Frage von Cityboywwp96, 49

Wo ist der unterschied bei den anwälten?

Ein pflichtverteidiger bekommt man für umsonst zu gestellt aber es gibt auch anwälte die man selbst zahlt wenn man genug geld hat wo sind die unterschiede ist ein pflichtverteidiger schlechter weil man ihn selbst nicht zahlen muss ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Artus01, 15

Die Frage ist mit jein zu beantworten.

Zunächst sind beides Juristen mit gleichwertiger Ausbildung. Allerdings liegt der Unterschied in der Bezahlung. Während der Pflichverteidiger nur den Regelsatz bekommt, kann, gerade im Strafrecht, der Wahlverteidiger sein Honorar frei vereinbaren. Natürlich motiviert ein besseres Honorar grundsätzlich zu engagierterem Einsatz. Bei klarer Rechtslage ist das jedoch nicht groß erforderlich.

Ein Pflichtverteidiger muß darum aber nicht schlechter sein. Oftmals handelt es sich bei Pflichverteidigern um junge Anwälte die ihre Karriere erst starten. Die Pflichtverteidigung eröffnet ihnen die Möglichkeit Werbung für sich zu machen was sie sonst nicht dürfen. Gute Arbeit in der Pflichtverteidigung spricht sich herum, gerade innerhalb der Haftanstalten. Das große Los ist natürlich eine Pflichverteidigung in Fällen die durch die Medien gehen = Werbung in Presse Funk und Fernsehen (auf lokaler Ebene reciht schon)  ohne was dafür bezahlen zu müssen.

Antwort
von petrapetra64, 5

Das sind grundsaetzlich die gleichen Anwaelte. Als Pflichtverteidiger wird der Anwalt vom Staat bezahlt, das gibt etwas weniger Geld, aber das Geld hat er auch sicher, waehrend andere Mandanten auch mal nicht freiwillig zahlen.

Oft sind das halt auch frischere Anwaelte, die noch nicht so viel andere Faelle haben, das kann von Nachteil sein (weniger Erfahrung), auf der anderen Seite sehen diese Neuanwaelte das auch als Chance, zu zeigen, was sie koennen als gutes Aushaengeschild fuer spaeter und sind daher auch engagiert.

Die Anwaelte aus dem Fernsehen, die sich den Wolf laufen, nur um einen Mandanten rauszuboxen, privat ermitteln, Zeugen ermitteln und befragen oder Detektive beauftragen, die gibt es nur im Fernsehen. In Deutschland gibt es nur sehr wenige Staranwaelte, die mehr Engagement zeigen und sich das entsprechend bezahlen lassen mit extra Vertrag.

Alle anderen Anwaelte bekommen ihre Gebuehren nach der Gebuehrenverordnung, egal, ob sie gewinnen oder verlieren und die studieren die Aktenlage (von der Polizei ermittelt), bereiten sich auf den Prozess und Zeugenvernehmungen vor, lassen Zeugen laden. Alles in ihrem Buero oder im Gericht, da rennt keiner draussen rum und ermittelt, das macht die Polizei.

Antwort
von casala, 49

nö - der pflichtverteidiger ist meist genauso gut wie der, den du dir für teuer geld suchst. ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die regel.

Antwort
von Ronox, 4

Ein Pflichtverteidiger ist nicht umsonst. Der heisst nur so, weil er in einigen Strafverfahren von Gesetzes wegen dem Angeklagten beigeordnet werden muss, wenn dieser keinen eigenen Anwalt hat. Im Falle einer Verurteilung muss der Angeklagte aber auch dessen Kosten tragen.

Kommentar von petrapetra64 ,

der Pflichtverteidiger wird vom Gericht bezahlt. Im Falle der Verurteilung geht der Angeklagte meist in den Knast und kann dann erst mal gar nichts zahlen fuer lange Zeit.

Kommentar von Ronox ,

Das ändert nichts daran, dass er bezahlen muss. Klar hat der Pflichtverteidiger einen Erstattungsanspruch gegen die Staatskasse, aber die holt es sich wieder vom Verurteilten. Letzten Endes trägt er somit die Kosten.

Antwort
von Sonnenstern811, 28

Der kann genau so gut sein. Ein Staranwalt ist er allerdings nicht.

Kommentar von JuraHeld ,

Kann er aber sein. Jeder zugelassene Rechtsanwalt kann als Pflichtverteidiger berufen werden oder sich freiwillig anbieten.

Antwort
von Akecheta, 40

Also unser sehr guter Firmenjurist ist auch hin und wieder mal Pflichtverteidiger. Hat überhaupt nichts zu sagen.

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