Frage von sebi444422, 209

Wo ist der Patriotismus?

Was könnte ein nachvollziehbarer Grund für den stetig schrumpfenden Patriotismus sein? Liegt es hauptsächlich an der Globalisierung oder ist es doch eher der Einfluß der Politiker? -Ich kann es mir nicht erklären, Danke schon einmal. :)

Antwort
von Geraldianer, 53

Es dürfte viel mit der Widervereinigung zu tun haben. Im Südosten Deutschlands fremdeln besonders viele Menschen mit unseren kulturellen Werten.

Durch die jahrzehntelange Diktatur der SED und den Wegzug der motivierten Leute aus diesen Gebieten haben sich diese Menschen von den Grundwerten unseres Volkes entfernt.

PEGIDA und AfD sind nur die Folge dieser Ablehnung unseres Landes.

Wenn ein prominenter Politiker einen christlichen, in Deutschland geborenen Spieler unserer Nationalmannschaft nicht neben sich wohnen lassen möchte, dann zeigt sich schon ein Werteverfall am Rande unserer Republik.

Antwort
von voayager, 29

Patriotismus bedeutet auch, sofern nicht national übersteigert, stolz auf das Land zu sein, in dem man lebt, es gar lieben ggf. Doch im Falle Deutschlands gibt es hierfür keinerlei Anlass. Worauf sollte man denn ausgerechnet hier stolz sein, was mögen? die militärischen Auslandseinsätze? etwa Hartz- IV sowie Rentenklau? Wuchermieten? Beitragszuzahlung für Krankenhausaufenthalt und Rezepte? abgespecktes LÖeistungsangebot der Krankenkassen? Hohe Arbeitslosigkeit? Bildungsmisere? Vorratsdatenspeicherung? brennende Asylheime? Rechtsruck? fehlende parlamentarische Kontrolle in Sachen Krieg und Frieden? Wucherdiäten? Wohnungsnot? AKWs? fehlende ABM-Maßnahmen, mangelnde Umschulungen? Nötigung von EU-Staaten (z.B. Griechenland) durch Deutschl., Steuerbegünstigungen für die Konzerne? brutales Vorgehen der Polizei gegen Blockupy-Leute etc., massive Aufrüstung demnächst usw.


Kommentar von paulklaus ,

Meine Güüüüüüüüüüüte !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

DIE Antwort könnte wortwörtlich von mir stammen !! 10 x DAUMEN HOCH !!!

pk

Kommentar von silas17 ,

genau warum sollten deutsche ihr Land lieben warum sollten Türken ihr Land lieben warum Franzosen frankreich? ganz einfach weil man sich freut in Deutschland zu leben in der Türkei zu leben oder führ die Franzosen in Frankreich zu leben das ist angeboren bei den einen etwas mehr bei den anderen etwas weniger aber man kann das auch wegmachen in dem man alles negative im Land sieht und nie das positive oder man wird so erzogen

Antwort
von DreiGegengifts, 41

Patriotismus ist eine emotionale Haltung zu einem Nationalstaat, die von Zuneigung und Euphorie gezeichnet ist.

Konträr zum Patriotismus stehen eine selbstkritische Kultur, Individualismus und ein weiter Erfahrungshorizont bzw. eine nach außen geöffnete oder gerichtete Haltung. Patriotismus ist also besonders da anzutreffen, wo die Menschen wenig Kontakt mit anderen Nationalstaaten suchen, wo eine kritische Denkweise nicht dominiert und wo die Kultur eher von Kollektivismus geprägt ist.

Damit kannst du es dir vielleicht selbst beantworten, warum Patriotismus in den Kulturen so unterschiedlich ausgeprägt ist.

Antwort
von holger711, 33

Durch Volksverdummung und Vorhalte auf die Weltkriege,wird Patriotismus abgewertet,als extrem,schlecht,altbacken,vorgestrig dargestellt.Wenn man davon ausgeht,das ein Volk als solches,in seinen Eigenarten,auch rein äußerlich,weißblond,blond,rothaarig,braun und selten schwarzhaarig überleben soll,dann gehört dazu auch Patriotismus.Schlagt mich halt.^^ LG

Kommentar von silas17 ,

genau meine Meinung

Antwort
von Lennister, 47

Ich denke, wir haben hier einfach eine Spaltung der Gesellschaft.

Auf der einen Seite haben wir den gebildeten, tendenziell eher jungen und urbanen Teil der Bevölkerung. Diese Leute neigen vermehrt zu einem Kosmopolitismus, verstehen sich also eher als Weltbürger. Für Patriotismus bleibt da kein Platz.

Auf der anderen Seite haben die ungebildeten, die auch tendenziell eher alt sind und auf dem Land leben. Sie neigen immer stärker zum Nationalismus, d.h. zur "Abart" des Patriotismus.

