Frage von rosepetals, 209

Wo finde ich mehr darüber, dass die menschliche Rasse eigentliche "Fehler" in ihren Genen trägt?

Die Frage ist ein wenig unbeholfen formuliert.. Aber Folgendes erweckte in den letzten Tagen mein Interesse. Da sind zwei Theorien, die ich wo aufgegriffen habe, dass die Evolution den Menschen "Fehler" aneignete.

1) Der menschliche Körper braucht mehr als 9 Monate, um sich auszubilden. Wenn Säugetiere zur Welt kommen, ist es zu einem großen Teil so, dass sie zum Beispiel schon laufen können. Babys jedoch sind unbeholfen und noch nicht ausgewachsen, wie es ein 2 Tage altes Fohlen wäre, aber eine Frau kann 10 Monate mit einem Kind überhaupt nicht überleben. Es ist wie ein unauffälliger "Fehler" in der Evolution. (Ich belasse "Fehler" hier undefiniert)

2) Die Neanderthaler bauten Schiffe, wie der Homo Sapiens (Ich kann die Quelle auf Anfrage geben), fuhren jedoch auf ihnen nicht ins Unbekannte und starben (deshalb...?) aus. Zwar starben wahrscheinlich auch etliche unserer Homo Sapiens auf dem Pazifik, bis sie Australien fanden - aber dieser vollkommene Wahnsinn ließ uns nicht aussterben, also sozusagen das "Wahnsinns-Gen" dass und nun auch zum Mars treibt.

Ich weiß, das ist vielleicht ein auf ein sehr kleines Fachgebiet konzentriertes Thema, aber ich fand das echt interessant und wollte wissen, wo ich mehr darüber lernen kann. Ich weiß nicht, woran ich mich sonst wenden kann. Unter welchen Begriff fallen solche Studien? Ist da noch mehr, von solchen Theorien?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo rosepetals,

Schau mal bitte hier:
Medizin Menschen

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 148

Evolution muss auf dem aufbauen, was schon da ist. Da wird verändert und variiert, aber es bleibt immer ein Rest unserer frühen Vorfahren vorhanden. Interessant für dich sind die Bücher von Neil Shubin (Der Fisch in uns u.a.); es gibt auch Filme dazu.

Ein menschliches Baby kommt noch sehr "unfertig" zur Welt, da musste die Natur einen Kompromiss schaffen, denn ein noch größerer Kopf passt nicht durch den Geburtskanal. Die Geburt beim Menschen ist auch so schon viel schwieriger als bei anderen Säugetieren. Gerade diese "Unfertigkeit" von menschlichen Babys macht aber einen Großteil unseres Menschseins aus. Wir müssen uns kümmern, dazu brauchen wir den Zusammenhalt einer größeren Gemeinschaft und eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau.

Ein Lebewesen wie der Mensch, das so viel Energie für die Erhaltung eines großen Gehirns benötigt, ist im Prinzip ein Luxuswesen der Evolution. Luxus stimmt hier nicht so ganz, denn eine Investition muss sich lohnen. Was haben wird also von dem großen Gehirn, bzw. wie sind unserer Vorfahren dazu gekommen? Es muss eine extrem komplizierte, sich ständig verändernde  Umwelt gewesen sein, in der denkende, problemlösende Lebewesen einen großen Vorteil hatten. Unsere Findigkeit und unsere Neugier haben uns dazu gebracht, die ganze Welt zu besiedeln.

Weitere "Fehlplanungen" beim Menschen findest du hier:

http://de.richarddawkins.net/articles/was-sind-fehlplanungen-beim-menschen-desig...

R. Dawkins Bücher sind auch zu empfehlen.

Antwort
von OlliBjoern, 98

Sicher braucht ein menschliches Baby relativ lange, bis es z.B. alleine laufen kann, aber man darf auch nicht vergessen, dass das menschliche Verhalten darauf angepasst ist (die Mutter bleibt bei dem Baby; die Nahrungsversorgung kann durch die menschliche Arbeitsteilung sichergestellt werden). Der Mensch war auch ohne die technischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte in der Lage, nahezu alle Lebensräume der Erde zu besiedeln (vom Amazonas-Regenwald bis zur arktischen Zone in Nord-Kanada). In punkto Ernährung ist er sehr flexibel.

Es gibt ja auch einen Vorteil: das Baby lernt dadurch in einer besonderen Weise, insgesamt scheinen die Vorteile die Nachteile eher überstiegen zu haben.

Ich wusste noch nicht, dass Neanderthaler Schiffe gebaut hatten, glaube das aber. Weshalb sie deswegen ausgestorben sein sollten, weil sie nicht ins Unbekannte gefahren sind, erschließt sich mir nicht.

Übrigens konnten die ersten Menschen wahrscheinlich trockenen Fußes nach Australien (und Neuguinea) gelangen, der Meeresspiegel war vor 40000 Jahren wesentlich niedriger als heute. Die Besiedlung der pazifischen Inseln durch malayo-polynesische Seefahrer war wesentlich später, diese Menschen hatten bereits ausgefeilte Boot-Technik.

