Frage von vjola, 96

wo bekomme ich hohe Potenzen?

Hi, bei chronischen Krankheiten muss man in der Homöopathie hoch potenzierte Mittel anwenden, wo bekomme ich diese und wie bauen sich diese Potenzen auf, bzw. wo kann ich etwas darüber explizit nachlesen bzw. nachschlagen? Kann mir jemand ein gutes Buch o. Internetseite dazu empfehlen? Grüße - vjola

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Antwort
von uteausmuenchen, 96

Hallo vjola,

bei chronischen Krankheiten muss man in der Homöopathie hoch potenzierte Mittel anwenden

Man muss gar nicht. Der Homöopath empfiehlt (mitunter) dann die Einnahme höherer Potenzen. Wirklich einheitliche Potenzempfehlungen gibt es in der Homöopathie jedoch nicht.

wie bauen sich diese Potenzen auf

Am üblichsten sind die C und die D Potenzen. Bei diesen steht auf dem Globulifläschchen ein Buchstabe (C oder D) gefolgt von einer Zahl. Die Zahl gibt an, wie oft der auf dem Fläschchen angegebene Wirkstoff verdünnt wurde. Was Homöopathen so geheimnisvoll als "potenzieren" bezeichnen, ist nämlich nichts anderes als verdünnen - kombiniert mit ein bissi schütteln.

Bei den D-Potenzen wird bei jedem Schritt im Verhältnis 1:10 verdünnt. ("Dezi..."), bei den C-Potenzen jedesmal im Verhältnis 1:100 ("Centi..."). Die Zahl gibt an, wie oft in diesem Verhältnis verdünnt wurde.

Also wäre eine D1 im Verhältnis 1:10, eine D2 im Verhältnis 1:(10*10) = 1:100 verdünnt.

Was man sich jetzt klar machen muss: Eine D8 ist nicht doppelt so verdünnt wie eine D4 - sie enthält nur ein 10 000stel des Wirkstoffes wie eine D4.

Eine D8 enthält 1 Wirkstoffmolekül auf 100 000 000 = 100 Millionen Lösungsmittelmoleküle. Um eine Vorstellung davon zu haben: So viel Arsen ist in etwa in unserem Leistungswasser. Eine Wirkung ist also bereits hier nicht mehr möglich, auch bei langfristiger Einnahme nicht.

Eine C12 enthält 1 Wirkstoffmolekül auf 1 000 000 000 000 000 000 000 000 Lösungsmittelmoleküle. Das sind mehr Moleküle als in einem ganzen Globulifläschchen drin sind.

Eine C30 enthält 1 Wirkstoffmolekül auf 1 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 Lösungsmittelmoleküle. Du müsstest 1 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 Fläschchen ganz aufessen, um das erste Molekül Wirkstoff abzukriegen.

Eine C200 ist eine Verdünnung auf das zigfache der Teilchenzahl im beobachtbaren Universum. Das gilt erst recht für alle darüber liegenden Potenzen.

Merke: Oberhalb einer C12 sind alle Homöopathika gleich. Sie sind reiner Zucker. (Eine Tatsache, die Hahnemann, der die Homöopathie vor 200 Jahren erfand noch nicht wissen konnte)

Keine einzige dieser Hochpotenzen konnte je eine gezielte Wirksamkeit über Placeboeffekte hinaus für irgendein Anwendungsgebiet nachweisen. Die Physik, die Chemie und andere Naturwissenschaften haben in den letzten 200 Jahren seit Hahnemann sehr viel über die atomare Welt herausgefunden. Verdünnen und schütteln sind alltägliche Vorgänge, die die Naturwissenschaft sehr gut beschreiben kann. Nach allem gesicherten und sich in zahlreichen Anwendungen bestätigendem Wissen sind homöopathische Hochpotenzen schlicht Placebos - Scheinmedikamente.

Homöopathie "wirkt" über Placeboeffekte und über die intensive Zuwendung, die Patienten in den oft stundenlangen Anamnesegesprächen erfahren. Diese ermöglichen dem Patienten, sich auszusprechen, seine Beschwerden zu reflektieren und sich über empfundene Zusammenhänge klar zu werden. Und das ist für viele Patienten - gerade nach dem wenig intensiven Patientengesprächen beim Arzt - nicht selten eine echte Hilfe. Die Homöopathika selbst aber sind Placebos.

