Frage von Helios95, 168

Wo genau liegen die (objektiven) Unterschiede zwischen den heutigen Flüchtlingen und den Flüchtlingen im zweiten Weltkrieg 1944/45?

Die Frage ist klar.

Antwort
von soissesPDF, 82

Der Reihe nach.
Beiden Ereignissen gemeinsam ist ein Kriegsereignis, Krieg löst regelmäßig Flucht und Vertreibung aus.

Die Flucht in Folge des Zweiten Weltkrieges wurde a) ausgelöst durch den benannten Krieg, den Deutschland verloren hat und b) wurden die Kriegsfolgen bereits auf der Konferenz von Jalta durch die Russen/Amerikaner und Briten vereinbart.

Eine Folge daraus war, dass Stalin die Ostpolen zwangsweise nach Westpolen (Schlesien/Pommern) umsiedelte und hierdurch die Vertreibung aus Ostpreußen/Schlesien und Pommern) auslöste.

Die heutigen Flüchtlinge (u.a. Afghanen) hat Deutschland durch seine Kriegsbeteiligung ausgelöst und mithin teilweise zu verantworten.
Iraker und Syrer u.a.m. haben, weil Kriegsgebiete ein Recht auf Asyl.

Je mehr Deutschland Weltpolitik betreibt, je mehr kommt es eben auch in die Verantwortung für Flüchtlinge und Asyl.

Kommentar von Zicke52 ,

Unsinn. Seit 1978 wechseln sich in Afghanistan Kriegs- und Bürgerkriegsperioden ab, ganz ohne Intervention Deutschlands. Erst ab 2001 ist Deutschland Teil einer Koalition, die die Taliban (nicht das afghanische Volk) bekämpft und Afghanistan auf dem Weg zur Demokratie unterstützt. Schlimm, ja. Und mit bescheidenem Erfolg, wenn man überhaupt von Erfolg sprechen kann. Das afghanische Volk hat noch einen weiten Weg vor sich, mit oder ohne westliche Hilfe.

Aber dass es weniger Flüchtlinge gäbe, wenn die Talibanregierung nicht gestürzt worden wäre, ist eine sehr gewagte These. Viel wahrscheinlicher ist das Gegenteil. 

Antwort
von Jerne79, 48

Das wirklich Traurige sind die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Flüchtlingsgruppen: Sie wurden in dem Land, in dem sie sich Frieden und ein neues Leben erhofften, nachdem sie alles zurücklassen mussen, in keinster Weise mit offenen Armen aufgenommen.

Auch wenn die Flüchtlinge am Ende des 2. Weltkriegs Deutsche waren, sie waren in der neuen Heimat genauso wenig willkommen wie heute Syrer und Co.. Wenn ein Mensch seine Heimat und sich in seinem Denken in irgendeiner und sei es auch noch so hirnrissigen Art und Weise bedroht fühlt, findet er Gründe, warum er die, durch die er sich bedroht fühlt, ablehnt. Da muss es keine fremde Religion oder dunkle Haut sein, der Engstirnige findet schon Argumente.

Antwort
von voayager, 90

Der Vergleich hinkt total. Deutsche wurden entweder vertrieben, oder waren so verhaßt, dass sie froh waren, aus Osteuropa zu flüchten.

Kommentar von HansH41 ,

Die deutschen Flüchtlinge kamen aus dem Teil Deutschlands, den die Siegermächte weggenommen haben. Wieso sollen sie da verhasst gewesen sein?

Kommentar von voayager ,

Sie waren verhasst bei den Polen, sie waren verhasst bei den Tschechen. Bekanntlich ging sowohl Schlesien als auch das Sudetenland an die 2 genannten Länder.

Kommentar von HansH41 ,

"Bekanntlich ging sowohl Schlesien als auch das Sudetenland an die 2 genannten Länder"

Das ist richtig, und die einheimische deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Aber das erklärt nicht, wieso die die Polen und die Tschechen die Deutschen gehasst haben sollen. Umgekehrt wäre es verständlich. Würdest du die Leute lieben, die dir deine Heimat und dein Hab und Hut wegnehmen?

Kommentar von voayager ,

Weit über 90% der Deutschen im Sudetenland warwen Henlein-Deutsche, also einem strammen Nazi. Und es war aschließlich so, dass Hexdrich in Prag regelrecht wütete.

Sehr viele Polen qwurden in der NS-Zeit entweder erschossen oder in KZ s gesperrt, auch das hinterläßt fürchterliche Schleifspuren. ("so was- kommt so so was")

Antwort
von atzef, 46

Flüchtlinge 44? Das sind Menschen, die sich als Okkupanten in von Nazideutschland besetzten Gebieten breit gemacht haben und angesichts der militärischen Niederlage der Nazis mit der Wehrmacht diese okkupierten Gebiete verlassen mussten.

Flüchtlinge 45 sind Menschen, die angesichts der militärischen Totalniederlage der Nazis mit den Nazitruppen vor alliierten Truppen flohen.

Die heutigen Flüchtlinge sind zwische die Fronten eines Bürgerkrieges geraten.

Die damaligen mussten die Folgen eines von der deutschen Rechten betriebenen Angriffskrieges ausbaden, den viele von ihnen zuvor unterstützt haben.

Kommentar von HansH41 ,

"Das sind Menschen, die sich als Okkupanten in von Nazideutschland besetzten Gebieten breit gemacht haben und angesichts der militärischen Niederlage der Nazis mit der Wehrmacht diese okkupierten Gebiete verlassen mussten."