Antwort
von Dahika, 93

"Wenn Säugetiere zur Welt kommen, ist es zu einem großen Teil so, dass sie zum Beispiel schon laufen können"


Ah ja? Hast du schon mal Hunde-oder Katzenwelpen gesehen? Sehr viele Säugetiere kommen als Nesthocker zur Welt, hilflos und blind. Und viele Säugetiere kommen als Nestflüchter zur Welt; sie können gleich laufen, weil sie nämlich in der Lage sein müssen, vor den Fleischfressern zu fliehen.

Der Mensch kommt als physiologische Frühgeburt zur Welt. Er ist eigentlich ein zu früh geborener Nestflüchter. Aber für den Menschen ist das gut, denn es verlängert seine Kindheit, seine Bindung an die Eltern. etc...

Das ist kein Fehler der Evolution, sondern nützlich.


Antwort
von WotansAuge, 110

Man sollte biologisch korrekt von der menschlichen Art oder menschlichen Spezies sprechen. Die "menschliche Rasse" ist zwar politisch korrekt, aber für jeden Philosophen, Naturwissenschaftler oder Mediziner wie ein Schlag mit dem Holzhammer.

Hier findest du einen kleinen Artikel über dein Thema

http://www.welt.de/wissenschaft/article1114441/Der-Mensch-ist-nicht-perfekt-und-...

Man könnte noch ganz viel dazu schreiben. Z.B. dass der menschliche Körper verlernt hat, Ascorbinsäure (Vitamin C) selber zu synthetisieren. Die meisten Säugetiere, auch Affen, können das noch. Und natürlich der Generaldefekt dem fast alle Tiere unterliegen: Seneszenz (Krankwerden mit dem  Alter). Da gebe es bessere Lösungen über die Aktivität des Telomerasegens. Auch die Regenerationsfähigkeit des Menschen ist sehr gering. Es gibt Wirbeltiere, denen wachsen Beine, Augen, ein Unterkiefer ... alles was sie durch einen Unfall verlieren und woran sie nicht sterben, wieder nach. 

Kommentar von rosepetals ,

Danke, du scheinst verstanden zu haben, was ich meinte! Viele scheinen hier nur die menschliche Rasse oder die Evolution verteidigen zu wollen

Kommentar von WotansAuge ,

Ja, wer zumindest über ein bisschen Sachkenntnis verfügt, wird hier von den Gutmenschen schnell als Verschwörungstheoretiker oder Rassist abgestempelt.

Antwort
von JoachimWalter, 81

Das ist kein Fehler, das ist die Neugier, die uns weitertreibt!

Kommentar von JoachimWalter ,

Das eine Komma ist wohl der menschliche Fehler...

Kommentar von rosepetals ,

Klar. Für Neugierde würde jede Spezies ein dunkles Loch hinunterspringen

Antwort
von ilknau, 80

Hallo, rosepetals.

# 1 DIE Evolution hat dem Menschen gar nix angeeignet, denn sie fand, wie bislang indoktriniert, nicht statt (Ein Fisch hatte entweder Kiemen oder hatte sie nicht, denn Zwischenstufen waren nicht funktionabel)

# 2 Elefanten tragen 2 Jahre ihre Kälber...

Geborenes oder ungeborenes Kind?

Bei Geborenem geht das durchaus - siehe afrikanische Völker

# 3 Neanderhaler sind nicht ausgestorben: rasiere einen von ihnen, stecke ihn in einen Jogging- oder Designeranzug und du wirst ihn nicht erkennen, denn sie waren beileibe nicht die Affenköpfe, die man uns einreden will, um uns besser zu machen - sie leben.

Sie reisten eben sehr wohl, denn ihre mit Birkenrindenpech gedichteten Boote waren durchaus seetüchtig, und machten immer mal Station auf Inseln, in Gestaden, an denen sie vorbei kamen...

Da kann ich dir den Autoren Hans- Joachim Zillmer empfehlen, der etwa Bücher wie Darwins Irrtum schrieb, lG.

Kommentar von JoachimWalter ,

Ich hab da mal irgendwo und irgendwann was gelesen, dass der Neandertaler sich auch mit dem HomoSapiens gepaart hat. Gesehen hab ich es nicht.

Kommentar von PatrickLassan ,

DIE Evolution hat dem Menschen gar nix angeeignet, denn sie fand, wie bislang indoktriniert, nicht statt

Die Evotutionstheorie ist sehr gut belegt.

Da kann ich dir den Autoren Hans- Joachim Zillmer empfehlen, der etwa Bücher wie Darwins Irrtum schrieb,

Hans- Joachim Zillmer war Bauingenieur, bevor er anfing, sich mit Themen zu beschäftigen, von denen er offensichtlich nicht viel versteht. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Joachim_Zillmer

Antwort
von Georg63, 94

Zeig mal die Schiffe der Neandertaler ....

Zwischen Tragzeit und Reifegrad muss die Natur immer einen Kompromiss finden .... einen Fehler kann ich da nicht erkennen. Schau dir mal die Beuteltiere an ...

Kommentar von rosepetals ,

"Fehler" kann man auf viele Arten definieren. Ich glaube in der jetzigen Situation haben wir unterschiedliche Ansichten dieser Definition.

Antwort
von PrisesGonTrikru, 17

Mutation ist der Schlüssel zur Evolution...

Antwort
von Grammatikus, 43

Der Homo sapiens ist eine Art. Es gibt keine menschlichen Rassen

Antwort
von JBEZorg, 91

Menschengene haben keine Fehler. Memschen irren sich nur manchmal so wie du.

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