Frage von Achim93, 87

Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng) und danach?

Hallo liebe gf-Community,

im kommenden Semester werde ich mein Bachelorstudium in Wing mit der Abschlussarbeit beenden. Im Anschluss daran habe ich einen konsekutiven Master vor. Jedoch habe ich ein sehr sehr starkes Bedürfnis, einen Master im Ausland (Großbritannien reizt mich sehr) zu machen. Leider musste ich feststellen, dass es nur eine dünne Auswahl an Wing-Master gibt und ich mich daher frage, ob es Sinn macht, einfach nach nem Wing-Master in Deutschland noch z. B. einen BWL Master dranzuhängen. Mir geht's darum, dass ich mein Englisch auf ein Top-Level bringen will und ich statt z. B. einem Auslandssemester lieber ein Jahr weggehe (so lang dauert ein Master in GB) und dann aber mit einem Master zurückkomme. Was sagt ihr? Beschäftige mich in den letzten Monaten sehr damit, weshalb ich mich über jede konstruktive Meinung freue!

Frohe Ostertage
Rahim

Antwort
von JoachimF, 42

Wie wäre eine klare Trennung: Jetzt ein, zwei Jahre in England arbeiten, danach einen (evtl. berufsbegleitenden) Master in D? Das hat für mich den Vorteil, dass Du den Master viel fundierter machen kannst, d.h. mit Kenntnis des Arbeitsmarkts und Deiner Stärken und Schwächen.

Antwort
von CaseOfInterest, 69

Hallo,

Wie du schon richtig festgestellt hast, gibt es den Wirtschaftsingenieur im Ausland kaum. Das ist eher eine mitteleuropäische, wenn nicht Deutsche "Erfindung".

Im angelsächsischen Raum wird das so gehandhabt, dass Ingenieure parallel zum Master oder berufsbegleitend einen MBA machen und dadurch entsprechende Kenntnisse erwerben.

Mich würde interessieren, wie dein WIng Studium aufgebaut war. Eher technisch oder eher wirtschaftlich. Je nach Vertiefung würde ich entweder dazu raten normal im Ausland BWL zu studieren oder eine entsprechende technische Ingenieurwissenschaft gepaart mit einem MBA.

Das sind meine Vorschläge, ich selbst bin aber erst am Anfang meines Maschinenbaustudiums und halte von den hiesigen WIng.-Studiengängen nicht viel, da ich es sinnvoller finde, wenn man normal einen technischen Pfad einschlägt und dann dies um ein MBA erweitert. Finde das um einiges flexibler. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Kommentar von Achim93 ,

Hallo,

zunächst Danke für deinen ausführlichen Kommentar.

Zu deiner Frage: mein Studium war eher technisch aufgebaut und eher technisch möchte ich auch "bleiben", also einen Master, der ebenfalls eher technisch orientiert ist.

Dein Punkt mit dem MBA nach deinem technischen Maschinenbau-Studium gefällt mir gut. Teile da deine Ansicht. Diesen "Weg" würde ich jetzt eben auch gehen und an meinen quasi technischen WIng-Master einen zweiten Master in B.A. dranhängen. (Ist dieser Weg deiner Meinung nach sinnvoll?)

Danke und LG

Kommentar von CaseOfInterest ,

Ich denke, dass dies die beste Lösung ist, zumindest pauschal gesagt. Es ist natürlich schwer jemandem den man persönlich nicht kennt einen guten Ratschlag zu geben. Es kommt ja auch drauf an, wo du hinwillst und was du erreichen willst.

Aber prinzipiell ist der Plan so gut.

Um mal ganz dezent "Eigenwerbung" zu machen. Schau dir mal den Master Studiengang Technologiemanagement an der Universität Stuttgart an.

Dieser bietet zig Vertiefungen im technischen aber auch im wirtschaftlichen Bereich an. Namentlich ist das auch eher am englischen Pendant, engineering management, dran, wobei das wohl eher zweitranging ist. Es gibt auch noch den Studiengang technisch orientierte BWL.

Im Anschluss kann man dann noch ins Ausland gehen ggf. für eine Promotion oder für einen spezialisierten Wirtschaftsmaster.


Kommentar von Achim93 ,

Super lieben Dank! Nehme ich zu Herzen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community