Die Zahl der Weltbürger und Nationalisten nimmt also gleichermaßen zu, richtige Patrioten gibt es dagegen immer weniger. Richtig musterhaft beobachten konnte man diese Spaltung z.B. beim Brexit-Referendum: Die jungen, urbanen und gebildeten Weltbürger auf der einen, die ungebildeten alten Nationalisten auf der anderen Seite. In Österreich war es ähnlich. 

Kommentar von silas17 ,

Das hört sich so an als ob Patriotismus schlecht wäre

Antwort
von Ifosil, 59

Weil Patriotismus den Weg für blinden Gehorsam ebnet. 

Kommentar von sebi444422 ,

Das wage ich zu bezweifeln, da ich auch selbstständig sein kann, obwohl ich stolz auf mein Vaterland bin oder vielleicht sogar mein Leben dem Vaterland widme.

Kommentar von Ifosil ,

Bei dir vielleicht, aber nicht alle Menschen in diesem Land sind vernünfig. 

Kommentar von sebi444422 ,

Ich denke, jeder Mensch ist vernünftig, es kommt nur darauf an, wie geblendet/beeinflusst dieser ist.

Kommentar von Rolladengurt ,

Nach der Logik müßte aber Deutschland zu den patriotischsten Ländern der Welt gehören ;)

PS: Und die Franzosen dürften keinerlei Patriotismus empfinden ;)

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 16

Mehr Bildung und mehr Erkenntnisfortschritt, die bedingen, den latent verbrecherischen Charakter von Nationalismus und seinen Euphemisierungen zu erkennen.

Die wiederholt dokumentierte Unfähigkeit des Nationalismus, konstruktiv Probleme zu lösen. Stattdessen ist er mitverantwortlich für 2 verheerende Weltkriege und zahlose Menschenrechtsverbrechen.

Kommentar von silas17 ,

der erste Weltkrieg wurde durch ein Attentat ausgelöst der 2 durch geplatzte Verhandlungen da England die Verständigung zwischen Deutschland und Polen behinderten.

Antwort
von Rolladengurt, 102

Wo soll sich da auch Patriotismus entwickeln, wenn wir für alles mögliche buckeln, nur nicht für unser eigenes Land?

Jeder Flüchtling bekommt mehr Geld und Zugeständnisse, als einer der nach 40 Jahren Maloche dann keine Arbeit mehr findet und nach zwei Jahren hartzen gehen darf. Vorher wird ihm noch sein Vermögen weggenommen.

Kein Wunder, daß auf diesen Staat nicht mehr viele Leute besonders stolz sind.

Kommentar von Lennister ,

Jeder Flüchtling bekommt mehr Geld und Zugeständnisse, als einer der nach 40 Jahren Maloche dann keine Arbeit mehr findet und nach zwei Jahren hartzen gehen darf.

Kannst du das belegen? Nein, es stimmt ja auch nicht. Zur Information: Ein Flüchtling bekommt 143 Euro Taschengeld, davon muss er sich alles, was über Essen und Unterkunft hinausgeht, finanzieren. Und unter "Unterkunft" ist hier auch keine Wohnung zu verstehen(die dem "Hartzer" gestellt wird), sondern ein Schlafplatz in einer überfüllten Massenunterkunft.

Es geht dem Flüchtling also definitiv dem schlechter als dem Arbeitslosengeld-2-Empfänger. 

Kommentar von paulklaus ,

Aber dennoch muss ich Rolladengurt loben, präsentiert er doch geradezu klassische Beispiele für oberflächliche Vorurteile und Feindbilder...

pk

Kommentar von silas17 ,

den Flüchtlingen geht's schlechter okay ist klar neben mir baut man ein Luxus Asyllantenheim mit Leder Sessel Eichen Türen und Eichen Tische und die obdachlosen Wohnungen sehen aus wie der letzte dreck.

Antwort
von Felix8x, 98

Ich denke wir werden zu sehr manipuliert um einen starken Patriotismus zu entwickeln. Es fängt schon in der Schule an wo uns nur beigebracht wird was wir alles schlechtes getan haben.

Im Geschichtsunterricht geht es immer nur um 6.000.000 Juden aber wie viele Deutsche ihr Leben verlohren haben, weil sie die eroberten Gebiete nicht verlassen wollten, davon ist nie die Rede.

Patriotismus wird meist mit dem Nationalsozialismus in einem zusammenhang gebracht und der Nationalsozialismus wird eben so schlecht dargestellt.

Kommentar von sebi444422 ,

Wohl möglich. :)

Kommentar von Rolladengurt ,

Es dürfte eher mit der jüngsten Geschichte zusammenhängen. Nichtmal mehr zur EM sieht man großartig Flaggen (gut, dieser "Schönwetterpatriotismus" ist eh nicht der Knaller), aber das zeigt doch schon alles.

