sylviariedel am 25.08.2008 um 1:59 Uhr
Mein Hausarzt sagt mein Sohn soll gefördert werden ,er seie zu Intelligent !Wie finde ich heraus ob das wirklich stimmt und wer kann mir dann helfen wenn es wirklich so ist?Ist es Sinnvoll so früh zu fördern?Und so weiter und so fort. Es gibt dazu viele Fragen um Sie alle hier zu Fragen!
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ohne jemanden weh tun zu wollen, ist meine Meinung diese:
zappelt einKind mal herum, hat es gleich ADS
kann es mit 5 Jahren von 1 - 10 zählen, dann ist es gleich hochbegabt
es ist eine für unwahrscheinlich schreckliche Modewelle, alles in diese Töpfe zu sortieren. Lasst doch den Kleinen ihre Kindheit, sie ist so schnell zu Ende und lebt den egoistischen Elternwahn nicht aus, dass es mit 3 Jahren Klavier spielen muss und mit 6 Steffi Graf Konkurrenz machen sollte. Spätestens in der Schule wird man dann sehen, was los ist..
Hallo Sylvia,
im Gegensatz zu einem Großteil meiner "Vorschreiber" bin ich der Ansicht, dass Kinder in jedem Fall gefördert werden sollten und müssen, unabhängig davon, ob ein Kind eine überdurchschnittliche Intelligenz aufweist/ besitzt, oder nicht! Ob es unbedingt notwendig ist, einen Intelligenztest durchführen zu lassen, oder nicht, ist allerdings fraglich - ändert das Ergebnis etwas daran, dass Du Deinen Sohn, seinen individuellen Möglichkeiten entsprechend, fördern und unterstützen möchtest? Ich denke, nicht. Andererseits weiß ich von vielen Eltern, denen das Ergebnis eines Tests insofern eine große Hilfe war, als sie dann endlich wussten, woran es liegt, dass ihr Kind "anders" als Gleichaltrige ist.
Bei Äußerungen wie "lass Deinen Sohn mit diesem Firlefanz ganz zufrieden und sich normal und frei weiterentwickeln" oder "DH, Man soll den Kindern nicht ihre Kindheit rauben, sie ist viel zu schnell zu ende!!!" usw. dreht sich mir allerdings der Magen um. Ich vermute, dass die Schreibenden noch nie mit einem hochbegabten Kind konfrontiert waren. Nach meinen Erfahrungen weisen Hochbegabte wesentlich ausgeprägtere Bedürfnisse, z.B. in Bezug auf Förderung, auf, als Normalbegabte. Die Betreffenden mit Sätzen wie "dafür bist Du noch zu jung", "spiel doch mal mit den Gleichaltrigen", "dazu ist noch Zeit, sobald Du in die Schule kommst" usw. abzuspeisen, demotiviert und beeinträchtigt mehr, als sich manche Personen vorstellen können. Abgesehen davon, dass sich viele (Hoch)Begabte zum Beispiel Lesen, Rechnen und Schreiben selber, teilweise "heimlich" beibringen, sie warten damit nicht, bis sie endlich eingeschult werden. Eine Freundin von mir ließ ihren Sohn mit knapp vier Jahren testen (= ein Test ist nicht erst ab dem Grundschulalter durchführbar!) und musste sich vom Psychologen anschließend den Vorwurf anhören, sie hätte gezielt mit ihrem Sohn für den Test trainiert, da er bereits rechnen könne. Sie wusste bis zu diesem Tag überhaupt nichts davon, dass ihr Sohn tatsächlich bereits rechnete!
Grundsätzlich würde ich mich bei der Förderung meines Kindes an dessen Interessen orientieren, wichtig ist dabei allerdings, dass die Inhalte möglichst in keinem direkten Zusammenhang mit späterem Schulstoff stehen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Dein Sohn in der Schule unendlich langweilt (weil er die Inhalte bereits beherrscht/ kennt). Dass das eine große Herausforderung darstellt, ist mir bewusst, gerade was Lesen, Schreiben, Rechnen betrifft. Vereine, wie die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.(DGhK), Hochbegabtenförderung e.V., Mensa e.V. usw. bieten Kurse an (ich weiß allerdings nicht sicher, ab welchem Alter), die die verschiedensten Bereiche abdecken. Viele mir bekannte Hochbegabte lernen z.B. Chinesisch oder Japanisch, weil es sich hierbei um herausfordernde Beschäftigungen handelt, die eher selten in Regelschulen unterrichtet werden. Eine Übersicht über das Thema Begabtenförderung findest Du auch hier: http://www.bmbf.de/pub/begabtekinderfindenundfoerdern.pdf Diese Broschüre enthält u.a. ein Kapitel "Was Eltern für ihre begabten Kinder tun können".
