Frage von robin1102, 98

"Witziger Vorfall" beim Parken?

Hallo,

eigentlich möchte ich die Situation nicht breittreten, aber eure Meinung würde mich dennoch interessieren. Es war so:

Wir sind zu meiner Oma gefahren (wir bin ich und mein Onkel). Mein Onkel ist nicht oft bei meiner Oma. Nun wollte er in der relativ engen Straße in einem Wohngebiet an die Seite parken. Zuerst wollte er vor den Unterstand des Autos meiner Oma fahren, ist dann aber zwei bis drei Meter zurückgefahren und hat etwa die Hälfte des Gehwegs dafür in Anspruch genommen, was von der Stadt mehr oder weniger geduldet wird. Soweit nichts besonderes. Doch da wo er dann geparkt hat, ist wie gesagt die Hälfte des Gehwegs zum Laufen nicht mehr nutzbar gewesen aber die andere Hälfte hätte genug Platz gehabt (ich konnte die Autotür ganz aufmachen). Nun geht zusätzlich eine Treppe orthogonal zum Gehweg hinunter, wo es zur Terrasse einer Anwohnerin geht. Dort war meine Tante zu Besuch (also die Tochter meiner Oma, die mit ihr im selben Haus wohnt).

Ihr müsst wissen, dass diese Tante ein schwarzes Schaf in unserer Familie ist. Großes Maul, nichts dahinter, belastet meine Oma mit ihren Kindern in Form von Betreuung und sie hockt zu den Nachbarn und arbeitslos ist sie auch noch (sie ist also voll auf meine Oma angewiesen). Dass beißt sich mit meinem Vater (also ihrem Bruder), denn der ist eigenständig, hat Arbeit und muss (dank der faulen Schwester) jede Gartenarbeit, die anfällt, erledigen (oft eben mit mir und dem Rest meiner Familie). Denn meine Oma ist auch nicht mehr die Jüngste....aber zurück zum Thema.

Nun saßen die dort auf ihrer Terrasse und merkten, dass wir vor die Treppe parkten. Dann fragte die Schwester meines Vaters, ob wir nicht weiter nach hinten fahren könnten (warum auch immer). Dann sagte mein Onkel, dass das ihre Mutter entscheiden soll (zugegeben: mit dem Gehwegteil hat sie gar nichts mehr zu tun). Dann kam die Nachbarin ins Spiel, die dort wohnt und meinte, dass sie das immer noch bestimme (sie ist übrigens beruflich Polizistin). Sie hat auch gleich mürrisch und etwas eitel reagiert und gemeint, sie käme da gar nicht mehr raus (oben erwähnt: der Gehweg war dennoch gut begehbar). Mein Onkel war schlußendlich "der Klügere" und ist am Ende zurückgefahren.

Jetzt kommen die Einwände: Meines Wissens ist der Gehweg öffentliches Gelände. Somit dürfte meines Wissens die Polizistin auch nichts zu sagen haben. Wir haben sie ja nicht zugeparkt (ihr Auto war überhaupt nicht betroffen, lediglich der angeblich nicht mehr vorhandene Fußweg). Aber jetzt für mich der Oberknaller: Sie und ihr Freund parken so weit auf dem Gehweg, dass man kein Stück mehr laufen kann und auf die Straße ausweichen muss als Fußgänger - und sowas passt meiner Meinung nach gar nicht zusammen.

Langer Text, kurzer Sinn. Wie ist eure Meinung dazu. Wäre nett, wenn ihr das abstimmt und bitte und gerne kommentiert - mich würde es jetzt einfach mal interessieren, ob ich und mein Onkel dabei die einzigen sind, die sowas überhaupt nicht ertragen.

Danke!

Antwort
von Antitroll1234, 40

Langer Text, kurzer Sinn. Wie ist eure Meinung dazu

Ganz einfach, lt. StVO darf weder dein Onkel noch die Nachbarin mit einem Fahrzeug auf dem Gehweg parken.

Kommentar von robin1102 ,

Wie gesagt - das Gehwegparken wird seitens der Stadt geduldet.