Der Therapeut hinterlässt aber bei seinem Patienten einen besonders starken Eindruck, wenn er sagt "diese C1000 ist ein besonders starkes Mittel, dessen Wirkung Sie noch in einigen Wochen spüren werden." Solche Aussagen können Placeboeffekte nachweislich maximieren. Entsprechend wird der Homöopath nie den Placebocharakter seiner Kügelchen einräumen; vielmehr wird ein umfassender scheinbar wissenschaftlicher Betrieb um die Globuli veranstaltet.

Kann mir jemand ein gutes Buch o. Internetseite dazu empfehlen?

http://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/

Auch die Seite des Deutschen Konsumentenbundes - einer großen, unabhängigen Verbraucherschutzorganisation enthält sehr gute Informationen und weiterführende Links.

Bücher: Für die Frage nach den Hochpotenzen und was das ist, dürfte am besten sein: Dr. Norbert Aust "In Sachen Homöopathie"

Dieses Buch erklärt in einem ganzen Kapitel sehr schön, was Hochpotenzen sind und warum sie alle gleich sind.

wo bekomme ich hohe Potenzen?

Wenn Dich der esoterische Überbau nicht stört und Du auf Placeboeffekte setzen möchtest, dann haben diese Homöopathika wenigstens den Vorteil, ganz sicher nicht mit anderen Medikamenten wechselzuwirken - eben gerade weil es sich um Zucker und sonst nichts handelt. Du bekommst sie auf Bestellung eigentlich in allen Apotheken.

Im Internet sind bekannte Lieferanten auch ausgefallener Präparate und hoher Potenzen

Helios (helios.co.uk/)

Gudjons (gudjons-apotheke.de/apotheke/)

oder Remedia (remedia-homoeopathie.de/de/homoeopathie/homoeopathische-Arzneimittel/s1.html)

(bitte vor alle win www davor, weil ich nur 1 Link einhängen darf)

Ich hoffe, Deine Frage damit umfangreich beantwortet zu haben, ich hoffe es hilft Dir.

Viele Grüße

Kommentar von vjola ,

ich danke dir sehr für diese genaue Antwort - liebe Grüße vjola

Kommentar von faymorgane ,

Man erlaube mir der Objektivität halber, im Interesse der Konsumenten und im Dienste der Wahrheit folgende Ergänzung:

Bücher: Für die Frage nach den Hochpotenzen und was das ist, dürfte am besten sein: Dr. Norbert Aust "In Sachen Homöopathie"Dieses Buch erklärt in einem ganzen Kapitel sehr schön, was Hochpotenzen sind und warum sie alle gleich sind.

Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein objektives Sachbuch, sondern um ein Buch gegen die Homöopathie.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Diese Aussage/Kritik ist ihrerseits äußerst polemisch:

Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein objektives Sachbuch, sondern um ein Buch gegen die Homöopathie.

Im Gegensatz zu o.a. Kommentaor(in) finde ich, dass dieses Buch gerade eine Beispiel für gute sachliche Darstellung deer Homöopathie ist. Denn das Buch enthält die wesentlichen Aussagen der Homöopathie, aber eben auch die Aussagen und Fragen der Homöopathie-Kritiker. Und was noch wichtiger ist, dieses Buch enthält den aktuellen wissenschafftlichen Forschungs- und Erkenntnisstand zur Homöopathie.

Natürlich steht in diesem Buch die aktuelle Wahrheit, nämlich dass es trotz 200 Jahren Homöopathie-Anwendung, noch keinen einzigen wirklich abgesicherten Nachweis eines homöopathischen Heilungserfolges (der über die immer auftretende Heilwirkung des Placebo-Effektes hinausgeht) gibt. Aber das ist eben ein echter Fakt und kann auch von Homöopathie-Anhängern nicht bestritten werden. Wenn doch, dann wäre ich über die sachliche Nennung der entsprechenden klinischen Doppelblindstudie mit dem Nachweis des homöopathischen Heilungserfolges dankbar, denn bisher konnte ich keinen Hinweis auf eine solche Studie finden. Und ich bekam bisher auch keinen entsprechenden Nachweis von Homöopathie-Anhängern zugeschickt.

Was dieses Buch natürlich nicht ist, das ist die übliche Werbebroschüre mit vielen unbewiesenen, aber eben positiv formulierten Heilungsbehauptungen für die Homöopathie. Aber genau das ist eben nicht sachlich. Denn der unbedarfte Leser will sich ja sachlich orientieren. Und wenn er da Dutzende von Behauptungen liest, aber keinen einzigen Beweis, dann wird er in die Irre geführt zu glauben, dass an diesen vielen Behauptungen doch etwas Wahres sein könnte. Bisher sprechen alle objektiven Untersuchungen aber dagegen. Und diese Information muss dem Leser vermittelt werden, wenn das Buch den Anspruch von Objektivität einlösen will. Und genau das tut dieses Buch.

