Habe den Verdacht, dass eine meiner Freundinnen zwanghaft putzt und wäscht. Früher war das nur am Wochenende und sie sagte immer, es sei ihr persönliches Ritual, da zu putzen. Inzwischen aber, wann immer ich anrufe oder vorbeikomme, ist sie am Saubermachen. In letzter Zeit hört sie auch nicht damit auf, wenn ich da bin und sagt immer 'nur noch kurz das da...' und kommt dann wieder auf tausend Dinge, die sie 'noch rasch' putzen muss. Allmählich mache ich mir Sorgen, was tun?
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vielleicht sollte sie sich hilfe holen und mit einem psychologen unterhalten

Warum sprichst Du das Thema nicht einmal mit ihr an, in dem Du ihr genau so wie hier Deine Bedenken schilderst. Dann siehst Du anhand ihrer Reaktion, ob Du Dir wirklich Sorgen machen musst.

Der Übergang ist anfangs fließend. Sprich Deine freundin doch mal darauf an, dass Du Dir Sorgen um sie machst. Ihre Reaktion wird Dir zeigen, ob es noch normal ist. Dann kannst Du immer noch über eine psychologische Unterstützung nachdenken.

Wenn Du bei ihr bist, und alles sieht total geleckt aus, so sauber, daß man vom Boden essen könnte, alles blitzt und blinkt -
und sie will trotzdem putzen?
Dann ist bestimmt das Stadium der Zwangshandlung erreicht! Ich rate ihr dringend zur Therapie, denn das wird sonst immer schlimmer, kann sich ins Extreme steigern. Ein Laie ist da überfordert.

Zu deiner Hauptfrage: Als allgemeine Regel kann man sagen, dass ein Ritual dann zur Zwangshandlung wird, wenn der oder die Betroffene das Ritual selbst als belastend wahrnimmt. Ich würde auch vorschlagen, dass du deine Freundin vorsichtig ansprichst, dann wirst du vielleicht herausfinden, ob sie schon unter ihrem Putzritual leidet.
Hol Dir Rat bei einem Experten, alleine kannst Du da nicht helfen