Frage von tschaeiwilson, 106

wirtschaft studieren wenn man schlecht in mathe ist?

läuft das?

Antwort
von kloogshizer, 62

Da kommt schon noch Mathe, und die wird auch bissl schwerer als in der Schule. Aber es sollte machbar sein, man ist dann halt in Mathe nicht gut. 

Viel und umfangreich ist die Mathe aber nicht.

Antwort
von lachs4709, 43

Ich hab auch Wirtschaft studiert, genauer gesagt Medienwirtschaft. Ist bei weitem nicht so schwer wie ein Ingenieurstudium, wobei ich noch viele technische faecher hatte, was man bei einem reinen Wirtschaftsstudium nicht hat. Aber an Mathe sollte es nicht scheitern. Man hat auch andere Faecher mit rechnen, wie z.B. Kosten und Leistungsrechnung. Hab da 1,3 geschrieben.

Antwort
von wfwbinder, 54

Du wirst dich quälen müssen.

Ich habe meine Hochschulreife au dem zeiten Bildungsweg gemacht (bedeutet 12. Klasse in Mathe). Ich habe in meinem Ökonomiestudium für den 1. Schein 2 Versuche udn für den 2. Schein 3. Versuche gebraucht. In beiden saßen auch Leute die Mathe Leistungskurs im Abi hatten.

Hilft Dir das weiter?

Kommentar von lachs4709 ,

Ich habe auch über den zweiten Bildungsweg die FH-Reife erworben, bis auf Arbeitsrecht habe ich alle Prüfungen im 1. Versuch bestanden.

Kommentar von wfwbinder ,

Gratuliere. Aber was hast Du mit der FH-Reife gemacht? BWL/VWL? dann Hochachtung, wenn Du die Mathe und Statistikscheine alle im ersten Anlauf hattest. In meinem Semester waren das weniger als 50 %.

Dafür wäre mir das mit Arbeitsrecht nicht passiert. In meinem späteren Jurastudium (zur Abrundung sozusagen) habe ich für keinen Schein einen zweiten Anlauf gebraucht. Aber Jura ist eben auch leichter.

Kommentar von lachs4709 ,

Ich habe BWL studiert, bzw. Medienwirtschaft da hat man aber auch sehr viele technische Fächer und die sind richtig, richtig hart. Es ist auch ein NC zwischen 1,9 und 1,3 drauf. Dieser schwankt von Semester zu Semester. Bei diesem technischen Vordiplom sind schon um die 60Prozent durchgefallen. Viele Leute haben aber auch zu spät angefangen zu lernen. Ein Härteantrag hat bei diesem Prof. nichts mehr genutzt. Er sagte klipp und klar: Wenn Sie es spätestens beim 2. Versuch nicht schaffen, brauchen Sie überhaupt keinen Härteantrag mehr stellen. Deshalb habe ich hier auch richtig viel gelernt und auch vieles verstanden.

Also Medientechnik, Fernsehtechnik, Videotechnik, Bildübertragungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik. Der Hammer war, dass man die Informations- und Kommunikationstechnik separat bestanden haben musste und alle übrigen Fächer auch. Es wurde dann zwar ein Mittelwert zwischen den beiden Fächergruppen gebildet aber jeder Teil musste mindestens eine 4,0 sein. D.h. wurde jemand nicht ganz fertig, selbst wenn er einen Teil mit 2,0 bestanden hatte und der andere mit 5,0 war es vorbei. Man war also auch gezwungen die Punkte überschlagsmässig mitzurechnen.

Jedenfalls hatte ich Gesamtnote 3,0.

Ich hatte auch ein gutes Gefühl. Jetzt kann man drüber streiten ob das eine gute Note ist. Die Note an sich ist nicht gut. Wenn ich jetzt aber auf die Notenliste geschaut habe und sah, dass es fast keine 2,0 gegeben hat und viele 4,0 und 60 Prozent Durchfallquote und auch keine 1,0 dabei war, dann denke ich, dass 3,0 doch nicht so schlecht war. Man musste das aber alles verstehen, sonst hatte man null Chancen.