Kommentar von LinnSarma ,
Eine D8 enthält 1 Wirkstoffmolekül auf 100 000 000 = 100 Millionen Lösungsmittelmoleküle. Um eine Vorstellung davon zu haben: So viel Arsen ist in etwa in unserem Leistungswasser. 

Wo ist die Quelle dazu? Ich habe nur gefunden, dass unser Flusswasser 0,5-2 ppb Arsen enthält. :-/

(Das wäre ja dann D9 also eine höhere Potenz, also noch "Wirksamer/gefährlicher"!!!!!!!!!!!!!!!)

Kommentar von uteausmuenchen ,

Hallo LinnSarma,

das ergibt sich aus dem gesetzlichen Grenzwert für Arsen im Trinkwasser nach der Trinkwasserverordnung, nach der maximal 0,01 mg Arsen im Liter Trinkwasser sein darf.

Kann also gut sein, dass Messungen da dann weniger ergeben.

;-)

Kommentar von LinnSarma ,

Achso, danke uteausmuenchen :-)

Antwort
von BurkeUndCo, 65

Technisch ist das ganz einfach machbar.:

Du kaufst Dir ein homöopathisches Medikament mit C15. Das schüttest Du in den Bodensee. Danach wird 1/2 Baden-Württemberg mit diesem Homöopathikum kuriert. Nicht ganz mit C30, dazu reicht die Wassermenge des Bodenseess nicht aus, aber doch mit einer homöopathischen Hochpotenz.

.

Wenn Du nicht in Baden-Württemberg wohnst - macht nichts, du musst nur etwas warten.Entweder bezieht Deine Wasserversorgung doch einen Anteil ihres Wassers aus dem Rhein oder Du bekommst indirekt über Verdunstung und Niederschlag (Regen) deine hochpotenzierte Homöopathie indirekt in dein Trinkwasser geliefert.

.

Achtung: Diese Antwort ist wirklich ernst gemeint. Und bevor überzeugte Homöopathen dagegegen zu wettern anfangen, sollten sie doch erst nachrechnen, wo mehr Atome des ursprünglichen Wirkstoffes enthalten sind, in der Packung C30 oder im Trinkwasser, das nach der von mir beschriebenen, doch recht einfachen und auch recht billigen Methode hergestellt wurde.

Und der damit erreichbare Heilungserfolg (= Placebo-Wirkung) wird in beiden Fällen ebenfalls gleich sein. Falls nicht, dann nicht nur Behauptungen au8fstellen, sondern bitte den Unterschied in einer echten klinischen Doppelblindstudie belegen.

Also bitte nicht dagegen streiten, sondern als sinnvolle Ergänzung in die Sammlung homöopathischer Behandlungsmethoden aufnehmen.

Kommentar von faymorgane ,

Diese Antwort hat mit der Herstellung homöopathischer Mittel allerdings nichts zu tun.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Doch, denn

a) als Basis wird ja eine homöopathische Tinktur verwendet, die bereits einige Dutzend Male geschüttelt wurde.

b) die Verdünnung durch die Wassermenge des Bodensees errreicht zumindest näherungsweise homöopathische Dimensionen (gut bei echter Hovchpotenz-Homöopathie reicht selbst das gesamte Weltmeer nicht aus, da ist dann weniger als 1 Atom pro Universum enthalten).

c) das Wasser wird durch die Strömung im Rhein, bzw. der Bodenseewasserversorgung genügend geschüttelt und gerührt, so dass auch diese homöopathische Bedingung (Wirkungsvermehrung durch Schütteln) eingehalten wird.

d) Das gilt auch bei der indirekten Verbreitung über Verdunstung und Regen, denn auch dabei werden die Wassertropfen mehr oder weniger stark geschüttelt.

Und das absolute Argument:

Ich bin gerne bereit aus privaten Mitteln einen Preis von 1000 Euro dafür auszusetzen, wenn irgendjemand (natürlich am besten ein geschulter Profi-Homöopath) den Unterschied zwischen der Potenzierung C30, die nach der klassischen Lehrmethode der Homöopathie hergestellt wurde und der quasi-homöopathischen Potenzierung nach der von mir beschriebenen Methode vorführen kann.