Die Leute fühlen sich von der BRD eben verraten und verkauft, da liegt der Hase im Pfeffer. 

Kommentar von sebi444422 ,

Gut, auf die BRD sollte auch eigentlich niemand stolz sein, eher auf das Land an sich, das Land hat doch meist wenig mit der angehörigen Regierung oder politischen Lage zutun. Ob wir eine Demokratie oder Monarchie haben, ob uns Rechte oder Linke regieren, sicher ändere sich etwas, aber trotzdem ist es ein gutes Land, auf das man stolz sein kann. :)

Kommentar von Rolladengurt ,

Auf Deutschland sind erfahrungsgemäß auch die meisten Leute stolz, aber das darf man so eben nicht sagen.

Ich kenne sogar viele Linke, die da eine klare Trennlinie ziehen.

Kommentar von Heger1234 ,

Nope, seit aufkeimen völkischer Bewegungen wie PEGIDA, die mit Deutschlandfahnen frenetisch Volksverräter' skandieren, haben viele einfach keinen Bock mehr und sind enttäuscht.

Kommentar von Rolladengurt ,

Achso, wegen Pegida empfindet kaum einer stolz auf die BRD? Das leuchtet ein.

Mit der volksfeindlichen Politik der Etablierten hat das natürlich nichts zu tun. Politiker, die sich über das eigene Volk stellen und an Brüssel verraten. 

Kommentar von DreiGegengifts ,

Achso, wegen Pegida empfindet kaum einer stolz auf die BRD?

In der Tat bewirken diese rückständigen Geister und ihre Okkupation des Nationalbegriffs eine Nicht-Identifizierung. Und deine Beiträge schließen sich da nahtlos an.

Wir wollen einfach nicht mit Leuten unter einer Decke stecken, die Europa in den Dreck ziehen und in einem kaum beschreibbaren schwarzweißen Denken verhaftet sind.

Antwort
von RasThavas, 58

Das liegt vor allem daran das, trotz allem, die Vernunft der Menschen stetig wächst, und mehr und mehre Leute merken, wie absurd und krank ein falscher Patriotismus eigentlich ist. Und das Patriotismus ganze Nationen ins Verderben reißen kann.

"Meine Nation ist Mensch. Mein Land ist die Welt. Mein Glaube ist eine Sache zwischen mir und Gott,

PA Sports, Rapper

Kommentar von sebi444422 ,

Wähle mal weiter “die Linke.“ und sorge dafür, daß der Patriotismus streng bekämpft wird. ;)

Kommentar von RasThavas ,

Dummes Rechtes Klischee.

Ich wähle "Die Linke" nicht, nur weil ich dumpfen Patriotismus ablehne, und auch, wenn Dumpfbacken wie du das nicht verstehen werden: Stolz auf sein Land zu sein und debiler Patriotismus sind 2 verschiedene Sachen

aber wie gesagt: das verstehst du nicht...

Kommentar von Rolladengurt ,

Die Partei "Die Linke" ist sogar noch relativ patriotisch im Vergleich zu den unsäglichen Grünen...

Kommentar von Heger1234 ,

Sebastian, nur weil jemand eine andere Auffassung hat musst du ihn nicht direkt in eine Schublade stecken...Das machen dieser Tage sehr viele.

Antwort
von 3TheMoriarty2, 99

ich denke es liegt vorwiegend an der politischen situation...

Antwort
von nooppower15, 66

Naja in Deutschland steht man schnell in verdacht als Patriot zu denn Rechtspopulisten zu gehören oder schlimmeres. Da lässt man es lieber bzw zeigt ihn nicht.

Kommentar von sebi444422 ,

Das aber ist für mich dann auch kein Patriotismus. Wenn ich auf etwas stolz bin, es aber aufgrund von Angst oder womöglicher „Einstufung“ nicht zeige, dann bin ich auch nicht wirklich stolz drauf. :)

Kommentar von nooppower15 ,

okay

Antwort
von Silmoo, 94

Sag am Besten zu allem Ja und Amen und Du hast Deine Ruhe .

Die Politik ändert immer mal was an der Verfassung und dann tauchen die neuen Auflagen plötzlich auf , habe ich festgestellt.

Kommentar von sebi444422 ,

Schweigen ist das Schlimmste, was du tun kannst! Mach den Mund auf und demonstriere, denn wenn du immer nur schweigst, dann wird es nur schlimmer.

Kommentar von Silmoo ,

Da gebe ich Dir Zustimmung. Es gibt eine interessante Feststellung von einem Politphilosoph. Er sagt aus Erfahrung der Geschichte.

Einer Regierung zu widersprechen ist meistens  die richtigere politische Richtung.

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