Gg137 am 08.08.2009 um 16:23 Uhr
Tagtäglich werden Diskussionen über den Urknall, der Evolution, der Schöpfung und zu anderen Themen geführt, bei denen es um schon längst Vergangenes geht!
Immer wieder wird vermutet, das die gestellten Behauptungen von Wissenschaftlern stimmen müssen, da diese über längere Zeit Bezug zu diesen Themen gehabt haben und sich über längere Zeit mit den oben genannten Punkten beschäftigt haben! Doch muss man, wenn man frei von Vorurteilen, bezüglich des Glaubens und der Religion überlegt, in der Lage sein zu erkennen, das niemand zu der damaligen Zeit vor Ort war und wissen kann, was damals abgelaufen ist und demnach ist selbst die Art von Wissenschaft, die an die göttliche Schöpfung zweifelt, auch im Glauben und nicht vollständig im Wissen!
Zum Beispiel ist meine Meinung zum Urknall, das der Urknall die Art und Weise gewesen sein könnte, mit der Gott die Erde zu dem geschaffen hat, was sie heute ist!
Meine Frage lautet wie folgt: Was haltet ihr davon, das viele den Wissenschaftlern uneingeschränkten Glauben schenken, welche an die Schöpfungsgeschichte zweifeln, selbst wenn wir alle, selbst die Wissenschaftler, nicht wissen können, wie alles entstanden ist, da keiner von uns damals, als die Erde entstanden ist, da war und die dahingegen an Gott und die Schöpfung zweifeln wollen?

Liebe/r Gg137,
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Du sollst Naturwissenschaften und Religion getrennt halten. Wissenschaflich ist alles mit Urknall angefangen und so enwickelt wie die Wissenschaftler sagen aber die Bibel, Grund unseres Glaubens erzählt dasselbe mit anderen Worten. Eigentlich ist die Entwicklung fast genau so auch naturwissenschaftlich geschehen wie die Bibel erzählt.

Das Universum hätte auch von kleinen grünen aus Waldmeistergötterspeise bestehenden Zwergen erschaffen worden sein.
Die Wissenschaft lehnt die Schöpfungsgeschichte nicht ab, weil sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht, oder weil die Wissenschaftler Vorurteile haben, sondern weil sie nicht nachvollziehbar und zu fantastisch ist. UND: weil die Produkte der "Schöpfung" der Schöpfungsgeschichte selbst widersprechen.
Die Wissenschaft hat widerlegt, dass die Erde eine Scheibe ist. Die Wissenschaft hat widerlegt, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Die Wissenschaft hat widerlegt, dass die Erde das Zentrum des Universums ist. Die Wissenschaft hat widerlegt, dass Gewitter ein Ausdruck des Zorns eines Gottes ist. Immer mehr Behauptungen religiösen Ursprungs werden nach und nach widerlegt und man darf dabei nicht vergessen, dass die moderne Wissenschaft erst knapp 200 Jahre alt ist. Vielleicht wird die Schöpfungsgeschichte, genau wie die Existenz eines Gottes, nie vollständig widerlegt werden können, aber das macht sie beide deshalb nicht umso wahrscheinlicher. Wie User "Serapis" bereits schrieb, ist die Schöpfungsgeschichte momentan noch der letzte Grashalm, an dem sich die fundamentalistischen Christen festhalten, nur weil die Wissenschaft sie derzeit noch nicht eindeutig widerlegen kann.
Weil die Schöpfungsgeschichte von voreiligen Evolutionsforschern seit Darwin wie selbstverständlich für widerlegt gehalten wurde und diese nun zugeben müssen dass gar nichts widerlegt ist.
Quandt am 10. August 2009 09:10 Erstaunlicherweise deckt sich aber die Genesis (ca. 8.000 Jahre alt) mit den heute gültigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. "Am Anfang war Nichts, .... und es ward Licht ..." (Urknall), dann die Planeten, es folgt die Biogenese, und - als vermeintliche Krönunng der Geschichte - zuletzt der Mensch. ;-)
playswithwolves am 10. August 2009 20:17 Mir scheint wohl irgendwie entgangen zu sein, dass die Wissenschaftler davon ausgehen, dass der Urknall vor ca. 8.000 Jahren stattgefunden haben soll.
