Frage von Fred4u2, 160

Wo hin kann denn ein deutscher Flüchtling fliehen?

Viele ausländische Flüchtlinge in Deutschland, doch wohin könnte denn ein deutscher Flüchtling fliehen? Auch in Deutschland werden Menschen (ständig von Behörden, Geheimdienste, Inkassounternehmen, Medien, Nachrichtendienste, Polizeibehörden, Propagandabehörde, Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz) verfolgt. http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Fuenf-Straftaeter-auf-der-Flucht-_ari...

Antwort
von wfwbinder, 156

Ich könnte schon mal ohne Asylantrag in 27 Eu-Länder umsiedeln.

Ich (wir) könnte(n) in das Heimatland meiner Frau gehen.

Dann fallen mir noch (auch unter dem Gesichtspunkt, wo ich mir vorstellen könnte, ansatzlos auch tätig zu sein) Südafrika, Argentinien, Bahamas, Bermudas, Singapur, BVI, Trinidad u. Tobago usw.

Ich sehe keine Probleme.

Antwort
von DODOsBACK, 160

Eine Familie hat wegen religiöser Verfolgung Asyl in den USA beantragt - damit ihre Kinder keine Evolutionslehre unterrichtet bekommen. Die wurden angenommen... Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass "Verfolgung durch Inkassounternehmen" irgendwo als Asylgrund gilt. Falls du aber ernsthafte Probleme mit westlichen Geheimdiensten hast, würde Putin dich (natürlich im Austausch gegen Informationen) sicher gerne aufnehmen. Siehe Snowden...

Und es steht jedem frei, illegal irgendwo zu leben - wie der größte Teil der Flüchtlinge weltweit. Bruchbude, Zelt, Wellblechhütte, Knochenjob, Hungerlohn, keine Krankenversicherung usw.

Kommentar von Pestilenz ,

Bevor ich in der usa "anheure" gehe ich nach russland.

Antwort
von Schnoofy, 117

Die Aufzählung deiner Fluchtgründe scheinen mir durchaus auch solche mit kriminellem Hintergrund zu beeinhalten.

Wem also das Leben in einem demokratischen Rechtsstaat nicht genehm ist dem empfehle ich als Rückzugsland Nordkorea.

Dort wäre ein Flüchtling aus dem " kapitalistischen Westen" zunächst allein schon aus Gründen der staatlichen Prodaganda herzlich willkommen. Die weitere Entwicklung hängt dann sicher auch vom Verhalten des Geflüchteten ab.

Antwort
von andre123, 120

Realistische Chancen einen Asylstatus zu erhalten bestehen natürlich nur in einem Land außerhalb der Nato/EU etc .             Insbesondere dort, wo das asylgewährende Land einen Reputationsgewinn erhalten würde, bzw ein Interesse daran hat, dem Ansehen des Herkunftsland des Asylsuchenden in der Weltöffentlichkeit zu schaden ( das meine ich wertneutral, ob berechtigt oder nicht ist für die Fragestellung irrelevant)  

Also  Chancen würde ich z.Bsp. in Venezuela, Cuba, oder auch ggf in . Russland sehen   

Antwort
von tryanswer, 159

Das hängt zunächst mal davon ab, warum du meinst fliehen zu müssen und über welche Mittel du verfügst. Je nach dem stehen dir etwas mehr als 195 Staaten zur Verfügung.

Kommentar von gendermutti ,

195 Staaten ? Nenn mir mal einen Staat der einem Deutschen einen Aufenthaltstitel gibt ... EINEN ... wo soll das sein ausserhalb Europas ? Und ein EX Strafgefangener , wie soll der an GELD kommen ? Ohne Moos nix los. 

Kommentar von tryanswer ,

Jeder, oder warum meinst du können deutsche Staatsbürger überhaupt im Ausland leben.

Kommentar von tryanswer ,

Paraguay würde sich in den Fall anbieten (auch fallen mir noch ein paar afrikanische Staaten ein) und Geld kann man sich in der Regel durch Arbeit verdienen. Wenn man sich jedoch auf der Flucht befindet, sollte man jedoch damit rechnen gewisse Abstriche von seinem derzeitigen Lebensstandard machen zu müssen.

