Frage von sweetsixteenie, 91

Wo holt man sich Hilfe wenn man selbst die Lebenslust verloren hat?

Ich bin weiblich und 17 Jahre jung. Ich habe so seit 2 Jahren schon Depressionen, die in den letzten Monaten stark zugenommen haben. Seitdem 4 Monaten stehe ich nun auf einer Liste für eine Klinik. Und ich bin immer noch auf Platz 5. Seitdem gehe ich auch nicht mehr zur Schule und mache garnichts. Für meine Freunde bin ich aber immer noch halbwegs da und unternehme was mit ihnen, damit es niemand mitbekommt. Die meinten denken, dass ich eine Ausbildung mache. Viele wissen aber auch noch garnicht dass ich nicht mehr zur Schule gehe. Darunter meine beste Freundin. Ich lüge mich komplett durch. Und das einzige was mich noch beruhigt, ist die Tatsache, dass ich mir wenn alles eskaliert ja immer noch einfach das Leben nehmen kann. Schlimm ist, dass vorallem meine Mutter da drunter leidet. Letztens war ich so weit dass ich schon einen Abschiedsbrief an Familie und einzelne Freunde geschrieben habe. Den hat sie im Müll entdeckt. Das weiß ich weil sie es meiner Schwester über WhatsApp geschrieben hatte. Ich blocke nur noch ab und nehme keine Hilfe an. Ich möchte einfach nicht mehr. Aber es wäre einfach zu krass... Wo kann ich mir Hilfe holen wenn ich sie in der Klinik immer noch nicht bekomme? Mit meiner Übergangstherapeutin konnte ich schon mal nicht reden. Weil ich den Sinn nicht drin sehe. Denn eigentlich hört sie mir ja nur zu und sobald ich den Platz habe bin ich bei ihr abgehakt. Richtig Hilfe bekomme ich da überhaupt nicht. Weshalb ich da auch nur 4 mal am Anfang war.

Bitte um Antworten, danke schon mal

Antwort
von Mel1998, 33

Oh man, ich kann dich verstehen. Ehrlich. Du hast sicher mehrere Gründe warum du depressiv bist. Magst du vielleicht darüber schreiben? Ich höre dir auf jeden Fall gerne zu und versuche zu helfen, wo ich kann.

Entweder du suchst nach den Ursachen und versuchst so deine Depression Schritt für Schritt los zu werden. Oder aber du suchst dir Ablenkung, sprich Bücher lesen, TV gucken, selbst Geschichten schreiben usw. Noch was: Selbstmord? Das ist keine Option! Denk an die Menschen, die dich lieben. Sie wären am Boden zerstört und ich bin mir sicher, dass du nicht wirklich sterben willst. Es ist halt nur dein Ausweg von Problemen, aber komm schon.. Willst du nicht in Zukunft in die Vergangenheit zurück schauen und dir lächelnd "Es war schwer, aber ich habe es geschafft" denken können? Ich finde das wäre was Tolles.

Übrigens, habe ich auch Depressionen und weißt du was meine Selbstheilung ist? Ich bin für andere da und unterdrücke meine eigenen Gedanken. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Du musst nur finden was dir hilft. Das wird schon. Du schaffst das! Irgendwann wird das Leben besser! Vergiss das nicht!

Antwort
von Androphilie, 28

Sobald du in der Klinik bist, kannst du komplett abschalten. Dann kannst du dich auf dich selbst konzentrieren und die Probleme mit deinen Freunden und deiner Familie ein bisschen vergessen. Da sind dann auch Therapeuten, die für dich da sind und Menschen, denen es so geht wie dir, die dich also verstehen.

Das beste, was du tun kannst, ist einfach zu warten, bis für dich ein Platz frei wird und solange ist es eigentlich schon wichtig, dass du zu deiner Therapeutin gehst, vor allem, wenn du schon einen Abschiedsbrief geschrieben hast. Wenn du mit der Therapeutin redest, wird sie dir sicher die Zeit bis zur Klinik erleichtern und wieso sollte das sinnlos sein? Sie kann vor allem beurteilen wie stabil du im Moment bist und wie dringend es ist, dass du in eine Klinik kommst, da Menschen mit akuter Selbstmordgefahr normalerweise nicht auf einer Warteliste stehen.