Du haust da was durcheinander. Religiöse Fantasiegeschichten haben nichts mit der Bibel oder Schöpfungsgeschichte zu tun.
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In der Bibel steht nicht, daß die Erde eine Scheibe ist, daß sich die Sonne um die Erde dreht oder die Erde das Zentrum des Universums wäre. Oder gar, daß ein Gewitter der Ausdruck des Zornes Gottes wäre. Das ist abergläubischer Quatsch aus finsteren Zeiten. Da Aberglaube aber oft mit der Bibel in Verbindung gebracht wird, ist es kein Wunder, das man in der Regel glaubt, die Wissenschaft hätte die Bibel widerlegt.
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Nun die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch. Das darf man nicht vergessen. Interessant ist jedoch, daß die Bibel, wenn Sie ein wissenschaftliches Thema berührt, diesem nicht widerspricht.
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Beispiele: Hiob 26,7 >Gott spannt den nördlichen Himmel über den leeren Raum und hängt die Erde am Nichts auf.<
Jesaja 40,22 >Da ist EINER, der über dem Kreis der Erde wohnt< (Das hier mit „Kreis“ wiedergegebene hebräische Wort chugh kann auch mit „Kugel“ übersetzt werden.3 In anderen Bibelübersetzungen steht „Erdkugel“ (Douay Version) oder „Erdenrund“ (Pattloch-Bibel).)
playswithwolves am 10. August 2009 20:14 Bibel widerspricht nicht der Wissenschaft? Dann lies sie mal genau. Laut der Bibel sind Kaninchen Wiederkäuer, Fledermäuse sind Vögel, das Universum ist nur etwas älter, wie die Pyramiden von Giseh und sämtliche Tiere inkl. der Mensch sind Produkte der Inzucht. Die Bibel ist nichts als Humbug in dieser Beziehung.
Was Wiederkäuer und Vögel sind ist Definitionssache. Offensichtlich hat man das früher anders definiert als heute. Aber keine Definition ist richtiger als die andere, es sind nur Definitionen, keine Fakten. Kaninchen kann man als Widerkäuer definieren weil sie ihren Kot durchaus nochmal zu fressen verstehen. Ob man nun Vögel als Tiere die fliegen definiert oder ob man sie als Tiere mit Federn definiert die nicht unbedingt fliegen müssen, was ist da wohl richtiger?
Die Pyramiden kommen gar nicht vor in der Bibel und von Inzucht oder anderem Humbug ist auch nicht die Rede. Was Zahlen und Zeiten betrifft so gab es oft kabbalistische Bedeutungen und auch Bedeutungsänderungen im Lauf der Jahrtausende. Z.B. zählte ein Bewaffneter als 100 Mann und Unbewaffnete zählte man einfach. Gezählt wurde die Kampfkraft und nicht die Köpfe. Das Volk Israel zu zählen war untersagt. Mit der Zeit meinst Du wahrscheinlich die 6 Tage der Erschaffung. Da die Erde teilweise noch gar nicht existierte können das wohl kaum Erdentage gewesen sein. In der Nähe sehr massiver Dinge vergeht die Zeit sowieso immer langsamer. Wenn also Gott genügend massiv ist dann kann es schon sein dass eine Milliarde Jahre für ihn nur ein Tag sind. Ganz normale Zeitdilatation nach Einstein. Es ist also so, dass etwas durchaus so sein kann auch wenn gewöhnliche Menschen noch nichts solches gehört haben. Es ist deswegen noch lange nicht falsch.
