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Wo gibt es wirklich OBJEKTIVE (sachliche!!!) Infos zur Gefahr von Atommüll (und Endlagern)

gefragt von MrTom am 06.09.2009 um 16:54 Uhr

Bitte versteht mich nicht falsch:

Mir liegt die Umwelt sehr am Herzen, setze mich in vielen Punkten aktiv ein und habe auch einige ziemlich "Radikale" im Freundeskreis. War mit denen schon auf politischen Veranstaltungen zum Thema Atommüll, aber LEIDER war es dort immer ein Ding der Unmöglichkeit - als KRITISCH denkender Mensch - mal wirklich SACHLICHE Informationen über die tatsächlichen Risiken von Atommüll in Zwischen- und Endlagern zu bekommen.

In 100% der Fälle traf ich immer nur auf POLEMISCHE PANIKMACHE!!! (typisch Poltik, macht eben auch vor Naturschützern nicht halt, diese Masche). Und sobald man mal genauer nach Zahlen und Daten fragt, wird man da gleich schief angeguckt... weil einem "nicht von selbst klar sei", dass Atome was gaaaanz ganz schlimmes sind, und radikal abgeschafft gehören... Punkt, aus.

Solange Sonnen-/Wind-/Wasserkraft noch nicht so ausgebaut sind, dass wir unseren Bedarf damit decken können (wo ich SEHR dafür wäre), sehe ich in der Verfeuerung von fossilen Brennstoffen NICHT die Alternative zur (meiner laienhaften Meinung nach) deutlich "saubereren" und effizienteren Atomenergie... Dem "Gefühl" nach halte ich die (relativ geringen) Mengen an Atommüll in Salzstöcken und Castor-Behältern für "RELATIV unbedenklich"...

Aber das ist AUCH nur ein "Gefühl"... wo bekomme ich objektive INFOS, um mir eine fundierte Meinung zu bilden? (sachliche!!

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anonym
beantwortet von kruemel70 am 6. September 2009 16:57
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Ich fürchte beinahe nirgends. Das Thema ist politisch derart stark belastet, dass man immer nur Meinungen zu lesen bekommt. Auch von wissenschaftlicher Seite ist es unglaublich schwer (oder meiner Meinung nach gar nicht) zu beantworten, ob ein Standort zur Endlagerung geeignet ist, denn immerhin geht es mitunter um viele Millionen Jahre, die man in die Zukunft extrapolieren muss, auf der Basis von Erfahrungen, die nur einige Jahrzehnte betragen. Das ist auch der Grund, warum sich selbst Experten darüber nicht einig werden.


anonym
beantwortet von charlynickel am 6. September 2009 21:43
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Schau Dir dieses Video mal an: http://www.youtube.com/watch?v=t_NLdRUELjo Aber für mich ist allein die Endlagerungsfrage, schon Grund genug auf Atomkraft zu verzichten.


anonym
beantwortet von lks72 am 6. September 2009 20:41
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Hallo,

ich halte mich mal etwas bedeckt zum Thema Kernkraft, da eine sachliche Diskussion irgendwie nicht möglich zu sein scheint. Allerdings ist deine "geringe" Menge atomaren Abfalls relativ. Laut einer russischen Studie von 2002 oder so gab es damals 200000 Tonnen radioaktiven Müll aus Kernreaktoren, auf das Jahr 2008 hochgerechnet kommt man auf mindestens 250000 Tonnen. Dabei sind alle Materialien gemeint, die von allein, also durch Kernreaktionen, Wärme produzieren. Ein zweiter Punkt betrifft die Sicherheit eines Reaktors. Bei einer Notabschaltung eines 1GW Kraftwerks hören die Primärreaktionen sofort auf. Allerdings lassen sich die Folgereaktionen nicht aufhalten. Diese klingen sehr schnell ab, aber noch 2 Tage nach Abschaltung erzeugen sie eine Wärme, die mit einer Energiemenge von 7MW beladen ist. Das bedeutet: Egal, was in einem Kraftwerk passiert, es darf niemals die Kühlung ausfallen. Ein dritter Punkt betrifft die Verteilung der Energieversorgung. Wer für eine möglichst dezentrale Energieversorgung ist, der muss aus diesem Grund gegen Kernkraftwerke sein, wer dafür plädiert, dass die Energieproduktion in Form von Strom möglichst in der Hand weniger Unternehmen liegen sollte, der findet eher Gefallen an AKWs.

Dies sollen nur einige Denkanstöße sein.

Gruß, Marco.


john316
beantwortet von john316 am 6. September 2009 16:56
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