Kommentar von Antitroll1234 ,

...dadurch wird es aber nicht erlaubt.

Erlaubt ist es nur durch entsprechende Beschilderung.

Kommentar von robin1102 ,

Die Beschilderung zeigt ein eindeutiges Verbot. Die ganze Straße hält sich nicht daran. Aber teils wäre es auch einfach zu eng, wenn man nicht auf dem Gehweg zur Hälfte parken würde - und zur Hälfte ist immerhin besser als den kompletten Weg dicht zu machen...

Kommentar von Antitroll1234 ,

Die Beschilderung zeigt ein eindeutiges Verbot.

Damit hast Du deine Frage selbst beantwortet.

 Die ganze Straße hält sich nicht daran.

Dadurch wird es nicht erlaubt.

Aber teils wäre es auch einfach zu eng, wenn man nicht auf dem Gehweg zur Hälfte parken würde

Dann muss man an anderer Stelle parken.

und zur Hälfte ist immerhin besser als den kompletten Weg dicht zu machen...

...ob zur Hälfte oder ganz, das Fahrzeug darf auf einem Gehweg nicht geparkt werden.

Die rechtliche Situation ist ganz klar geregelt und jeder der einen Führerschein hat sollte dies wissen.

Kommentar von robin1102 ,

Habe ja nie behauptet, dass dadurch, dass alle das machen, nichts erlaubt wird. Aber eng ist es wirklich. Wenn ein Auto nicht auf dem Gehweg parkt, bleibt bei der Vorbeifahrt zwischen den Spiegeln vielleicht max. 3 cm Abstand. Ein Streitfall ist und bleibt es dort. Und an anderer Stelle wird dadurch eben auch schwierig, denn auf einer vorhandenen Wendeplatte ist ebenfalls Parkverbot. Mir ging es um den Fall, dass man sich als Polizistin komplett auf den Gehweg stellt und sich dann bei anderen beschwert, dass es zu eng sei. Dazu wollte ich eigentlich die Meinung wissen. Schlussendlich hast du bzw. die StVo natürlich Recht!

Kommentar von Antitroll1234 ,

Mir ging es um den Fall, dass man sich als Polizistin komplett auf den Gehweg stellt und sich dann bei anderen beschwert, dass es zu eng sei.

Wie bereits in der eigentlichen Antwort erwähnt, weder dein Onkel noch die Nachbarin darf auf dem Gehweg parken.

Kommentar von robin1102 ,

Klar...aber mein Onkel hat sich dabei nicht beschwert...das war eigentlich nur ich - und ich habs mir auch gedacht und nichts gesagt...wie gesagt, eigentlich hätte dann keiner meckern dürfen...das Beste wäre natürlich auf der Straße gewesen. Ach ja...und dann kommt der nächste Autofahrer, der sich über die Enge beschwert...das ist doch ein Rattenschwanz.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Ach ja...und dann kommt der nächste Autofahrer, der sich über die Enge beschwert...

Auch das ist geregelt in der StVO, an engen Stellen darf nicht einmal gehalten werden.

Dann muss an anderer Stelle wo das Parken erlaubt ist geparkt werden, wurde aber auch schon erwähnt.

Ich verabschiede mich jetzt aus dieser Frage, vielleicht hinterlässt jemand anderer eine Meinung welche zu deiner Zufriedenheit ausfällt ;-)

Kommentar von robin1102 ,

Das kann ich nachvollziehen...aber ich glaube kaum, dass die ganzen Einwohner eine Straße weiter nehmen zum Parken. Denn Parkflächen gibts nirgends und dann ist die andere Straße zugeparkt.

Deine Antworten sind zu meiner Zufriedenheit ausgefallen - warum sollten sie es nicht sein. Ich habe dir nur immer wieder die Situation geschildert. So einen leichten Ausweg, wie er in der StVo beschrieben ist, gibt es nunmal nicht...bzw. wer will sich schon daran halten...

Danke jedenfalls für deine Beiträge ;-)

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