Mir sagte mal jemand, dass man am besten nach vorne schaut und ziemlich in der Mitte stehen sollte. Stimmt das?

Am besten hält man sich im Drehpunkt auf - der ist zwar in der Mitte, wenn man rechts-links betrachtet, aber bei oben-unten meist in Höhe der Wasserlinie und bei vorn-achtern meist etwa zwei Drittel von vorn aus.
Ausserdem sollte man die Bewegungen "auspendeln", sich also nicht "mitschaukeln" lassen.
Wenn man an Deck ist, dann sollte man eher nach vorn blicken oder wenigstens auf den Horizont.
Im Liegen wird man weniger leicht seekrank - kritisch wird es aber manchmal beim Aufstehen, wenn man noch unsicher auf den Beinen ist und dann natürlich leicht umfällt.

Stimmt. Das Schiff schwankt in der Mitte am wenigsten und man sollte den Horizont beobachten. Dem Magen ein bißchen was zu tun geben kann helfen, etwas essen, aber nicht zu viel. Man kann sich auch flach auf den Rücken legen an der frischen Luft und nach oben schauen.

Es gibt inzwischen die Seebrille , das Prinzip ist so simpel wie wirksam und vor allem ohne jede Nebenwirkung! In der Seebrille ist ein künstlicher Horizont intregriert, der auf einer Flüssigkeit schwimmt und damit dem Auge eine feststehende Bezugsebene"vorgaukelt".
Mein Ratschlag weicht ein wenig ab.
Frische Luft ist schon mal sehr gut und solang es einem gut geht, kann man in der Mitte bleiben. Aber wenn's die Seekrankheit dann raus will, ist die Reling vorzuziehen, auch wenn man eine Speitüte hatte.
Vom Essen an Bord, wenn man zur Seekrankheit neigt, halte ich gar nichts. Allerhöchstens vor dem Schiffgang etwas Trockenes, nicht Fettes, das dem Magen eine gewisse Grundlage geben kann, und sei es auch nur, damit was zum Rausspucken da ist. (Du merkst schon, ich hab damit Erfahrung).

In der Apotheke gibt es Reisetabletten, die sehr gut helfen.
Wenn du an Bord bist und dir trotz aller Maßnahmen bereits übel ist, hilft es, an Deck Eiswürfel zu lutschen.