Wirtschaft: USA: Restriktive Finanzpolitik. Weshalb macht man eine restriktive Finanzpolitik, was bringt das?

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1 Antwort

Sinn einer restriktiven Finanzpolitik (hohe Leitzinsen, strenge Richtlinien für Kreditvergabe) verringern im Lauf der Zeit die Geldmenge, die von einer bestimmten Währung (hier: US-Dollar) im Umlauf ist. Es werden weniger neue Kredite aufgenommen (weil die Leute/die Unternehmen sie sich wegen der hohen Zinsen nicht mehr leisten können/wollen), und vorhandene Kredite werden schneller zurückgezahlt (aus dem gleichen Grund).

Durch das Verringern der in Umlauf befindlichen Geldmenge einer bestimmten Währung stabilisiert man den Wert der Währung, das heißt der Umtauschkurs zu anderen Währungen wird besser.

Das hat zwei gegenläufige Effekte, darum kann man nicht so einfach beantworten, ob das dann wirklich besser ist: Einerseits können Waren aus dem Ausland billiger eingekauft werden (gut für import-abhängige Branchen und für private Verbraucher), und Touristen können für weniger Geld im Ausland Urlaub machen. Andererseits werden die im Inland produzierten Waren aber im Ausland teurer (schlecht für export-abhängige Branchen) und für ausländische Touristen wird der Urlaub im betreffenden Land teurer (schlecht für die einheimische Tourismus-Branche).

Ganz abgesehen davon ist es aber auch ein sehr politisches Thema, was eine Regierung mit der Währung ihres Landes tut. Erhebliche Wertänderungen einer wichtigen Währung bringen die internationalen Märkte durcheinander. Daher besteht von anderen Staaten (Handelspartner, Verbündete, etc.) ein gewisser Druck auf Regierungen, ihre Währung möglichst auf gleichbleibendem Niveau zu halten.

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