Antwort
von Dunacsilla, 100

In Deutschland werden Menschen nur polizeilich verfolgt, wenn sie eine Straftat begangen haben. Von den Ämtern und Behörden wird man höchstens bedrängt, was extrem unangenehm sein kann, aber keine Todesfolgen hat. Inkassounternehmen lassen einem solange in Ruhe, wie man seine Wirtschaft ordentlich betreibt und keine Schulden macht. Es gibt also keine anerkannte Fluchtgründe wie Krieg, Gefahr für Leib und Leben, etc. Dennoch "fliehen" viele Deutschen jetzt ins Ausland. Sie befürchten die Verarmung des Landes, den Abbau der demokratischen Grundrechten, die Islamisierung, und haben es satt immerzu ihren Unmut zu äußern, ohne das man sichtbare Verbesserungen wahrnehmen kann. Je nach Bildung und Ausbildung gehen die Emigranten in folgenden Ländern:

Paramedizinisches Personal und Handwerker (voran Bäcker) sind in den USA gerne gesehen und erhalten oft eine Green Card.

Mediziner gehen oft nach Groß Britannien,

Handwerker und Diensleistenden aller Art ziehen häufig nach Skandinavien.

Techniker finden ein neues Zuhause in den Niederlanden, oder auch in Asien. 

Es findet zur Zeit einen wahrhaften "Braindrain" statt, und viele junge, gut ausgebildete Menschen sehen die Zukunft in Deutschland sehr düster und gehen gleich fort. Viele machen auch nur ein Auslandssemester und bleiben  im Ausland. Dagegen hilft nur, die Verhältnisse in Deutschland die diesen Pessimismus begründen, schnellstens zu ändern. 

Kommentar von veritas55 ,

Sie befürchten die Verarmung des Landes, den Abbau der demokratischen Grundrechten, die Islamisierung, und haben es satt immerzu ihren Unmut zu äußern, ohne das man sichtbare Verbesserungen wahrnehmen kann

Von Deutschen, die aus diesen Gründen auswandern habe ich ja noch nie gehört ! Die Auswanderer, die ich kenne (und von denen in Blogs etc. zu lesen ist), die wollen hauptsächlich ein klimafreundliches Land, möglichst mit weniger Bürokratie (was oft ein Trugschluss ist), ein freieres Lebensgefühl und einen guten Job, der ihren Fähigkeiten entspricht.

Ein Freund von mir hat immer von Australien geträumt und hat sich dort als Landschaftspfleger selbständig gemacht; eine Freundin hat in Honululu als Krankenschwester gearbeitet; ein Neffe ist als Informatiker nach Neuseeland gegangen weil er dort ein super Jobangebot gekriegt hat; eine Freundin arbeitet als Tippse auf Malle (typischer Klimaflüchtling) ...

- die alle haben auch Kontakt zu anderen Emigranten und noch nie habe ich gehört, dass irgendjemand aus den von dir genannten Gründen aus Deutschland weg wollte.

Es ist ein ganz normales Bedürfnis von sehr vielen Menschen, dass sie möglichst viel von der Welt kennenlernen wollen und sich einen Traumjob - nach Möglichkeit in der Sonne - wünschen !

Die Jungen haben noch Abenteuerdrang, die Mittleren sehen gute berufliche Chancen und die Alten fühlen sich  zunehmend in Ländern wohl wo sie mehr Fürsorge für ihre Rente erwarten können und wo sie ein besseres Klima für mehr Lebensqualität vorzufinden hoffen.

Kommentar von Dunacsilla ,

Die Zeiten ändern sich. In den Achtzigern bin ich, oder besser: mein Mann und ich, in die USA gezogen, aus genau jene Gründe die du genannt hast. Wir wollten fort aus dem Bodenseenebel, wollten dorthin wo es warm ist, wo die Natur viel weitläufiger war, wo wir neue Menschen, eine andere Kultur (wir sind aus den USA heraus viel in Mittelamerika unterwegs gewesen) und andere Lebensweisen kennenlernen konnten. Zunächst wollten wir nach Australien, aber da wir nicht den passenden Beruf hatten (Australien suchte damals Lebensmitteltechniker, Klimaanlagenbauer und Krankenschwestern) und weil wir keine 200.000 Dollar Vermögen nachweisen konnten, wurde das nichts mit dem Emigrieren nach Down Under. 