Sag mal, woher hast du diese unverfrorene Feststellung aufgeschnappt? Die Flüchtlinge 45/46 kamen aus ganz normalen deutschen Gebieten (Ostpreußen, Pommern, Schlesien etc.) und nicht aus besetzten Gebieten.

Kommentar von atzef ,

In der Frage steht 44/45  nicht 45/46, wobei meine sachliche Feststellung eben auch auf Siedlungslandraub auf polnischem Boden im sog. "Generalgouvernement" zutrifft.

Blök mich also nicht so begriffsstutzig von der Seite an du Neo...

Kommentar von HansH41 ,

Vom Generalgouvernement sprach niemand außer dir und das jetzt ohne Sinn. Die Fluchtbewegungen begannen bereits 1944 und in der Frage steht 44/45, so viel hast du sogar begriffen.

Aber du bringst Vorwürfe auf, bezeichnest die Flüchtlinge als Okkupanten, hast offensichtlich wenig Mitgefühl mit diesen Menschen. Was bist du für ein Held.

Antwort
von HansH41, 47

Nach dem 2. Weltkrieg verloren ca. 14 Millionen Deutsche ihre Heimat und kamen als Flüchtlinge ins restliche Deutschland. Es waren Deutsche wie du und ich, die das Pech hatten, dass die Siegermächte deren Heimat an andere Länder gaben.

Bis heute kamen rund 2 Millionen Flüchtlinge, Asylbewerber und Einwanderungswillige nach Deutschland aus, die alle eine fremde Staatsangehörigkeit haben, häufig eine fremde Religion und gelegentlich keine Ahnung, wie man in Deutschland lebt.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Und so wie ich Deine Antwort verstehe, sind die jetzigen Flüchtlinge, weil sie aus einem anderen Kulturkreis stammen, Menschen 2. Klasse?

https://scontent.cdninstagram.com/hphotos-xfa1/t51.2885-15/s640x640/sh0.08/e35/1...

Kommentar von HansH41 ,

Das habe ich nicht gesagt, sondern: die jetzigen Flüchtlinge sind schwerer zu integrieren, oder überhaupt nicht. Sie sind nicht Menschen zweiter Klasse, sondern anderer Klasse, eben keine Deutschen.

Antwort
von archibaldesel, 26

Die Antwort ist eigentlich auch klar.

Der objektive Unterschied ist die Herkunft der Flüchtlinge, sowie das Land, in dem der Krieg herrschte.

Antwort
von Schlauerfuchs, 77

Die Flüchtlinge damals waren aus Ostpreußen od Schlesien vertriebene Deutsche, sie hatten somit die gleiche Sprache ,Schulbildung ,Kultur , Religion, Mentalität. 

Heute kommen von der IS Vertriebene ,mit völlig anderer Sprache ,Kultur ,Geschichte ,Mentalität und Ausbildung, bzw auch viele ,wo nicht einmal ihre Muttersprache schreiben können.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Und so wie ich Deine Antwort verstehe, sind die jetzigen

Flüchtlinge, weil sie aus einem anderen Kulturkreis stammen, Menschen 2. Klasse?

https://scontent.cdninstagram.com/hphotos-xfa1/t51.2885-15/s640x640/sh0.08/e35/1...

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Nein , nur ist es schwieriger Leute wo nicht unser Religion Kultur und Ausbildung haben.

jeder der mal längere Zeit in einem arabischen Land gelb hat weiss was ich meine, die verstehen teilweise unser frei Kultur und Lebensweise nicht und wollen dies nicht Leben .

Es gibt keine Menschen 1 und 2. Klasse , aber ein Tankwart ,wird nie als Arzt arbeiten und so wie das Ausbildungs und Interlektuell Gefälle zwischen den beiden Deutschen ist ,ist auch das Gefälle zwischen Aknostikern und gläubige Moslems ,so wird es nicht einfach.

und ich bin der Meinung wir sollten nicht auf unser Freiheiten ,Kleidung, Religionsfreiheit ,da Recht bi od Homosexuell zu sein zu Gunsten der Zuwanderer und ihren Glauben verzichten ,denn wenn man in einen Arabischen Land lebt muss man auch das achten ,so sollen die auch unsere freie Lebensweise achten und nicht ihre uns aufzwingen durch missionieren od ihre trationelle Kleidung im Straßenbild. 

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Denn wenn man in Iran od Saudi Arabien erwartet ,dass sich Ausländische Frauen verschleiern ,kann man hier auch erwarten ,dass keine Burka ,sondern westliche Kleidung getragen wird.

Alles andere ist Respektlosigkeit gegenüber dem Gastland hier und dort !

Antwort
von Smilie7, 55

Hier habe ich eine Interessante Seite, weil ich jetzt nicht alles aufschreiben will. 

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fimages%...

Antwort
von hutten52, 12

1. Damals waren es keine Einwanderer, sondern Heimatvertriebene, die mit Gewalt aus den deutschen Ostgebieten vertrieben wurden.

2. Es waren Deutsche, die deutsch sprachen und mit den Westdeutschen zusammen eine gemeinsame Geschichte hatten.

3. Sie hatten dieselbe christliche Religion wie die Westdeutschen.

4. Sie hatten dieselben Sitten und Gebräuche, oder jedenfalls sehr ähnliche.

5. Sie waren genauso gut gebildet und qualifiziert wie die Westdeutschen.

Die Unterschiede sind also gewaltig.

Antwort
von martinzuhause, 80

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