Frage von charismaticus, 104

Wo denkt ihr würde die SPD heute stehen, wenn Oskar Lafontaine damals nicht sein Amt als Parteivorsitzender niedergelegt hätte?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MarkusKapunkt, 60

Eine interessante Frage. Ich würde sie aber anders stellen: Wo würde sie stehen, wenn Gerhard Schröder die SPS nicht komplett gespalten hätte? Dann wäre das Lager von Lafontaine und seinen Anhängern nicht so weit nach links und der Rest der SPD nicht so weit nach rechts gerückt. Jetzt ist es aus sozialdemokratischer Sicht kaum noch tragbar, was die SPD für eine Politik macht (Mindestlohn mal ausgenommen).
Ich frage mich in diesen Tagen immer wieder, wie unter einem Wirtschaftsminister aus der SPD eine Rekordsumme an Waffenexporten zusammen kommen konnte? Oder wie eine sozialdemokratische Partei ein TTIP-Konzept unterstützen kann? Die sozialdemokratische Politik in Deutschland ist zu einem Kasperletheater geworden. Vielleicht wäre es ohne Schröder und mit Lafontaine anders gekommen.

Kommentar von charismaticus ,

Danke, das sehe ich ähnlich. Ich finde, Lafontaines Rücktritt von allen Ämtern war eine zu affekthafte Reaktion. Er hat damit eigentlich seinem Widersacher Schröder geholfen und dem linken Parteiflügel geschadet. Sehr schade, denn als charismatische Figur und wirklich sozialdemokratisch denkenden Politiker hätte ich ihn gerne weiter bei der SPD gesehen. Die jetzige SPD, die nach der herben Wahlniederlage 2009 nun mit "Siggi Pop" irgendwie im mitte-rechten Spektrum auf Stimmenfang geht und mit der Union kuschelt... das ist kaum zu fassen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Der einzige Gewinner dieses beinahe schon systematischen Wähler-Vergraulens ist die AFD.

Antwort
von Leisewolke, 56

nicht so weit rechts wie heute. Vor allen Dingen hätte sie noch Ecken und Kanten und wäre nicht so rund gelutscht wie unter seinen Nachfolgern geschehen. Hauptsache an der Macht, ob es (dem Volk) was bringt ist egal. Wenn die Diäten nur reichlich fliessen..

Antwort
von Modem1, 26

Bedeutend besser und sie wäre heute eben gleich mit der Union. So war es auch zu Willi Brand s Zeiten.

Antwort
von voayager, 17

Dann hätte ihn Schröder abgehalftert.

Antwort
von earnest, 44

Bei knapp über 10% vermutlich. Aber er hätte dann mit der Wagenknecht-Linken fusioniert.

Gruß, earnest

Kommentar von charismaticus ,

So schlecht? Warum?

Kommentar von earnest ,

Seit Schröder hat sich die SPD verzweifelt in Richtung rechts bewegt, um die Wähler der Mitte anzulocken.

Wären ihr auch DIESE Wähler abhanden gekommen, hätte sich die SPD mit der Links-Partei um die Restmenge kabbeln müssen.

Ich denke, in Deutschland gibt es zumindest zur Zeit kein Potential für eine Mehrheit links der Mitte. Und das Klima wird immer "rechter" - siehe das geradzu explosionsartige Anwachsen der AfD.

Kommentar von Schuhbach97 ,

Du weißt, dass ich sowas nicht unkommentiert stehen lassen kann...

Seit Schröder hat sich die SPD nicht nach rechts, sondern vielmehr nach links bewegt...schau dir doch das linke Häufchen an heutzutage.

Schröder war übrigens auch nicht links orientiert. Die Hartz-Reformen waren für Deutschland eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten 15 Jahre.

Kommentar von earnest ,

Zu deinem ersten Satz: Was bildest du dir eigentlich ein? Du als mein "Schatten", als mein persönlicher "Stalker"?

Kommentar von Schuhbach97 ,

Nein ich kommentiere auch bei anderen Usern häufiger mal...glaub mir es gibt einge mit deren Inhalt ich nicht zufrieden bin.

Aber dein zweiter Absatz ist gelinde gesagt einfach Unfug...

Kommentar von earnest ,

Es lohnt nicht, mit einem "Stalker" wie dir inhaltlich zu diskutieren.

Ciao.

Kommentar von Leisewolke ,

@Schuhbach97: Die Hartz-Reformen waren für Deutschland eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten 15 Jahre.  Darum ist die SPD ja auch bei 20 - 23%. Weiter so! Seit dem geht es nur noch bergab. In den 70' haben sich die Grünen von der SPD verabschiedet und seit ca 98 die Linken .  Und nun ist Kevin (äh. Siegmar)  allein zu Haus.

Antwort
von larry2010, 58

die wären an der gleiche stelle, wo sie jetzt sind.

die wähler sind nicht dumm

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