Frage von VanqOV3R, 63

Wo bleibt der Sinn bei einem Kreuz vor f(Violinschlüssel)?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WebThoWeb, Community-Experte für Musik, 16

Hi, jetzt mal ganz einfach:

Ein Ton, der so klingt wie "e", muss manchmal als f mit Versetzungszeichen geschrieben werden. Das hat mit Musiktheorie zu tun. Auf dem Klavier wird natürlch in beiden Fällen die gleiche weiße Taste heruntergedrückt.

Wenn dich die Theorie interessiert, hier ein Beispiel:

Schreib mal auf Notenpapier den Akkord D-Moll auf, also d-f-a.

Wie du siehst, liegen die Notenkopfe wie Eiskugeln übereinander. Wenn du überall ein "b" vor die Notenkopfe schreibst, erhältst du des-fes-as = Des-Moll.

Schreibst du stattdessen des-e-as in Noten auf, wird dir auffallen, dass die mittlere Note aus der Reihe tanzt. Jetzt handelt es sich nicht mehr um die hier notwendige Terzenschichtung und ist musiktheoretisch falsch.

Wenn du nicht weißt, was eine Terz ist, schau hier:



Ich hoffe, ich konnte dir das Problem veranschaulichen.

Thomas Weber


Kommentar von Posaunist ,


Ein Ton, der so klingt wie "e", muss manchmal als f mit Versetzungszeichen geschrieben werden.




Das wird dann aber als f mit b-Vorzeichen notiert und nicht als f mit Kreuz.

Kommentar von WebThoWeb ,

Ist doch längst geklärt. Der Fragesteller hatte sich nur vertan.

Antwort
von VanqOV3R, 27

Höher.. achso. Ich dachte immer einen niedriger

Kommentar von Posaunist ,

Nein. Einen Halbton niedriger spielst Du mit b-Vorzeichen.

Antwort
von Posaunist, 33

Mit dem Kreuz vor dem f spielst Du einen Halbton höher (fis). Das ist die schwarze Taste rechts vom f. Wenn im Folgetakt wieder ein f notiert ist spielst Du wieder f. Das Kreuz gilt nur für den einen Takt.

Kommentar von Tokij ,

Sicher, dass er ein Versetzungszeichen meinte und kein Vorzeichen?

Aber stimmt, das hätte ich auch erwähnen sollen...

Kommentar von Posaunist ,


Sicher, dass er ein Versetzungszeichen meinte und kein Vorzeichen?




Was hattest Du unter Kreuz vor f verstanden?

Was ist bei Dir der Unterschied zwischen Vorzeichen und Versetzungszeichen?

Kommentar von Tokij ,

Das Versetzungszeichen steht vor der Note, das Vorzeichen am Anfang der Notenzeile. Die Unterscheidung wird von den Wenigsten gemacht, halte ich trotzdem für sinnvoll.

Da der Fragesteller den Schlüssel angegeben hat, kam bei mir erstmal der Gedanke an ein Vorzeichen.

Kommentar von Posaunist ,

Vorzeichen am Anfang der Notenzeile

Das wird dann als Generalvorzeichen bezeichnet und gilt für alle Oktaven.. Ein Versetzungs- oder Vorzeichen vor der Note gilt nur in dem Takt und in der Oktave in der es notiert ist.

Kommentar von Tokij ,

Das ist mir schon klar. ;)

Kommentar von Posaunist ,

Dann sind wir uns ja einig.

Antwort
von Tokij, 39

Der Sinn ist, dass man dann eine völlig neue Tonart erhält. Das tonale Zentrum bzw. dein Grundton ist nicht länger C oder A, sondern G oder E.

Kommentar von VanqOV3R ,

Ich verstehs nicht

Kommentar von Tokij ,

Die Durtonleiter besteht aus einem Ganztonschritt, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton und wieder Halbtonschritt.

Wenn du das F zum F# erhöhst, ändern sich die Sekundschritte. Wenn du vom gleichen Ton beginnen würdest, würde das GT, GT, GT, HT, GT, GT und HT machen. Das wäre die lydische Skala, kein reines Dur mehr.

Wenn du allerdings vom G beginnst, hast du wieder deine Durtonleiter.

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