Zusätzlich ist m.E. ausgesprochen wichtig, die eventuellen Interessensgebiete Deines Sohnes auch emotional zu be-/ verarbeiten, gerade, wenn er sich z.B. für Themen wie Erdbeben interessiert - um zu vermeiden, dass Dein Sohn Ängste entwickelt, es könnte bei Euch zu hause zu einem verheerenden Erdbeben kommen.
Dass "chic" ist, ein hochbegabtes Kind zu haben, stellte ich leider auch schon häufig fest. Viele Betroffene (sowohl deren Eltern, als auch die Kinder selber), wünschen sich, "ganz normal" statt hochbegabt zu sein, da sie vor Herausforderungen gestellt werden, die Normalbegabte nicht meistern müssen. Ich stelle es mir jedenfalls als riesige Belastung vor, immer wieder zu merken, dass "man" anders ist, als alle anderen, in der Schule z.B. häufig "gegängelt" zu werden, zu merken, dass es oft unerwünscht ist, wenn man sich intensiver mit einem Thema beschäftigt, als es der Schulstoff vorsieht.
Für weiteren Austausch stehe ich gern zur Verfügung, hoffe gleichzeitig, dass Dir meine Antwort hilfreich ist.
Viele Grüße und alles Gute für Euch, Nina
sylviariedel am 27. August 2008 08:39 Hallo Nina ! Um es mal richtig auszudrücken mit dem was Du geschrieben hast hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen!Danke für diese ausführliche Antwort !Erst gestern hatte ich wieder einen riesen Streß mit 2 Eltern die meinten mich belehren zu müßen, wie ich mein Kind zu erziehen habe ! Du mußt Ihn mehr zum Sport schicken, dann wird er abgelenkt ! Du mußt Ihn zur selbstänigkeit erziehen und soweiter und sovort! Klasse die haben ja auch nicht solche Probleme, mein Kind steht morgens auf und diskutiert ob es Wochenende ist, damit er nicht in den Kindergarten muß oder er simuliert Krankheiten damit er zu Hause bleiben darf! Mit dem ängstlich ist es schon zu spät! Er ist ausgesprochen ängstlich weil es viele Sachen gibt die er versucht zu verstehen, es aber noch nicht so ganz begreift und das heißt dann für unsere Familie das wir viel erklären dürfen und manchmal auch durchführen müßen, denn sonst läßt er nicht locker!z.B. Erdbeben mußten wir Simulieren, damit er es begreifen konnte! Er hat aber nicht locker gelassen bis er es verstanden hat, danach war es dann ok! Gruß Sylvia
raubkatze am 28. August 2008 11:44 Klasse Antwort! DH!

Hat dein Hausarzt deinen Sohn getestet oder woher weiß er das???
Soweit ich weiß werden solche Testungen eigentlich nur von Psychologen durchgeführt.
Wenn er wirklich hochbegabt ist, ist es auf jedenfall Sinnvoll ihn auch zu fördern.
Ob es jetzt schon zu früh ist, weiß ich nicht, Du hast nicht rein geschrieben wie Alt er ist.
LG Wolpertinger
http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=resu...
sylviariedel am 25. August 2008 02:07 Wir waren bei der letzten U Untersuchung und dabei ist es aufgefallen! Er ist erst fünf!Und der Arzt hat uns so eine Addresse gegeben von einer Klinik ! Da waren wir auch und die wollen uns Stationär aufnehmen um das zu testen ! Da Stellt sich mir die Frage ob das sein muß, denn mein Kind ist sehr ängstlich und hat damit enormen Streß!
Wolpertinger am 25. August 2008 02:12 Aber ich würde ihn schon testen lassen.
Wenn er wirklich Hochbegabt ist, muß er auch speziell gefördert werden.
Viele hochbegabte Kinder, werden sonst zu Problemkinder weil sie sich langweilen.
Schau mal die haben ein Forum: http://www.kaskade.org/index.html?start.html
Vielleicht bekommst Du da mehr Informationen.