Du kannst dich aber auf jeden Fall schon mal darauf einstellen, dass du in der Klinik wirklich professionelle und auch sinnvolle Hilfe bekommst von Menschen, die dich verstehen, und das ist doch ein guter Anfang. :)

Antwort
von HeinrichKessler, 17

Das Leben läuft nicht immer so wie man es sich wünscht und wenn es länger so läuft dann stürzt man manchmal ab. Das kann jedem passieren und was du genau deswegen tun solltest ist mit deinen Freunden darüber zu reden. Einige werden das verstehen und andere werden dich nur komisch ansehen und sich fragen warum du so bist wie du bist. Schäme dich nicht dich deinen Freunden zu öffnen und erzähle ihnen wie es dir geht, alleine das wird dir schon helfen mit der Situation zurecht zu kommen weil du nicht die ganze Zeit blöd rumlügen musst. 

Und zur Therapeutin: Vergiss nicht dass es ihr Beruf ist sich deine Sorgen anzuhören, aber wenn sie eine gute Therapeutin ist dann interessiert sie was du sagst über eure Sitzungen hinaus, auch wenn es nur für einen Begrenzten Zeitraum ist hilft es dir vielleicht dabei dich dann in der Klinik besser öffnen zu können und dich selbst und dein handeln zu verstehen.

Viel Erfolg! Mach keinen Mist, Heinrich ;)

Antwort
von Thralith, 17

Hey, erstmal tut es mir leid, was da passiert ist. Ich werde im Sommer 18 und habe auch seit circa 3 Jahren Depressionen, gefolgt von Selbstverletzendem Verhalten.

Anfangs habe ich Hilfe auch abgeblockt, aber ich kann dir versichern: reden hilft! Ich kann mir vorstellen, dass dir das wahrscheinlich jeder sagt, und ich kann auch bestätogen, dass es anfangs schwer ist, über seine Probleme, Vergangenheit, was auch immer zu reden, aber im Nachhinein bringt es dir nichts dich zu isolieren. Das habe ich auch versucht, aber es macht alles nur schlimmer.

Also halte immer an allem Positiven fest, schreib dir am Abend auf was gut für dich war und wende dich solange du noch auf dieser Liste stehst an eine Vertrauensperson.

Der Gang zum Psychologen ist leider notwendig, da deine Freunde/Familie dir zu nahe stehen, um dir zu helfen. Klingt blöd, aber ein Psychologe betrachtet dich als einen neutralen Menschen an. Deine Eltern würden dir wahrscheinlich MItleid, Ärger, et cetera entgegen bringen.

Versuche, die Zeit noch durchzustehen, begib dich wieder unter Menschen, denn das lenkt dich von dir selbst ab und holt dich aus diesem Loch wieder heraus.

Ich wünsch dir alles Gute für die Zukunft, und ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen kann und falls du mal jemanden zum quatschen suchst, habe ich immer ein offenes Ohr für dich!!

LG Alisa aka Thralith

Antwort
von Ashanty21, 32

Hay süsse , s--- auf kliniken s----auf Therapeuten , das ist alles Schwachsinn und hör auf dir einzureden das du Depressionen hast , du bist ein gesunder Mensch du musst nur etwas raus was mit Freunden Unternemen.', leb dein Leben und mach viel Sport das mach dich auch selbsbewuster geh tanzen zu etwas was dir spas macht , du bist jung , du hast dein ganzes Leben vor dir ,, du hast dein Leben selbst in der Hand , du bestimmst und gestaltest dir selbst dein Leben , also mach Schluss mit diesen Therapeuten du sinkst ansonsten da um so mehr rein , sei stark und dankbar für dein wohlhaben , es gibt so viele Menschen die sich dieses Leben das du führst wünschen , also fang an zu leben , und Bilde dir nicht ein das du Depressionen hast '

Antwort
von ElisaSchramm, 21

Du musst unbedingt Sport machen. Sport setzt Glückshormone frei. Das ist schonmal ein erster guter Schritt um zurück ins Leben zu finden :)

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