Weil ich so viele technische Fächer hatte, konnte ich später noch einen Master in Wirtschaftsingenieur draufsatteln. Mit einem reinen BWL Studium wäre das nicht gegangen. Ich muss dazu sagen, dass ich zuvor erkrankt war und hätte ein Studium bis 2 Jahre gefördert bekommen. Die Ärzte der Rentenversicherung sagten, dass ich ein Wirtschaftsingenieurstudium überhaupt nicht schaffen würde und haben es abgelehnt. Dann habe ich das auf eigene Faust gemacht und mit 2,0 abgeschlossen. 

 

Kommentar von lachs4709 ,

Ich hatte auch Urheber- und Wettbewerbsrecht und Produkthaftungsrecht. Später habe ich mich mit Verwalter und Wohnungseigentümer gestritten. Hätte also WEG-recht gebraucht. Habe mich dort auch eingearbeitet und habe gegen die WEG gewonnen. Dann hatte ich mit RA gemacht und ich habe die Hälfte verloren, da sie es nicht begründet hat.

Ähnlich war es mit Mietern. Auch hier habe ich mich gestritten. Zwei Mieter haben Insolvenz angemeldet. Aber da kann man nichts mehr holen. Letztes Jahr habe ich die Wohnung verkauft und es gibt weiter Streitigkeiten.

Da in meinem Notarvertrag steht: "Der Veräußerer bevollmächtigt den Erwerber vom Zeitpunkt des Besitzüberganges an, ihn gegenüber den anderen Eigentümern und den Verwalter zu vertreten, sowie das Stimmrecht in der Eigentümerversammlung für ihn auszuüben."

Jetzt habe ich gesehen, dass die ganze Wasser- und Heizungsabrechnung nicht stimmt. Angefangen von falschen Miteigentumsanteilen die extra im Teilungsgesuch statt 369/1000 auf 350/1000 verringert wurden, weil sich eine Miteigentümerin meinen, bzw. der gemeinschaftliche Dachboden ausgebaut hat.

Dann wurde Niederschlagswasser doppelt abgerechnet, obwohl ich das über die Stadt direkt abgezogen bekommen habe, hat der Verwalter mir nochmals Kosten in Rechnung gestellt. Desweiteren kommt hinzu, dass der Verwalter "Verwaltergebühren" abgezogen hat. Dazu ist zu sagen, dass der alte Verwalter seine Tätigkeit im September 2014 gekündigt hat und der neue Verwalter erst am 1.3.15 seine Tätigkeit aufgenommen hat. In diesem Hausgeld wo ich vom Oktober 2014 bis Februar 2015 weiterbezahlt habe, steckten aber schon Verwaltergebühren drin. Also wird hier auch doppelt abgerechnet. Ich hatte zuerst dieses Hausgeld überhaupt nicht bezahlt, da es keinen Verwalter gab. Dann bin ich zur Rechtsanwältin weil ich eine Mahnung bekam. Sie meinte ich solle unter Vorbehalt bezahlen, da ich eine Schadenminderungspflicht habe. Das habe ich gemacht und war der größte Fehler.

Die Richterin sah das als Anerkenntnis und habe dann diesen Teil verloren. Sie schrieb ins Urteil rein, dass ich es hätte begründen müssen. Ich denke, wenn ich geschrieben hätte, dass der Verwaltervertrag erst am 1.3.15 zustande gekommen ist und hier die Verwaltertätigkeit begonnen hat, dass dies dann die Begründung gewesen wäre und dann aber auch nicht bezahlt hätte. So hätte ich das alles gewonnen. Die ganzen Tagesordnungspunkte waren nicht transparent und habe ich angefochten und bekam dann auch Recht. Was ich selber machte, habe ich gewonnen und was die Rechtsanwältin machte, bzw. sagte ging verloren. 

Einen guten RA zu finden ist auch nicht einfach.

Aber den Satz im Notarvertrag verstehe ich nicht.

