Frage von Powerbass 16.04.2012

Wo endet Wissen und wo fängt Glauben an ?

  • Antwort von cornyriegel 17.04.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Glaube oder das Glauben wird im Allgemeinen religiös besetzt oder zumindest damit in Zusammenhang gebracht. Und in der Bibel finden wir eine sehr gute Definition in Hebräer 11:1

    Diesbezüglich habe ich schon einmal eine Antwort in GuteFrage gegeben:

    http://www.gutefrage.net/frage/was-ist-eigentlich-glaube-#answer36106995


    Doch deine Frage stellt zwei Aspekte gegenüber

    1.Was Wissen ist

    (Wörterbuch): Gesamtheit der Kenntnisse auf einem Gebiet, Kenntnis von etwas

    (Wikipedia) : Wissen wird in der Erkenntnistheorie als wahre und gerechtfertigte Meinung bestimmt. Generell wird Wissen als ein verfügbarer Bestand von Fakten, Theorien und Regeln verstanden, die sich durch den größtmöglich Grad an Gewissheit auszeichnen, so dass von ihrer Gültigkeit bzw. Wahrheit ausgegangen wird. Paradoxerweise können daher als Wissen deklarierte Sachverhaltsbeschreibungen *wahr oder falsch, vollständig oder unvollständig sein.

    Sieht man sich diese Definition genauer an – wird der Begriff etwas schwammig:

    • Sind gerechtfertigte Meinungen immer richtig und wahr?

    • Wie nah ist ein größtmöglicher Grad an Gewissheit an 100%?

    • Wer garantiert uns, dass es wirklich die Wahrheit ist?

    • Wie können wir unterscheiden, ob Meinungen, Theorien, Regeln und erworbene Kenntnisse wahr oder falsch, vollständig oder unvollständig sind?

    • Wem und wessen Wissen vertrauen wir oder wer hat sich unser Vertrauen in dieser Hinsicht verdient?

    • Kann ein Mensch zweifelsfrei sein in Bezug auf seine erworbenen Erkenntnisse, die seinen Wissenspool darstellen?

    In Anbetracht dieser Fragen müssen wir zugeben, dass sehr wenig von dem menschlichen WISSEN zu 100% überzeugend wahr ist.

    Ziehen wir die Wissenschaftler in unsere Überlegung mit ein (die Menschen, die sich durch ihre Forschungsarbeit um die Schaffung von mehr Wissen bemühen).

    • Wie viel ihres gefundenen Wissens ist zweifelsfrei?

    Ich für meinen Teil kann nur den Teil als Solchen anerkennen, in dem die Experten auf einem Gebiet völlig übereinstimmen und auf dem sie ihr weiteres Vorgehen erfolgreich aufbauen können Das ist für mich ein Beweis der höchst möglichen Gewissheit für Menschen.

    Doch die offensichtliche Uneinigkeit und Ignoranz von sogenannten „Wissenschaftlern“, die von ihrer eigenen Meinung und Theorie dermaßen überzeugt sind, dass sie ihre Kollegen beschimpfen, bekämpfen und verunglimpfen, weil diese ihnen nicht zustimmen können, zeigt mir, dass ein großer Teil von heutigem „Wissen“ in Wirklichkeit keines ist – seine Richtigkeit sich nicht erwiesen hat.

    Ein nicht geringer Teil von Wissen ist der Menschheit auch durch Einflüsse aus anderen Bereichen, wie Politik, Wirtschaft, Finanzwelt und anderweitiges Machtstreben verloren gegangen oder liegt irgendwo unter Verschluss.

    Nehme ich trotz all dem die Wissenschaften ernst und vertraue ihrem erworbenen Wissen – dann glaube ich ihnen – aber auf welcher Grundlage?


    2. Was Glaube ist

    Hebräer 11:1 entnommen aus der Neuen Genfer Übersetzung der heiligen Schrift:

    „Was ist denn der Glaube?

    1. Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen (oder die Garantie für die Erfüllung dessen), worauf man hofft,

    2. ein Überzeugt sein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge (ein Mittel, um die Wirklichkeit unsichtbarer Dinge kennen zu lernen)“

    In dieser Definition fallen3 Begriffe auf, von denen bezüglich Wissen gar nicht die Rede wahr:

    • Garantie

    • Überzeugt sein

    • Wirklichkeit

    Ist es überhaupt möglich, dass Menschen mir absolut das vermitteln können, was garantiert wirklich ist und mich deshalb überzeugt? Haben sie sich mein Vertrauen dahingehend verdient? Kenne ich sie gut genug, um ihnen zu GLAUBEN?


    Mich hat Gott selbst davon überzeugt, dass er mein Vertrauen verdient – ich habe ihn inzwischen schon gut kennengelernt – und ich weiß, dass er allwissend ist und Menschen haben bisher sozusagen nur die Säume seiner Wege betrachtet und erforscht (Hiob 26:14) und sind ohne seine Unterweisung und Belehrung nicht imstande mehr zu erfahren.

    Alles Wissen, dass Menschen erworben haben und das abgesichert ist, stimmt natürlich mit dem überein, was uns Gott mitteilt.

    Doch all diejenigen, die mit Gott in dieser Hinsicht streiten, weil sie nicht erkennen, wie viel höher seine Gedanken und Fähigkeiten sind, als die der Menschen (Jesaja 55:9), überheben sich und werden straucheln müssen.


