliche osteopatische Therapieformen, insbesondere „Weichteiltechniken“ wie „myofascial release“ oder „muscle energy technic“ zur Stabilisierung des Behandlungserfolges bewährt. Gegebenenfalls sind physikalische Begleittherapien (Wärme, Kälte, Massagen, Extension, Elektrotherapie, Stoßwellenbehandlung) oder Krankengymnastik erforderlich.
Manuelle Therapie der oberen Halswirbelsäule hilft bei:
* HWS-Beschwerden
* HWS-Schleudertrauma
* Schwindel
* Gleichgewichtsstörungen
* Bewegungsstörungen (Spastik, Parkinson)
* Chronischen Rückenschmerzen
* Bandscheibenvorfall
* Ohrgeräusche (Tinitus)
Mit einer routinemäßigen Untersuchung der Halswirbel von Babys (wie fürs Hüftgelenk üblich) könnte man sehr vielen Menschen einen Teil ihrer Kopf- und Rückenschmerzen im späteren Leben und auch jetzt ersparen.
Die Kosten der Behandlung (Atlastherapie nach Arlen) werden normalerweise von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. (~21,- bis 24,- Euro)
Die Behandlung durch die Ärzte nach Gutmann/ Biedermann ist überwiegend privat.
Wow, da kennt sich aber einer aus!!! Darf ich dann auch gleich mal eine Frage einwerfen? Wegen BS-Vorfalls im 3-4. LW erzählte der Orthopäde was von Beinlängendifferenz(gab mir Keil zum Ausgleich), der Osteopath allerdings renkte (also, mit Gefühl natürlich) mir die Hüfte wieder ein und angeblich gabs keinen Längenunterschied mehr..Wem soll ich glauben???
ich gehe zur Zeit wegen Beschwerden im Schulter-Nackenbereich zur MT und bin eigentlich ganz zufrieden (Behandlung dauert aber noch an). Mir wurde dort gesagt das das wohl kein großer Unterschied zur Osteopathie währe. Aber Grundsätzlich würde mich die Frage trotzdem mal interessieren.
also ich mach jetzt seit 15 jahren mit heftigen rückenschmerzen, im sacral-lendenwirbel-gelenk rum. seit der entbindung... mittlerweile 7 ärzte.... der erste: lendenwirbelversteifung, kann man nichts machen. der zweite: bandscheibenwölbung, zu minimal, macht man nichts. der dritte: uni-klinik: alles psychisch.... dann der erste chiropraktiker: hat den noch keiner gemerkt, dass sie seit 9 jahren mit einem ausgerenktem becken rumlaufen? kriegen wir hin.... musste ich aber selber bezahlen... dann weiter zu chiro, immer wieder einrenken, gurt, spritzen, massagen und gymnastik... immer wieder probleme, einrenken und schmerzen... bis ich eines tages bei der osteo gelandet bin... nach einigen behandlungen tatsächlich besserung... er erkannte als erstes die verbindung zu den inneren organen, die auch an der wirbelsäule ziehen... es wurde besser und die behandlungszeiträume wurden größer... wie weihnachten für mich.... gut, so zweimal im jahr brauch ich die behandlung, dann geht es.... zur zeit...ich arbeitslos....ist es grad wieder verkeilt.... ich kann es nicht zahlen, bin zur krankenkasse. sie bot mir die manuelle thera an.... hab viel gelesen, einen arzt gefunden, hab aber erst im juli termin.... bin gespannt. dachte ich kann hier den unterschied zwischen mt und oseo nachlesen. wär höchstinteressant... wenn es so ähnlich ist, warum wird das eine bezahlt, das andere nicht... und oseo is klasse....