LG Wolpertinger
Wolpertinger am 25. August 2008 02:17 http://www.google.de/search?hl=de&q=Hochbegabte+Kinder%2BForum&btnG=Suche&meta=
@Imbecillitas ggf. entwickelt er sich zum Problemkind.
Würde das schon vorher abklären lassen und dann evtl. auch eine gesonderte Schule oder Nachmittagsbetreuung suchen.
Aber finde es auch merkwürdig das die ihn stationär Aufnehmen wollen.
Imbecillitas am 25. August 2008 02:14 in einem jahr wird er ja eh eingeschult. hätte das ergebnis eine auseirkung darauf, wo er eingeschult wird? welche art von förderung würde er bekommen? wenn du ihn nicht im krankenhaus testen lassen willst, wobei mir das durchaus merkwürdig vorkommt, daß die ihn dabehalten wollen, fördere ihn doch selber so lange und in der schule wird sich das dann schon herausstellen.
Imbecillitas am 25. August 2008 02:17 halt das mit den hochbetagten problemkindern immer für ein wenig übertrieben... (aber ist nur meine persönliche meinung ohne persönliche erfahrung) wenn ein kind später mal schlechte noten bekommt ist es mit geringer wahrscheinlichkeit hochbegabt sondern eher doof.
Wolpertinger am 25. August 2008 02:18 Um mir Erfahrungsberichte einzuholen würde ich auch ein Hochbegabten Forum aufsuchen.
Leider ein hartnäckiges Vorurteil. Schulische Leistungen geben keinerlei Aufschluß über eine Minder- oder Hochbegabung.

Kinder mit Hochbegabung fallen schon im Kindergartenalter und in der Grundschule auf. Leider wird meist erst jemand aufmerksam, wenn negative Verhaltensmuster sich häufen. Mit 5 Jahren ist ein Kind im richtigen Alter um einen Test zu machen. Ich habe das gerade hinter mir. Ich habe einen Tag mit unserem Sohn im Bega-Institut in Bad Salzuflen verbracht. Ich kann das nur empfehlen! Keine langen Wartezeiten, eine klare Aussage und endlich!!! wissen, was mit dem Kind los ist und wie man richtig vorgeht. Es gibt bestimmte Hinweise. die im Vorfeld bereits auf eine Hochbegabung deuten können. Lies mal "Hochbegabung" bei Wikipedia durch. Hier findest Du auch Adressen, die Dir weiterhelfen.

http://www.dghk.de/index.html oder das und ansonsten würde ich mich andreas48 anschließen!

Hochbegabungen sind erst ab dem Grundschulalter testbar. Laß Deinen Sohn mit diesem Firlefanz ganz zufrieden und sich normal und frei weiterentwickeln.
Hallo, probiers doch mal mit einem IQ test wie zb der hier http://www.testedich.de/tests/iq-test.php3
Viel Glueck
Imbecillitas am 25. August 2008 02:09 ehem. glaub nicht daß der für 5jährige ist, geschweige denn das man da einen macht.

Moin! Wenn es bei der U9 aufgefallen ist, finde ich es seltsam, daß der Kinderarzt dir nur die Adresse einer Klinik in die Hand gedrückt hat und dich ansonsten anscheinend nicht weiter berät- wieso wollen die ihn gleich dabehalten??? Gibt es keinen niedergelassenen Arzt, der "in vertrauter Umgebung" Tests machen kann? Wie kommt Dein Sohn im Kindergarten zurecht- wurde zu einer früheren Einschulung geraten? Wie erlebst Du ihn Tag für Tag? Klar, sofern er wirklich hochbegabt ist, sollte er auch die entsprechende Förderung kriegen, aber ICH würde ihn keinesfalls in einer Klinik stationär aufnehmen lassen, nur um das herauszufinden!
sylviariedel am 25. August 2008 23:18 Mein Sohn fällt auf das er im Kindergarten mit keinem spielt!Er will dort auch nicht hin! Ist Ihm zu Langweilig sagt er !Er hat einen Freund mit dem er Stundenlang Bücher guckt über Ihrer Meinung nach Interessante Dinge ! Wie zum Beispiel wie funtiniert das mit dem Erdbeben!

http://www.klugekinder.at/- vielleicht hilft das weiter...
Hallo Sylvia!
Im Alter von 5-6 Jahren kannst du einen IQ Test machen lassen. Das Ergebnis ist ab dem Alter von 6 Jahren leidlich genau und bringt außerdem ein ausführliches Begabungsprofil. Die Kosten belaufen sich je nach Region auf 150-700 Euro, der Vergleich lohnt also.
