Frage von ASRvw, 47

Wirkung von oral inkorpriertem UO2?

Mir wurde dieser Tage der Fall eines schon länger psychisch labilen jungen Mannes aus dem erweiterten Bekanntenkreis vorgetragen, auf den ich hier im Detail erst mal nicht eingehen möchte. Es geht dabei, soweit ich das aus dem bislang nur kurzen, einmaligen Gespräch ableiten kann, wohl um eine recht ungewöhnliche Form der Autoaggression, deren Hintergrund hier erst mal nicht relevant ist.

Kernpunkt dieses Falles ist, dass er sich, soweit ich das recht verstanden habe, inzwischen seit mindestens 8 Wochen, zermahlene Pechblende (Urandioxid) in sein Essen mischt und isst. Die Pechblende hat er sich wohl auf einigen Mineralienbörsen zusammen gekauft.

Ein gemeinsamer Freund hat mir ein unzermahlenes Stück dieser Pechblende mitgebracht, welches ich mit meinem Gammascout auf eine Dosis von rund 100 Mikrosievert / Stunde eingemessen habe. Soweit auf die Schnelle festzustellen war, liegt die Pechblende nicht in Reinform vor. Sie sitzt auf einem Stück Hornfels als Trägergestein und scheint zumindest ein wenig Blei zu enthalten.

Für den jungen Mann wurde von dem Freund bereits alles in die Wege geleitet und es wird wohl auf eine stationäre Aufnahme in einer psychiatrischen Klinik hinaus laufen. Auch seine Pechblendevorräte wurden ihm bereits abgenommen und bis zu seinem Facharzttermin am Montag wird er auch nicht mehr alleine gelassen.

Die Frage allerdings, die sich alle stellen ist nun die, welche gesundheitlichen Auswirkungen eine mindestens 8wöchige, tägliche Aufnahme von geschätzt zwei bis drei Gramm Pechblende mit Dosis von 100 Mikrosievert / Stunde für ihn haben wird.

Hat da irgendjemand eine Ahnung, womit da zu rechnen ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TorDerSchatten, 36

Die Dosis ist schon recht hoch - ich denke daß mit entarteten Zellen zu rechnen ist (Krebs), allerdings nicht sofort, sondern mittel- bis langfristig.

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Danke.

Das hatte ich schon befürchtet. Leider sind verlässliche Quellen zur Thematik inkorporierter Strahlung im deutschsprachigen Web ziemlich rar.

ASRvw de André

Kommentar von TorDerSchatten ,

Das wird dir auch keiner ganz genau sagen können, da es keine Vergleichswerte gibt, nur Studien. Es gibt zu wenig "Verstrahlte", als daß man verlässliche Folgen ableiten könnte.

Mein Motto: wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um

Es ist bedauerlich, daß ein junger Mensch psychisch so gestört ist, daß er sich selbst und der Gesellschaft (die seine Behandlung zahlt und seine Beiträge als Arbeitender in die Sozialkassen fehlen) solch eine Bürde auferlegt.

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