Nein! Wiederkäuer sind, wie der Name schon sagt, Tiere, die Ihr essen mehrmals verdauen und Vögel sind alle Sauropsida, das heißt sehr eng verwandt mit Reptilien, bzw sie sind Reptilien. Es ist also keine Deifinitionssache! Was so ist, ist so und müsste es auch sein, wenn es das Wort Gottes ist! Deine Erklärung der "6 Tage" ist sehr belustigend, wenn man doch davon ausgehen muss, dass ein Gott allmächtig ist, er sich also nicht an einfache Naturgesetze halten muss. Ich glaube nicht, dass sich sowas mit der Zeitdilatation erklären lässt. Dies wird eher ein rhetorisches Mittel gewesen sein, um Gottes Allmächtigkeit zu unterstreichen. Dass die Bibel nicht immer wörtlich zu nehmen ist, zeigt alleine schon die Erzählung des 7-köpfigen Drachens, der das römische Reich darstellt, über das man zu der Zeit Johannes' nicht negativ schreiben durfte und die 666, die als Code für Kaiser Nero fungierte.
Nach Deiner Definition sind Vögel also sehr eng verwandt mit Reptilien. Fledermäuse sind das auch also hat die Bibel nach Deiner Definition recht. Das Wort Wiederkäuer übersetzen Sie als Mehrmalsverdauer. Das ist nicht dasselbe und möglicherweise meinte die Bibel etwas anderes mit dem Wort. Nur ein Übersetzungsproblem.
Gewiss gibt es auch Symbolik in der Bibel, die darf man aber nicht überbewerten, denn so mancher Schelm von Übersetzer hat seine eigene Symbolik hinterlassen oder gar etwas hineincodiert und es mit der Exaktheit der Übersetzung daher nicht so genau genommen.
Bezüglich der 6 Tage ist es bis heute ein Rätsel was genau damit gemeit war. Es gäbe durchaus Erklärungen aber keine ist so gewiss dass man sagen könnte das ist es. Selbst wenn man annimmt man hätte es verstanden und übersetzt die Bibel in diesem Sinne neu, dann würden uns die Leute in 1000 Jahren verfluchen weil sie es besser wissen als wir zu verstehen glaubten.
Ein rhetorisches Mittel war es eher nicht. Denn es gab zur Zeit Babylons sehr ähnliche Vorstellungen aus anderen Religionen. In Indien geht man noch weiter und ordnet der Götterhierarchie sogar Zeitabläufe zu. Für deren obersten Gott wäre ein Tag etwa 8 Milliarden Erdenjahre lang, für die anderen weniger. Man wusste zu der Zeit also durchaus schon mit Zeitdilatation zu rechnen. Es war bekannt dass es so etwas geben kann. Was Sie belustigend finden ist nur, dass Sie die anderen zu unterschätzen pflegen. Die Möglichkeit der Zeitdilatation ist uraltes Wissen.
playswithwolves am 14. September 2009 20:10 Fledermäuse sind Säugetiere, denn sie legen im Gegensatz zu Reptilien und Vögel keine Eier.
Biologie (deutsche Unterstufe): 5 Setzen!
Die habe ich immer für kleine Flugechsen gehalten weil sie so aussehen. Wozu man sie zählt ist dennoch reine Definitionssache. Ob nun eine Flugechse das Säugen gelernt hat oder ein Säugetier zu fliegen gelernt hat, immer überschreitet es mit so einer Veränderung die gängige Definition der Tierart. Die heutigen Definitionen sind andere als damals genauso wie die Worte damals gewiss andere Bedeutungen hatten als heute. Wer weiss, vielleicht meinte man sogar eine heute ausgestorbene Art von Flugechsen.