Bei vergleichbaren Tests, die bisher in der Vergangenheit durchgeführt wurden, konnte das noch keiner.

Wenn es aber selbst für einen Profi-Homöopathen nicht unterscheidbar ist, gibt es dann wirklich einen Unterschied?

.

P.S. Eigentlich muss ich ja keinen solchen Preis privat aussetzen, denn ein wesentlich höherer Preis wurde bereits vor mehren Jahren von der GWUP für eine solche Leistung ausgesetzt, aber bisher noch von keinem Homöopathen abgeholt.

Antwort
von BurkeUndCo, 62

Gute Bücher sind:

  • Die Homöopathie-Lüge
  • In Sachen Homöopathie, eine Beweisaufnahme

Beide Bücher beschäftigen sich kreitisch, aber auch sachlich mit der Homöopathie. Die solltest Du lesen, denn Werbebroschüren, die Behauptungen ohne jegliche Beweise für die Wirksamkeit auflisten, die gibt es viel zuviel.

Kommentar von faymorgane ,

Diese beiden Bücher sind zwar keine Werbeschriften, aber auch alles andere als sachlich und objektiv. Man könnte sie eher als Hetzschriften gegen die Homöopathie bezeichnen...

Kommentar von uteausmuenchen ,
Man könnte sie eher als Hetzschriften gegen die Homöopathie bezeichnen...

Aber nur, wenn man die korrekte Wiedergabe kritischer Einwände auf naturwissenschaftlicher Basis und saubere Recherche als Hetze bezeichnen möchte.

Aber wer würde schon so etwas wollen?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Nein, ich habe nicht behauptet, dass das Werbebroschüren für Homöopathie wären - solche Werbebroschüren gibt es schon genug.

Aber es sind definitiv keine Hetzschriften gegen die Homöopathie, denn eine sachliche Auflistung der pro- und contra-Argumente kann man sicherlich nicht als Hetzschrift bezeichnen.

Und wenn jemand sich wirklich sachlich über die Homöopathie informieren möchte, dann sollte er oder sie eben nicht nur die einseitigen Werbebroschüren für die Homöopathie lesen, sondern sich wirklich möglichst nach verschiedenen Richtungen informieren. Und da in diesen Büchern die Aussagen für die Homöopathie und auch die Kritik daran, sowie die aktuelle Beweislage enthalten sind, sind das wirklich die besten Bücher über die Homöopathie, die ich kenne..

Antwort
von Marigoldi, 66

Als Anfänger in der Homöopathie empfehle ich höchsten Potenzierungen bis C 30 zu verwenden. Diese bekommt man in der Apotheke oder im Onlineversand der Hersteller. Sehr gerne kaufe ich Online bei der Apotheke  Gudjons, die haben eine große Auswahl an homöopathischen Mitteln und Hochpotenzen. Der schweizer Hersteller schmidt/Nagl hat noch eine größere Auswahl.

Zur Behandlung von chronischen Krankheiten braucht man fundierte homöopoathische Kentnisse. Zu Anfang ist die Fachliteratur für Ärzte und Heilpraktiker sehr verwirrend. Ich denke nicht das man sich da ohne entsprechende Anleitung einlesen kann. Als Arzneimittellehre empfehle ich die von Julius Mezger, Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Haug Dazu braucht man noch ein gutes Repetorium wie z.B. das Synthesis. Gutes Unterrichtmaterial ist eine Buchreihe: Weiterbildung Homöooathie, Sonntag Verlag.

Es gibt spezielle Buchhandlungen die überwiegend homöopathische Bücher haben wie z.B. den Sunrise-Versand. In jeder Stadt die eine Universität hat gibt es auch eine medizinische Buchhandlung. Bei uns in Ulm ist das die Buchhandlung Lehmann. Dort findet man unter anderem auch ein ganzes Regal mit homöopathischer Fachliteratur.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Also wenn man schon C30 verwendet, also eine Mischung in der nichts, aber wirklich kein einziges Atom der ursprünglichen Wirksubstanz enthalten ist, dann kann man es ruhig auch noch weiterverdünnen.

Ich kenne keinen Menschen (weder Zauberer noch Materialforscher noch Homöopath), der eine Flasche XYZ mit C30 von einer Flasche XYZ mit C200 unterscheiden könnte (ohne Etikett natürlich).