Das aber ist dreißig Jahre her. Heute gehen die Kinder meines Bruders nach Thailand, weil dort Frieden und Gelassenheit herrscht, nicht des Klimas oder den Berufchangen wegen. Und die Medizinerinnen die ich kenne freuen sich zwar über den guten Verdienst in England und USA, aber gegangen sind sie, weil sich die moslemische Patienten oft gewaltig unverschämt ihnen gegenüber verhielten oder sich gar nicht behandeln lassen wollten. Eine Gynäkologin mit der ich gut bekannt war, hat mal erzählt, dass sie bedroht wurde, weil sie ein beschnittenes Mädchen aus Somalia ein halbwegs schmerzfreies Unterleib zurechtoperiert hatte. Solche Leute verlassen das Land nicht aus Abenteuerlust, sondern weil sie sich nicht mehr heimisch fühlen. 

Der Sohn meines Segelpartners beendet jetzt gerade sein Ingenieurs-studium in Los Angeles, und hat vor einigen Tagen  geschrieben, dass er sich dort um eine Stelle bemühen wird. Der Grund seines fortbleibens: im kleinen Allgäuer Örtchen wo sie leben, sollen nun noch weitere 140 Flüchtlinge untergebracht werden, zusätzlich zu den 200 die schon dort sind. Dies hat nichts mit Angst zu tun, oder gar mit Ablehnung. Er hat einfach keine Lust bei der Integration behilflich zu sein, und er weiss, dass sein Vater das von ihm verlangen würde. Es werden in Deutschland leider zu oft nur die Extremen zitiert: die Rechte: feindselig gesinnten Ausländerhasser, und die Linke: die Claqueure der Willkommenskultur. Es gibt aber eine ganze große "stöhnende Mitte": jene die sich nicht groß engagieren wollen, und einfach nur befürchten dass die Belastungen steigen werden, und dass sie an Lebensqualität einbüßen werden. Genau die verlassen das Land.

Du hast auch Recht mit dem was du sagst, und sicher gibt es auch heute noch Menschen die deswegen woanders leben wollen. Aber darüber hinaus gibt es jene die aus Ärger über die gesellschaftspolitische Entwicklung und das eigenmächtige Handeln der Volksvertretern Deutschland den Rücken kehren. Das sind inzwischen Tausende, aber nur selten liest man darüber in der Presse.

Antwort
von voayager, 99

Ich schlage in dem Fall die Niederlande oder Schweden vor. Dänemark und Finnland sind gleichfalls in Betracht zu ziehen.

Antwort
von himako333, 96

Dein Link bezieht sich auf langjährige  Drogenabhänige , die aus der forensischen Psychiatrie des Landeskrankenhaus Brauel ausgebüxt waren! Es ist von Dir unlauter den Eindruck zu erwecken es wären Leute die vom Staat schikaniert werden und die im Zusammenhang mit Schutzsuchenden zu benennen!

In den 90zigern ( ging durch die Presse ) wurde z.Bsp. einem binationalem Paar wegen der schon damals bestehenden Gefahr Opfer von gewalttätigen Fremdenfeinden zu werden Asyl in Holland gewährt .. einige andere Paare sind damals auch ausgewandert u.a. nach USA

m. frdl. G. ;)h

Antwort
von fernandoHuart, 125

Deutschland gilt leider als sichere Herkunftsland...;-)

Antwort
von 1988Ritter, 90

Grundsätzlich muss erstmal ein international anerkannter Fluchtgrund gegeben sein. Nur weil mir die Polizei eine Knolle verpasst hat werde ich nicht zum Flüchtling.

Kann man aber seinen Flüchtlingsstatus plausibel darstellen, dann kann man in jedes sicher erscheinendes Land fliehen.

Antwort
von Hardware02, 74

Da ist wieder jemand, der den Unterschied zwischen einer Bombe und der GEZ nicht kapiert hat, und offenbar auch nicht fähig ist, einen Blick in den Atlas zu werfen.

Kommentar von hupsipu ,

Danke, der Vergleich ist wunderbar :-)

Antwort
von myliebling, 118

Da bei uns kein Krieg ist, haben wir auch keinen Grund zu flüchten. Und Straftäter sollten sich ihrer Verantwortung stellen und nicht vor der Justiz flüchten

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community