Ich habe selber ein Fledermauspärchen, das in der Dämmerung ums Wohnmobil segelt. Manchmal auch haarscharf an mir vorbei. Aber die haben das voll unter Kontrolle, selbst im Sturzflug können sie binnen einer Zehntelsekunde wenden. Ich sollte mich vielleicht etwas mehr mit den kleinen Dingen befassen, sind auch ganz interessant.
playswithwolves am 15. September 2009 20:41
Abundumzu am 7. Dezember 2009 11:40 Hallo Aatheist
DH! Gute Argumentation

Vorweg: ich glaube nicht an die Schöpfungsgeschichte, ABER: auch nicht 100% an die wissenschaftl. Erklärung. Die Menschen, die uneingeschränkt den Wissenschaftlern glauben sind m.E. solche, die Fakten und "Beweise" benötigen für sämtl. Vorgänge der Welt. Dass es "noch mehr gibt zwischen Himmel und Erde " drängen diese Menschen in den Bereich des Glaubens. Dass keiner dabei war bei der Entstehung stört dann eher weniger. Aber man hat Belege und geforscht und Forschung ist gut und somit richtig!
"Forschung ist gut und somit richtig!"
Seriöse Wissenschaftler halten Theorien immer nur für unter Vorbehalt richtig, d. h. die aktuelle wissenschaftliche Erklärung der Weltentstehung ist als richtig anzusehen, solange sie nicht widerlegt und durch eine schlüssigere ersetzt worden ist.

An die Aussagen der Wissenschaft muss man doch nicht glauben. Es sind die Ergebnisse der Forschungsarbeiten der letzten Jahrhunderte, die aufgrund des technischen Fortschrittes immer mehr Erkenntnisse über die Natur und die Welt ermöglicht haben, natürlich ist das auch bei Vorgängen möglich, bei denen niemand dabei war. Dabei stößt der Mensch aber auch zunehmend an die Grenzen seines Denk- und Vorstellungsvermögens. Dies ist z.B. bei der Urknallhypothese der Fall, wenn wir uns vorzustellen versuchen, dass hier Raum und Zeit erst entstanden sind. Es ist auch durchaus legitim, an dieser Stelle evt. das Wirken eines Gottes als Ursache anzuführen. Nachdem sich die Menschen früher das Wirken Gottes aus dem Himmel heraus vorstellten, hat sich durch wissenschaftliche Fortschritte der Raum, in dem ein Gott sein könnte, natürlich drastisch verändert. Wissenschaftliche Erkenntnisse schließen aber jedenfalls die Existenz eines Gottes nicht aus, allerdings einen persönlichen Gott wie in der Bibel beschrieben, schon eher.

Ich sehe das ähnlich wie Du. Und ich halte es für naiv, der Wissenschaft uneingeschränkt zu glauben. Denn es ist Menschenwissen und damit fehlbar - was sich ja auch immer wieder zeigt. Was nicht heißt, dass Wissenschaft etwas Schlechtes wäre - nur eben nichts Absolutes.
...
Leute, die glauben, Gott mit Sicherheit ausschließen zu können, halte ich für SEHR naiv.
playswithwolves am 8. August 2009 18:21 In der Wissenschaft gibt es nichts absolutes - das ist das Grundprinzip der Wissenschaft. Die Ergebnisse sind so aufgebaut, dass sie jederzeit ergänzt, vervollständigt, korrigiert, geändert oder verworfen werden können (Deshalb spricht man in der WS von Theorien und nicht von absoluter Wahrheit).
Die WS ist auch nicht etwas, an das man glauben oder nicht glauben kann, sondern verstehen oder nicht verstehen kann. Ich würde als Atheist Gott nie absolut mit Sicherheit ausschließen, aber die Möglichkeit, dass so etwas existiert, ist verschwindend gering.
Hältst du dir die Möglichkeit offen, dass so etwas wie ein Gott nicht existieren könnte?
daddysdearest am 9. August 2009 10:33 Zum ersten Absatz: Das weiß ich. Aber viele Menschen halten WS trotzdem für etwas Absolutes.
Zweiter Absatz: Für Menschen, die die WS für absolut halten, ist das sehr wohl eine Glaubenssache, auch wenn es ihnen nicht bewusst ist.
Dritter Absatz: Ist ein bisschen schwierig bei jemandem, mit dem man lebt.

Die Antwort ist so klar wie einfach für mich:
Die Wissenschaft beschäftigt sich schon sehr lange Zeit mit den pysikalischen, chemischen und mathemathischen Gegebenheiten. Sie errechnet anhand von Fakten und Daten, entschlüsselt und berechnet voraus. Vermutet, stellt Thesen und Theorien auf.
