Frage von KleinerGnom6, 34

Wo als Fahranfänger beraten lassen - Car-Sharing oder Auto kaufen?

Huhu

Ich habe vor kurzem mein Führerschein erhalten und um natürlich nicht aus der Übung zu kommen, wäre es natürlich gut, ich könnte mir einen Gebrauchtwagen holen (Im Wert von 1000-1500 Euro).

Nun weiß ich, dass die Versicherungen sehr teuer sind. Die ganzen Internseiten finde ich leider sehr verwirrend und ich bräuchte da definitiv Hilfe, um ein geeignetes Auto zu finden, wo die Versicherung nicht alt zu teuer ist. Ausserdem würde ich mich gerne beraten lassen, was sich zu Beginn eigentlich lohnt. Ich kann mich leider nicht über meine Eltern versichern lassen, da ich gebürtig nicht aus Deutschland komme und meine Eltern im Ausland versichert sind. Sprich es wird zu Beginn sehr teuer für mich je nach dem was ich an Versicherung brauche.

Ich weiß, dass es auch noch Car Sharing gibt. Jedoch blicke ich nicht genau durch, da dort Preise per Zeit angegeben sind oder per km. Dort gibt es z.B dieses Angebot Campus, ich studiere ja zur Zeit noch und dies wäre dann natürlich fürs erste die billigste Alternative. Was ich wie gesagt nur nicht verstehe ist, warum es einen Zeitpreis und einen Kilometerpreis gibt. Kann ich mir das aussuchen? Und dort: Bis km 100 je km inkl. Treibstoff 0,22 Wieviel müsste ich dann zahlen für 100 km? Doch nicht nur 22 Cent?

Wie ihr seht..ich bin verwirrt. Es wäre sehr nett, wenn mich Jemand aufklären könnte, der eventuell Ahnung hat :)

Ihr könnt mir auch gerne eine Freundschaftsanfrage schicken, damit man das auch privat klären kann.

Ich danke im voraus!

Antwort
von schleudermaxe, 10

... es gibt also Eltern, die auch nur rd. 100 km entfernt wohnen, und die können nicht helfen? Dann fällt mir nur ein die Großeltern oder die Patentante, so jedenfalls hier bei uns auf dem Land.

Was sagt denn dein Berater (oder der vom Freund?) dazu, denn es wird ja sicherlich schon eine Versicherung geben, oder übersehe ich etwas?

Und im Studium gibt es hier bei uns das Semesterticket und somit sollte wirklich geprüft werden, ob eine alte Möhre mit allen Kosten und Lasten wirklich nötig ist. Viel Glück.

Antwort
von Dampfschiff, 14

Als groben Richtwert kannst Du annehmen: CarSharing ist dann billiger als die Gesamtkosten für ein kleines, billiges eigenes Auto, wenn Du weniger als 5000 km im Jahr fährst UND das Auto nur an wenigen Tagen brauchst (z. B. für den Großeinkauf oder um am Wochenende Freunde zu besuchen), UND normalerweise nur stundenweise - nicht für ganze Tage am Stück.

CarSharing ist ungeeignet für Leute, die täglich auf ein Auto angewiesen sind (z. B. um damit zur Arbeit zu fahren), und es ist ungeeignet für Leute, die jederzeit ein startbereites Auto vor der Haustür stehen haben wollen (bei CarSharing kann es passieren, dass gerade kein Auto in der Nähe frei ist, wenn Du eins brauchst. Manchmal musst Du vorher reservieren.). Außerdem ist noch wichtig zu wissen, ob es dort, wo Du ein Auto brauchst, überhaupt eine CarSharing Station gibt.

Achte aber darauf, ob Du als Führerschein-Neuling überhaupt Mitglied einer CarSharing Gruppe werden kannst! Manche Anbieter verlangen ein Mindestalter und eine Mindestzeit des Führerscheinbesitzes!

Was die genaue Preisgestaltung angeht, bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich genau mit den Preisangaben der einzelnen Anbieter auseinanderzusetzen - jeder CarSharing Anbieter macht das anders.

Ein Beispiel: Bei Flinkster (das CarSharing Angebot der Deutschen Bahn) ist es so, dass Du einen relativ hohen Geldbetrag pro Stunde bezahlst (das Auto soll möglichst schnell für andere Nutzer wieder verfügbar sein), und ZUSÄTZLICH einen relativ kleinen Geldbetrag für die gefahrenen Kilometer. Beides hängt von der Fahrzeuggröße ab, der Geldbetrag pro Stunde hängt auch noch von der Tageszeit ab.

Kommentar von KleinerGnom6 ,

Also ich bräuchte das Auto höchsten vllt mal für Einkäufe und ansonsten halt auch um vielleicht meinen Freund mal zu besuchen (der jedoch 300km weit weg wohnt) oder meine Familie (die 100 km weit weg wohnen). Also gäbe es da schon ein paar weite Fahrstrecken. Ich bräuchte es wirklich eher nur zu Besuchungszwecken. Das blöde ist nur, wenn ich Jemande für eine Woche besuchen will, kann ich halt schlecht für eine Woche ein Auto mieten, das würde ja viel Geld kosten :/ Oder wenn ich mal auf ein Konzert fahren möchte, was etwas weiter weg ist, dann für die 2-3h zahlen zu müssen, wo ich das Auto doch gar nicht nutze, sondern es im Parkhaus steht..