Kommentar von MalNachgedacht ,

Zur Behandlung von chronischen Krankheiten braucht man fundierte homöopoathische Kentnisse

Das ist allerdings ein Problem - denn in der gesamten Homöopathie scheint es keine einzige Erkenntnis zu geben, die diese Bezeichnung verdient.
Oder ist Dir inzwischen da ein konkretes Beispiel eingefallen?

Antwort
von SiViHa72, 88

Bei uns in der Stadtbücherei gibt's da einiges an Literatur zu. Also generell zu Homöopathie.

Und da sind dann ja eigentlich im Literaturverzeichnis noch weitere Lesetipps versteckt. 

Vielleicht mal bei Euch gucken oder in grosser Buchhandlung?

Ansonsten: was sagen denn Apotheken zu Deiner Frage? Nicht nur zu einer gehen!

Ärzte braucht man wohl nur fragen, wenn die der Homöopathie aufgeschlossen sind, das Spielchen kennt man ja.

Internet hast Du schon durchforstet?


Alles Gute!

Ich geh jetzt davon aus,  Du suchst wirklich hohe Potenzen. standards wie D12 u.ae.hat jede Apotheke. 

Antwort
von MalNachgedacht, 83

Kann mir jemand ein gutes Buch o. Internetseite dazu empfehlen? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie#Potenzierung

Wobei das letztlich entscheidende hier steht:

Kein Nachweis der Wirksamkeit

In mehr als 100 wissenschaftlichen Studien konnte kein belastbarer Nachweis für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel erbracht werden, die über den Placebo-Effekt hinausgeht

Kommentar von faymorgane ,

Wikipedia ist notorisch gegen Homöopathie und ähnliche Themen eingestellt und informiert nicht objektiv. Sowas ist schade und sollte bei einem so grossen und wichtigen Portal eigentlich nicht sein. Darum läuft auch eine Unterschriftensammlung mit der Forderung, die Autoren von Wikipedia transparent zu machen...

Kommentar von uteausmuenchen ,

faymorgane,

Wiki liefert aber halt die korrekten Informationen in Bezug auf die Frage nach den Hochpotenzen. Die Verdünnungsgrade sind hier absolut korrekt wiedergegeben. Ich habe es mir gerade noch einmal angesehen.

Auch die Darstellung der Evidenzlage ist korrekt, siehe z.B.

http://www.theguardian.com/world/2014/apr/08/homeopathy-is-bunk-study-says

Darüberhinaus ist der Artikel sehr gut mir Belegquellen ausgestattet, denen man jederzeit folgen kann, um die Aussagen zu überprüfen.

Wiki-Gründer Jimmy Whales hat auf Petitionen dieser Art immer schon auf den Grundsatz hingewiesen:

If you can get your work published in respectable scientific journals – that is to say, if you can produce evidence through replicable scientific experiments, then Wikipedia will cover it appropriately.

Kurz: Auch wenn da ein Dir nicht bekannter Name unter dem Artikel steht, wird sich der Inhalt nicht ändern.

Kommentar von faymorgane ,

oh doch. "follow the money"...

Kommentar von BurkeUndCo ,

Stimmt, dieses Prinzip ist immer gut:

"follow the money"...

Dem kann ich zustimmen:

A) In Deutschland werden jedes Jahr Unmengen von Homöopathie-unkrtischen Werbebroschüren, als Bücher getarnt, verkauft. Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie gibt es darin nicht, nur viele Behauptungen.  Aber mit diesen Büchern lässt sich eben viel Geld verdienen.

B) In Deutschland gibt es mehrere Firmen, die mit dem Verkauf von Hochpotenzierten Homöopathika Zig Millionen pro Jahr verdienen. Wirkungsnachweis, der für alle sonstigen Arzneimittel selbstverständlich ist ??? Nein, den gibt es nicht, denn Homöopathika dürfen in Deutschland nicht wegen ihrer Wirkung, sondern allein aus traditionellen Gründen (gab es halt schon fast immer) verkauft werden.

C) Beratung durch den Apotheker. Dessen Gewinnspanne ist beim Verkauf von Homöopathika deutlich höher als beim Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Ja: ""follow the money"..."" dann siht man am Besten, wer den Kranken helfen will und wer hauptsächlich an seinen Verdienst denkt.

Kommentar von MalNachgedacht ,

So ganz unrecht hat faymorgane nicht.

Wenn man sich die Historie des Wikipedia-Artikels zur Homöopathie anschaut findet man dort auch den Namen "Rumsfeld2" der zeitweise am Artikel herumeditiert hat - in einem Sinne das der positiver für die Homöopathie ausfällt.