Wie kann ich jemanden bevollmächtigen und mein Stimmrecht für jemanden ausüben lassen. Der Erwerber hat ja ganz andere Interessen. Er möchte, dass ich viel bezahle, deshalb wird er auch bei einer EV nicht dagegen stimmen.

Wie lange haben Sie für ihr Jurastudium benötigt?

Bekommt man da Scheine angerechnet?

Kann man sich da z.B. auf WEG-Recht spezialisieren oder muss man alle Rechtsgebiete durchlaufen?  

Antwort
von MutterMaria44, 58

Hallo,
Arbeiten wir mal eine Methapher aus:

Läuft ein Hund ohne Beine ?
NEIN !

Also laufen wird er nicht.
Man kann ihn aber um die Häuser ziehen, leidend unter Qualen ihm dabei das Fell abreißen.

Aufwändig! mit Beziehungen und Hilfe Anderer kann man zwar manch ein Ziel erreichen, aber es ist fraglich wie angenehm der Weg dort hin ist.

Kommentar von lachs4709 ,

Sehr gute Antwort auf seine verkorkste Frage.

Antwort
von Christoph42, 57

Hi tschaeiwilson,

nein, das "läuft" nicht. Es gehört ein ganzen Stück Mathematik zu Studium. Es gibt viele Absolventen und die Abschlussnote ist wichtig. Wenn es Dir aber wichtig ist, wirst Du es bestimmt gut schaffen. Bedenke dann nur vorher, dass Du anders als andere Kommilitonen Extra-Zeit für Mathematik aufwenden musst.

Lieben Gruß
Christoph

Kommentar von lachs4709 ,

Daß bißchen Mathe was Bwl er haben ist ein Witz. Mit einem Ingenieurstudium nicht vergleichbar. Ich hab beides gemacht und kenne den Unterschied.

Kommentar von Rubezahl2000 ,

Nach einem Vergleich zwischen "Mathe für Ing" und "Mathe für BWL" war ja nun nicht gefragt. Ist doch klar, dass da Welten zwischen liegen!
Aber für jemand, der schon in der Schule schlecht in Mathe ist, ist auch "Mathe für BWL" eine Herausforderung.

Kommentar von lachs4709 ,

Die Mathe BWL ging kaum über die erste Ableitung hinaus. Ich finde da schon eher die Statistik schwerer. Je nachdem wie tief man in die Materie einsteigt. Aber auch hier gilt für BWL, dass die statistische Mathematik nicht so schwer ist wie bei einem Psychologiestudium oder eben bei einem "echten" Statistik Studium. Hier werden z.B. auch keine einfachen, sondern multiple Regressionen berechnet. irgendwann werden die Berechnung so groß, dass es schneller geht ein Programm dafür zu schreiben als diese dann zu berechnen. Aber hier scheitern dann auch die BWL Professoren. Deshalb wird so etwas auch nicht verlangt. Dann kommt es drauf an ob an einer Uni oder FH studiert wird. Uni ist logischerweise schwerer. Aber warum nicht an einer FH studieren wenn man weiß, dass man in Mathe nicht so gut ist. Ich muss leider sagen, dass sich viele Studienanfänger immer dass maximale suchen und dann auf der Strecke bleiben. Jetzt gibt es ja eh nur noch Bachelor und Master. Warum nicht an einer FH den Bachelor absolvieren und dann schauen ob sich noch ein Master aufsatteln lässt. Diesen Master kann man dann auch an einer Uni absolvieren. Ich hatte in meinem betriebswirtschaftlichen Studium sehr viele technische Fächer, sodass es für mich möglich war, ein Wirtschaftsingenieurstudium als Master zu absolvieren. Und ich habe noch ein Diplom mit "schwerem Vordiplom", was es heutzutage nicht mehr gibt. Heute ist das Studieren ein Traum. Und ich habe von der Hauptschule mit Schnitt 1,6, nach meinem Beruf die Mittlere Reife und die FH Reife erworben und dann den Techniker und Meister absolviert und dann studiert. Heute wollen die Leute gleich alles sein, Kaiser und König.  

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