Wie du merkst ist das Thema Hochbegabung ziemlich verpönt. Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle die Seite "klugekinder.at" empfehlen. Dort findest du auch einen Hinweis auf eine Mailingliste in der viele andere betroffene Eltern sich, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, austauschen können.
Unabhängig davon ob dein Kind nun hochbegabt ist oder nicht, es hat ein Recht auf eine angemessene Förderung. Auf der Seite "tate.at" findest du zahlreiche Tipps zur Förderung und zum Umgang mit hochbegabten Kindern im Alltag.
Hilfe vor Ort findest du bei der „DGHK“- der „Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind“. Neben Beratungsgesprächen und Infoabenden wird dir dort auch der Kontakt zu anderen Eltern ermöglicht. Hin- und wieder gibt es spezielle Freizeitaktivitäten/Treffen für hochbegabte Kinder.
Ich habe selbst zwei hochbegabte Kinder, darunter auch eins dass nie in den Kindergarten wollte und dort sehr gelitten hat. Wenn dein Sohn dort nicht glücklich ist und du die Möglichkeit hast-nimm ihn raus, lass ihn im Zweifelsfall zuhause. Die Langzeitfolgen mit denen wir selbst zu kämpfen hatten wünsche ich keinem. Leider sind die wenigsten Erzieher im Bezug auf Hochbegabung geschult und haben meist keine Ahnung welchem Leidensdruck hochbegabte Kinder sich oftmals ausgesetzt sehen.
Mein Tipp an dich: Bremse ihn auf keinen Fall aus, beantworte ihm seine Fragen wenn du sie beantworten kannst und zeig ihm wie er an Antworten kommt, die du ihm nicht geben kannst.
LG secari
Hallo,
wirf mal einen Blick auf www.hochbegabung-hochbegabte.de; ich denke, du findest da einige Informationen die dir weiterhelfen..
Eva
DH, Man soll den Kindern nicht ihre Kindheit rauben, sie ist viel zu schnell zu ende!!!
Das ist je die Preisfrage ! Lass ich ihn und versuche es alleine oder eben nicht! Ohne das ich behaupten will das ich dumm bin aber er ist fünf und fragt so Sachen wie warum ist der Himmel blau ? Wie fühlen sich Wolken an ? Warum können Uboote tauchen? Was ist ein Erdbeben!Warum spiegelt man sich im Spiegel? Und beim besten Willen es reichen keine neunmalklugen Antworten! Weil es so ist oder so! Damit gibt er sich nicht zufrieden! Und meine Ahnung ist bei vielen Dingen am Ende !Er zählt bis 50 er rechnet bis 20, er kann Buchstaben ! Zum Teil schreibt er! Vorschulbücher sind ein Klacks für Ihn! und alles ohne das ich das Fördere sondern von alleine! Wenn ich Ihn fördern sollte, will ich das auch nicht im Großen Stiel, mir geht es drum das sein Wissenshunger gestillt wird! UND ICH KANN DAS NICHT!
GENAU SO SEHE ICH DAS ALS ERZIEHERIN AUCH!!!! In den 12 Berufsjahren habe ich nur einmal erlebt, dass ein Kind TATSÄCHLICH hochbegabt war! ADHS wurde bisher auch nur einmal festgestellt! Kinder die auf irgendeinem Lernbereich auffalende Stärken hat werden gleich als Hochbegabt angepriesen! Das ist lächerlich! Wenn ein Kind im Kiga eine ganzheitliche individuelle Förderung erhält so wird es zum Schuleintritt die nötige Schulreife haben! Fertig! ANSONSTEN SOLLEN SIE IHRE KINDHEIT GENIESSEN! DIE IST SCHNELL ZU ENDE!!! Ich habe auch schon unzählige Eltern vor mir gehabt die sooooo in ihre Kinder verliebt waren, dass sie JEDEN Entwicklungsschritt als was besonderes gesehen haben. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie hochbegabt sind!!!
Sorry, aber typisch Erzieherin. Dass die defizitorientierte Ausbildung einer Erzieherin alles andere als geeignet ist um eine zuverlässige Aussage bezügl. Hochbegabung zu machen zeigt sich deutlich an dem angeführten Beispiel in 12 Berufsjahren lediglich ein hochbegabtes Kind zu "erkannt" zu haben.