Aber der Glaube an Gott weist auch nicht nur annähernd solche Fakten auf. Hier wird nur wild spekuliert, mit zweifelhaften Geschichten aus der Bibel herum gefuhrwerkt. Es gibt noch nicht einmal vernünftig begründete Theorien!
Davon abgesehen, die Wissenschaftler wie z.B. Stephen. W. Hawking schließen Gott nie gänzlich aus ihren Formeln und Gesetzen aus.
Es ist ganz klar, dass die Theorie der Evolution stimmt. Dieser Fakt ist unumgänglich. Man kann durch bestimmte biologische Verfahren eindeutige Verwandtschaften zwischen Tierreichen erkennen und kann Evolution live erleben. Die Embryogenese, also der Entwicklung des Embryos, ist bei allen Tieren, sei es Insekt, Amphibium, Vogel oder auch Mensch, sehr ähnlich. Das Tier durchlaeuft dabei Entwicklungsstadien seiner Vorfahren. So hat der menschliche Embryo sowohl Kiemenanlagen, als auch Schwimmhaeute, die sich langsam zurueckbilden. Das ist nur ein Beweis von vielen, dass wir alle gemeinsame Verfahren haben. Ein weiterer ist natuerlich die DNA und ihre Mechanismen. Die Stelle mit Adam und Eva in der Bibel ist sehr speziell, weil viele renommierte Theologen und Historiker davon ausgehen, dass die Geschichte um Adam und Eva ein Lied war, dass Juden waehrend ihrer Gefangenschaft in Babylon sangen. Dieser Teil sollte auch nie in die Bibel rein. Viele Teile, die zur Thora oder auch zur Bibel gehoerten, wurden im Nachhinein vom Menschen indiziert und ausgelassen. Die erste Schöpfungsgeschichte korreliert sehr gut mit der wissenschaftlichen These. Vor allem, da die Wissenschaft davon ausgeht, das vor Entstehen dieses Universums nicht gewesen ist. Dazu gibt es auch wesentliche Experimente, die zeigen, dass aus "Nichts" mit viel Energie und unter bestimmten Voraussetzungen einfache Moleküle bilden - der Grundstein der Materie. Meiner Meinung nach ist die Evolution unumstößlich, genau wie die Theorie des Urknalls. Es gibt viel zu viele Beweise für die Existenz beider Phänomene. Ich will die Bibel nicht schlecht machen und bin auch tolerant gegenüber Menschen, die an Gott glauben. Jedoch bin ich nicht der einzige Mensch auf dieser Welt, der die Richtigkeit der Wissenschaften nicht anzweifelt. Natürlich wird jede wissenschaftliche Publikation kritisch betrachtet, so war es auch bei der Evolutionstheorie, selbst von hochrangigen Naturwissenschaftlern. Deswegen reicht es zum Aufstellen einer Theorie nicht, sie einfach niederzuschreiben, sondern sie muss von vielen, vielen Menschen bewiesen werden, um anerkannt zu werden. Deshalb ist die Qualität wissenschaftlicher Theorien sehr sehr hoch und auch glaubwürdig. Viele Menschen, die sich vehement gegen Evolution und Urknall wehren, haben auch Angst davor, dass das als Beweis gegen einen Gott sprechen könnte. Aber vielleicht sollten wir Gott nicht als rauschbartigen alten Mann sehen, sondern eher als etwas was wir nicht in der Lage sind zu begreifen. So wie es etwa für eine Maus ist, wenn sie elektronische Geräte sieht. Dadurch, dass sie die Geräte nicht im geringsten verstehen kann, nimmt sie sie nur als Teil ihrer Umgebung wahr, wenn sie dagegen oder darauf läuft. Um es kurz zu fassen: Unser Horizont ist einfach noch viel zu niedrig, um etwas so hohes wie das Leben, den Tod oder eine Gottheit zu verstehen. Aber vielleicht wird die Menschheit dank der Evolution hinter einigen dieser Geheimnisse kommen ;)
Dass die Evolution stimmt ist aufgrund von Züchtungserfolgen seit Jahrtausenden bewiesen. Das muss nicht nochmal bewiesen werden.