Und hinter "Rumsfeld2" verbarg sich ja (wie er selbst zugab) Claus Fritzsche, der sich jährlich mit 43000 Euro von diversen Herstellern homöopathischer Mittel sponsern ließ - was einen "kleinen " Skandal auslöste:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/homoeopathie-lobby-im-netz-schmutzige-methoden...


Oder darf man faymorgane in diesem Fall ausnahmsweise nicht dem Geld folgen?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Hahnemann war vor 200 Jahren sehr fortschrittlich eingestellt.

Dagegen haben seine heutigen "Anhänger" mehr mit Sekten-ähnlichen Denken als mit Wissenschaft zu tun. Denn während Hahnemann damals tatsächlich Exprerimente durchführte und versuchte aus deren Ergebnissen zu lernen, glauben die heutigen Homöopathie-Anhänger unverdrossen an 200 Jahre alte Behauptungen, obwohl es eben keinen wirklich stichhaltigen Beweis für die Richtigkeit dieser Aussagen gibt.

Und wenn dann irgendwo - z.B. in Wikipedia - die Wahrheit steht, eben dass es eben immer noch keinen Beweis für die Heilungsversprechen der Homköopathie gibt, dann fühlen sich die Homöopathie-Anhänger in ihrem Glauben angegriffen nund kämpfen verzeifelt gegen diese ungläubigen Ketzer der Wissenschaft.

Antwort
von faymorgane, 64

Du solltest als Laie nicht auf eigene Faust homöopathische Hochpotenzen anwenden, sondern dich einer Fachperson anvertrauen. Diese wird dich auch gründlich informieren und dir weiterführende Lektüre empfehlen.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Wieso sollte man sich "Fachpersonen" anvertrauen die selbst über keinerlei Fachwissen auf dem Gebiet der Homöopathie verfügen?

Kommentar von faymorgane ,

Mit Fachperson meine ich einen homöopathischen Arzt, gute Adressen findest du hier:

https://www.dzvhae.de/homoeopathie-fuer-patienten/wie-finde-ich-einen-homoeopath...

Kommentar von faymorgane ,

oder einen auf Homöopathie spezialisierten Heilpraktiker, gute Adressen hier:

http://www.homoeopathie-zertifikat.de/index.php/therapeutensuche-menu

Kommentar von BurkeUndCo ,

Ich bin mir unsicher, was man von einem Arzt halten soll, der bereits kurz nach seinem Vorstudium - in dem er Chemie und Physik und damit die Atomlehre lernt - diese wesentliche Inhalte unseres wissenschaftlichen Wissens bereits verleugnet.

Kommentar von faymorgane ,

wenn du eine Ahnung hättest, wie froh viele Menschen um solche Aerzte sind… die allerdings nicht verleugnen sondern schlicht einen weiteren Horizont haben und neugierig sind auf das unerforschte… Einstein war auch so einer, wenn auch nicht Arzt...

Kommentar von uteausmuenchen ,

Einstein hätte nie und nimmer an Behauptungen festgehalten, die im Widerspruch zu sich bestens bestätigenden naturwissenschaftlichen Aussagen stehen.

Aber das Vereinnahmen von Physikern durch Homöopathen ist ja nichts Neues, wie das Beispiel Zeilinger zeigt. Auch da haben Homöopathen behauptet, seine Experimente würden zeigen, ...

Zeilinger hat auf Nachfrage heftig widersprochen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/umstrittenes-heilverfahren-homoeopathie-missbr...

Da ist es halt leichter, sich auf den armen Einstein zu stürzen. Der ist seit 60 Jahren tot und kann sich nicht mehr wehren...

Kommentar von MalNachgedacht ,

um solche Aerzte sind… die allerdings nicht verleugnen sondern schlicht einen weiteren Horizont haben und neugierig sind auf das unerforschte… 

Neugierde auf das bislang Unerforschte ist ja sicher eine tolle Sache - allerdings sollte man als Arzt dann seine Patienten auch darüber informieren, dass man sie dazu als "Versuchskarnickel" für derartige Forschungen verwendet - oder meinst Du nicht faymorgane?
Obendrein wäre es vielleicht fair, die "Versuchskarnickel" darüber zu informieren, dass bei diesen Forschungen in über 200 Jahren nichts nennenswertes herausgekommen ist - oder meinst Du nicht faymorgane?

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