Kommentar von Dampfschiff ,

Am besten wird es sein, Du rechnest einfach mal einen beispielhaften Monat durch. Ein eigenes kleines Auto, welches Du wenig fährst, kostet Dich als Fahranfänger (teure Versicherung) einschließlich Wertverlust etwa 300 Euro im Monat. Ein bisschen billiger (nicht viel) geht es, wenn Du Reparaturen am Auto komplett selbst machen kannst. Rechne einfach mal konkret aus, wieviel Du in der gleichen Zeit für CarSharing ausgeben würdest.

Für einen Konzertbesuch musst Du wohl für die vielleicht 4 h komplett das Auto zahlen - häufig gelten aber in den Abendstunden geringere Stundenpreise.

Wenn Du mal für einen kompletten Tag das Auto brauchst, kostet Dich das beispielsweise bei Flinkster für ein kleines Auto 39,- Euro plus Kilometergeld. Das ist relativ teuer - vergleichbar wie bei einem normalen Autovermieter. Aber wenn Du das nur ein- oder zweimal im Monat machst, es es immer noch billiger als ein eigenes Auto.

Wenn Du für eine ganze Woche irgendwo hinfährst, dann fährst Du am besten mit der Bahn oder mit einem Fernbus. Und wenn Du dann für eine oder zwei Fahrten am Zielort mal ein Auto brauchst, dann holst Du Dir dort mal kurz ein CarSharing Auto. Dafür ist es wichtig, dass Du Dir einen CarSharing Anbieter aussuchst, der Fahrzeuge an verschiedenen Orten hat.

Aber unabhängig von der Kostenfrage musst Du Dir die ehrliche Frage stellen, ob es Dir wirklich primär ums Geld geht, oder ob Du eigentlich lieber ein eigenes Auto hättest, und dafür lediglich Argumente suchst (böse Unterstellung von mir).

Antwort
von Saloucious, 22

Wenns wirklich günstig sein soll: Einen gebrauchten 2-Sitzer Smart.

Nun werden viele aufschreien das sei kein richtiges Auto, aber es erfüllt m. E. alle Kriterien:

Günstig in der Anschaffung (will kaum einer haben), wenig Spritverbrauch und relativ günstig in der Versicherung.

Carsharing zahlst du i. d. R. pro Zeit und pro KM.

Kommentar von KleinerGnom6 ,

Naja, ich würde nicht behaupten, dass es kein Auto ist, aber sonderlich sicher würde ich mich in diesem Auto auch nicht fühlen.

Nicht das ich vor hätte einen Unfall zu bauen, aber in dem Ding wird man doch regelrecht zerquetscht wenn dir da mal einer reinfährt...

Und es wäre schon schön, wenn ich mehr als nur einen Mitfahrer mitnehmen könnte. Mir wäre wirklich jeder Wagen recht, außer Smart :/

Kommentar von Saloucious ,

Ein Mitfahrer ist immerhin besser als keiner ohne Auto ;)

Diese typischen Anfängerautos (alter Golf etc.) sind oft teuer in der Versicherung. Günstiger sind manchmal sogar kleine Kombis mit Stufenheck (potthässlich!), die von Rentnern 10 Jahre lang gehegt und gepflegt wurden. Die stehen für die Versicherung in den Unfallstatistiken meist ganz gut da.

Kommentar von KleinerGnom6 ,

Und wie sieht es mit Car Sharing aus? Nicht empfehlenswert?

Oder wäre das von Kosten her doch wesentlich billiger als ein eigenes Auto? :/

Kommentar von Saloucious ,

Car-Sharing ist nicht schlecht. Aber eben kein eigenes :) Ob es billiger ist, hängt von deiner Fahrhäufigkeit ab. Die wollen ja auch was an dir verdienen.

Wenn du nur ab und an mal nen Auto brauchst, ist das sicherlich billiger.

Kommentar von KanaxInBS ,

Vom wegen, schon der alte hat sich recht gut geschlagen: https://www.youtube.com/watch?v=02eghIfyHP0 besser als ein Corsa B und der neue: https://www.youtube.com/watch?v=v708z67ALww

Allerdings hast du ja geschrieben, dass du auch mal etwas längere Strecken im dreistelligen Bereich fährst, da halte ich einen Smart für ungeeignet, für Stadt, kurze Überlandstrecken ok, aber für mehr auch nicht, für Langstrecken ist er einfach nicht ausgelegt.

Dann lieber ne Klasse höher, Polo, Corsa, Fabia, Fiesta, C3, 206/207, sind zwar auch nicht ideal dafür, aber in Ordnung, bin mit meinem A1 auch schonmal öfters ~200 km bis nach Berlin oder kurz vor Hamburg gefahren und ging gut, solltest dann aber die Finger von den schwächsten Motoren lassen und lieber ein, zwei Nummern stärker nehmen, weil mit denen hat man meist wenig Spaß (Freund hatte mal nen Polo 9N 1.2 mit 54 PS und die Kiste war eben sehr gemächlich und man konnte kaum Überholmanöver wagen, weil er einfach zu schwachbrüstig war, dadurch, dass man ihn deswegen auch ziemlich treten musste, war auch der Verbrauch recht hoch).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community