Was an der Evolutionstheorie nach Darwin nicht stimmt, ist die Behauptung, dass der Überlebenskampf in der Lage wäre für eine Auslese und so für eine Zucht zu sorgen, die die Entwicklung des Lebens auf der Erde so antreiben konnte. Die sogenannte "Triebfeder der Evolution" ist gebrochen, weil die Auslese keine Richtung verfolgt. Ohne Sinn und ohne Ziel würde sich aber das Leben nicht so schnell entwickeln können. Einen anderen Züchter hat die Evolutionsforschung jedoch noch nicht ausfindig gemacht bzw. will ihn nicht ausfindig machen obwohl es ohne keinen Sinn macht. "Survival of the fittest" ist ein völlig unwissenschaftlicher Denkfehler in der Evolutionstheorie: Weil der Fitteste immer der ist der überlebt, deshalb überlebt der Fitteste.(Was aber nicht bedeutet, dass er wirklich der Fitteste wäre unter objektiveren Gesichtspunkten.) So ein Unsinn steht drin in Darwins "wissenschaftlichem" Buch.
Mit "the fittest" meinte Darwin nie den Stärksten. "Survival of the fittest" meint "Überleben des am besten Angepassten". "To fit" oder "to be fit" heisst im Englischem soviel wie "passend, angepasst sein". Den Begriff des Stärkeren oder Fitteren prägten deutsche Nationalsozialisten. Die Mutation, die in einem Lebensraum als besonders angepasst geachtet wird, bleibt bestehen. Es gibt z.B. von nahezu jedem Fisch auf dieser Welt eine Höhlenform, die blind ist. Sie besitzen keine Augen, keine Pigmente (sind meist weiss oder durchsichtig) dafür jedoch sehr ausgeprägte Sinne, mit denen sie sich orientieren können. Ein weiteres Beispiel ist der Industriemelanismus des Birkenspanners. Hier geschieht "survival of the fittest" vor unseren Augen. Durch Verpestung der Umwelt durch Fabriken in England färbten sich die sonst schwarz-weissen Birken schwarz. Der weiss-schwarze Birkenspanner war zuvor perfekt angepasst, wurde auf schwarzen Bäumen jedoch schnell von Fressfeinden entdeckt. Mit der Zeit entstanden sehr schnell wschwarze Typen des Birkenspanners. Diese waren nicht durch die Verpestung schwarz gefärbt, sondern durch eine Mutation im Genom. Diese schwarzen Birkenspanner setzten sich gegen weiss-schwarze durch und wurden von Fressfeinden sehr schlecht gesehen. Heutzutage geht diese Form wieder zurück, da durch Schließung von Fabriken und höhere Umweltauflagen Birken langsam wieder ihre normale Form annehmen. Der best angepasste ist also immer der, der den anderen gegenüber einen Vorteil besitzt. Das spricht nicht gegen einen Gott, aber für die Selektion der Natur. Man kann übrigens an uns auch Evolution erleben. Dass unserer aufrechter Gang noch nicht perfektioniert ist wird durch Rückenprobleme und -krankheiten gezeigt, die viele Menschen schon im jungen Alter haben. Dennoch gilt der aufrechte Gang als der am best Angepasste für uns.
Ich verstehe Dich schon und weiss auch wie das gemeint war mit "Survival of the fittest" jedoch gibt es keine ordentliche Beschreibung dessen was gemeint ist.
Der am besten Angepasste definiert sich auch bei Dir als derjenige der überlebt hat (Der schwarzen Birkenspanner). Und warum hat der überlebt? Weil er der am besten Angepasste ist. Erkennst Du den unlogischen Zirkelschluss?