    Quintessenz: Ich glaube Gott, an ihn und ich glaube, was er mir mitteilt, weil ich ihn kenne und er sich mein Vertrauen verdient hat.

    Menschen, die meinen oder glauben, es besser zu wissen als er und mitunter in dieser Hinsicht sehr überheblich sind, die kenne ich nicht persönlich und sie haben sich mir noch nicht als vertrauenswürdig erwiesen.


    Deshalb lautet meine Antwort auf deine Frage: Das eingeschränkte Wissen und die Wissenschaft der Menschen endet da, wo Gewissheit in Form des Glaubens an Gott beginnt.

  • Antwort von vesparoller 16.04.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Glaube fängt dort an, wo Du nichts mehr beweisen kannst.

  • Antwort von PhoenixIR6 16.04.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Am Ende des Universums. Was ist hinter dem Universum und ist es etwa das Schlafzimmer von Gott?

  • Antwort von Suboptimierer 16.04.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Andersherum ist es leichter zu beantworten.

    Wissenschaft fängt da an, wo Geglaubtes bewiesen werden kann.

  • Antwort von Bienchen22222 16.04.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wissen endet an dem punkt, an dem man nichts mehr beweisen kann. dort fängt der glaube an.

  • Antwort von kutzersalm 23.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Der Begriff Glaube ist durch die Jahrtausende so oft mißbraucht worden und erlebte so einen Bedeutungswandel. Der Hausverstand sagt uns, dass der erste Mensch den richtigen Glauben haben musste solange er nicht einer Lüge anheim fiel und einen anderen, falschen annahm. Die Evolutionslehre aber einen ersten Menschen ohnehin wegrationalisiert hat glaubt das ohnehin die Mehrheit der Menschen nicht. Aufrichtige Menschen hatten aber trotzdem immer Gottesfurcht und suchten nach der Wahrheit. Noch vor hundert Jahren gab es in einer Fabrik eine Hausordnung, deren erster Punkt die GOTTESFURCHT war - heute jetzt es stattdessen: "Glaub ans Glück" und gebe dein Geld für Glücksspiele aus. "O tempora o mores", sagte schon Cicero vor 2000 Jahren.

  • Antwort von user1192 16.04.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es gibt Thesen, die man beweisen kann- bis zu einem gewissen Grad. Also wenn ich sage: Der Apfel fällt vom Baum. Dann ist das meistens richtig. Wir können aber nicht ausschließen, dass irgendein Apfel nicht vl. doch hochfliegt, da wir nicht alle Äpfel beobachten. Also: Wissenschaft ist berechen-, mess- und beobachtbar, damit objektiv.

    Glaube stellt eine Annahme dar. Man kann es nicht beweisen, nicht berechnen, nicht messen. Er erklärt die Welt, aber nur so, wie sie sich das Subjekt vorstellt.

  • Antwort von Tobias87 16.04.2012

    Das hängt davon ab, wie man zu einer bestimmten These steht.

    Eine These, die einem als heilige, offenbarte Wahrheit gilt, die nicht kritisch mittels bestimmter Methoden und dem menschlichen Verstand prüfbar ist, ist eine Glaubensthese.

    Eine wissenschaftliche These zeichnet sich demgegenüber gerade dadurch aus, dass sie durch methodische Forschung und kritisches Denken prüfbar und auch auf diesem Wege zustande gekommen ist.

    Gewisse Grauzonen gibt es noch, aber im Großen und Ganzen ändert das nichts an der gerade genannten, idealtypischen Gegenüberstellung.

  • Antwort von tradaix 16.04.2012

    Wis|sen a. Gesamtheit der Kenntnisse, die jemand [auf einem bestimmten Gebiet] hat b. Kenntnis, das Wissen von etwas

    Synonyme: Allgemeinwissen, Bildung, geistiges Kapital, Kenntnisse, Know-how, Sachkenntnis, Sachverstand, Wissensschatz

    Glau|be(n) 1. gefühlsmäßige, nicht von Beweisen, Fakten o. Ä. bestimmte unbedingte Gewissheit, Überzeugung 2. a. religiöse Überzeugung 2. b. Religion, Bekenntnis

    Synonyme: Meinung, Überzeugung, Vertrauen, Zuversicht

    (Quelle: duden.de)

  • Antwort von Aurel8317648 16.04.2012

    Jede Wissenschaft beruht auf Aussagen, die man nicht streng beweisen kann, und daher glauben muss.

    siehe: http://www.forum-grenzfragen.de/diskurs/mutschler-plaedoyer-fuer-einen-theistisc...

  • Antwort von spacegirl123 16.04.2012

    wenn für das "wissen" keine beweise mehr da sind... kann man nur noch vom glauben reden...

  • Antwort von dermoenchm 16.04.2012

    Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.

    Albert Einstein

  • Antwort von eiermaier 16.04.2012

    die wissenschaft endet eine planckzeiteinheit vor dem urknall.

  • Antwort von harryrrah 16.04.2012

    bei dem "big bang" und der darwinistischen evolutionstheorie endet wissenschaft und bleibt der reine glaube an die wissenschaft!

  • Antwort von belpaese 16.04.2012

    bitte zur Diskussion ins Forum stellen - hier ist nur Fragestellung...

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