Auslese durch die Umweltbedingungen gibt es freilich, es konnte aber noch niemand zeigen, dass dadurch eine zielgerichtete Züchtung zustandekommt wie sie zur Erklärung der Erdgeschichte notwendig wäre. Vielmehr ist diese Art der Züchtung durch die Lebensbedingungen ohne beständige Richtung. Wie Du aufgeführt hast züchten sich die Birkenspinner nun wieder zurück. Ein Schritt vor und einer zurück bringt gar nichts. Die Erdgeschichte zeigt etwas anderes: Eine im grossen und ganzen zielgerichtete, daher sehr rasche Höherentwicklung der Lebewesen von primitiveren zu höheren. Sofern man die Entwicklung wirklich als Evolution definieren will und nicht als fertige Schöpfung, dann kann das nur so zielgerichtet gewesen sein. Der Grund für diese Zielstrebigkeit ist auch lange nach Darwin nicht gefunden.
valentin301 am 3. September 2009 17:54 @Aatheist: Tachi hat doch erklärt, warum der Bestangepasste überlebt. Kapierst Du das nicht oder willst Du das nicht kapieren? Tachi hat vollkommen recht.
Noch ein Verfechter der Unlogik. Die Erklärung ist nicht hinreichend. Man kann ein offensichtliches Ergebnis nicht mit dem Ergebnis selbst erklären. Wenn es eine Erklärung sein soll muss sie von anderen Ursachen abgeleitet werden nicht vom Ergebnis.
valentin301 am 4. September 2009 08:28 Na Du musst gerade von Logik reden, ich glaube, Du hast die (logische) Erklärung gar nicht richtig durchdacht. So lässt sich die Evolution logisch erklären, die Ursache ist die Umwelt(-änderung), die Folge ist die Selektion und das Ergebnis ist die Veränderung der Arten. Lies doch mal "Der blinde Uhrmacher" von Dawkins.
Ich gebe weder Geld für Romane und Märchen aus noch würde ich meine Meinung auf solch wacklige Basis stellen. Wenn der Herr Dawkins einen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten hätte, dann könnte er das in Form einer wissenschaftlichen Abhandlung machen. Die Wahrheit ist nicht so spektakulär dass man sie gross vermarkten könnte.
Deine logische Erklärung ist nun zwar logisch, erklärt aber nur lokale Anpassungen an die Umwelt. Solche Anpassungen sind so zufällig wie das Wetter bzw. wie die Umweltbedingungen. Damit kann man Veränderungen der Arten begründen, aber nicht die nötige fast kontinuierliche Weiterentwicklung der Arten von primitiven zu komplexeren Wesen. Also das was die Evolutionstheorie postuliert kannst Du so nicht begründen. Deiner Argumentation fehlt die Weiterentwicklung. Bloss irgendwelche Anpassungen reichen nicht. Deine Evolution hat keine Richtung, geht einen Schritt vor und zwei zurück.
valentin301 am 15. September 2009 20:31 Lieber Freund, die Evolution gehört nicht mir, sondern der hast auch Du zu verdanken, dass Du hier Komentare abgeben kannst, zwar nicht die richtigen, aber so ist eben die Variabilität. Du hast aber gar nicht richtig verstanden, was durch die Evolutiontheorie über den Ablauf der Evolution erklärt wird, evt. musst Du doch noch ein paar Bücher lesen... nimm doch mal den blinden Uhrmacher von Dawkins, da verstehst Du es bestimmt. Du musst nur wollen. Deine Gegenargumente greifen auf jeden Fall nicht.
Du konntest den Grund des evolutionären Fortschritts nicht erklären und Dawkins kann das auch nicht.
valentin301 am 16. September 2009 14:35 Sorry, aber wenn Du es nicht verstehst, dann liegt das weder an der Evolutionslehre noch an Dawkins noch an mir sondern an Dir.
Wie kann man eine unlogische Erklärung verstehen? Wieviel Glaube braucht es dafür?
valentin301 am 17. September 2009 16:02 Glaube mir, das liegt allein an Dir, Du musst nur wollen, dann erschließt sich Dir die Logik auch.
Hallo, ich empfehle dir Indizien für einen Schöpfer von Lee Strobel. Dort wird das Thema Evolutionstheorie ausgiebig und interessant behandelt. Auf wissenschaftlicher Basis. Du wirst sehen, dass auch die Wissenschaft durchaus für einen Schöpfer spricht...
Intelligent Design, der letzte Grashalm der Fundamental-Christen.
Die Wissenschaft bietet uns ein kohärentes und für mich logisch nachvollziehbares Gesamtbild. Sie bietet Belege, die ich persönlich zwar kaum nachprüfen kann, aber wenn eine Vielzahl von Wissenschaftler verschiedenster Richtungen durch Versuche und Forschung zu gleichen Schlüssen kommt, muss ich das ja wohl Ernst nehmen.
Wenn du Gott als Verursacher des Urknalls siehst, dann kann dir niemand widersprechen, die Wissenschaft rätselt da sowieso. Dass aber die Erde und selbst der Mensch ein gezieltes Produkt daraus sein soll, dafür spricht wiederum überhaupt nichts. Bei Aber-Milliarden von Sternen ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass es viele bewohnte Planeten mit vielen Zivilisationen gibt, die auf ihre Weise entstanden sind. Wie viel Zufall letzten Endes dabei war und wie viel System... ach was weiß ich schon...

Wie definierst du denn "Gott"? Das erstmal als Diskussionsgrundlage vorweg.

die schöpfung wurde geschaffen mit göttlichen GEISTESKRÄFTEN.
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naturwissenschaft kann nur beweisen, was zählbar, wägbar und meßbar ist. das sind aber ausschließlich phänomene, die wir mit unseren sinnen wahrnehmen.
naturwissenschaft kann nichts, aber auch gar nichts geistiges beweisen. deshalb hat sie auch nichts im bereich der geisteskräfte verloren.
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geisteskräfte können nur erforscht werden von der geisteswissenschaft.
Die Sachlage ist ganz einfach: Es gibt viel mehr empirische Evidenz gegen die Schöpfungstheorie als gegen die wissenschaftliche Theorie der Weltentstehung, daher ist bis auf weiteres letztere der erstgenannten vorzuziehen.

Was der Schöpfungsgeschichte den wissenschaftlichen Aspekt abspricht, ist die Tatsache, dass es sich hierbei - wie der Name schon sagt - um Glaube handelt. In einer Zeit, in der von so weit fortgeschrittener Wissenschaft wie heute nicht die Rede sein konnte, brauchten Menschen etwas, an dem sie sich orientieren konnten. Schon immer wurde die Frage nach der Schöpfung gestellt - und die Kirche hat diese eben mit der Schöpfungsgeschichte beantwortet. Natürlich kann man daran glauben, wenn man es möchte, es sollte nur nicht vergessen werden, dass inzwischen evolutionsbiologisch Ansätze das Rätsel um die Anfänge des Lebens auf der Erde geklärt haben.
Absoluter Schmarrn!
Die Bibel fängt irgendwo bei Adam und Eva an wenn ich mich nicht irre. Aus Adam und Eva ist die gesamte Menschheit entstanden inklusie Inzucht? Was hat das mit seriöser Forschung der Wissenschaft und der Evolutionsforschung Darwins zu tun???? Gar nichts.
Also bitte, Schuster bleib bei Deinen Leisten!!!
Auch hier gilt, dass Lesen bildet.
Hier zum Nachlesen:
http://homepage.univie.ac.at/Franz.Embacher/Lehre/aussermathAnw/Eva.html
So erforscht man wissenschaftlich dass die gesamte Menschheit aus einer Eva entstanden ist.
Bevor man sich auf einen Disput einläßt, sollte man das gelesen haben, was man zur Argumentation nutzt. 1. Buch Moses: "Am Anfang war nicht, .... und es ward Licht ...", nix Adam und Eva. Das kommt erst ein paar "Tage" später! ;-)
Ups: Nichts natürlich! Schäm